Jude Bellingham, von der Spielergewerkschaft zum Spieler der Saison gewählt, geht in seiner Karriere den nächsten Schritt. Nach drei Jahren in Dortmund zieht es den Engländer zu Real Madrid. An der astronomischen Ablösesumme, die kolportiert wird, wäre einem Bericht zufolge auch sein früherer Verein beteiligt.

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Der seit langem erwartete Wechsel von Borussia Dortmunds Mittelfeldstar Jude Bellingham zu Real Madrid steht unmittelbar bevor. Das bestätigte der börsennotierte BVB in einer Ad-hoc-Meldung. Die Parteien hatten demnach kurz zuvor eine grundsätzliche Einigung über den Transfer des englischen Nationalspielers erzielt. "Die vertraglichen Details sind nun noch abzustimmen und zu dokumentieren", hieß es weiter.

Bellingham ist nach Raphael Guerreiro, Mahmoud Dahoud, Luca Unbehaun, Felix Passlack und Anthony Modeste der sechste Abgang des Bundesliga-Zweiten.

Immer wieder verlassen Stützen den BVB

Der Abgang eines weiteren Schlüsselspielers mit viel Perspektive gehört längst zur Dortmunder DNA. Ähnlich wie schon bei Erling Haaland (Manchester City), Jadon Sancho (Manchester United), Christian Pulisic (Chelsea London), Ousmane Dembélé (FC Barcelona), Shinji Kagawa (Manchester United), Pierre-Emerick Aubameyang (Arsenal London) oder Robert Lewandowski (Bayern München) ist der Klub gefordert, die entstandene Lücke möglichst schnell zu schließen. Der hohe Erlös für Bellingham erleichtert die Suche nach adäquatem Ersatz.

Mit Ousmane Dembélé, der 2017 für rund 140 Millionen Euro vom BVB zum FC Barcelona wechselte, brachte bisher nur ein Spieler in der Bundesliga-Geschichte mehr Geld als Bellingham ein. Auch auf Platz drei dieser Verkaufsliste rangiert mit Jadon Sancho ein Dortmunder. Der Abgang des Dribblers zu Manchester United spülte im Sommer 2021 85 Millionen Euro in die Vereinskasse.

Bis zu 137 Millionen Euro Ablöse

Real werde für den Engländer bei Realisierung des Transfers eine fixe Ablösesumme in Höhe von 103 Millionen Euro zahlen. Zusätzlich können variable Zahlungen bis zu einer Höhe von 30 Prozent der Transfersumme fällig werden, insgesamt könnten sich die Einnahmen der Dortmunder damit auf 137 Millionen Euro belaufen. Die Zusatzzahlungen sind demnach abhängig vom sportlichen Erfolg des Klubs und den Leistungen des Spielers im Zeitraum der nächsten sechs Spielzeiten.

Borussia Dortmund muss nach Informationen der "Bild" jedoch an Bellinghams Ex-Klub Birmingham City in diesem Fall fünf Prozent des Verkaufserlöses abtreten. Das sollen beide Klubs beim Transfer des Mittelfeldspielers vor drei Jahren ausgehandelt haben. Der deutsche Vizemeister wollte das nicht kommentieren. Ähnliche Regelungen gelten jedoch als marktüblich. Bellingham war im Sommer 2020 für eine Ablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro von Zweitligist Birmingham gekommen.

BVB-Star Jude Bellingham ist am 27. Mai 2023 enttäuscht über den nicht gewonnenen Meistertitel
Tränen bei Jude Bellingham: Das 2:2 gegen Mainz 05 am 27. Mai 2023 reicht am letzten Spieltag der Bundesliga nicht, um den Meistertitel zu holen und Platz eins vor dem FC Bayern München zu verteidigen. © Getty Images/Alex Grimm

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Bellingham verlässt die Bundesliga als bester Spieler der Saison 2022/23. Von der Spielergewerkschaft VDV ist der Engländer zum Fußballer der Saison gewählt worden. Er erhielt 29,6 Prozent der abgegebenen Stimmen und verwies Randal Kolo Muani von Eintracht Frankfurt (28,6) knapp auf den zweiten Platz. Dritter wurde Jamal Musiala (13,7 Prozent), der Bayern München mit seinem Last-Minute-Treffer in Köln zum Titel geschossen hatte.

Urs Fischer ist der beste Trainer der Saison 2022/23

Zum besten Trainer der Saison wurde Urs Fischer von Union Berlin gewählt, der 34,1 Prozent der Stimmen erhielt. Er landete vor dem Freiburger Christian Streich (22,2) und Dortmunds Edin Terzic (14,6). Der Frankfurter Shootingstar Kolo Muani gewann mit 56,3 Prozent der Stimmen die Wahl zum Newcomer der Saison klar. (dpa/sid/hau)

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