• Bochum und Hannover schießen im Direktduell insgesamt sieben Tore
  • Heidenheim siegt in Regensburg und auch Düsseldorf wahrt mit dem Auswärtserfolg in Osnabrück seine Aufstiegschancen.
  • Die Sonntagsspiele der 2. Bundesliga im Überblick.

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VfL Bochum - Hannover 96 4:3 (2:1)

Erneut hat der VfL Bochum auf eine Niederlage mit einem Sieg geantwortet und den nächsten Schritt Richtung Bundesliga-Rückkehr gemacht. Eine Woche nach dem 0:3-Rückschlag beim SC Paderborn bezwang der Zweitliga-Spitzenreiter Hannover 96 mit 4:3 (2:1) und baute seinen Vorsprung vor dem Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth auf sechs Punkte aus.

Robert Tesche (29.) und Gerrit Holtmann (38.) drehten noch vor der Halbzeitpause das Spiel, nachdem die Westfalen durch ein Tor von 96-Kapitän Dominik Kaiser in Rückstand geraten waren (22.). Simon Zoller erhöhte mit seinem 15. Saisontreffer auf 3:1 (62.). Marvin Ducksch verkürzte (67.), Philipp Ochs (90.) glich aus. Tesche (90.+2) bescherte Bochum in einer dramatischen Schlussphase doch noch den Sieg.

Zum achten Mal reagierte das Team von Trainer Thomas Reis somit mit einem Dreier auf eine Ligapleite. Hannover ist seit acht Spielen ohne Sieg.

Der VfL, der nach elf Jahren die Rückkehr in die Bundesliga anstrebt, benötigte gegen stark beginnende Gäste offenbar einen Weckruf. Kaisers Treffer zur 96-Führung war hochverdient, weil die Niedersachsen im Minutentakt Großchancen herausgespielt hatten: Erst rettete Cristian Gamboa bei einem Schuss von Genki Haraguchi für seinen Torhüter Manuel Riemann, der einen Ausflug an den Strafraumrand gewagt hatte (20.). Dann traf Simon Falette die Latte des Bochumer Tores (21.).

Kaisers Treffer zeigte Wirkung, der VfL schaltete in den Vorwärtsgang. Nach einem Eckball von Robert Zulj glich Tesche per Kopf aus, Holtmann schloss einen Angriff, den Keeper Riemann mit einem langen Pass eingeleitet hatte, mit der Pausenführung ab.

Hannover steckte auch nach dem 1:3 nicht auf und drängte nach dem Anschlusstreffer auf den Ausgleich, den Ochs erzielte, ehe Tesche Bochum doch noch jubeln ließ.

VfL Osnabrück - Fortuna Düsseldorf 0:3 (0:1)

Fortuna Düsseldorf darf sich weiter Hoffnungen auf die Bundesliga-Rückkehr machen. Das Team von Trainer Uwe Rösler siegte verdient mit 3:0 (1:0) beim abstiegsbedrohten VfL Osnabrück. Dadurch verkürzten die Rheinländer den Rückstand auf den Hamburger SV auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz auf zunächst vier Punkte und kletterten auf Platz sechs.

Kristoffer Peterson (37.) erzielte die Führung für die Gäste. Dawid Kownacki (50.) per Foulelfmeter nach Videobeweis und Marcel Sobottka (67.) erhöhten.

Osnabrück bleibt durch die zwölfte Heimniederlage in Folge mit 26 Punkten auf dem Abstiegs-Relegationsrang. Der Rückstand auf den rettenden 15. Platz beträgt vier Zähler.

Die Fortuna kam an der Bremer Brücke gut in die Partie. Nach einem Fehlpass von VfL-Keeper Phillip Kühn schalteten die Gäste schnell, doch Kühn machte seinen Fehler gegen den freistehenden Kownacki wieder gut (4.).

Bei der nächsten guten Möglichkeit scheiterte Sobottka aus spitzem Winkel am gut reagierenden Kühn (18.). In der Folge fehlten Düsseldorf zunächst die Ideen im Offensivspiel, bis Peterson den Ball ins lange Eck zirkelte.

Nach dem Seitenwechsel blieb Kownacki vom Punkt eiskalt. Sobottka hatte bei einem abgefälschten Schuss Glück, dass sich der Ball hinter Kühn ins Tor senkte.


SSV Jahn Regensburg - FC Heidenheim 0:3 (0:2)

Der 1. FC Heidenheim bleibt im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt kam bei Jahn Regensburg dank hoher Effizienz zu einem verdienten 3:0 (2:0) und rückte damit bis auf zwei Punkte an den Hamburger SV auf dem Relegationsplatz heran.

Allerdings bleibt die Tabelle schief: Die Hanseaten bestreiten ihr 29. Spiel in dieser Saison erst am Donnerstag beim SV Sandhausen, Heidenheim empfängt schon am Mittwoch in seinem 30. Spiel Tabellenführer VfL Bochum.

Die Gäste profitierten bei den Toren von Denis Thomalla (11.) und Patrick Mainka (36.) von Fehlern der Regensburger. Der Führungstreffer resultierte aus einem bösen Missverständnis zwischen Scott Kennedy und Torhüter Alexander Meyer, hinter dem Thomalla unbedrängt einschieben konnte. Tim Kleindienst verwandelte einen Handelfmeter nach Videobeweis souverän (80.). Jahn-Kapitän Benedikt Gimber hatte den Ball mit der Hand gespielt.

Dabei hatten die Hausherren eigentlich den besseren Start. Doch die Gäste schlugen noch vor der Pause erneut eiskalt zu - auch, weil Torwart Meyer erneut patzte: Er ließ einen Schuss von Marnon Busch zu Maika abprallen, der aus kurzer Distanz verwertete.

Gegen Robert Leipertz (43.) und Tobias Mohr (45.+2) verhinderte Meyer immerhin eine höhere Pleite. Regensburg war danach um den Anschluss bemüht, kam aber kaum zu zwingenden Möglichkeiten. (hub/afp)

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