Nach den tropischen Temperaturen vom Mittwoch bedeuten selbst 30 Grad schon Erholung. Deutschland kann am Donnerstag etwas verschnaufen. Aber nur kurz. Unser Hitze-Live-Blog zur Nachlese.

Seit Montag heizt Hoch "Ulla" Deutschland richtig ein. Am Dienstag haben die Wetterstationen in einigen Teilen des Landes etwas mehr als 36 Grad gemessen.

Am Mittwoch wurde laut Deutschem Wetterdienst (DWD) eine neuer Temperaturrekord für Juni aufgestellt. Der Donnerstag soll nicht ganz so heiß werden, dennoch: Für Süddeutschland hat der DWD erneut Wetterwarnungen veröffentlicht.

Hier die aktuelle Übersicht (Stand 16:55 Uhr):

+++ Hitzewelle in Deutschland: Alle Infos in der Blog-Nachlese +++

16:57 Uhr: Glück im Unglück haben diese beiden Katzenbabys aus Österreich: Sie werden von zwei ÖAMTC-Mitarbeitern aus dem Motorraum eines Autos befreit.

Wütende Badegäste attackieren Polizisten

14:05 Uhr: Bei brütender Hitze ist es am Einlass eines überfüllten Waldsees in Hessen zu Ausschreitungen wütender Badegäste gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der Besucherandrang an dem beliebten Badesee derart groß, dass der Einlass am Mittwochnachmittag vorläufig geschlossen werden musste. Daraufhin hätten rund 200 Personen gewaltsam versucht, auf das Gelände zu gelangen. Die wartenden Personen warfen nach Polizeiangaben teilweise Steine in Richtung des Eingangs und beschimpften die Sicherheitskräfte des Waldsees. Die Polizei sicherte daraufhin den Eingangsbereich ab und sperrte die Zufahrt.

13:14 Uhr: Kurzer Ausblick auf Morgen: Am Freitag werden laut DWD im Norden bei zumeist sonnigem Wetter Temperaturen um die 22 bis 27 Grad erwartet, an der Küste erfrischende 20 Grad. Im Süden liegen die Höchstwerte bei 27 bis 33 Grad. Doch schon zum Wochenende soll neue heiße Sahara-Luft zu uns kommen. Folglich klettern die Temperaturen im Süden Brandenburgs, in Ostsachsen sowie im Südwesten Deutschlands am Sonntag demnach auf bis zu 39 Grad.

12:59 Uhr: Wegen der andauernden Hitze sind Tiertransporte in Frankreich vorerst verboten worden. "Gestern (Mittwoch) habe ich angeordnet, den Transport von Tieren zu verbieten (...), weil wir die Tiere nicht in Lastwagen und Zügen lassen können", sagte Landwirtschaftsminister Didier Guillaume dem Sender BFM TV. Er habe daher Tiertransporte für einige Tage untersagt. Man werde in der kommenden Woche sehen, ob die Hitze nachlässt.

12:23 Uhr: Abkühlung ist im Anmarsch - mit Einschränkungen! Wie der DWD meldet, hat die Kaltfront eines Tiefs über dem Baltikum die Mitte Deutschlands erreicht, kommt aber kaum weiter nach Süden voran. Auf ihrer Rückseite gelangt von Nordwesten her deutlich kühlere Meeresluft in die Mitte und den Norden des Landes. Im Süden bleibt es bei einer starken, im Südwesten bei einer sehr starker Wärmebelastung. Dementsprechend hoch sind dort auch die UV-Strahlungswerte.

11:55 Uhr: Nicht nur in Deutschland, auch in Spanien heißt es aktuell schwitzen, was das Zeug hält. Besonders dramatisch ist die Lage in der Provinz Tarragona: Dort ist ein Waldbrand außer Kontrolle geraten.

Bisher sind den Flammen rund 4.000 Hektar Wald zum Opfer gefallen. Das entspricht ungefähr einer Fläche von 5.600 Fußballfeldern.

Hohe Temperaturen und starke Winde hätten die Flammen immer wieder angefacht und vorangetrieben, berichteten spanische Medien. Mehrere Häuser in den Gemeinden Torre de l’Espanyol, Flix, Vinebre und Palma d'Ebre seien evakuiert worden. Wenn es den Löschtrupps nicht gelinge, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, könnten bis zu 20.000 Hektar Waldfläche abbrennen, hieß es.

