• Mehmet Scholl hat in der Diskussion um einen möglichen Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw drei Personen vorgeschlagen.
  • Eine davon ist Lothar Matthäus.
  • Der Rekord-Nationalspieler äußerte sich umgehend zu Scholls Aussagen.

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Der Druck auf Bundestrainer Joachim Löw ist seit dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in der Gruppenphase der WM 2018 hoch. Zuletzt hatte das 0:6-Debakel des DFB-Teams gegen Spanien im November 2020 für Rufe nach einem Rücktritt des Bundestrainers gesorgt.

Löw, dessen aktueller Vertrag noch bis zum Ende der Weltmeisterschaft 2022 in Katar läuft, blieb jedoch - und mit ihm auch die Diskussion um seine Person und einen möglichen Nachfolger. Am 9. März gab Löw jedoch bekannt, dass er seinen Vertrag nach der EM 2021 auflösen und nicht mehr DFB-Trainer sein wird.

In diese Diskussion schaltete sich kürzlich auch Mehmet Scholl eingeschaltet. Bei "Bild live" sagte der ehemalige Nationalspieler und Bayern-Profi am Samstag: "Mir fallen drei ein, einer ist ungewöhnlich. Jürgen Klopp, Hansi Flick und Lothar Matthäus. Lothar kann man immer zuhören im TV - und er hat immer Recht."

Scholl: Matthäus "weiß alles über Fußball"

Scholl habe gehört, dass Matthäus "ein großartiger Trainer" sei. "Der Mann hat 150 Länderspiele, der weiß alles über Fußball", erklärte er weiter.

Zwar seien nach Matthäus' Karriere "ein paar Dinge nicht gut gelaufen". Mittlerweile sei allerdings Ruhe gekommen in sein Leben. "Er hätte das Wissen, die Ruhe und die Erfahrung. Und könnte das alles auch vermitteln", sagte Scholl abschließend.

Zuletzt hatte bereits der ehemalige Bundesliga-Trainer Armin Veh Matthäus als möglichen Löw-Nachfolger vorgeschlagen und ihn als den "geeigneten Mann" bezeichnet.

Die Trainer-Karriere von Matthäus liest sich alles andere als gewöhnlich: Er arbeitete als Chef-Coach von Rapid Wien und Partizan Belgrad, bei der ungarischen Nationalmannschaft, bei Atletico Paranense in Brasilien, bei Maccabi Netanya in Israel sowie zuletzt von 2010 bis 2011 als Nationaltrainer von Bulgarien.

Seinen größten Erfolg feierte er wohl als Co-Trainer von Giovanni Trappatoni bei RB Salzburg, mit dem er 2007 österreichischer Meister wurde.

So reagiert Matthäus auf Scholls Aussagen

Matthäus hat mittlerweile auf Scholls Aussagen in der Bild reagiert: "Mehmet hat Ahnung, er ist ein echter Fachmann. Und einem Fachmann wie ihm würde ich nicht widersprechen."

Dennoch kommt für den Weltmeister von 1990 ein Engagement als Fußball-Bundestrainer nicht in Frage: "Natürlich interessiere ich mich für den Fußball und die Nationalmannschaft, aber ich bin mit meinem Leben zufrieden. Das schließe ich aus", sagte der 59-Jährige am Sonntag im TV-Talk "Sky90".

Er beschäftige sich "überhaupt nicht" mit diesem Thema. "Ich habe eine ganz andere Planung", sagte Matthäus und verwies darauf, dass er seinen Vertrag als Experte beim TV-Sender Sky gerade verlängert hat.

Scholl und Matthäus verbindet eine gemeinsame Spieler-Vergangenheit. Zwischen 1992 und 2000 spielten beide beim FC Bayern, zwischen 1995 und 2000 in der deutschen Nationalmannschaft.

Hinweis: Dieser Artikel wurde nach Bekanntgabe von Joachim Löws Vertragsauflösung aktualisiert.

Verwendete Quellen:

  • spox.com: "DFB-Team - Scholl schlägt Matthäus als Bundestrainer vor: 'Er hat immer Recht'"
  • sportbuzzer.de: "Löw-Nachfolger? Scholl schlägt Matthäus als Bundestrainer vor: 'Er hat immer Recht'
  • dpa
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