• Bastian Schweinsteiger hat Jogi Löw für seine Entscheidung, Jerome Boateng nicht mit zur EM zu nehmen, kritisiert.
  • Für Schweinsteiger ist Boateng der beste Innenverteidiger in Deutschland.
  • Von einer Aussage von Uli Hoeneß ist der Weltmeister von 2014 enttäuscht.

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Bastian Schweinsteiger hat Bundestrainer Joachim Löw dafür kritisiert, bei der Rückholaktion nicht auch Jerome Boateng für die EM nominiert zu haben. Ihm persönlich sei diese Entscheidung "ein Rätsel".

"Er hat maßgeblich Anteil an der Sechs-Titel-Saison des FC Bayern, an der Meisterschaft diese Saison. Wenn ich die Innenverteidiger der abgelaufenen Saison durchgehe, war Jerome für mich der beste Mann in der Bundesliga", sagte der Weltmeister von 2014.

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Schweinsteiger von Hoeneß enttäuscht

Dass Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß ("Ich würde ihn nicht mitnehmen") öffentlich nicht für Boateng eingetreten war, enttäuschte Schweinsteiger ebenfalls. "Das hat mich überrascht. Ich kannte Uli Hoeneß immer so, dass es ihm das Wichtigste war, die eigenen Spieler des FC Bayern zu schützen", sagte der frühere Bayern-Profi: "Ich weiß nicht, ob immer noch etwas zwischen den beiden steht. Für mich ist die Leistung entscheidend. Und da führt kein Weg an Jerome Boateng vorbei."

Dass für die EM (11. Juni bis 11. Juli) aber Thomas Müller und Mats Hummels wieder im DFB-Kader stehen, begrüßte Schweinsteiger. "Der Leistungsgedanke muss über allem stehen, die Besten müssen dabei sein", sagte der 36-Jährige. Müller habe "sensationell performt", und Hummels verfüge über "viel Erfahrung". (AFP/dpa/lh)

Thomas Müller, Nations League, Deutschland, Niederlande, Gelsenkirchen, 2018/19
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