Drei deutsche Teams stehen schon im Achtelfinale der Champions League und auch der FC Schalke 04 hat noch eine reelle Chance. Allerdings kann es für die Königsblauen auch noch richtig übel enden. Der FC Bayern München hingegen ist durch, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen müssen Platz eins verteidigen. Ein Überblick über die Ausgangslage vor dem sechsten Spieltag der Champions League.

In der vergangenen Saison 2013/14 hatten es alle vier deutschen Mannschaften in die K.o.-Phase der Champions League geschafft. Der FC Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und der FC Schalke 04 zogen ins Achtelfinale ein - ein Novum in der Geschichte des Wettbewerbs.

Vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase in der aktuellen Saison stehen schon wieder drei deutsche Teams unter den besten 16 Mannschaften des Kontinents. Nur der FC Schalke muss noch zittern. Und wie! Die Königsblauen benötigen nach dem Debakel zu Hause gegen den FC Chelsea Schützenhilfe von den Blues gegen Sporting Lissabon und müssen selbst ihre Hausaufgaben bei NK Maribor erledigen. Ein Schalker Sieg und eine gleichzeitige Niederlage von Sporting an der Stamford Bridge würden S04 doch noch den Einzug in die K.o.-Runde bescheren.

Schalke kann aber auch völlig leer ausgehen und sich noch nicht einmal für den Trostpreis Europa League qualifizieren. Verliert die Mannschaft von Trainer Roberto di Matteo in Maribor, dann fällt Schalke sogar noch auf Rang vier zurück. "Darüber mache ich mir keine Gedanken. Wir schauen mal nach dem Spiel, wie die Lage sein wird", sagt Di Matteo vor dem Spiel des Jahres.

Dortmund und Leverkusen kämpfen um den Gruppensieg

Geradezu luxuriös sind dagegen die Probleme von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen vor dem letzten Gruppenspiel. Der BVB ist längst für das Achtelfinale qualifiziert und spielt gegen den RSC Anderlecht im Fernduell mit dem FC Arsenal um Platz eins. Mit einem Sieg ist der BVB sicher Gruppenerster. Die Belgier stehen ihrerseits bereits als Dritter fest. Bei einem Remis müsste Arsenal mit sechs Toren Differenz in Istanbul gewinnen. Es sollte also nichts mehr anbrennen für die Borussia.

Etwas heikler ist der Auftrag für Leverkusen. Die haben es bei der 0:1-Heimniederlage gegen den AS Monaco versäumt, sich den ersten Platz zu sichern und müssen nun ernsthaft darum zittern. Zwar steht auch für die Werkself der Einzug in die Runde der letzten 16 längst fest, als Gruppensieger würde Bayer aber den Großkalibern im Achtelfinale entgehen.

Bei Benfica muss ein Sieg her, um aus eigener Kraft Erster zu werden. Bei einem Remis ist Leverkusen auf das Ergebnis des Parallelspiels zwischen Monaco und Zenit St. Petersburg angewiesen. Und bei einer Niederlage in Portugal ist Platz eins, den Bayer derzeit noch inne hat, definitiv weg.

Für den FC Bayern München geht's um Geld und Prestige

Die Bayern sind längst Sieger in Gruppe E und spielen im letzten Heimspiel gegen ZSKA Moskau lediglich noch um die 1,1, Millionen Euro, die die Uefa für einen Sieg ausschüttet. Das Ergebnis in München wird aber für Moskau, sowie Manchester City und den AS Rom unmittelbare Auswirkungen haben.

Alle drei Teams liegen hinter den Bayern mit fünf Punkten gleichauf, in Rom steigt das vermutlich entscheidende Spiel um Platz zwei zwischen der Roma und ManCity. Dem englischen Meister reicht dabei ein Remis - sofern Moskau nicht in München gewinnt.

In Gruppe A und Gruppe B ist die Konstellation ähnlich: Atletico Madrid und Real Madrid stehen als Gruppensieger fest. Dahinter tobt der Kampf um Platz zwei. Juventus Turin braucht gegen Atletico zumindest einen Punkt, um auf Nummer sicher zu gehen und Olympiakos Piräus auf Distanz zu halten. Drei Zähler beträgt der Vorsprung des italienischen Rekordmeisters auf die Griechen. Die haben allerdings den direkten Vergleich gewonnen ...

Dem FC Liverpool droht der Gau

In Gruppe B muss der FC Liverpool den FC Basel an der Anfield Road schlagen, ansonsten finden sich die Reds im Frühjahr in der Europa League wieder - oder sind sogar komplett raus, sollte Ludogorez Rasgrad im Santiago Bernabeu eine Sensation gelingen.

Das auf dem Papier spektakulärste Spiel des letzten Spieltags steigt in Gruppe F. Der FC Barcelona empfängt Paris St.-Germain um Kampf um Platz eins. Derzeit liegen die Franzosen einen Zähler vorne, Barca benötigt also auf alle Fälle einen Sieg. Dahinter muss Ajax Amsterdam seinen Ein-Punkt-Vorsprung im Heimspiel gegen Apoel Nikosia verteidigen.

Lediglich in Gruppe H ist für die K.o.-Phase der Königsklasse schon alles entschieden. Der FC Porto ist als Erster weiter, Schachtjor Donezk ist sicher Zweiter. Athletic Bilbao darf im Heimspiel gegen Bate Borissow nicht verlieren, dann schaffen es die Basken wenigstens noch in die Europa League.