Cristiano Ronaldo ist der Erfolg in Person. Der Portugiese gehört zur Weltspitze des Fußballs. Er verdient Millionen Euro mit seinem Beruf. Und auch bei Instagram macht ihm niemand etwas vor.

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Vermutlich sorgte im vergangenen Jahrzehnt kein Fußballer für mehr Furore als Cristiano Ronaldo: Der Portugiese schoss Tor um Tor, gewann Titel um Titel - und ließ die Sportwelt im Juli 2018 für wenige Sekunden stillstehen, als sein Wechsel vom spanischen Spitzenverein Real Madrid zum italienischen Serienmeister Juventus Turin offiziell wurde.

Ronaldo ist zweifelsohne einer der erfolgreichsten und besten Fußballer aller Zeiten. Doch der 34-Jährige ist weit mehr als ein Sportler. Ronaldo ist ebenso Geschäftsmann. Er hat mit "CR7" seine eigene Marke ins Leben gerufen. Oder besser gesagt: ein Wirtschaftsimperium errichtet.

Der Geschäftsmann Cristiano Ronaldo

Sein Modelabel verkauft unter anderem Unterwäsche, Hemden, Shirts und Schuhe. Ebenfalls bietet es Parfüm und Produkte fürs Eigenheim an. Zusätzlich besitzt Ronaldo zwei Hotels - eines in seiner Heimatstadt Funchal und ein weiteres in Lissabon.

In Marokko entsteht derzeit das dritte Urlaubsdomizil. 2020 soll es laut Medienberichten eröffnet werden. Weitere Hotels seien in den nächsten Jahren geplant.

Cristiano Ronaldo blieb der Wahl zum FIFA-Welt-Fußballer 2019 in Mailand fern. Lieber verbrachte er die Zeit auf der heimischen Couch in Turin. Von dort aus verfasste er einen eindeutigen Post.

2019 eröffnete Ronaldo ein Zentrum für Haartransplantationen in Madrid. Zu seinem Geschäftsfeld gehört auch die Fitnessstudio-Kette "CR7 Crunch Fitness", ebenfalls in Spaniens Hauptstadt, wo Ronaldo von 2009 bis 2018 Fußball spielte. Und auch in die Restaurantkette "Tatel" hat Ronaldo investiert.

Als wären das nicht genug Einnahmequellen, verdient Ronaldo mit Werbung und Social Media weitere Millionen Euro. Er hat eine große Anzahl an Werbeverträgen mit weltweit bekannten Marken. Darunter sind etwa der Sportartikel-Hersteller Nike oder der Schweizer Uhren-Hersteller TAG Heuer.

Ronaldos Königsdisziplin: Instagram

Doch nirgends fließt mehr Geld als im Netz. Ronaldo ist einer der wertvollsten Athleten in den sozialen Netzwerken. Einer Studie zufolge soll 2015 die Erwähnung eines Produkts oder eine Marke auf seinem Twitter-Account 250.000 Franken wert gewesen sein. Damals hatte Ronaldo rund 37 Millionen Follower bei Twitter. Heute sind es mehr als 82 Millionen.

Und dann wäre da noch Instagram - Ronaldos Königsdisziplin. Beim Onlinedienst zum Teilen von Fotos und Videos folgen 197 Millionen Menschen dem Portugiesen. Kein Mensch hat mehr Follower. Entsprechend viel Geld verdient Ronaldo mit seinem Profil.

Kein Fußballer verdient mit Instagram mehr als CR7

Im vergangenen Jahr machte CR7 heruntergerechnet etwa viermal monatlich Werbung für verschiedene Produkte oder Marken auf seinem Instagram-Account, knapp 50 Bilder trugen den Beisatz "Bezahlte Partnerschaft". Das soll dem Portugiesen 43 Millionen Euro eingebracht haben, wie es in einer Studie der Social-Media-Management-Firma Hopper HQ, die auf der Website "buzzbingo.com" veröffentlicht wurde, heißt. Einsame Spitze.

Zum Vergleich: Fußball-Kollege und Welt-Star Lionel Messi hat die zweitmeisten Einnahmen über die App mit rund 21 Millionen Euro verzeichnet. Die Kardashian-Schwestern - bestehend aus Model Kendall Jenner, Reality-TV-Star Khloé Kardashian und Selfmade-Milliardärin Kylie Jenner - sind alle in den Top Ten der Instagram-Bestverdiener 2019 vertreten. Sie haben im vergangenen Jahr zusammen "nur" rund 18 Millionen Euro mit Instagram verdient.

Gehalt bei Juventus Turin ist niedriger als Einnahmen bei Instagram

"Ronaldo ist der meist gefolgte Mensch auf Instagram - Firmen sind daher bereit, fast eine Million US-Dollar zu zahlen, um einen Zugang zu seiner unglaublichen Reichweite zu bekommen", sagte die Hopper HQ Marketing-Leiterin Nicola Cronin gegenüber "Business Insider".

Und weiter: "Aufgrund seines Status' als Prominenter und Fußballstar unterscheiden sich seine Instagram-Einnahmen von denen aus typischen Influencer-Partnerschaften, da viele seiner verkaufsfördernden Posts im Rahmen von größeren Sponsorship-Deals laufen, wie zum Beispiel von Nike."

Neben Nike hat übrigens auch Adidas, Ausrüster von Ronaldos Arbeitgeber, mit dem Portugiesen in der Vergangenheit viel Geld verdient. In den ersten 24 Stunden nach der Bekanntgabe des Transfers von Ronaldo nach Turin, sollen bereits 520.000 Juventus-Trikots verkauft worden sein. Bei einem damaligen Stückpreis von 104,95 Euro macht das einen Umsatz von fast 55 Millionen Euro.

Stichwort Juventus: Beim Klub der deutschen Nationalspieler Sami Khedira und Emre Can verdient Ronaldo kolportierte 31 Millionen Euro jährlich. Grundgehalt wohlgemerkt. Das sind ungefähr 82.000 Euro täglich. Kaum zu glauben, doch der Welt-Star verdient in seinem hoch bezahlten Job weniger Geld als mit ein paar Posts im Netz.

Wie groß ist Ronaldos Vermögen?

Letztlich bleibt die Frage nach Ronaldos Vermögen. Es wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Ende 2015 betrug es etwa 220 Millionen Euro. Ein Lissaboner Unternehmen legte damals Ronaldos Vermögenswerte im Zuge von dessen Steueraffäre offen.

Zwischen Sommer 2018 und Sommer 2019 sollen fast 100 Millionen Euro auf das Konto des vierfachen Vaters geflossen sein, berichtete "Forbes". Die "Bild" schrieb kürzlich, dass Ronaldo im vergangenen Jahrzehnt 721 Millionen Euro verdient haben soll. Eine Quelle nannte die Boulevard-Zeitung aber nicht.

Was macht ein Superstar mit so viel Geld? Er lebt in Saus und Braus, kauft sich Luxuskarossen, ein großes Anwesen und teure Kleider. Doch dieses Bild zeigt der Athlet in den sozialen Medien nur selten von sich.

Am liebsten teilt er Fotos von dem, was er am besten kann: Tore schießen. In den vergangenen Monaten präsentierte Ronaldo aber auch zunehmend seine Familie. Und dafür bekommt er nicht einen Cent.

Dreierpack-Premiere in der Serie A: Ronaldo mit drei Toren gegen Cagliari

Juventus gelang in der Serie A ein 4:0 Sieg gegen Cagliari Calcio. Großen Anteil daran hatte Christiano Ronaldo. Er schoss gleich drei Tore. Vorschaubild: imago images/Pacific Press Agency © DAZN