Die Klub-WM wird mit mehr Teilnehmern neu aufgelegt. Gleichzeitig wird sie für die teilnehmenden Klubs deutlich lukrativer. Allein die Antrittsprämie hat es in sich. Weil die Auswahl der Vereine in Europa unter anderem über das UEFA-Ranking laufen soll, wird wohl Bayern München profitieren.

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Ab 2021 findet die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft in einem neuen Format statt. Die erste Ausgabe im kommenden Jahr wird in China ausgetragen, das Teilnehmerfeld auf 24 Mannschaften vergrößert.

Bisher spielten die WM sieben Mannschaften unter sich aus. Dazu zählten neben einem Verein aus dem Gastgeberland die Gewinner der sechs kontinentalen Meisterschaften, also im Falle von Europa die UEFA Champions League.

Amtierender Klub-WM-Sieger ist der FC Liverpool. Das Team von Jürgen Klopp gewann am 21. Dezember 2019 gegen den brasilianischen Klub Flamengo Rio de Janeiro das Endspiel in Katar mit 1:0.

Klub-WM 2021: Alle vier Jahre statt Confed-Cup

Die neue Klub-WM soll nun nicht mehr jährlich, sondern alle vier Jahre ausgespielt werden und den Confed-Cup ersetzen. Wie das ZDF berichtet, werden von den 24 Teilnehmern bei der neuen Klub-WM acht aus Europa kommen. Vier Plätze würden demnach auf die Champions-League-Sieger der Jahre 2018 (Real Madrid), 2019 (FC Liverpool), 2020 und 2021 entfallen. Zwei bis maximal vier weitere Plätze würden auf Basis der UEFA-Klubrangliste vergeben.

Für diesen Fall hätte Bayern München nach aktuellem Stand sehr gute Chancen, denn die Münchner liegen derzeit auf Position drei. Borussia Dortmund rangiert derweil auf Platz 14, Real Madrid führt diese Wertung im Augenblick an.

Sieger der Klub-WM winken 115 Millionen Dollar

Die Teilnahme an der neuen Klub-WM, die künftig nicht mehr im Winter im Dezember, sondern im Sommer im Juni/Juli ausgetragen wird, hat nicht nur sportlichen Reiz, sondern vor allem auch finanziellen.

Laut dem ZDF-Bericht soll den teilnehmenden Klubs allein ein Antrittsgeld von 50 Millionen US-Dollar zustehen. Dem Sieger winken demnach sogar unglaubliche 115 Millionen.

Kein Wunder, dass Karl-Heinz Rummenigge die Neuausrichtung des Wettbewerbs befürwortet: "Ich finde es richtig, dass die FIFA die Klub-WM reformieren wird", erklärte Bayerns Vorstandsvorsitzender dem "Kicker". Der Wettbewerb sei in seiner heutigen Form uninteressant und auch der Zeitpunkt kurz vor Weihnachten für alle Teilnehmer unpassend. "Und auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Klub-WM in ihrer aktuellen Form für die Vereine nicht lukrativ", sagte Rummenigge.

Ein Problem für die kleineren Vereine

Was für die Bayern Münchens und Real Madrids des Weltfußballs ein willkommener (weiterer) Geldsegen wäre, könnte für die übrigen Mannschaften zum Problem werden. Denn die großen, wohlhabenden Klubs würden wohl noch reicher werden, ihr Abstand zum Rest der nationalen Ligen noch größer.

Auch Javier Tebas, Präsident der spanischen Liga, hat das zuletzt kritisiert. "Wir hatten ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Ligen in Europa und anderen Kontinenten, und jetzt haben wir einen Eindringling, der dieses Gleichgewicht stören könnte", sagte Tebas über die FIFA. "Wenn die beiden großen Klubs aus Argentinien beispielsweise 50 Millionen US-Dollar bekommen, hat das große Auswirkungen. Wir helfen dem Fußball nicht, wenn der Wohlstand nur an die großen Klubs geht."

Verwendete Quellen:

  • sportschau.de: "Klub-WM: Enorm viel Geld im Spiel - und die Bayern wohl dabei"
  • zdf.de: "Neue Klub-WM wohl mit dem FC Bayern"
  • ntv.de: "FC Bayern darf wohl zur Klub-WM-Premiere"
  • kicker.de: "Klub-WM mit FC Bayern? Es winken 50 Millionen Dollar Startgeld"
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