Gemeinden lassen Stege und Umkleidehäuschen verschwinden

11:17 Uhr: Badesteg gesperrt, Floß verschwunden: An Dutzenden Seen in Bayern ist es dieses Jahr nicht weit her mit Badespaß. Viele Gemeinden fürchten mittlerweile Gäste, die nach einem Badeunfall zum Anwalt gehen.

Bürgermeister und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltungen treibt die Sorge, bei Badeunfällen an nicht beaufsichtigten Gewässern haftbar gemacht zu werden - oder sogar in einem Strafprozess angeklagt zu werden.

An vielen Seen gibt es keinen Bademeister. Wer aber mit Stegen, Badeinseln und Umkleidehäuschen und dergleichen aufrüstet, läuft Gefahr, dass ein Gericht das Gewässer nicht als "Badestelle" betrachtet, sondern als "Naturbad", warnen Kommunalversicherer in einem Fachaufsatz. Und für Bäder gelten verschärfte Aufsichtspflichten, im Gegensatz zu naturbelassenen Badestellen.

Leichte Entspannung in Deutschland - vorübergehend

10:51 Uhr: Nach dem heißesten Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen kommt auf Deutschland zum Siebenschläfertag wieder ein bisschen Entspannung zu. Am Donnerstag wird es zumindest im Norden etwas weniger warm, wie der DWD mitteilt. Eine ausführliche Wetterprognose finden Sie hier.

10:08 Uhr: Bei dem extrem heißen Wetter sind am Mittwoch mehrere Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Ein 39 Jahre alter Mann starb im Landkreis Regensburg. Er ging in einem Weiher unter und starb noch am Abend in einem Krankenhaus. Gleich zwei Badetote gab es in Mecklenburg-Vorpommern: Eine 83-Jährige wurde in Neubrandenburg leblos aus dem Wasser geborgen und ein 28 Jahre alter Mann ertrank in einem Badesee.

Teures Sonnenbad in Venedig

09:23 Uhr: Das Sonnenbad in einem Park in Venedig ist eine Touristin teuer zu stehen gekommen. Die 23-jährige Kanadierin habe sich in den Papadopoli-Gärten unweit des Bahnhofs im Bikini gesonnt und deswegen 250 Euro bezahlen müssen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch.

In der Lagunenstadt mit ihrem bedeutenden historischen Zentrum ist es verboten, sich in Badekleidung oder oberkörperfrei durch die Stadt zu bewegen, sich an öffentlichen Plätzen aufzuhalten oder mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln zu fahren, wie auf der Internetseite der Kommune zu lesen ist.

+++ Hitzewelle: Die Meldungen vom Mittwoch +++

17:41 Uhr: Wegen hoher Ozonbelastung ist der Autoverkehr in der Region der Millionenmetropole Paris stark eingeschränkt. Rund 60 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge seien von den Fahrverboten im Großraum Paris betroffen, berichtete die Zeitung Le Parisien am Mittwoch. Auch in anderen französischen Städten wie Lyon dürfen Autos nur eingeschränkt fahren. Frankreich und die Region Paris ächzen seit Anfang der Woche unter einer Hitzewelle. Für Donnerstag und Freitag sagen die Meteorologen mehr als 40 Grad in einigen Teilen des Landes voraus.

17:21 Uhr: Trotz der anhaltender Hitzewelle haben Einsatzkräfte den größeren Waldbrand in der Lieberoser Heide in Brandenburg unter Kontrolle gebracht. Die Situation sei weiterhin stabil, sagte ein Sprecher des Landkreises Dahme-Spreewald am Mittwoch in Lübben. Auch andernorts hielten Helfer Waldbrände in Schach.

Juni-Hitzerekord ist geknackt

15:40 Uhr: Nie war es in Deutschland im Juni heißer: Im brandenburgischen Coschen an der deutsch-polnischen Grenze wurde am Mittwoch der bisherige Juni-Rekord gebrochen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt.

Um 14:50 Uhr wurden dort nach vorläufigen Angaben 38,6 Grad gemessen. Der bisherige Rekord für den Monat wurde am 27. und 28. Juni 1947 mit 38,5 Grad im baden-württembergischen Bühlertal aufgestellt.

