PEGIDA

Es war kein leichter Besuch für Bundeskanzlerin Angela Merkel in Sachsen. Vor dem Hintergrund der Landtagswahlen am 1. September lag der Fokus vor allem auf der politischen Wetterlage in dem CDU-regierten Bundesland. Während die Stimmung in Görlitz positiv war, wurde sie in Dresden mit Pfiffen empfangen.

Nach den rechtfertigenden Äußerungen von Teilnehmern einer Pegida-Demonstration über die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat sich die Justiz eingeschaltet.

Politiker mehrerer Parteien haben sich entsetzt gezeigt über Aussagen von Demonstranten einer Pegida-Demonstration zum Mord an dem Kasseler CDU-Politiker Walter Lübcke.

"Die nächsten zwölf bis 18 Monate werden besonders gefährlich": Nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke warnt ein Experte für Rechtsextremismus vor einer erhöhten Terrorgefahr. Als Grund dafür nennt er eine von Frust geprägte rechte Szene.

Joachim Gauck auf den Spuren der Einheit: In einer Dokumentation für das ZDF hat der ehemalige Bundespräsident am Dienstagabend nach dem Stand der Wiedervereinigung gesucht. Wirklich Handfestes bekommt man nicht als Antwort, dafür aber ein Plädoyer gegen ostdeutsche Ohnmachtsgefühle und gegen die, die diese ausnutzen.

Sachsen Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat mit "Integriert doch erst mal uns" eine Streitschrift für den Osten verfasst. Ihre These: Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall würden sich viele Menschen in den neuen Bundesländern nicht als vollwertiger Teil der Gesellschaft fühlen. Aus ihrem Frust erwachse die Sympathie für rechte Parteien. Im Interview fordert sie: Wir müssen reden - und handeln. 

Mit der Werbekampagne "Unser Land – Deine Zukunft" will die Band Banda Comunale Menschen dazu bewegen, nach Sachsen zu ziehen. Kommenden September finden in Sachsen die Landtagswahlen statt.

Chemnitz kommt nicht zur Ruhe: Die festgenommenen mutmaßlichen Rechtsterroristen planten wohl nicht nur für den Tag der Einheit Anschläge - die Terrorzelle mit dem Namen "Revolution Chemnitz" soll gleich den Umsturz von rechts gewollt haben.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will verstärkt gegen die AfD vorgehen. Der Verfassungsschutz in Bayern soll künftig noch genauer hinschauen.

Sammeln kann auch spalten: Das hat Sahra Wagenknecht mit ihrer neuen linken Bewegung bereits zu spüren bekommen. Von den Parteiführungen der SPD, der Grünen und der Linken bekommt sie Gegenwind. Von anderer Seite gibt es dagegen Applaus - unerwünschten.

Kaum ist die eine Großveranstaltung vorbei, erwartet Chemnitz schon die nächste. Nach einem kurzen Durchschnaufen am Sonntag findet zu Wochenbeginn ein Gratis-Konzert gegen Rassismus statt.

Erneut ist es in Chemnitz zu Demonstrationen gekommen. Vorläufige Bilanz der Serie von Kundgebungen: 25 Straftaten und mindestens neun Verletzte. Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte Schlimmeres.

Wieder gehen tausende Menschen in Chemnitz auf die Straße. Während die einen gegen Fremdenhass demonstrieren, schimpfen die anderen gegen die Flüchtlingspolitik. Die Polizei zeigt starke Präsenz.

Die DFL hat auf Weisung des sächsischen Innenministeriums die Zweitliga-Partie Dynamo Dresden - Hamburger SV abgesagt. Das teilte die DFL am Freitagabend mit. Hintergrund ist eine Vorgabe des Ministeriums, die auf die angekündigten Demonstrationen in Chemnitz zurückgeht.

Ein Vorfall aus Sachsen führt zu einer deutschlandweiten Diskussion:Ein Pegida-Anhänger fordert Polizisten auf, ein Fernsehteam zu kontrollieren, das daraufhin eine Dreiviertelstunde festgehalten wird. Dann wird klar: Der Mann ist Mitarbeiter des Landeskriminalamts.

Nach dem umstrittenen Einsatz gegen ZDF-Journalisten bei einer Pegida-Demonstration in Sachsen setzte es viel Kritik und Spott. Nun kommen neue Details ans Licht: Ein gefilmter Pegida-Sympathisant ist Mitarbeiter des Landeskriminalamts. Die Justizministerin fordert dringende Aufklärung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte mit ihrem Besuch in Sachsen keine Lustfahrt vor sich. Im Freistaat erhitzte ihre Person die Gemüter bei den PEGIDA-Veranstaltungen in Dresden und war Zielscheibe des AfD-Wahlkampfes beim Einzug in den sächsischen Landtag. Ein Jahr vor dem nächsten Urnengang besuchte die CDU-Chefin ihre Parteifreunde, die Angst haben rechts überholt zu werden.

Bei der WM 2006 wurde aus Deutschland Schland. Deutschland entdeckte den Patriotismus neu. Seitdem hat sich einiges verändert und zur WM 2018 müssen wir uns fragen: Wie viel Schland-Patriotismus verträgt Deutschland in Zeiten von AfD und Pegida?

Die AfD will nicht mehr mit Lutz Bachmann kooperieren. Das berichtet der "Spiegel". Vom Pegida-Bündnis distanzieren möchte sich die Partei aber nicht.

Am vergangenen Wochenende hat der Parteikonvent der AfD beschlossen, dass AfD-Mitglieder zukünftig auf Veranstaltungen des Pegida-Bündnisses auftreten dürfen. Damit ist eine weitere Hürde gefallen, mit der die Partei sich scheinbar nach rechts abgrenzen wollte. Doch mancherorts kooperieren AfD-Vertreter längst offen mit Rechtsradikalen.

Die AfD sei "für freiheit-bürgerlich gesinnte Wähler nicht erträglich", wirft Ex-Parteichefin Frauke Petry der AfD-Spitze vor. Die Partei lasse sich von dem vorbestraften ...

Pegida-Chef Lutz Bachmann wedele "inzwischen mit der AfD und ihren beiden Vorsitzenden wie der sprichwörtliche Schwanz mit dem Hund", sagte Petry.

Pegida-Chef Bachmann ist zuletzt bei mehreren AfD-Veranstaltungen zu Gast gewesen. Das hat zwar einige gemäßigte Parteimitglieder geärgert. Doch passiert ist nichts. Jetzt ...

Die AfD ist im Wandel. Keine andere Bundestagspartei hat zuletzt so viele personelle und inhaltliche Veränderungen mitgemacht. Nun geht es vor allem um die Frage, wo die Grenze nach rechts liegen soll.