• 21:08 Uhr: König Charles III. empfängt Sarg der Queen im Buckingham-Palast
  • 20:39 Uhr: ➤ Emotionale Worte: Prinzessin Anne schreibt über die letzten Stunden ihrer Mutter
  • 19:56 Uhr: Flugzeug mit Sarg der Queen landet in London und wird mit militärischen Ehren empfangen
  • 19:07 Uhr: Merkel trägt sich in Kondolenzbuch für Queen ein
  • 18:50 Uhr: Flugzeug mit Sarg der Queen startet in Edinburgh, Prinzessin Anne mit an Bord
  • 17:44 Uhr: König Charles III. würdigt Rolle seiner Mutter in Nordirland-Friedensprozess
  • 17:24 Uhr: Mann in Mekka festgenommen - weil er die Queen ehrte
  • 16:01 Uhr: Spaniens König Felipe und Vater Juan Carlos reisen zu Queen-Begräbnis
  • 15:15 Uhr: Zu großer Andrang in Edinburgh: Warteschlange zu Totenwache geschlossen
  • 14:58 Uhr: Jubel und Salutschüsse für König Charles III. in Nordirland
  • 13:18 Uhr: Strenge Regeln für Queen-Besuch: Behörden rechnen mit 20 Stunden Wartezeit und Acht-Kilometer-Schlange
  • 11:04 Uhr: "Kranker alter Mann": 22-Jähriger beschimpft Prinz Andrew während Trauerzug
  • 08:11 Uhr: Sorge vor Terroranschlag: Größter Polizeieinsatz in der britischen Geschichte erwartet

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➤ Emotionale Worte: Prinzessin Anne schreibt über die letzten Stunden ihrer Mutter

  • 20:39 Uhr

Queen-Tochter Prinzessin Anne hat allen Trauergästen und Besuchern für die Anteilnahme zum Tod von Königin Elizabeth II. gedankt. "Die Liebe und den Respekt zu erfahren, den so viele während dieser Reisen gezeigt haben, macht demütig und ist zugleich aufmunternd", hieß es in einer am Dienstagabend veröffentlichten Mitteilung der Princess Royal. Dies habe auch als Erinnerung gedient, wie sehr die Gegenwart der Queen und ihr Beitrag zur nationalen Identität als selbstverständlich gegolten hätten.

"Ich hatte das Glück, die letzten 24 Stunden im Leben meiner allerliebsten Mutter mit ihr zu teilen", hieß es in der Botschaft weiter. "Es war eine Ehre und ein Privileg, sie auf ihren letzten Reisen zu begleiten."

Anne war dem Sarg der Queen von deren schottischen Landsitz Schloss Balmoral, wo die Königin am Donnerstag gestorben war, zunächst in die schottische Hauptstadt Edinburgh gefolgt. Am Dienstag war sie dann in derselben Maschine, die den Leichnam der Queen nach London flog.

"Ich bin zudem äußerst dankbar für die Unterstützung und das Verständnis für meinen lieben Bruder Charles, als er die zusätzlichen Verpflichtungen des Monarchen übernommen hat", betonte Anne. "Meiner Mutter, der Queen, vielen Dank." (dpa)

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Lesen Sie hier die weiteren Meldungen vom 13. September zum Tod von Queen Elizabeth II.

König Charles III. empfängt Sarg der Queen im Buckingham-Palast

  • 21:08 Uhr

Der Leichnam von Queen Elizabeth II. ist im Buckingham-Palast angekommen. Der zuvor aus Nordirland zurückgekehrte König Charles III. empfing den Sarg seiner Mutter am Dienstagabend in London. Dabei waren auch Charles' Brüder Prinz Andrew und Prinz Edward sowie alle Enkelkinder, darunter auch Prinz William und Prinz Harry. Der Sarg war zuvor - begleitet von Queen-Tochter Prinzessin Anne - mit einer Maschine der Royal Air Force aus Schottland überführt und aus dem Westen Londons zum Palast gebracht worden, wo er über Nacht im sogenannten Bow Room bleiben soll.

