Zwei Meter groß, kurze Haare, ein Vorzeige-Athlet. Als Moritz Köster am Samstagabend bei der Kölschen Sportnacht in der Flora die Bühne betrat, mussten die meisten der rund 500 Gäste wohl zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass der Bruder des Gummersbacher Handballstars aufgestanden war – und nicht Julian Köster selbst.
Denn der 25-Jährige hatte seine Teilnahme an der Gala kurzfristig aufgrund einer Erkrankung absagen müssen und seinen jüngeren Bruder als Ersatz entsandt. Der durfte auch direkt stellvertretend die Auszeichnung zu "Kölns Sportler des Jahres 2024" entgegennehmen.
"Kölner Stadt-Anzeiger" ist erstmals Medienpartner der Kölschen Sportnacht
Zum siebten Mal hatte der Kölner Sport sich und seine Besten im Rahmen der Kölschen Sportnacht gefeiert. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" war erstmals als Medienpartner dabei. "Diese Bandbreite aus Breitensport, Ehrenamt und Spitzensport, die hier in der Flora versammelt ist, die möchten wir auch Tag für Tag in unserer Zeitung abbilden", sagte Christian Hümmeler, Stellvertreter des Chefredakteurs des "Kölner Stadt-Anzeiger".
Während sich bei den Männern Handballer Julian Köster in einer Kombination aus Online- und Jury-Wahl durchsetzte, durfte bei den Frauen eine Judoka jubeln: Nach 2021 wurde
Jürgen Cremer als "Person des Kölner Sports" ausgezeichnet
Als "Kölns Team des Jahres" wurden ebenfalls olympische Medaillengewinner ausgezeichnet: die Kölner Spieler der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, die sich in Paris nach einem hochdramatischen Finale gegen den Erzrivalen Niederlande mit Silber begnügen mussten. Inzwischen ist der Frust über die Niederlage jedoch längst dem Stolz auf das Erreichte gewichen, wie Jean-Paul Danneberg bekräftigte, Nummer eins der Nationalmannschaft und von Bundesligist Rot-Weiss Köln.
In der Sonderkategorie "Person des Kölner Sports" wurde Ehrenamtler Jürgen Cremer ausgezeichnet, der als Sportwart der TFG Nippes im Kölner Norden fast schon einen Legenden-Status beim Thema Abnahme des Sportabzeichens einnimmt. "Kölns Nachwuchssportler des Jahres" ist Rollstuhlfechter Clemens Cursiefen, der 2024 unter anderem U-23-Weltmeister wurde.

"Die Sportlerinnen und Sportler sind die Visitenkarte unserer Stadt", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. "Ich behaupte immer, dass Köln eine Sportstadt ist. Da sind einige Menschen hier im Publikum anderer Meinung. Aber die kann ich gut verstehen. Wir müssen mehr in die Sportlerinnen und Sportler investieren. Vor allem, wenn wir bei Olympia eine gute Rolle spielen wollen." © Kölner Stadt-Anzeiger