Der Kader von Borussia Dortmund quillt über. Mehrere Profis sollen verkauft werden. Wer definitiv keine Chance mehr beim BVB hat und wer den Ruhrpott-Verein verlassen könnte im Überblick.

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Wenn Borussia Dortmund am 3. Juli das Training für die kommende Bundesliga-Saison aufnimmt, steht Trainer Lucien Favre ein gigantischer Kader gegenüber. Nach Abgängen, Zugängen, der Rückkehr der Leih-Spieler und der Beförderung von Nachwuchs-Talenten zählt der BVB-Kader ab dem 1. Juli 37 (!) Spieler (Stand 27. Juni).

Der BVB hat ein Überangebot an Spielern. Mehrere Profis sollen den Verein vor Saisonstart verlassen, so zumindest der Wunschgedanke der BVB-Verantwortlichen. Vor allem die Leih-Spieler scheinen keine Perspektive mehr im Ruhrgebiet zu haben. "Mir fällt spontan keiner ein, der eine Option für uns wäre" hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kürzlich gesagt.

Welche Stars sollen oder könnten Borussia Dortmund verlassen? Ein Überblick.

Andre Schürrle

Andre Schürrle war vergangene Saison in die Premier League an den FC Fulham ausgeliehen. Das Leih-Geschäft war auf zwei Jahre vereinbart, endete aber wegen des Abstiegs der Londoner vorzeitig. Beim BVB hat der Flügelspieler keine Zukunft. Gegen Marco Reus, Jadon Sancho und Co. ist der 28-Jährige ohne Chance.

Schürrle spielt gerne in der Premier League, laut eigener Aussage steht er auf der Insel weniger im medialen Fokus als in Deutschland. Mehrere Vereine sollen Interesse an ihm haben. Darunter Lazio Rom. Die Italiener haben aber offenbar Probleme, Schürrles Gehalt von kolportierten fünf Millionen Euro zu stemmen.

Shinji Kagawa

Ebenfalls verliehen war Shinji Kagawa. Kurz vor Ende des Winter-Transferfensters landete der Japaner in Istanbul bei Besiktas. Die Türken würden den Mittelfeldspieler zwar gerne verpflichten, doch möchte Kagawa am liebsten nach Spanien wechseln.

Beim BVB ist Kagawa definitiv ohne Zukunft: Seine Rückennummer wurde bereits an Neuzugang Thorgan Hazard vergeben.

Maximilian Philipp

Maximilian Philipp (25) zieht es wahrscheinlich zu Liga-Konkurrent VfL Wolfsburg. Die Verhandlungen zwischen den beiden Vereine seien nach "Kicker"-Informationen auf einem guten Weg. Für den Offensivspieler werden demnach etwa 20 Millionen Euro fällig.

Philipp feierte beim BVB eine starke Bundesliga-Debüt-Saison mit 9 Toren in 20 Spielen, kam in der vergangenen Spielzeit unter Favre aber kaum noch zum Einsatz.

Ömer Toprak

Borussia Dortmund stehen nach der Verpflichtung von Mats Hummels (FC Bayern) und dem bevorstehenden Transfer von Mateu Morey (FC Barcelona) 13 Abwehrspieler zur Verfügung, sieben davon in der Innenverteidigung. Wohl kaum mit Chancen auf Einsatzzeit ist Ömer Toprak.

Der BVB möchte Toprak wohl gerne abgeben, doch der 29-Jährige möchte um seine Chance kämpfen. Problem aus BVB-Sicht: Topraks Gehalt von etwa fünf Millionen Euro schreckt die Interessenten ab.

Dzenis Burnic

Ebenfalls auf dem Abstellgleis: Dzenis Burnic. Der 21-Jährige war in der abgelaufenen Rückserie an Zweitligist Dynamo Dresden ausgeliehen und wusste dort zu überzeugen. Dynamo möchte Burnic unbedingt verpflichten, doch dem Mittelfeldspieler liegen mehrere Angebote vor. Er warte auf das passende Gesamtpaket.

Jeremy Toljan

Die abgelaufene Rückrunde bei Celtic Glasgow in Schottland konnte Jeremy Toljan nicht nutzen, um die BVB-Verantwortlichen von seinem Verbleib - auf der zuletzt dünn besetzten Außenverteidiger-Position - zu überzeugen. Der 24-Jährige hat nach nur zwei Jahren schon keine Zukunft mehr in Dortmund. Klubs aus Italien und den Niederlanden sollen am Abwehrspieler Interesse zeigen.

Felix Passlack

Felix Passlack steht nach einer komplett verkorksten Leihe bei Norwich City auch beim BVB vor dem Aus. In der gesamten Saison kam der 21-Jährige beim Premier-League-Aufsteiger gerade einmal sechs Minuten zum Einsatz, entsprechend konnte sich Passlack auch nicht für neue Arbeitgeber ins Rampenlicht spielen.

Wie es für Passlack weitergeht, ist ungewiss. In Dortmund hat der Außenverteidiger keine Zukunft.

Sebastian Rode

Beim BVB von Verletzungen geplagt, stellte Sebastian Rode bei Eintracht Frankfurt sein fußballerisches Können unter Beweis und hatte entscheidenden Anteil daran, dass die Hessen überraschend ins Europa-League-Halbfinale einzogen. Nach einem sechsmonatigen Leih-Geschäft kehrt Rode wieder zurück nach Dortmund, das soll allerdings nur von kurzer Dauer sein.

Interessenten gibt es offenbar genug, die den Mittelfeldspieler gerne verpflichten würden. Auch die Eintracht möchte den 28-Jährigen unter Vertrag nehmen. Dem BVB schwebt eine Ablösesumme von etwa fünf Millionen Euro vor.

Dan-Axel Zagadou

Der bullige Franzose könnte Opfer der Hummels-Verpflichtung werden. Der BVB hat einfach zu viele Innenverteidiger in den eigenen Reihen. Verscherbeln wird Dortmund Dan-Axel Zagadou aber nicht. Der Vize-Meister hat den 20 Jahre alten und hochtalentierten Franzosen mit einem Preisschild von rund 30 Millionen Euro versehen. Der FC Arsenal ist interessiert.

Raphael Guerreiro

Raphael Guerreiro zählte in der Rückrunde zum Stammpersonal. Dennoch steht der Portugiese vor einem Wechsel. Der FC Barcelona und Borussia Dortmund seien laut spanischer Medienberichte bereits in Verhandlungen. Demnach sollen etwa 25 Millionen Euro aus Spanien nach Dortmund fließen.

Der Vertrag des 25-Jährigen in Dortmund läuft im Sommer 2020 aus. Mit einer Verlängerung wartete Guerreiro zuletzt. Ablösefrei gehen lassen möchte der BVB den flexiblen Spieler nicht, allerdings planen die BVB-Bosse auch nicht mit ihm, wie der "Kicker" in seiner Donnerstagsausgabe schreibt.

Julian Weigl

Geht er? Bleibt er? Will er gehen? Rätselraten um Julian Weigl. Zuletzt galt der Defensivspieler als sicherer Verkaufskandidat, nun soll es beim BVB aber ein Umdenken gegeben haben und Weigl (23) sogar mit einem Transferverbot belegt worden sein, berichtet der "Kicker".

Borussia Dortmund wolle den bestmöglichen Kader ins Rennen um die Meisterschaft schicken - und dazu gehöre eben auch Weigl.

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