Wie bereits in Edinburgh säumten auch in London Tausende Menschen entlang der Route des Leichenwagens und vorm Palast die Straßen, um einen Blick auf den Sarg zu erhaschen. Als der Wagen den Buckingham-Palast erreichte, begrüßten ihn die Menschen mit Applaus. Der Wagen war von innen beleuchtet, sodass der Sarg trotz Dunkelheit durch die Fensterscheiben hindurch zu sehen war. Es handelte sich dabei um einen Staatsleichenwagen, dessen Design die Queen selbst abgenickt hat. (dpa)

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Flugzeug mit Sarg der Queen landet in London und wird mit militärischen Ehren empfangen

  • 19:56 Uhr

Der Leichnam von Queen Elizabeth II. ist in London gelandet. Eine Transportmaschine der britischen Luftwaffe mit dem Sarg der Königin an Bord landete am Dienstag auf dem Luftwaffenstützpunkt Northolt im Westen der britischen Hauptstadt. Dort wurde er mit militärischen Ehren empfangen. Auch die britische Premierministerin Liz Truss und Verteidigungsminister Ben Wallace nahmen an der Zeremonie teil. Prinzessin Anne begleitete ihre Mutter auf ihrer letzten Flugreise von Edinburgh gemeinsam mit ihrem Ehemann Tim Laurence an Bord des Flugzeugs vom Typ C-17 Globemaster.

Anschließend wurde der Sarg zum Buckingham-Palast gefahren, wo er von Elizabeths Sohn König Charles III. empfangen wird und über Nacht im sogenannten Bow Room bleibt. Trotz Regens warteten zahlreiche Menschen entlang der Strecke Richtung Innenstadt und am Palast darauf, einen Blick auf den Leichenwagen zu erhaschen. (dpa)

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Merkel trägt sich in Kondolenzbuch für Queen ein

  • 19:07 Uhr

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in der britischen Botschaft in Berlin in das Kondolenzbuch für die Queen eingetragen. Dabei wurde sie am Dienstag von Botschafterin Jill Gallard empfangen. Auch Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey drückte ihre Trauer aus. Sie legte vor der Botschaft Blumen nieder und trug sich ebenfalls in das Buch ein. (dpa)

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Flugzeug mit Sarg der Queen startet in Edinburgh, Prinzessin Anne mit an Bord

  • 18:50 Uhr

Der Sarg von Queen Elizabeth II. ist auf dem Weg nach London. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon und der britische Schottland-Minister Alister Jack standen am Dienstag dabei, als eine Ehrengarde am Flughafen der schottischen Hauptstadt Edinburgh der toten Queen einen letzten Gruß entbot. Träger brachten den Sarg an Bord einer Transportmaschine der britischen Luftwaffe. Die britische Nationalhymne wurde gespielt, dann hob das Flugzeug vom Typ C-17 Globemaster ab. An Bord waren auch Queen-Tochter Prinzessin Anne und ihr Ehemann, Admiral Tim Laurence.

Die Maschine sollte knapp eine Stunde später auf der Luftwaffenbasis RAF Northolt im Westen von London landen. Von dort wird der Sarg dann zum Buckingham-Palast gefahren, wo er von König Charles III. empfangen wird und über Nacht im sogenannten Bow Room bleibt. Am Mittwoch führt eine Trauerprozession den Sarg ins Parlament, wo die Queen für mehrere Tage aufgebahrt wird. (dpa)

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König Charles III. würdigt Rolle seiner Mutter in Nordirland-Friedensprozess

  • 17:44 Uhr

Charles III. hat bei einer Ansprache im Schloss Hillsborough in Belfast die Rolle von Queen Elizabeth II. im nordirischen Friedensprozess gewürdigt. "Meiner Mutter war sich der Bedeutung der Rolle tief bewusst, die sie dabei spielte, diejenigen zusammenzubringen, die die Geschichte getrennt hat", sagte er. Die Queen habe während ihrer Regentschaft nie aufgehört, für Nordirland und seine Menschen zu beten.

Der Besuch des neuen Königs fand vor dem Hintergrund großer politischer Spannungen in der Provinz statt, wo seit 1998 ein fragiler Frieden herrscht. Die pro-britischen Unionisten sehen Nordirlands Einbindung in das Vereinigte Königreich zunehmend bedroht, während die Nationalisten nach dem Tod der Königin auf bessere Chancen für eine Wiedervereinigung Nordirlands mit der überwiegend katholischen Republik Irland hoffen.

