Köln - In Köln soll am Freitag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden - doch bevor das passieren kann, müssen drei Krankenhäuser geräumt sein.

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Auch ungefähr 6.400 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen. Nach Angaben der Stadt ist es die aufwändigste Räumung dieser Art in Köln seit 1945. Circa 1.300 Helfer seien insgesamt daran beteiligt, sagte ein Sprecher der Stadt. Darunter sind Mitarbeiter des Ordnungsamts, Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungskräfte und 800 Ehrenamtliche.

Zwei der drei Krankenhäuser sind nach Angaben der Stadt bereits am Mittwoch und Donnerstag geräumt worden. Insgesamt geht es um etwa 640 Patienten. Die meisten Patienten kamen in andere Krankenhäuser. Die Intensivpatienten des Krankenhauses Merheim wurden dagegen auf dem Gelände selbst in ein sogenanntes Safe House verlegt. Dieses wurde für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Bombe bei der Entschärfung explodiert, besonders gesichert.

Die Bombenentschärfung soll nach Möglichkeit vor Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen werden. Die Zehn-Zentner-Bombe war auf einem Gelände gefunden worden, auf dem ein neuer Gesundheitscampus entstehen soll. Bombenentschärfungen an sich sind in Köln Normalität - die Stadt gehörte zu den am stärksten bombardierten des Zweiten Weltkriegs © Deutsche Presse-Agentur

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