Beim BVB sind vor der nächsten Runde im Titelkampf der Fußball-Bundesliga die Einsätze mehrerer Profis fraglich. Offensiv-Star Marco Reus fehlt sicher. Und es gibt noch mehr Probleme. Auch Abseits des Platzes.

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Was ist mit Marco Reus? Diese Frage steht bei Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund vor dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim und den richtungsweisenden Wochen einmal mehr im Mittelpunkt.

Zumindest vorerst gibt es eine Antwort: "Marco hat im letzten Spiel eine Muskelverletzung erlitten und wird nicht spielen können", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Freitag mit Blick auf das Duell mit Hoffenheim an Samstag (15:30 Uhr).

Der schon so häufig verletzte Fußball-Nationalspieler war bei der Pokal-Pleite gegen Werder Bremen am Dienstag in der Halbzeit ausgewechselt worden.

Seitdem bangte Dortmund um seinen formstarken Kapitän. Klar ist: Vor den schwierigen Wochen mit Auftritten in der Champions League gegen Tottenham Hotspur und dem engen Titelrennen will Dortmund eine schwerere Verletzung des Stars vermeiden. Sein Ausfall ist bitter für den BVB.

"Marco in dieser Verfassung fehlt jeder Mannschaft, das ist doch ganz klar", gab Zorc zu. Alleine in der Liga erzielte Reus bislang 13 Saisontreffer und bereitete zudem neun vor.

Fragezeichen hinter Favre und im Tor

Dabei ist die Personalie Reus nicht die einzige, die dem Revierclub derzeit Sorgen bereitet. Trainer Lucien Favre, der schon am Dienstag nach dem Bremen-Spiel kränkelte, könnte gegen Hoffenheim nicht im Stadion sein.

Am Freitag verpasste der 61-Jährige wegen eines grippalen Infektes das Abschlusstraining seines Teams.

Fragezeichen gibt es auch im BVB-Tor. Wird Stammtorwart Roman Bürki nach seiner Erkältung rechtzeitig fit? Oder zumindest Ersatzmann Marwin Hitz?

Die beiden Schweizer Schlussmänner waren kurzfristig erkrankt und hatten daher das Pokal-Achtelfinale gegen Bremen verpasst. So kam Eric Oelschlägel zum unverhofften Profi-Debüt beim BVB.

Laut Zorc gebe es aber "gegründete Hoffnung", dass Bürki und Hitz gegen Hoffenheim wieder dabei sein werden.

Sancho und Schmelzer wieder im Training

Auch Jadon Sancho und Marcel Schmelzer wurden wegen eines Infekts gegen Werder nicht eingesetzt. Schon am Donnerstag konnten sie aber wieder mit der Mannschaft trainieren.

"Sie sind aber ein bisschen geschwächt. Da muss man sehen, ob es für die Startelf reicht", sagte Zorc. Fraglich ist zudem, ob Außenverteidiger Lukasz Piszczek seine Fußprobleme überwunden hat.

Sicher fehlen wird neben dem rekonvaleszenten Manuel Akanji auch Mittelfeld-Stabilisator Thomas Delaney, der gelbgesperrt ist. Den übrigen BVB-Profis steckt zudem der lange Pokal-Krimi samt der Enttäuschung nach dem ersten großen Rückschlag der Saison in den Knochen.

Ein Sieg gegen den Tabellen-Achten aus Hoffenheim ist für den Spitzenreiter dennoch Pflicht, denn bei einer Niederlage könnte der Vorsprung auf die punktgleichen Verfolger Borussia Mönchengladbach und Bayern München auf vier Zähler schmelzen.

FC Bayern empfängt Schalke 04

Die beiden Kontrahenten im Titelrennen stehen am Samstag ihrerseits vor lösbaren Aufgaben: Die heimstarken Gladbacher empfangen Hertha BSC, der Rekordmeister tritt zu Hause gegen Schalke 04 an.

Den BVB erwartet sicher kein Spaziergang, auch wenn die Kraichgauer nur eines ihrer vergangenen neun Spiele gewinnen konnten. Beim Hinspiel reichte es für die Westfalen nur mit viel Glück zu einem Remis.

"Wir haben in Dortmund immer gut gespielt und nehmen uns das auch am Samstag vor", kündigte TSG-Trainer Julian Nagelsmann an.

BVB-Fans stehen unter Beobachtung

Weitere Sorgen gibt es für den BVB auch abseits des Platzes. Wegen der Dauer-Fehde einiger Dortmund-Anhänger mit Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp stehen die Fans unter Beobachtung.

Bei erneuten Anfeindungen gegen den Milliardär drohen Sanktionen - theoretisch sogar ein Punktabzug.

"Ich kann nicht ausschließen, dass wir, wenn alle anderen Mittel nicht den gewünschten Effekt erzielen, auch über einen Punktabzug nachdenken", sagte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, den "Ruhr Nachrichten" (Freitag).  © dpa

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