Nach 43 Bundesligapartien ohne Niederlage könnte die unglaubliche Serie des FC Bayern München an diesem Spieltag enden. Denn mit dem 1. FC Nürnberg haben die Münchner endlich einen würdigen Gegner vor der Brust. Andernorts hat man ganz andere Sorgen: Der Hamburger SV kämpft mit dem Abstiegsgespenst und der VfB Stuttgart will die Vorherrschaft im Ländle zurück. Die etwas andere Vorschau auf den 20. Spieltag.

Nürnberg wird zum Bayern-Bezwinger

"Wir wollen den Bayern wehtun". Endlich mal eine Kampfansage an die Übermannschaft der Bundesliga – und das ausgerechnet vom 1. FC Nürnberg. Doch wer soll den FC Bayern München schlagen, wenn nicht die Franken? Die vergangenen beiden Bundesligapartien gegen Hertha BSC und 1899 Hoffenheim gewann der FCN mit einer Torbilanz von 7:1 souverän. Nur eine weitere Mannschaft entledigte sich seiner Gegner auf dieselbe Weise: die Bayern. Beide Teams treffen sich am Samstag in Nürnberg (15:30 Uhr, LIVE bei uns im Ticker und auf Sky) also auf Augenhöhe.

Unsere Vorhersage: Der 1. FC Nürnberg wird das erste Team sein, das die Bayern schlägt. Denn Stürmer Daniel Ginczek hat erkannt, dass entgegen der landläufigen Meinung selbst in München nur mit Wasser gekocht wird. "Die Bayern-Spieler sind auch nur Menschen mit zwei Beinen, die können auch nicht schneller laufen als wir." Wie gut, dass uns endlich mal jemand die Augen öffnet. Wir dachten schon, Ribery, Lahm und Co. wären von einem anderen Stern.

Abstieg mit van Marwijk? Unmöglich!

Im Norden bebt die Erde, so arg zittert der Hamburger SV vor einem möglichen Abstieg. Die Trainerdiskussion ist natürlich schon lange im Gang. Doch Vorsicht! Die Verantwortlichen des HSV sollten sich dreimal überlegen, ob sie Trainer Bert van Marwijk die Rote Karte zeigen. Denn nach eigener Aussage ist dieser unabsteigbar: "Wenn wir so weiterspielen, steigen wir ab. Aber ich sage euch eins: Ich steige nicht ab."

Das dürfte die Fans vor dem Heimspiel am Samstag gegen Aufsteiger Hertha BSC (18:30 Uhr, LIVE bei uns im Ticker und auf Sky) immens beruhigen. Um auf Nummer sicher zu gehen, begaben sich am Mittwoch 400 Anhänger auf einen heilsbringenden Gebetsmarsch zum Trainingsgelände. "Zweite Liga – niemals, niemals" hallte es dabei durch den Volkspark. Ob der Fußballgott ihr Flehen erhört?Zumindest einer hat sie schon gehört. Toptalent Hakan Calhanoglu war angesichts derlei Liebesbekundungen so von den Socken, dass er seinen Vertrag gleich vorzeitig bis 2018 verlängert hat. Dass dieser auch für die zweite Liga gültig ist, war sicher nur ein Versehen.

Schwaben-Derby unter neuen Voraussetzungen

In Schwaben läuft gerade etwas verkehrt. Zumindest wenn man auf Seiten des VfB Stuttgart steht. Denn plötzlich hat der FC Augsburg, zugegebenermaßen "nur" ein bayerischer Schwabe, die fußballerische Vorherrschaft im Ländle übernommen. Das Spätzle-Derby (Sonntag, 15:30 Uhr LIVE bei uns im Ticker und auf Sky) wäre eine gute Gelegenheit für Stuttgart, die Verhältnisse zumindest ansatzweise wieder gerade zu rücken.
Um dieses Unterfangen erfolgreich zu gestalten, sollten die Stuttgarter auf keinen Fall das 1:0 schießen. Das muss Thomas Schneider seinen Mannen ganz genau einbläuen. Denn in diesem Jahr gelang trotz dreimaliger 1:0-Führung im Rücken kein einziger Punktgewinn. Also Stuttgart, einfach mal hinten reinstellen und auf das erste Augsburger Tor warten. Dann steigen die Gewinnchancen ungemein.

Kreischalarm in Bremen

Kaum hatte sich Mats Hummels auf dem Fußballplatz zurückgemeldet, da taucht er auch schon wieder ab. Wegen einer Verletzung kann der Verteidiger von Borussia Dortmund die Fans von Werder Bremen (Samstag, 15:30 Uhr LIVE bei uns im Ticker und auf Sky) nicht von seinen Model-Qualitäten überzeugen.

Doch keine Sorge, Mädels, das ist kein Grund, diesem Fußballspiel fern zu bleiben. Denn mit Ludovic Obraniak hat sich Werder Bremen in der Winterpause mit einem Schnuckelchen verstärkt. Der Pole weiß schon vor seinem ersten Einsatz zu überzeugen – mit markanten Tattoos und einem Strahle-Mann-Lächeln, mit dem er selbst David Beckham Konkurrenz macht.
Achja, Fußball gespielt wird auch. Während Dortmund hofft, dass bei Stareinkauf Henrikh Mkhitaryan endlich der Knoten platzt, wollen die Bremer ihren Negativlauf beenden. "Wir müssen laufen bis zum Kotzen", schwört Zlatko Junuzovic seine Kollegen ein. Hoffentlich nimmt sich Neuzugang Obraniak diese Aufforderung nicht zu sehr zu Herzen.