Hans Meyer übernimmt den VfB Stuttgart, Roberto Di Matteo führt den Libero ein, Robert Lewandowski ist ein super, super, super Stürmer und Mainz erfreut sich an langen Haaren. Die etwas andere (und nicht ganz ernst gemeinte) Vorschau auf den 22. Bundesliga-Spieltag.

Stuttgart freut sich auf Derbys

Es wird Zeit, der sportlichen Katastrophe etwas Positives abzugewinnen, liebe Fans des VfB Stuttgart. Daher: Freut Euch doch darauf, 2015/2016 endlich wieder Derby-Siege erleben zu dürfen. Bei Flutlicht und leichtem Nieselregen gegen den KSC oder die Stuttgarter Kickers zu gewinnen, das ist es doch, wofür der gemeine Fußballfan ins Stadion fährt. Dass das Spiel am Montagabend steigt, ist nur eine Randnotiz, über die sich nur typisch schwäbische "Grantler" ärgern.

Den Spielverderber dürfte Robin Dutt spielen, der sich schon bald einen neuen Feuerwehrmann suchen wird. Wir hätten ja richtig Bock drauf, Hans Meyer noch einmal in Aktion zu bewundern. Schlechte Laune sind sie in Stuttgart ja schon von Huub Stevens gewöhnt.

Schlechte Laune wird Jürgen Klopp nach dem 4:0-Sieg in Stuttgart (Tore: Reus, Reus, Reus, Reus) nicht mehr kennen. Bis ihn ein Reporter darauf hinweist, dass es nur noch sieben Punkte bis Platz sieben sind, der am Ende wieder für die Europapokal-Qualifikation reichen wird.

Di Matteo entdeckt Boateng als Libero

Roberto Di Matteo hat ganz andere Sorgen. Er feilt in seinem Kämmerlein an einer "Wie-man-in-Madrid-ein-0:2-dreht-Taktik". Im neu eingeführten 1-6-2-1-System brilliert Kevin-Prince Boateng gegen Bremen als Libero, der auch gleichzeitig das Umschaltspiel einleiten soll. Problem: In der Spitze ruhen die Hoffnungen seit Mittwoch einzig und allein auf Joker Felix Platte. Da Werder keinen Cristiano Ronaldo hat, reicht's gegen Bremen zu einem 1:0. Di Matteo ist eben ein Taktikfuchs.

Ein super, super, super Stürmer

Wer am Samstagnachmittag Zeit für ein gepflegtes Trinkspiel hat, sollte sich am Samstag immer dann einen Schnaps gönnen, wenn irgendjemand irgendwo "David gegen Goliath" sagt. Obacht: Stocken Sie rechtzeitig Ihre Alkoholvorräte auf.

Dass am Ende völlig überraschend der Goliath dann doch klar gewinnen wird, liegt an Pep Guardiola. Noch so ein Taktikfuchs. In der Champions League provozierte er Robert Lewandowski mit der Ersatzbank, um ihn fürs viel wichtigere Spiel in der Bundesliga heiß zu machen. Der Pole bedankt sich mit einem Hattrick. Und Guardiola wird wieder feststellen, dass er einen "super, super, super Stürmer" hat.

Endlich wieder längere Haare

Super Stürmer hat der 1. FSV Mainz nicht, darf sich aber damit rühmen, der einzige deutsche Profiverein mit eigenem Frisör zu sein. Oder ist es Zufall, dass Trainer aus dem eigenen Stall (Jürgen Klopp, Thomas Tuchel und nun Martin Schmidt) grundsätzlich eine Aversion gegen kurze Haare haben?

Wenn's gut läuft, kann sich der neue 05-Coach am Samstag mit Frankfurts Manager Bruno Hübner am Rande des Derbys ein wenig über Haarpflegeprodukte unterhalten.

Sie fragen sich, was Fußball mit Frisuren zu tun hat? Schauen Sie sich doch Alex Meier an. Der trifft mehr denn je, seit er mit Ibrahimovic-Mähne stürmt. Natürlich auch in Mainz. Zum Sieg wird's dennoch nicht reichen, schließlich haben die 05er den Trainer gewechselt. Und das lohnt sich. Immer! Wer daran zweifelt, wird schon bald eines Besseren belehrt - sobald Hans Meyer zurück ist.

Alle Partien im Überblick:

AnstoßzeitHeimmannschaft Gastmannschaft
Freitag,
20:30 Uhr
Stuttgart

Dortmund

Samstag,
15:30 Uhr
SchalkeBremen
Mainz 05Frankfurt
AugsburgLeverkusen
FreiburgHoffenheim
PaderbornFC Bayern
Samstag,
18:30 Uhr
KölnHannover
Sonntag,
15:30 Uhr
HamburgGladbach
Sonntag,
17:30 Uhr
WolfsburgHertha