Hubertus Heil

Aussagen und Konzepte machen es offensichtlich: Union und SPD schärfen ihre politischen Profile. Was gut ist für die Revitalisierung der politischen Kultur, birgt allerdings auch eine Gefahr. Eine Regierungskrise wird dadurch nicht unwahrscheinlicher.

Hubertus Heil hat bei "Hart aber fair" mit Frank Plasberg für sein Modell einer Grundrente geworben. Kritik bügelte der Bundesarbeitsminister selbstgewiss ab, was einen FDP-Politiker sichtlich erregte.

Die SPD ist mit ihren sozialpolitischen Reformplänen auf dem richtigen Weg: Dieser Meinung ist zumindest der ehemalige Parteichef Sigmar Gabriel.

Im Zuge ihrer Sozialreformpläne will die SPD in Zukunft auch "Superreiche" höher besteuern. Das gab Generalsekretär Lars Klingbeil bekannt.

Die SPD blinkt nach links, die Union warnt vor einem Kurswechsel. Mit ihren Vorschlägen zur Reform des Sozialstaats grenzen sich die Sozialdemokraten vom Koalitionspartner ab. Von anderer Seite gibt es Beifall.

Nach jahrelangen Debatten will die SPD das von Kanzler Gerhard Schröder eingeführte Hartz-IV-System abwickeln und stattdessen ein "Bürgergeld" einführen.

Die SPD schärft ihr linkes Profil - Kalkül vor Wahlen oder ein dauerhafter Ruck? Mit ihrem Ideen-Feuerwerk für mehr Sozialstaat und Reformen für die neue Arbeitswelt wagt die SPD-Spitze einen Befreiungsschlag. Es ist vielleicht Andrea Nahles' letzte Chance.

Abschied von Hartz IV und eine Grundrente, wie sie vom Koalitionsvertrag nicht gedeckt ist: Die SPD will beim Wahlvolk endlich wieder punkten. Doch die Partei hat die Rechnung ohne die Union gemacht. Führende Köpfe wettern nun gegen die SPD-Pläne.

Als "nicht finanzierbar" hat der Vorsitzende der CSU, Markus Söder, die Pläne der SPD zur Grundrente bezeichnet. Er wolle zudem keine übereiligen Entscheidungen zum Thema Rente treffen.

Renten-Talk bei Maybrit Illner: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärt und verteidigt sein Grundrenten-Konzept. Die größte Kritik hagelt es ausgerechnet vom eigenen Koalitionspartner.

Arbeitsminister Hubertus Heil hat Kritik der Union an seinen Vorschlägen für eine Grundrente zurückgewiesen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Renten von ehemaligen Geringverdienern spürbar steigern. Der Aufschlag solle maximal 447 Euro pro Monat betragen und Menschen gewährt werden, denen lebenslang nur Mindestlohn gezahlt wurde. Das Projekt soll aus Steuern finanziert werden.

Sigmar Gabriel meldet sich zu Wort. In einem Tweet lobt der Ex-SPD-Chef den Grundrenten-Vorstoß von Hubertus Heil - und stichelt gegen die aktuelle Parteivorsitzende Andrea Nahles.

Parteivize Dreyer spricht von "SPD pur": Nach Plänen von Arbeitsminister Heil sollen Millionen Geringverdiener, die lange gearbeitet haben, automatisch höhere Renten bekommen. Die Union macht postwendend klar: "SPD pur" ist mit ihr nicht zu machen.

In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, eine Grundrente einzuführen. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter mehr bekommen als jemand, der das nicht getan hat. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat jetzt ein konkretes Konzept vorgelegt.

Union und SPD haben eine Grundrente vereinbart. Die Idee: Wer lange gearbeitet hat, soll im Alter mehr haben als jemand, der das nicht getan hat. Nun liegt ein Konzept vor und sorgt postwendend für Ärger.

Damit Beschäftigte nach langen Arbeitsjahren als Rentner nicht zum Sozialamt müssen, wollen Union und SPD eine "Grundrente" schaffen. Jetzt sind die Pläne des Ministers da - mit einer Kampfansage.

Hat Hartz IV eine Zukunft? Die SPD will in den kommenden Wochen einen Alternativvorschlag machen. Andere meinen, Reformen innerhalb des bestehenden Systems der Grundsicherung reichen vollauf.

Einigung auf den letzten Drücker: Die Koalition verständigt sich darauf, die Hürden für qualifizierte Arbeitskräfte von außerhalb der EU zu senken. Doch die Union hat zumindest an einer Stelle noch Nachbesserungsbedarf.

Bedeutet mehr Geld für arme Kinder gleich mehr Zigaretten und Bier für die Eltern? Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung räumt jetzt mit diesem Vorurteil auf. Das Geld kommt dort an, wo es soll: bei den Kindern. Die Stiftung fordert daher ein Umdenken in der Politik – und hat konkrete Forderungen.

Mehr Rente für Mütter und für Menschen, die etwa wegen Krankheit nicht mehr arbeiten können: Das Parlament hat die geplante Rentenreform auf den Weg gebracht. Dabei wird es aber nicht bleiben.

Das Parlament entscheidet über die geplante Rentenreform der Regierung. Im kommenden Jahr soll sie in Kraft treten. Doch an dem Vorhaben gibt es reichlich Kritik.

Hart wurde vor allem um den "Spurwechsel" gerungen - nun gibt es einen Kompromiss zwischen Union und SPD: Bereits am heutigen Dienstag will das Kabinett das Zuwanderungskonzept beschließen, das gerade Branchen, wo händeringend Experten gesucht werden, helfen soll.

Schier unendlich schienen die Streitereien der großen Koalition. Am Montagabend soll beim Koalitionsgipfel nun eine Lösung in der Dieselkrise gefunden werden. Aber auch weitere Themen könnten auf dem Programm stehen.

Kitas sind eigentlich Sache der Länder. Doch der Bund springt mit 5,5 Milliarden Euro bis 2022 bei. Die Ziele: bessere Betreuung in Krippen und Kindergärten, mehr Personal, längere Öffnungszeiten und geringere Gebühren, gerade für Eltern mit wenig Einkommen. Was die Bundesregierung "Gute-Kita-Gesetz" nennt, finden aber längst nicht alle gut.