Dietmar Hamann lenkt im Zoff mit Thomas Tuchel und dem FC Bayern München ein. Der frühere Bayern-Profi entschuldigt sich für seine Aussage und räumt ein, Tuchel "falsch interpretiert" zu haben. Hamanns TV-Kollege Lothar Matthäus war von vorneherein anderer Meinung als Hamann.

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Der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann hat sich nach seiner Kritik an Thomas Tuchel beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München und dessen Trainer entschuldigt. Er habe vor der Sendung Sky90 "in der Maske die Aussage von Thomas Tuchel vom Fan-Fest gehört. Im Zusammenhang mit der Meldung vom Rücktritt von Xavi beim FC Barcelona und der derzeitigen Situation beim FC Bayern fand ich die Aussage unpassend", erklärte Hamann.

"Dafür möchte ich mich bei Thomas Tuchel und den Bayern entschuldigen."

Thomas Tuchel

"Später in der emotionalen Diskussion habe ich dann darauf Bezug genommen und die Aussage von Thomas Tuchel nicht richtig wiedergegeben bzw. falsch interpretiert", räumte Hamann ein und erläuterte: "Er hat nicht gesagt, dass er gerne mal in Barcelona oder in Spanien trainieren wolle. Dafür möchte ich mich bei Thomas Tuchel und den Bayern entschuldigen."

Thomas Tuchel schwärmt von La Liga

Tuchel hatte bei einem Fanklub-Besuch auf eine Frage hin geantwortet, dass ihn das Ausland noch einmal reizen würde und betont, vor allem Spanien verfüge über "eine außergewöhnliche Liga", weil sie "von wahnsinnigem Selbstvertrauen geprägt" sei. "Wenn man mit spanischen Spielern spricht, hast du das Gefühl, dass du ganz schnell mit den Menschen sprichst und da keine Floskeln dazwischenstehen und keine unsichtbare Wand." Diese Aussage kritisierte Hamann scharf.

"Dann setzt sich der da hin und redet über Xavi, über die Nachfolge und dass er gerne mal in Barcelona oder Spanien trainieren würde. Das ist eine Frechheit", sagte Hamann in der Talkshow "Sky90" am 28. Januar: "Er ist ein sehr intelligenter Mann, so etwas rutscht ihm nicht einfach so raus. Nur er muss eins wissen: Wenn du Angestellter vom FC Bayern bist, sich mit der Führung anzulegen - das war selten eine gute Idee."

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Die Bayern klagten daraufhin in einer Stellungnahme über "unsachliche Aussagen" über Tuchel, ohne Namen zu nennen. "Unser Cheftrainer Thomas Tuchel wurde am Sonntag im Rahmen eines Fanclubbesuches von den Anhängern über seine Trainerkarriere und seine bisherigen Erfahrungen im Ausland bei Paris St. Germain und dem FC Chelsea befragt und gab darüber im Gespräch natürlich Auskunft. Ebenso beantwortete er allgemeine Fragen der Fans zu Spanien als Fußballland", beschied der deutsche Rekordmeister. "Er sprach niemals über Xavi Hernández und dessen Nachfolge, wie danach fälschlich behauptet wurde. Wir werden solche unsachlichen, gegen unseren Trainer gerichteten Aussagen, die immer aus derselben Ecke kommen, nicht mehr akzeptieren."

Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, bei Sky Hamanns Expertenkollege, zeigte in seiner Kolumne für den Pay-TV-Sender Verständnis für Tuchel: "Er ist gefragt worden und hat eine ehrliche Antwort gegeben, und ich finde diese Antwort in Ordnung." Tuchel könne nicht sagen, er bleibe lebenslang in München: "Er ist noch keine 80 Jahre alt, er ist erst 50." (sid/dpa/hau)

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Verwendete Quellen:

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