Spätestens 2019 soll Stuttgarts Weltmeister Pavard nach München wechseln. Für Bayern-Coach Kovac ist der angeblich schon fixe Neuzugang ein "richtig guter Spieler". Ähnlich hatte sich Kovac bei seinem Amtsantritt schon über einen anderen WM-Helden geäußert.

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Niko Kovac wollte lieber über andere Dinge reden - und tat das dann auch ausführlich. Der 46-Jährige sprach über sein erstes Spiel als Trainer des FC Bayern München an diesem Samstag am idyllischen Wörthersee gegen Paris Saint-Germain.

Er redete auch über die am Montag beginnende USA-Reise des deutschen Meisters. Vor allem aber lobte er den "fantastischen" Einsatz, den der aktuell vorhandene Rumpfkader um Arjen Robben und Franck Ribéry auch am Donnerstag wieder zeigte.

Wann kommt Benjamin Pavard?

Die wichtigste Frage an Arbeitstier Kovac war jedoch: Wann kommt Frankreichs Weltmeister Benjamin Pavard. Streift sich der aktuelle VfB-Profi womöglich noch in dieser Saison das neue mintgrüne Bayern-Auswärtstrikot mit den lila Streifen über?

Nach Informationen des Südwestrundfunks soll der 22-jährige Abwehrspieler bereits während der WM einen Vertrag beim FC Bayern unterschrieben haben und spätestens im Sommer 2019 den Arbeitsplatz wechseln.

"Ich kann diesbezüglich gar nichts sagen", sagte Kovac zunächst und verwies auf die Zuständigkeit von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Der schwieg zunächst. Doch von Kovac folgten noch aufschlussreiche Sätze.

Er könne "schon bestätigen, dass das ein richtig guter Spieler ist. Das hat er auch bei der Weltmeisterschaft bewiesen". Übersetzt heißt das: Pavard ist einer für den FC Bayern. Denn er bringt vieles mit: Er ist jung. Und er kann in der Abwehr innen und rechtsaußen spielen.

Pavards Vertrag in Stuttgart läuft bis zum 30. Juni 2021. Im Sommer 2019 gibt es aber eine Ausstiegsklausel. Kostenpunkt: 35 Millionen Euro. Das ist beinahe ein Schnäppchen angesichts der Preise auf dem internationalen Transfermarkt. Bei einer sofortigen Verpflichtung müssten die Bayern aber sicherlich viel mehr an den VfB bezahlen.

"Kein Kommentar zu Pavard", übermittelte Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke. Der 60-Jährige war vor seinem Wechsel zum VfB von 2014 bis 2017 Technischer Direktor und Kaderplaner beim FC Bayern.

FC Bayern hat (noch) keine Eile

Aufs Tempo drücken müssen die Bayern bei Pavard nicht, zumal, wenn sie ihn für 2019 schon fix gebucht haben. Denn in München sieht sich Kovac aktuell mit 22 Feldspielern am Limit.

"22 ist das Maximum. Das sind viele Spieler. Alle wollen spielen. Und es wird eine schwere Aufgabe werden für den Trainer, alle bei Laune zu behalten. Deswegen müssen wir da jetzt nicht über einen anderen Spieler reden."

Aber Fußball ist bekanntlich ein Tagesgeschäft. Die Transferfrist endet erst am 31. August. Bis dahin könnte es auch im Münchner Kader Bewegung geben.

Vor allem im Mittelfeld haben die Bayern derzeit ein Überangebot. Und auch den Abwehrspielern Jerome Boateng und Juan Bernat werden Abwanderungsgedanken nachgesagt.

Geht einer - oder sogar beide -, könnte Pavard doch schneller gebraucht werden, schließlich hätten die Münchner dann nur noch fünf - mit Defensivspezialist Javi Martinez sechs - etablierte Verteidiger.

Weiter vorne dürfte hingegen kaum mehr etwas passieren - zumindest auf der Verkaufsseite. So will Kovac den von Real Madrid ausgeliehenen und nun wieder umworbenen Mittelfeldspieler James Rodríguez ausdrücklich nicht ziehen lassen. Er wies deutlich auf den "gültigen Ausleihevertrag" und eine Kaufoption 2019 hin.

Auf der Einkaufsseite in der Offensive könnte der FC Bayern aber durchaus noch einmal tätig werden. Bereits bei seiner Vorstellung als Bayern-Trainer hatte Kovac über den WM-Finalisten Ante Rebić gesagt: "Er ist ein toller Spieler (...) Er würde jeder Mannschaft gut zu Gesicht stehen".

Auffallend ähnlich hat sich Kovac jetzt auch zu Pavard geäußert. Und mit dem sollen die Bayern ja einig sein ... (cai/dpa)

Ante Rebic reitet im Moment auf einer Erfolgswelle. Erst der DFB-Pokalsieg mit Eintracht Frankfurt, jetzt der Finaleinzug bei der WM mit Kroatien. Logisch, dass große Vereine auf den Frankfurter aufmerksam werden. Dazu zählt auch der FC Bayern mit Ex-Eintracht-Coach Niko Kovac. Doch passt Rebic überhaupt zum Rekordmeister?