• Der FC Bayern München soll über einen Verkauf von Serge Gnabry nachdenken, falls keine Vertragsverlängerung zustande kommt.
  • Der ehemalige Bayern-Spieler David Alaba würde Gnabry wohl gerne zu Real Madrid lotsen.
  • Bayern-Trainer Julian Nagelsmann glaubt dennoch weiter an einen Verbleib von Gnabry.

Mehr aktuelle News zum FC Bayern finden Sie hier

Er benötigte lediglich 34 Sekunden, um seine Qualität einmal mehr zu beweisen: Serge Gnabry wurde am Samstag beim 4:1 gegen den SC Freiburg erst in der 72. Minute eingewechselt und glänzte kurz darauf mit einem Tor und einer Vorlage.

Die Zukunft von Gnabry beim FC Bayern München ist dennoch ungewiss. Der Vertrag des deutschen Nationalspielers endet im Sommer 2023. Die Gespräche um eine Verlängerung scheinen zu stocken.

Laut Informationen von "Sport Bild" hat der FC Bayern eine Grundsatzentscheidung getroffen: Haben sich Verein und Spieler bis zum Sommer 2022 nicht geeinigt, soll ein Verkauf angestrebt werden, um eine Ablöse zu kassieren.

David Alaba möchte Gnabry zu Real Madrid locken

Interessenten scheint es zu geben. Der ehemalige Bayern-Spieler David Alaba soll bei Real Madrid Werbung für eine Verpflichtung von Gnabry machen. Beide hatten in München ein freundschaftliches Verhältnis. Es soll bereits lockere Kontakte zwischen Real und dem Management von Gnabry gegeben haben.

Julian Nagelsmann, der Trainer des FC Bayern München, glaubt dennoch an einen Verbleib des Offensivspielers. "Ich bin sehr zuversichtlich", sagt Nagelsmann auf Nachfrage unserer Redaktion. "Er hat hier sportlich alles, was er braucht. Er hat einen Trainer, der ihn als Typen und als Spieler mag. Er hat Mannschaftskollegen, mit denen er sich auch privat gut versteht. Er fühlt sich, glaube ich, sehr, sehr wohl."

Letztendlich sei es eine Verhandlungssache zwischen Klub und Berater. "Ich bin aber guter Dinge, dass wir da auf einen grünen Zweig kommen", sagt Nagelsmann. "Er ist ein sehr guter Spieler, der auch schon herausragende Spiele gemacht hat und sicherlich auch in Zukunft machen wird. Von daher würden wir ihn gerne behalten."

FC Bayern: Serge Gnabry wünscht sich mehr Aktionen im Zentrum

Es gibt mehrere Aspekte, die in die Entscheidung von Gnabry hineinfließen dürften. Neben dem Gehalt scheint auch die Rolle auf dem Spielfeld ein wichtiger Faktor zu sein. Gnabry wird von Nagelsmann vorwiegend auf den Flügeln eingesetzt, soll sich allerdings laut "Sport Bild" mehr Aktionen im Zentrum wünschen.

Nagelsmann hat Verständnis dafür und bringt einen Vergleich: "Wenn man auf jeden Bolzplatz der Republik geht und die Kinder fragt, welche Position sie am liebsten spielen oder welche Nummer sie am liebsten haben würden, dann ist es immer die Nummer 10, am besten hinter den Spitzen."

Nagelsmann glaubt, dass sogar Innenverteidiger wie Niklas Süle oder Dayot Upamecano still und heimlich am liebsten im zentralen Mittelfeld spielen würden. "Aber es gibt nun einmal elf Positionen zu besetzen", erklärt der Trainer. "Serge sollte es eher als Kompliment auffassen, dass er verschiedenste Positionen spielen kann, auch immer wieder einmal im Zentrum."

Zumindest im Training dürfe sich Gnabry auf dieser Position immer wieder zeigen: "Und wenn er es dann herausragend besser macht als auf dem Flügel, dann wird er sicherlich auch im Zentrum Spielzeit kriegen." Ob das für Gnabry Grund genug ist, um beim FC Bayern München seinen Vertrag zu verlängern, dürften die kommenden Wochen zeigen.

Verwendete Quellen:

  • Pressekonferenz des FC Bayern München mit Julian Nagelsmann, 1. April 2022
  • Sport Bild (13/2022): Bayerns neue Pläne
Interessiert Sie, wie unsere Redaktion arbeitet? In unserer Rubrik "So arbeitet die Redaktion" finden Sie unter anderem Informationen dazu, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte kommen. Unsere Berichterstattung findet in Übereinstimmung mit den JTI-Standards der Journalism Trust Initiative statt.

"Wir sind auf dem Markt aktiv": Nagelsmann über Transferpläne der Bayern

Was macht der FC Bayern auf dem Transfermarkt? Trainer Julian Nagelsmann gibt einen Einblick. Vorschaubild: imago images © DAZN