14:53 Uhr: Da schwitzt selbst der Pontifex: Neben Deutschland und anderen europäischen Ländern trifft die Hitzewelle auch Italien. "Draußen ist es zu heiß, zu heiß", sagte Papst Franziskus am Mittwoch zu Kranken, die die letzte Generalaudienz des katholischen Kirchenoberhauptes vor der Sommerpause nicht auf dem Petersplatz, sondern in der vatikanischen Audienzhalle verfolgten.

Die extreme Hitze soll in Italien vor allem das Flachland des Piemonts treffen, wo die Höchstwerte am Donnerstag über 40 Grad liegen könnten, wie die für Wettervorhersagen zuständige Luftwaffe mitteilte.

14:31 Uhr: In Sachsen haben die Temperaturen einen neuen Juni-Höchststand erreicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete für Mittwochmittag in Bad Muskau in der Oberlausitz einen Wert von 36,9 Grad. Bisher hielt ebenfalls Bad Muskau den Temperaturrekord im Land für den Monat Juni: 36,8 Grad wurden am 21. Juni 2000 gemessen wurden.

Hitzewelle lässt gebietsweise Wasser knapp werden

14:04 Uhr: In den ersten deutschen Ortschaften wird das Trinkwasser knapp. "Wegen der anhaltenden Trockenheit kommt es zu Wasserknappheit", teilte die Stadt Löhne aus dem Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen mit.

Betroffen sind rund 120.000 Menschen in den Städten Löhne, Bad Oeynhausen sowie den Gemeinden Hüllhorst und Hille.

Die Bürger sollen darauf verzichten, ihre Gärten zu wässern, ihre Autos zu waschen oder Pools mit Trinkwasser zu füllen. "Auch das Arbeiten mit Hochdruckreinigern muss unterbleiben", schreibt die Stadt in einem Aufruf.

Wie entstehen Blow-Ups?

Bei den hohen Temperaturen müssen Motorrad- und Autofahrer mit Hitzeschäden an den Fahrbahnen rechnen. Aber wie entstehen eigentlich Blow-Ups? Und wie schützt man sich vor ihnen?

Im Osten des Landes ist es noch heißer als im Westen

13:26 Uhr: Bei der Jagd nach Hitzerekorden liegt der Osten Deutschlands am Mittwoch bisher vorn.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war es am Mittag in Genthin im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt am heißesten: Um 12 Uhr wurden dort 35,9 Grad gemessen.

Knapp dahinter lag Potsdam mit 35,8 Grad. Der Temperaturhöchststand wird gegen 16 oder 17 Uhr erwartet.

12:44 Uhr: Die Waldbrandlage in Brandenburg ist am Mittwoch angespannt geblieben. In der Lieberoser Heide kämpften die Einsatzkräfte bei großer Hitze weiter gegen die Ausbreitung der Flammen.

Über Nacht habe sich das Feuer nicht weiter ausgedehnt und sei unter Kontrolle, sagte der Sprecher des Landkreises, Bernhard Schulz, am Vormittag. "Alle sind erst einmal vorsichtig optimistisch". Nach wie vor brenne es aber auf einer Fläche von etwa 100 Hektar.

Insgesamt waren 180 Einsatzkräfte mit 45 Fahrzeugen in der Lieberoser Heide. Hilfe kam am Mittwoch von den Feuerwehren aus anderen Landkreisen. Zudem unterstützen das Deutsche Rote Kreuz, der Katastrophenschutz und der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg die schwierigen Löscharbeiten.

Dramatischer Badeunfall: 24-Jähriger verliert Unterarm

12:11 Uhr: Beim Sprung in einen See aus etwa zehn Metern Höhe hat sich ein 24-Jähriger in Paderborn den Unterarm abgerissen.

Zusammen mit Freunden sei der Mann einen Baum hochgeklettert, um sich mit einem Seil über den See zu schwingen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Aus etwa zehn Metern Höhe habe er so am Dienstagabend in den See springen wollen.

Beim Sprung wickelte sich laut Zeugenaussagen das Seil um den Unterarm des 24-Jährigen und trennte diesen ab. Freunde zogen den schwer verletzten Mann aus dem Wasser.

Er wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Taucher der Feuerwehr konnten den Arm aus dem Wasser bergen.

11:58 Uhr: Wird es im Sommer heiß, zieht es viele auf den Balkon. Dabei gelten aber die üblichen Ruhezeiten, erklärt Swen Walentowski, Sprecher des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Das heißt: "Ab 22:00 Uhr darf es nicht lauter sein als Zimmerlautstärke", erklärt der Rechtsanwalt. "Das gilt auch für den Balkon." Die Hitze sei kein Grund, die Regeln kulanter auszulegen.

