• Am Donnerstag fand in Istanbul die Auslosung der UEFA Champions League statt.
  • Die Klubs aus der Bundesliga gehen mit gemischten Gefühlen in die neue Saison.
Eine Analyse

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Vor jeder Saison in der UEFA Champions League fiebern die Verantwortlichen sowie die Anhänger der Auslosung der Gruppenphase entgegen. Am Donnerstag war es in Istanbul so weit und die Gruppenkonstellationen versprechen vor allem eines: Spannende Abende im bedeutendsten Vereinswettbewerb der Welt. Wie stehen die Chancen für die deutschen Klubs?

RB Leipzig: Todesgruppe par excellence

Für Traditionalisten mag die Gruppe A vielleicht nicht dem Optimum entsprechen, guten Fußball verspricht sie aber. Der Nachteil für RB Leipzig ist, dass die Sachsen zwei der schwersten Gegner aus den ersten beiden Lostöpfen zugelost bekamen.

Gruppenkopf ist der englische Meister Manchester City, der in diesem Sommer mal eben mehr als 100 Millionen Euro für Jack Grealish hinblätterte und auch noch an Cristiano Ronaldo interessiert sein soll.

Apropos Ronaldo: Der würde bei einem Wechsel nach Manchester auf Lionel Messi treffen. Denn aus Lostopf zwei gesellte sich PSG zu Manchester City.

Ab diesem Zeitpunkt der Auslosung war den verbliebenen Teams klar: In dieser Gruppe landet man lieber nicht. Schlussendlich zog RB Leipzig das schwere Los, und nun müssen die Sachsen vom ersten Spieltag an über sich hinauswachsen.

Der Club Brügge aus Belgien komplettiert die Gruppe und ist das Team, das man schlagen muss.

Gruppe A:

Borussia Dortmund: Eine machbare Gruppe

Für Borussia Dortmund verlief die Auslosung wesentlich angenehmer als für RB Leipzig. Der BVB, der in Lostopf zwei gesetzt war, durfte sich in seiner Gruppe C direkt über Sporting Lissabon als Gegner freuen. Das Team ist zwar amtierender portugiesischer Meister, fällt gegenüber den Dortmundern aber doch auf einigen Positionen ab.

Ein attraktiver Gegner ist Ajax Amsterdam. Die Niederländer spielen einen sehr gepflegten Fußball und haben mit Erik ten Hag einen absoluten Fachmann auf der Trainerbank. Ajax ist sicher der stärkste Gegner für den BVB und es sind zwei sehr offensiv geführte Spiele zu erwarten.

Das vierte Team ist Besiktas aus der Türkei. Vor allem die Auswärtsreise zu - sollten es die Richtlinien zulassen - sehr ekstatischen Fans ist anspruchsvoll. Die Qualität spricht hier aber ebenfalls klar für den amtierenden DFB-Pokalsieger.

Gruppe C:

FC Bayern: Barcelona - und sonst?

Als deutscher Meister grüßte der FC Bayern natürlich aus Lostopf 1. Das war im Rahmen dieser Auslosung aber nicht zwingend positiv zu bewerten, denn gerade im zweiten Topf warteten zahlreiche Kracher.

Mit dem FC Barcelona erwischte der Rekordmeister in der Gruppe E auch einen prominenten Gegner. Die Post-Messi-Ära hat begonnen und Spieler wie Memphis Depay und Antoine Griezmann stehen bei den Katalanen nun deutlich mehr im Fokus. Dieser Gegner ist stark - aber es ist der Anspruch des FC Bayern, auch den Gruppengegner mit dem prominentesten Namen im Zaum zu halten.

Und sonst? Mit SL Benfica und Dynamo Kiew bekam der FC Bayern zwei Gegner zugelost, die in ihren Ligen zur Crème de la Crème gehören. Auf internationaler Ebene sind sie aber nicht mehr als gehobener Durchschnitt. Spannende Spieler haben beide, die Nagelsmann-Elf sollte sich also nicht auf leichte Duelle oder gar Kanonenfutter einstellen - beunruhigt sollte der FC Bayern dennoch nicht sein.

VfL Wolfsburg: Definitiv etwas Losglück

OSC Lille, FC Sevilla, RB Salzburg. Diese Gegner warten auf den VfL Wolfsburg. Für die Wölfe, die im vierten und letzten Topf auf ihre Gegner warteten, ist das eine gute Nachricht. Nun ist Lille zwar Meister in Frankreich, hat aber einige Schlüsselspieler verloren. Gleiches gilt für Meistertrainer Christophe Galtier. Die Franzosen sind also mutmaßlich schwächer als in der Vorsaison.

Das gilt nicht für den FC Sevilla, der definitiv als Favorit der Gruppe bezeichnet werden kann. Sevilla ist unangenehm zu bespielen, hat mit Julen Lopetegui einen cleveren Trainer und in diesem Sommer keine Talente, sondern einige erfahrene Fußballer geholt.

RB Salzburg spielt seit Jahren einen sehr aggressiven Fußball, ist damit in Europa aber nur selten erfolgreich. Große Namen ärgern ist möglich, das Weiterkommen allerdings eher nicht. Wolfsburg hat also mit der Gruppe G noch einmal Glück gehabt.

Gruppe G:

Prognose: So schlagen sich die Bundesligisten in der Champions League

Die Prognosen beim FC Bayern und Borussia Dortmund fallen definitiv positiv aus. Beide Mannschaften sind in der Lage, den Gruppensieg einzufahren, zumindest die Qualifikation für das Achtelfinale sollte für beide keine allzu große Hürde darstellen.

Für Wolfsburg ist die Lage schon komplizierter, wenngleich der zweite Platz auch hier das anvisierte und auch realistische Ziel ist. Für den Gruppensieg muss allerdings alles passen.

RB Leipzig hingegen sollte sich bereits damit beschäftigen, 2022 in der Europa League zu spielen. Dafür muss die Mannschaft den Club Brügge hinter sich lassen - und das ist realistisch.

Verwendete Quellen:

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Joshua Kimmich hat seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2025 verlängert. Der 26-Jährige steigt damit zu einem der Topverdiener beim deutschen Rekordmeister auf. Die Hintergründe zur Vertragsunterschrift. (Teaserbild: Getty Images/Alexander Hassenstein) © Sky