• Joachim Löw sieht sich nach dem frühen Scheitern des DFB-Teams bei der Europameisterschaft viel und teils vehementer Kritik ausgesetzt.
  • Nun nimmt sich auch Lothar Matthäus den Bundestrainer zur Brust und wirft ihm vor, aus einem Fehler von der WM 2018 nichts gelernt zu haben.

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Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat nach dem EM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft die Taktik des scheidenden Bundestrainers Joachim Löw kritisiert.

"Natürlich muss man über das System diskutieren, weil die Spieler das System nicht spielen wollten. Jogi Löw ist stur gewesen und hat wieder an etwas festgehalten, was im Endeffekt keinen Erfolg gebracht hat", sagte der 60-Jährige in einer Video-Kolumne für Interwetten.

Beim Scheitern in der Vorrunde der WM 2018 in Russland habe Löw zu lange an verdienten Spielern festgehalten.

Matthäus wendet sich direkt an DFB-Routiniers

Joshua Kimmich habe sich auf der rechten Seite nicht wohl gefühlt, auch Thomas Müller habe auf einer anderen Position als beim FC Bayern gespielt, meinte Matthäus.

Dabei nahm der Weltmeister von 1990 nach dem Aus durch das 0:2 gegen England im Achtelfinale am Dienstag auch erfahrene Spieler aus dem Kader in die Pflicht und sprach diese direkt an.

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"Sie haben Persönlichkeit, ein Manuel Neuer, ein Mats Hummels, ein Thomas Müller, ein Toni Kroos. Geht auf den Trainer zu und redet mit ihm", betonte er. "Es kann nicht sein, dass wir ein System gespielt haben, das ihr im Endeffekt nicht wolltet."

Große Hoffnungen setzt Matthäus auf den Nachfolger von Löw als Bundestrainer. "Hansi Flick wird Dinge verbessern, verändern vor allem. Das ist zum Wohle der deutschen Nationalmannschaft, des deutschen Fußballs", sagte er. "Zwei Turniere so zu spielen wie wir es gespielt haben, das ist nicht das, was man von Deutschland erwartet." (dpa/fte)

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