Sind die Nachbarn dennoch laut, sollten Bewohner erst einmal das Gespräch suchen. Hilft das alles nichts, können Betroffene notfalls die Polizei rufen. "Da ist man nicht böse, wenn man sich dagegen wehrt", sagt Walentowski. "Sondern man will nur zu seinem Recht kommen, und das wäre in dem Fall Schlaf."

11:27 Uhr: Nicht nur viele Menschen leiden unter den hohen Temperaturen, auch für die Tierwelt können sie eine große Belastung sein. Da sind Abkühlungen der etwas anderen Art gefragt:

Zu wenig Getränke sind ernste Gefahr für Gesundheit

11:16 Uhr: Bei Hitze ist es besonders wichtig, genug zu trinken - ansonsten drohen ernste gesundheitliche Probleme. Ob man genug Wasser oder anderen passende Getränke zu sich genommen hat, lässt sich am besten auf der Waage kontrollieren, rät Prof. Hanns-Christian Gunga vom Institut für Physiologie der Berliner Charité.

Der Trick: Einfach morgens und abends wiegen und das Ergebnis vergleichen. Sind es am Ende des Tages ein oder zwei Kilo weniger als zu Beginn, ist das kein Anlass zur Freude - sondern ein Zeichen dafür, dass es ein oder zwei Liter zu wenig waren.

"Die sollte man dann abends noch auffüllen, damit man mit einem normalen Wasserbestand in den nächsten heißen Tag hineinkommt", sagt Gunga.

10:41 Uhr: Sehr schönes Happy End unserer Nackedei-auf-Roller-Geschichte (einfach runterscrollen zu 08:44 Uhr): Ein Polizeisprecher gab nun bekannt, dass der Mann erstmal keine Konsequenzen zu befürchten hat.

Denn nur wenn sich jemand durch das Nacktfahren gestört fühle, werde es wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses" zur Ordnungswidrigkeit. Die Beamten stellten deshalb lediglich die Identität des Nacktfahrers fest und baten ihn, seine Hose wieder anzuziehen. Dann durfte er weiterfahren. Herrlich ...

Diese Tipps helfen Ihnen dabei, die heißen Sommertage im Büro zu überstehen.

Spanien erwartet bis zu 44 Grad am Wochenende

10:20 Uhr: Die sengende Hitze hat die Gleise der berühmten Schmalspurbahn "Molli" an der Ostsee verbogen. Deshalb sei der Verkehr der dampfbetriebenen Bahn zwischen den Haltestellen Doberan Rennbahn und Heiligendamm bis auf weiteres eingestellt, teilte der Landkreis Rostock mit.

Als Ersatz verkehren Busse, hieß es. Eine Gleisbaufirma soll den Schaden noch heute untersuchen und versuchen, Spannung aus den verzogenen Gleisen zu nehmen. Allerdings dürfen die Schienen nicht zu heiß werden, weil sonst Gefahr für die Arbeiter bestehe.

09:49 Uhr: Spanien leidet derzeit übrigens besonders unter der Hitzewelle. Heiße Luft aus Afrika soll dort Meteorologen zufolge noch mindestens bis Dienstag zu extrem hohen Temperaturen führen.

Auch die Urlauber auf Mallorca und den anderen Balearischen Inseln müssen in diesen Tagen bei Werten von rund 35 Grad schwitzen. Etwas angenehmer ist es auf den Kanaren und in Katalonien mit der bei Touristen beliebten Metropole Barcelona.

Laut Daten des staatlichen Wetterdienstes Aemet wurden am Mittwoch in der Gemeinde Arroyo del Ojanco in Andalusien bereits um 07:00 Uhr morgens 30,3 Grad gemessen.

Der Höhepunkt der "ola de calor" soll Spanien am Wochenende treffen: Dann würden in einigen Landesteilen Werte von bis zu 44 Grad erwartet, sagte ein Aemet-Sprecher.