Vertreter der nationalistischen Parteien hatten die offizielle Ausrufung des neuen Königs boykottiert, an dem persönlichen Treffen wollten sie aber teilnehmen. Auf Schloss Hillsborough schien Charles bei einem Treffen mit politischen Vertretern Nordirlands ein Signal der Geschlossenheit zu senden. "Ich übernehme meine neuen Pflichten, entschlossen, mich um das Wohlergehen aller Einwohner Nordirlands zu bemühen", sagte er. (fab/afp)

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Mann in Mekka festgenommen - weil er die Queen ehrte

  • 17:24 Uhr

Ein Mann ist in Saudi-Arabien nach einer Pilgerfahrt für die britische Königin Elizabeth II. in der für Muslime heiligen Stadt Mekka festgenommen worden. Laut Mitteilung der Behörden nahmen Sicherheitskräfte den Mann in der Großen Moschee fest, weil er gegen "Vorschriften und Anweisungen" für die Wallfahrt Umrah verstoßen habe. Der Mann stammt aus dem Nachbarland Jemen. Sein Fall sei an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Ein in sozialen Netzwerken verbreitetes Video zeigt den Mann, der in der Großen Moschee ein weißes Tuch ausbreitet. Darauf steht auf Englisch geschrieben "Umrah für die Seele von Queen Elizabeth II. - Möge Allah ihr einen Platz im Himmel gewähren und sie unter den rechtschaffenen Menschen aufnehmen." Das saudische Staatsfernsehen zeigte das Video, machte die schriftliche Botschaft aber unscharf.

Anders als die sogenannte große Wallfahrt Hadsch ist die kleinere Wallfahrt Umrah zu jeder Jahreszeit möglich. Ein Pilger kann sie auch im Namen eines anderen, verstorbenen Muslims absolvieren. (dpa)

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Spaniens König Felipe und Vater Juan Carlos reisen zu Queen-Begräbnis

  • 16:01 Uhr

Der spanische König Felipe VI. und sein Vater, der umstrittene Altkönig Juan Carlos, werden beim Staatsbegräbnis der Queen ihren ersten gemeinsamen Auftritt nach über zweieinhalb Jahren haben. Sowohl Felipe (54) und Königin Letizia (49) als auch Ex-König Juan Carlos (84) und seine Frau Sofía (83) haben die Einladung zum Staatsakt für die britische Königin Elizabeth II. am Montag (19.9.) in London angenommen, wie der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien am Dienstag unter Berufung auf das Königshaus in Madrid berichteten. Aufgrund verschiedener Affären lebt Juan Carlos seit mehr als zwei Jahren in Abu Dhabi im Exil.

Bei seinem ersten und bisher einzigen Heimatbesuch seitdem traf der Bourbone im Mai dieses Jahres seinen Sohn in Madrid unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zum letzten Mal öffentlich zu sehen mit Felipe, Sofía und weiteren Verwandten war Juan Carlos im Januar 2020 beim Begräbnis seiner mit 83 Jahren gestorbenen Schwester Pilar.

Juan Carlos war zwischen 1975 und 2014 Staatsoberhaupt von Spanien. Er hat seine Heimat im August 2020 zunächst mit unbekanntem Ziel verlassen. Wenige Tage später tauchte er in Abu Dhabi auf, wo er seitdem lebt. Anfang März ließ er nach der Einstellung aller Strafermittlungen wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten verlauten, er wolle die Heimat zwar sporadisch besuchen, vorerst aber im Exil bleiben. (dpa)

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Theresa May: Queen wollte nicht immer alle Aufmerksamkeit

  • 15:36 Uhr

Die frühere britische Premierministerin Theresa May hat sich an Queen Elizabeth II. als pflichtbewusste und bescheidene Frau erinnert, die sich gut selbst beschäftigen konnte.

"Es gab Gelegenheiten, bei denen Gäste herumliefen, vielleicht miteinander plauderten, und die Queen ganz glücklich war, im gleichen Raum zu sitzen und (das Kartenspiel) Patience zu spielen", erinnerte sich May am Dienstag in einem Interview des Senders ITV. "Sie hat nicht erwartet, dass jeder ihr die ganze Zeit Aufmerksamkeit schenkt."

