Edward Snowden

Edward Snowden ‐ Steckbrief

Name Edward Snowden
Bürgerlicher Name Edward Joseph Snowden
Beruf Whistleblower
Sternzeichen Zwillinge
Geburtsort Elizabeth-City
Staatsangehörigkeit Vereinigte Staaten von Amerika
Familienstand verheiratet
Geschlecht männlich
Haarfarbe blond
Augenfarbe braun

Edward Snowden ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Edward Snowden ist ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter und US-amerikanischer Whistleblower im Exil.

Edward Joseph Snowden ist am 21. Juni 1983 in Elizabeth-City, North Carolina geboren. Er ist der Sohn eines Beamten der US-Küstenwache nd einer leitenden Angestellten des United States District Court des Bundesstaates Maryland. Er hat eine ältere Schwester.

Zwar besucht er die Arundel High School, erkrankt im 10. Schuljahr jedoch am Pfeifferschen Drüsenfieber, weshalb er knapp neun Monate Unterricht verpasst. Anstatt die Klasse zu wiederholen, belegt er von 1999 bis 2001 und von 2004 bis 2005 Informatik-Kurse am Anne Arundel Community College in Maryland.

Die Pause innerhalb seines Studiums entsteht, weil sich Snowden 2003 bei der U.S.-Army meldet, um im Irak-Krieg zu dienen. Seinem Land dienen kann er jedoch nicht, da er durch einen Bruch beider Beine im Trainingslager der Special Forces schließlich ausgemustert wird.

2005 bricht Snowden sein Informatikstudium schließlich ab und wechselt als Techniker im Bereich IT-Sicherheit zum Geheimdienst CIA, wo er relativ schnell aufsteigt. 2007 wird er als diplomatische Vertretung der USA nach Genf geschickt. Zu diesem Zeitpunkt hat er aufgrund seiner Sicherheitseinstufung bereits Zugriff auf umfangreiche geheime Dokumente und Informationen.

2009 werden seine Vorgesetzten auf ihn aufmerksam, weil er in Genf versucht, im Rahmen seiner CIA-Tätigkeit Zugriff auf geheime Computerdateien zu bekommen. Die USA zieht Snowden daraufhin aus Genf ab. Weitere Konsequenzen hat sein Handeln allerdings nicht.

Es folgt ein Job als freier technischer Mitarbeiter bei Dell in einer NSA-Einrichtung auf der Basis der U.S. Armyin Japan. 2009 wechselt er zur Beratungsfirma Booz Allen Hamilton, über die er als externer Mitarbeiter in einem NSA-Büro als Systemadministrator auf Hawaii tätig ist. Er verdient 122.000 Dollar pro Jahr und führt, laut eigenen Angaben, ein komfortables Leben.

Dennoch ist dieser Job ausschlaggebend für seine Entscheidung, die Überwachungsmaßnahmen des US-Geheimdienstes NSA aufzudecken, obwohl er bereits 2007 Zweifel an der Rechtmäßigkeit seiner Arbeit gehegt habe. Im Januar 2013 wendet sich Snowden anonym an die Dokumentarfilmerin Laura Poitras, im Februar 2013 an den Journalisten Glenn Greenwald, nachdem er 1,7 Millionen geheime Dateien kopiert und mit nach Hause genommen hat.

Im Mai des gleichen Jahres meldet er sich unter dem Vorwand, sich wegen Epilepsie behandeln zu lassen, bei seinem NSA-Vorgesetzten "für ein paar Wochen" ab und fliegt nach Hongkong. Von dort aus schickt er die geheimen Dokumente an die Zeitungen "Washington Post" und "The Guardian", die die Geschichte am 6. Juni veröffentlichen – zunächst ohne Snowdens Identität preis zu geben. Demnach habe unter anderem das britische Government Communications Headquarters (GCHQ) beim G20-Treffen 2009 in London systematisch Politiker anderer Nationen überwacht.

Um der Aufdeckung seiner Identität durch die US-amerikanische Regierung zuvor zu kommen, gibt er sich am 9. Juni mit einem Video-Interview mit der Zeitung "The Guardian" schließlich als Informant zu erkennen. Seine Motivation für die Enthüllungen erklärt er so: "Ich erkannte, dass ich Teil von etwas geworden war, das viel mehr Schaden anrichtete als Nutzen brachte. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich tue und sage, aufgezeichnet wird. Solche Bedingungen bin ich weder bereit zu unterstützen, noch will ich unter solchen leben."

Am 14. Juni stellt das FBI schließlich Strafanzeige wegen Diebstahl von Regierungseigentum, widerrechtliche Weitergabe geheimer Informationen und Spionage gegen Snowden, der in Hongkong untertaucht und nach mehreren Asyl-Anträgen – unter anderem auch in Deutschland – schließlich nach Moskau flüchtet.

Russlands Präsident Putin kommentiert das so: "Wenn er hier bleiben möchte, gibt es eine Bedingung: Er muss mit seiner Arbeit aufhören, die darauf gerichtet ist, unseren amerikanischen Partnern Schaden zuzufügen – so merkwürdig sich das aus meinem Mund auch anhören mag." Seitdem lebt Snowden mit einer legalen Aufenthaltsgenehmigung in Russland, die zuletzt im Januar 2017 um weitere drei Jahre verlängert worden ist, wenngleich er immer noch auf ein Asyl in Deutschland hofft.

Im August 2019 wird bekannt, dass Snowden ein Buch mit dem Titel "Permanent Record – Meine Geschichte" verfasst hat, welches am 17. September 2019 erscheinen soll.

Snowden hat bereits mehrere Preise gewonnen, unter anderem den Sam Adams Award (2013), den Berliner Preis für Zivilcourage (2014), den SUMA Award (2015) sowie den Ossietzky-Preis (2016). 2014 wird er zudem für den Friedensnobelpreis nominiert. Er ist Ehrenmitglied der Freien Universität Berlin und die Krebsart "Cherax snowden" ist nach ihm benannt.

Privat ist Edward Snowden mit Lindsay Mills liiert, die er 2017 heiratet. Die Akrobatin folgt ihm sogar mit nach Russland, wo das Paar heute lebt.

Edward Snowden ‐ alle News

Die US-Regierung hat Klage gegen Edward Snowden wegen der Veröffentlichung der Memoiren des amerikanischen Whistleblowers eingelegt.

Snowden lebt seit Jahren im russischen Exil. Er macht deutlich, dass er weiterhin gern in einem anderen europäischen Land Asyl bekommen würde - die Reaktionen in Deutschland sind geteilt.

Kommende Woche veröffentlicht Whistleblower Edward Snowden seine Autobiografie "Permanent Record: Meine Geschichte" und gab in diesem Zuge diverse Interviews. Dabei erklärte er unter anderem, wie er die Daten der NSA aus dem Gebäude geschmuggelt hat. Snowden warnt aber auch vor Konzernen wie Facebook und Google und wirbt um Asyl in Deutschland.

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