"Wetterkarten ähneln Bild eines brennenden Kamins"

09:23 Uhr: Nicht nur Deutschland hat momentan mit extremen Temperaturen zu kämpfen. Weite Teile Europas stehen unter dem Einfluss von "Hoch Ulla", wie auch dieses Video des Diplom-Meteorologen Dominik Jung von "wetter.net" zeigt:

Besonders bildhaft beschreibt die italienische Tageszeitung "La Repubblica" die Hitzewelle:

"In den letzten zwanzig Jahren lag die Durchschnittstemperatur Ende Juni in Italien bei 27 Grad Celsius. Für morgen sind 40 (Grad) vorhergesagt. Nicht nur in Italien, sondern auch in Spanien, Frankreich und Deutschland.

Die Wetterkarten ähneln dem Bild eines brennenden Kamins mit seinem Boden in Afrika und Feuerzungen, die sich gen Norden erstrecken und halb Europa abdecken. In Frankreich hat man die Situation ernst genommen. Warnmeldungen werden wiederholt im Radio, Fernsehen und auf Leuchttafeln in der U-Bahn und auf der Straße verbreitet.

Hier starben im Jahr 2003 in einem glühend heißen Sommer 15.000 Menschen. Aber die Hitzewelle schlug im August ein. Dieses Jahr sind wir noch im Juni."

08:57 Uhr: Sind kurze Hosen im Büro erlaubt? Wie kurz darf der Rock bei so einer Hitze sein? Und wie sieht es eigentlich mit Flipflops aus?

So ziemlich jeder Arbeitnehmer dürfte sich diese oder ähnliche Fragen in den letzten Tagen gestellt haben.

Was in Sachen Styling an heißen Tagen erlaubt ist und wovon Sie doch lieber die Finger lassen sollten, finden Sie hier in unserem Überblick:

Bei hohen Temperaturen steigt die Ungewissheit über die richtige Kleiderwahl: Was ist bei Hitze im Büro erlaubt – und was nicht? Der Sommer-Dresscode für Frauen und Männer.

Skurriler Einsatz der Polizei Brandenburg

08:44 Uhr: Einen sehr speziellen Anblick aufgrund der Hitzewelle musste die Polizei Brandenburg bei einem Einsatz "ertragen". Ohne Worte ...

08:21 Uhr: Der ADAC rät Motorradfahrern bei den heißen Temperaturen Straßen zu meiden, auf den denen sogenannte Blow-ups drohen. Die gefährlichen Risse und Abplatzungen auf den Straßen entstehen, wenn sich bei Hitze einzelne Betonplatten aufwölben oder übereinander schieben.

Damit die Blow-ups nicht zur Unfallfalle werden, ist meist auf den betroffenen Strecken die maximale Geschwindigkeit begrenzt. "Autofahrer sollten sich dringend an das Tempolimit halten", sagte ein ADAC-Sprecher. "Außerdem sollen sie mehr Abstand zum Vordermann lassen."

Eine Liste von besonders gefährdeten Streckenabschnitten hat der Autoclub nicht, betonte aber, dass in den vergangenen Jahren viele der betroffenem Autobahnen entweder saniert oder durch sogenannte Entlastungsschnitte gegen Hitzeschäden fit gemacht wurden.

Gäste in Freibädern offenbar immer aggressiver

08:02 Uhr: Passend zum Thema Hitzewelle hat sich der Vorsitzende des Bundesverbandes deutscher Schwimmbäder über eine "erschreckende Entwicklung" beklagt.

Mit den steigenden Temperaturen nimmt nämlich offenbar auch die Aggressivität bei Badegästen zu. "Die Stimmung in den Freibädern wird immer aggressiver", sagte Peter Harzheim der "Rheinischen Post".

Anlass für seine Aussagen ist ein Vorfall in Essen. Die Hintergründe und alle weiteren Infos zu diesem Thema, finden Sie hier.

07:47 Uhr: Dass sich auch am heutigen Hitzerekord-Mittwoch nicht ganz Deutschland mit sehr hohen Temperaturen herumschlagen muss, beweist diese Grafik von "wetteronline.de".

07:23 Uhr: Einen interessanten Vorschlag zum Umgang mit der Hitzewelle hat übrigens Komiker Thomas Hermanns (56). Er wünscht sich nachmittags eine ausgedehnte Pause - auch am Arbeitsplatz.

Thomas Hermanns spricht vielen Arbeitnehmern aus der Seele.

Wenn das jetzt so bleibe, dann müsse man es eben wie Italien oder Spanien machen: "Wir brauchen Siesta", sagte Hermanns der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können nicht durcharbeiten." Man könne ja jetzt nicht nachmittags um zwei Uhr ein Meeting ansetzen.