Das Ausmaß an Pflichtbewusstsein und Disziplin, das die am Donnerstag gestorbene Königin verkörpert habe, sei einmalig gewesen. "Sie war die außergewöhnlichste Person, die ich je getroffen habe." Die konservative Politikerin Theresa May regierte das Vereinigte Königreich von 2016 bis 2019. (dpa)

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Zu großer Andrang in Edinburgh: Warteschlange zu Totenwache geschlossen

  • 15:15 Uhr

Die Warteschlange für die Totenwache von Queen Elizabeth II. in Edinburgh ist geschlossen. Die schottische Regionalregierung rief die Bevölkerung am Dienstag auf, nicht mehr zur St.-Giles-Kathedrale zu kommen, wo der geschlossene Sarg der Königin aufgebahrt ist. Bisher hätten mehr als 26 000 Menschen der Queen ihren Respekt erwiesen. Sie standen teilweise viele Stunden an, auch über Nacht. Die Regierung betonte, es werde versucht, allen Trauernden, die noch in der Schlange anstehen, einen Blick auf den Sarg zu ermöglichen. Am Abend sollten die sterblichen Überreste der Queen nach London überführt werden.

Der stellvertretende Sprecher des britischen Oberhauses, Ian Duncan, sagte, Zehntausende oder sogar Hunderttausende Menschen seien nach Edinburgh geströmt. "Das ist ein außergewöhnliches Zeichen von Respekt, Trauer, Ehrung einer außergewöhnlichen Frau", sagte Duncan dem australischen Sender Radio National.

Queen Elizabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben. Am Sonntag war ihr Sarg nach Edinburgh überführt und am Montag mit einem Trauermarsch, an dem auch König Charles III. und seine Geschwister zu Fuß teilnahmen, in die Kathedrale gebracht worden. (dpa)

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Jubel und Salutschüsse für König Charles III. in Nordirland

  • 14:58 Uhr

Mit Jubel und Salutschüssen ist Charles III. bei seinem ersten Besuch als König in Nordirland empfangen worden. Der neue Monarch und seine Ehefrau Königin Camilla schüttelten vor der königlichen Residenz Hillsborough viele Hände und besichtigten die Hunderten Blumensträuße, die zu Ehren von Charles' gestorbener Mutter, Queen Elizabeth II., vor dem Schloss niedergelegt worden waren. Schulkinder schwenkten britische Fahnen.

Der König trifft in Hillsborough zunächst den britischen Nordirland-Minister Chris Heaton-Harris sowie Vertreter der politischen Parteien. Später erhält er eine Beileidsbekundung des Regionalparlaments und nimmt gemeinsam mit Camilla an einem Gottesdienst in Belfast teil. Es ist insgesamt sein 40. Besuch in der früheren Bürgerkriegsprovinz Nordirland. (dpa)

Historische Landung: König Charles III. in Nordirland angekommen

  • 13:36 Uhr

Charles III. ist erstmals als König in Nordirland eingetroffen. Eine Maschine mit dem neuen Staatsoberhaupt und seiner Ehefrau Königin Camilla an Bord landete am Dienstag nach kurzem Flug auf einem Flughafen der nordirischen Hauptstadt Belfast. Der Besuch in der britischen Provinz soll auch die Zugehörigkeit der früheren Bürgerkriegsregion zum Vereinigten Königreich unterstreichen.

Charles wird in Nordirland allerdings auch kritisch gesehen - so lehnen viele Anhänger einer Wiedervereinigung mit dem Nachbarland Republik Irland die Monarchie und damit deren obersten Vertreter als Vertreter eines einst autoritär auftretenden Regimes strikt ab. Unterstützer der Union mit Großbritannien hingegen gelten meist auch als Befürworter der Institution Monarchie. Tausende Menschen warteten bereits seit Stunden auf das Königspaar. (dpa)

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Tote Queen kommt nach London: Diese strengen Regeln gelten für einen Besuch

  • 13:18 Uhr

Den Briten eilt der Ruf voraus, geduldig Schlange zu stehen. Doch wer bis zum Sarg der Queen vordringen will, braucht neben Geduld auch Durchhaltewillen und eine gute Kondition. Die Behörden rechnen mit kilometerlangen Schlangen und Wartezeiten über viele Stunden. Von Mittwochabend (18:00 Uhr MESZ) bis zum frühen Montagmorgen (07:30 Uhr MESZ) haben die Britinnen und Briten die Gelegenheit, der verstorbenen Königin die letzte Ehre zu erweisen, während ihr Sarg in der Westminster Hall des Parlaments in London aufgebahrt ist. Für den Besuch gelten strenge Vorschriften.

