• Seit dem 19. Januar 2022 läuft die erste Verkaufsphase für Tickets für die Fußball-WM in Katar.
  • Die Fans aus Deutschland halten sich noch sichtlich zurück.
  • Die größte Nachfrage kommt aus dem Land des Gastgebers.

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Für die Fußball-Weltmeisterschaft Ende des Jahres in Katar sind binnen 24 Stunden weltweit 1,2 Millionen Tickets verkauft worden. Dies gab der Fußball-Weltverband FIFA am Donnerstag bekannt.

Die größte Ticket-Nachfrage sei aus Katar gekommen, gefolgt von Argentinien, Mexiko, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten, England, Indien, Saudi-Arabien, Brasilien und Frankreich, hieß es in einer Mitteilung. Katar richtet vom 21. November bis 18. Dezember die WM-Endrunde aus.

Die erste Verkaufsphase endet am 8. Februar

Zehn Monate vor dem Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft in Katar startet die FIFA die erste Verkaufsphase für die Eintrittskarten. Bis zum 8. Februar (11:00 Uhr) können sich Interessenten um Tickets bewerben, teilte die FIFA am Mittwoch mit. Sollte es mehr Anfragen als Karten geben, kommt es zu einer Verlosung. Fans sollen dann bis zum 8. März erfahren, ob sie zum Zuge gekommen sind.

In der ersten Verkaufsphase können nicht nur Karten für einzelne Partien vom Eröffnungsspiel bis zum Finale bestellt werden, sondern auch Ticketserien, mit denen alle Begegnungen einer Mannschaft ab der Vorrunde verfolgt werden können. Schafft es eine Mannschaft bis ins Finale, wären das sieben Spiele. Dann kämen zwischen 1.425 EUR und 3.804 Euro für die Tickets zusammen, je nach Wahl der jeweiligen Sitzplatz-Kategorien. Wer nur das Endspiel live vor Ort verfolgen möchte, bezahlt 532, 884 oder - maximal - 1.417 Euro. Darin aber sind keine Kosten für Transport und Unterbringung enthalten.

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Schon im Mai 2017, mehr als fünf Jahre vor Turnierbeginn, steht mit dem Khalifa-International-Stadion in Doha die erste Austragungsstätte der WM in Katar.

Neu eingeführte Ticketserie ist buchbar

Neu ist dank der kurzen Entfernungen im Gastgeberland eine Kartenserie für vier Spiele an aufeinanderfolgenden Tagen in vier Stadien. Auch Karten für Menschen mit Behinderung und/oder eingeschränkter Mobilität werden angeboten.

Vor der Auslosung der Vorrundengruppen am 1. April soll es - solange der Vorrat reicht - eine zweite Verkaufsphase geben, Einzelheiten will die FIFA später mitteilen.

Nach der Auslosung folgen weitere Verkaufsphasen, dann werde es auch Karten für Zuschauer geben, die bei den anderen Fans ihrer Mannschaft sitzen wollten, hieß es. Zudem werden sogenannte bedingte Fantickets angeboten, mit denen Zuschauer einen Sitzplatz für mögliche Begegnungen ihres Teams in der K.o.-Phase einschließlich des Finales reservieren könnten.

In der Verkaufsphase nach der Gruppenauslosung soll es auch möglich sein, Karten für mehr als ein Spiel pro Tag zu bestellen. Damit genug Zeit für einen Transfer bleibt, können allerdings nicht zwei aufeinanderfolgende Spiele besucht werden. Mit den Produkten zeige man, "dass wir den Fußball zu möglichst vielen Fans aus aller Welt bringen möchten", sagte FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura.

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Katar richtet im November und Dezember 2022 die erste Winter-WM der Fußball-Geschichte aus. Gespielt wird - wie seit 1974 - um diesen WM-Pokal.

Fans aus dem Gastgeberland schauen die WM so billig wie zuletzt 1986

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP sollen ausländische Fans für die günstigste Karte umgerechnet etwa 61 Euro bezahlen und damit rund ein Drittel weniger als zuletzt bei der WM 2018 in Russland. Zuschauer aus dem Gastgeberland sollen bereits für umgerechnet knapp zehn Euro eine Karte kaufen können. Das wäre halb so viel wie in Russland und der günstigste Preis seit der WM 1986 in Mexiko, hieß es.

Die FIFA hoffe auf Einnahmen von umgerechnet rund 440 Millionen Euro durch den Verkauf der Eintrittskarten und von Rechten aus dem Gastgewerbe. Unterkünfte in Hotels, Apartments und auf Kreuzfahrtschiffen sollten später in diesem Jahr angeboten werden. Erwartet würden rund 1,2 Millionen Besucher. (hau/dpa)

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Die Vergabe der Fußball-WM an Katar wird zum Spionage-Krimi

Bei der Vergabe der WM-Endrunde 2022 an Katar soll es, wie zuvor auch schon im Rahmen des Zuschlags an Deutschland im Jahr 2000, nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Rechercheure stoßen auf einen früheren CIA-Agenten. Er soll die FIFA ausspioniert haben. Weder Katar noch der Weltverband äußerten sich bisher dazu.