Thomas Müller ist die Überraschung der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2018. Allerdings im negativen Sinne. Weder gegen Mexiko noch gegen Schweden konnte der FC Bayern bislang seine Stärken ausspielen. Nun könnte ihm sogar ein Platz auf der Bank drohen.

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Eigentlich ist Thomas Müller ein Garant für deutschen Erfolg bei Weltmeisterschaften. Bei der WM 2010 in Südafrika traf Müller fünfmal, legt zwei Treffer auf. In Brasilien gelangen ihm ebenfalls fünf Tore und immerhin eine Vorlage.

Und in Russland bislang? Kein Tor, kein Assist. Müller stolpert seiner Form hinterher, ist unsichtbar, ohne jedoch plötzlich gefährlich im Strafraum aufzutauchen, wie er es sonst so gerne tut.

Thomas Müller auf die Bank?

Mit seinen bisherigen Leistungen hat sich Müller also nicht unbedingt für einen weiteren Einsatz in der Startelf empfohlen. Aber wird Bundestrainer Joachim Löw Müller im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea (LIVE bei uns im Ticker und im ZDF) tatsächlich auf die Bank setzen?

Aufstellung gegen Südkorea Sollte Joachim Löw Thomas Müller eine Pause gönnen?
  • A
    Ja, er ist einfach nicht in Form
  • B
    Nein, er ist immer für einen Geniestreich gut

Mit Mesut Özil hat Löw schon einen seiner Lieblingsspieler dem Erfolg "geopfert", sicher fühlen darf sich Müller also auf keinen Fall.

Dennoch: Löws Aussagen in der Pressekonferenz vor dem Spiel weisen darauf hin, dass Müller auch gegen Südkorea auf dem Platz stehen wird. Nach den Spielen habe er mit Müller ein längeres Gespräch geführt, erklärte der Bundestrainer: "Wir haben sein Spiel via Video analysiert. Er ist sehr selbstkritisch. Thomas ist für uns ein absolut wichtiger Spieler."

Explodiert Müller gegen Südkorea?

Löw bleibt in Bezug auf Müller optimistisch: "Wer Thomas kennt, der weiß, dass er auch nach einem, nach zwei schlechten Spielen positiv nach vorne sieht und sich immer verbessern will."

Und wer Müller so gut kennt wie der Bundestrainer, der weiß auch, dass der Bayern-Spieler durchaus in der Lage ist, von einer Sekunde auf die andere zu explodieren, plötzlich dort aufzutauchen, wo niemand mit ihm rechnet und dann ein Spiel zu entscheiden.

Sollte Löw daher weiter auf Müller setzen, muss er sich dennoch überlegen, ob der über auf seiner derzeitigen Position tatsächlich eine Leistungsexplosion erleben kann. Die Außenbahn ist eindeutig nicht Müllers Lieblingsposition. Er fühlt sich in der Mitte viel wohler. Er ist der "Raumdeuter", wie er sich selbst einmal beschrieben hat. Und Räume lassen sich eben aus einer zentralen Position heraus viel besser deuten.

Auf dieser Position hat allerdings Marco Reus gegen Schweden durchaus überzeugt. Es wird eine harte Entscheidung für den Bundestrainer: Müller raus? Müller in die Startelf? Müller auf Rechtsaußen? Müller in die Mitte? Wir werden uns gegen Südkorea wohl überraschen lassen müssen.

Wer soll anstelle von Thomas Müller in der Startelf stehen?
  • A
    Niemand! Müller spielt immer!
  • B
    Özil in die Mitte, Reus auf Rechts
  • C
    Julian Brandt

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