"Bitte beachten Sie, dass die Warteschlange voraussichtlich sehr lang sein wird. Sie werden viele Stunden stehen müssen, möglicherweise sogar die ganze Nacht, und kaum die Möglichkeit haben, sich zu setzen, da die Schlange sich ständig bewegen wird", heißt es in den am Montag veröffentlichten Leitlinien der Regierung. "Bitte bedenken Sie dies, bevor Sie sich zur Teilnahme entschließen oder Kinder mitbringen."

Die Zeitung "The Times" geht von 750.000 Besuchern, einer Schlange von acht Kilometern und einer Wartezeit von 20 Stunden aus. Von Queen Mum hatten im Jahr 2002 etwa 200.000 Menschen am Sarg Abschied genommen.

Die Regierung rät den Menschen, sich warm und wetterfest anzuziehen und ausreichend Getränke und Essen mitzunehmen. Auch ein tragbarer Akku fürs Handy wird empfohlen. Zelten, Grillen und Feuermachen sind verboten. Wer zur Toilette muss, bekommt ein Armbändchen und darf damit die Schlange kurz verlassen.

Vor der Westminster Hall müssen die Besucher einen "flughafenähnlichen Sicherheitskontrollpunkt" passieren. Vor dem Betreten des Gebäudes gibt es wieder ein Armband, das nach dem Verlassen abgegeben werden muss. Es sind nur kleine Taschen erlaubt, größere müssen bei einer Gepäckaufbewahrung abgegeben werden – ohne Garantie, dass dort genügend Platz ist.

Die Trauernden sollten sich dem Anlass entsprechend kleiden und "die Würde dieser Veranstaltung respektieren", heißt es in den Leitlinien. "Tragen Sie keine Kleidung mit politischen oder anstößigen Slogans." Blumen, Plüschtiere und andere Gaben dürfen nicht in das Gebäude gebracht werden – dafür gibt es einen eigenen Bereich im Green Park in der Nähe des Buckingham Palace.

Wer hofft, den kurzen Moment am geschlossenen Sarg der Monarchin mit der Kamera festzuhalten, wird enttäuscht: Fotografieren und Filmen sind verboten. (afp)

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Nach Festnahmen: Experten zeigen sich über Meinungsfreiheit besorgt

  • 12:01 Uhr

Wegen der Festnahmen mehrerer Monarchie-Gegner während der Zeremonien nach dem Tod der Queen zeigen sich Experten besorgt über ein Klima der Einschüchterung in Großbritannien. Ruth Smeeth, die Chefin der Organisation Index on Censorship, bezeichnete die Ereignisse der BBC zufolge als "sehr besorgniserregend" und forderte, die royalen Zeremonien dürften weder absichtlich noch unbeabsichtigt die Meinungsfreiheit der Bürger einschränken. (dpa)

Trauerzug für die Queen: Soldaten proben nachts in London

  • 11:26 Uhr

Mitten in der Nacht hat in London eine Generalprobe für die Prozession des Sarges von Queen Elizabeth II. stattgefunden. Der Sarg soll am Mittwoch vom Buckingham-Palast zum Parlament gefahren werden, wo er für mehrere Tage in der Westminster Hall aufgebahrt werden soll. Noch vor Sonnenaufgang probten am Dienstag Tausende Soldaten in zeremonieller Uniform samt einer von sieben Pferden gezogenen Kutsche für die Prozession.