Er sei kein Fan von Hitze. "Alles über 30 Grad nervt mich eigentlich. Also ich könnte jetzt auch schon auf einem Boot Richtung Island paddeln", sagte Hermanns.

Experte: Mindestens eineinhalb Liter trinken

07:01 Uhr: Vor allem Senioren macht die aktuelle Wetterlage zu schaffen - aber wieso eigentlich? "Das hat zunächst einen physiologischen Grund: Ältere Menschen haben deutlich weniger Wasser im Organismus, dafür etwas mehr Fett", sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Hans Jürgen Heppner.

Außerdem hätten ältere Menschen von Haus aus ein geringeres Durstgefühl - warum das so ist, sei noch nicht abschließend erforscht, sagt Heppner. "Sie müssen im höheren Alter eher nach einem Stundenplan trinken als nach Durst." Erschwerend hinzu komme, dass viele Senioren Medikamente nehmen, die zu einer erhöhten Ausscheidung von Flüssigkeit führen.

Der Wassermangel kann den Blutkreislauf und die Versorgung, etwa des Gehirns, mit wichtigen Mineralien stören. So erklärt sich auch, dass viele dehydrierte Menschen verwirrt oder geistesabwesend wirken. Mindestens eineinhalb Liter empfiehlt Heppner daher an Hitzetagen zu trinken - zusätzlich zu dem was man zum Essen trinkt.

6:38 Uhr: Was tun gegen die extremen Temperaturen? Spontan erscheint dieser Vorschlag von "Normax-TV" recht plausibel.

Aber Spaß beiseite. Die wichtigsten Grundregeln für derart heiße Tage hat das Deutsche Rote Kreuz Löhne hier auf den Punkt gebracht.

"Bis einschließlich Mittwoch wird es jeden Tag heißer"

6:19 Uhr: Am gestrigen Dienstag wurde übrigens in Düsseldorf mit 36,8 Grad die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen. Und wie geht das heute weiter?

"Im Saarland und im Rheintal kratzen wir an der 40 Grad-Marke", sagte der DWD-Meteorologe Andreas Friedrich. Wird nun ein historischer Hitze-Rekord aufgestellt? "Ausschließen kann man es nicht. Aber es ist nicht das wahrscheinlichste Szenario", meinte Friedrich.

Den Rekord in Deutschland hält das bayerische Kitzingen: Sowohl am 5. Juli 2015 als auch am 7. August 2015 registrierte der DWD an der dortigen Messstation 40,3 Grad Celsius.

6:05 Uhr: Fast ganz Deutschland ächzt unter Hoch "Ulla", das uns Temperaturen von beinahe 40 Grad beschert. Schon am Montag und Dienstag sorgten Südwinde für Sahara-Temperaturen, die sich zum Teil wie 50 Grad anfühlten. "Bis einschließlich Mittwoch wird es jeden Tag heißer", sagte DWD-Meteorologe Adrian Leyser.

Er sei sich relativ sicher, dass der 1947 aufgestellte Junirekord von 38,5 Grad geknackt werde. Wie es nach der Wochenmitte weitergehe, sei jedoch völlig offen, sagte Leyser.

Der Wetterdienst warnte vor allem die Bevölkerung in Baden-Württemberg und im Süden Bayerns sowie im Saarland vor einer hohen UV-Belastung. Die Folge: Je höher die Belastung ist, desto größer ist die Gefahr, dass ungeschützte Haut durch UV-Strahlung geschädigt wird.

Hitze in Deutschland: Hohe Nachfrage bei Ventilatoren

Auch der Malteser Hilfsdienst warnte vor gesundheitlichen Auswirkungen der Hitzewelle. Insbesondere Säuglinge, Kinder und ältere Menschen sollten sich gut schützen.

Angesichts der Hitze in dieser Woche kaufen viele Verbraucher in Deutschland Ventilatoren ein. Das eine oder andere Modell könnte bald vergriffen sein, sagte eine Sprecherin von Media Markt und Saturn am Montag. "Mit Blick auf die prognostizierten hohen Temperaturen in den kommenden Tagen gehen wir davon aus, dass das Interesse nochmals deutlich anziehen wird." (fte/sap/ank/hub/dpa)

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Teaserbild: © picture alliance / M. C. Hurek