Anstelle des Sarges mit der am Donnerstag gestorbenen Königin wurde bei der Probe ein schwarzer Sarg auf der Kutsche platziert. Hinter der toten Queen sollen am Mittwoch der neue König Charles III. und andere Mitglieder der Royal Family herlaufen, die in der Nacht durch Statisten ersetzt wurden. Im Stadtzentrum Londons waren etliche Straßen für die Prozession gesperrt.

Entlang der Route haben - entgegen den offiziellen Anweisungen - bereits einige hartgesottene Royalisten ihre Zelte aufgeschlagen, um sich eine gute Sicht auf das Geschehen zu sichern. Der Brite Sky London will mit seinem Freund John Lowell bis nach dem Staatsbegräbnis der Queen am 19. September vor Ort bleiben. "Zehn Tage Campen ist nichts gegen 70 Jahre auf dem Thron", sagte er der Nachrichtenagentur PA. (dpa)

"Kranker alter Mann": 22-Jähriger beschimpft Prinz Andrew während Trauerzug

  • 11:04 Uhr

Prinz Andrew ist am Montag während der Trauerprozession für die Queen auf der Royal Mile in Edinburgh von einem Passanten beschimpft worden. "Andrew, du bist ein kranker alter Mann", rief der Mann aus der Menge. Der Zwischenfall ereignete sich genau in dem Moment, als der Sarg der Queen vorbeigefahren wurde und die Menge "God Save the King" sang.

Auf einem Video ist zu erkennen, wie der Passant daraufhin von der Polizei festgehalten wird. "Ein 22-jähriger Mann wurde am Montag,12. September 2022, gegen 14:50 Uhr im Zusammenhang mit einem Landfriedensbruch auf der Royal Mile festgenommen", bestätigte schließlich ein Sprecher der schottischen Polizei laut Magazin "Holyrood". (ari)

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Charles III. ist nun offiziell Staatsoberhaupt von Papua-Neuguinea

  • 09:43 Uhr

Charles III. ist am Dienstag auch in Papua-Neuguinea offiziell zum neuen Staatsoberhaupt ernannt worden. Die entsprechende Erklärung wurde bei einer von Generalgouverneur Bob Dadae geleiteten Zeremonie vor dem Parlament in der Hauptstadt Port Moresby verlesen. An dem feierlichen Akt nahm auch Premierminister James Marape teil.

Zu Ehren der am vergangenen Donnerstag gestorbenen Queen wurden 96 Salutschüsse abgefeuert. Elizabeth II. hatte den Pazifikstaat insgesamt drei Mal besucht. Auch König Charles III. war als Thronfolger bereits 1966 und 1984 in den Inselstaat gereist.

Im Anschluss an die Proklamation wollten Marape und Dadae nach Großbritannien abfliegen, um dort am Staatsbegräbnis der Königin teilzunehmen, wie das Portal "Papua New Guinea Today" berichtete. Papua-Neuguinea ist Teil des Commonwealth. (dpa)

Sorge vor Terroranschlag: Größter Polizeieinsatz in der britischen Geschichte erwartet

  • 08:12 Uhr

Zur Beerdigung von Königin Elizabeth II. werden hunderte Politiker und Würdenträger aus aller Welt und Millionen Besucher in London erwartet. Die Trauerfeier am Montag ist damit nicht nur ein historisches Ereignis, sondern auch eine riesige Herausforderung für die Sicherheitskräfte.

"Dies wird wahrscheinlich die größte Polizei- und Schutzoperation sein, die das Vereinigte Königreich je durchgeführt hat", sagte Nick Aldworth, ehemaliger Nationaler Koordinator für die Terrorismusbekämpfung, der Zeitung "The Independent". "Es braucht nur ein Auto, eine Person, die etwas Abscheuliches tut, und Menschen werden verletzt und getötet." Die Bedrohungslage sei eine ganz andere als bei früheren königlichen Beerdigungen, wie beispielsweise bei der Königinmutter 2002 oder der von Prinzessin Diana 1997.

Islamisten verübten in den vergangenen zehn Jahren mehrere Terroranschläge in Großbritannien. Der Inlandsgeheimdienst MI5 stuft das Risiko für einen Anschlag derzeit als "erheblich" ein – die mittlere von fünf Bedrohungsstufen, die von "niedrig" bis "kritisch" reichen.

Unmittelbar nach der Nachricht, dass die Queen im Alter von 96 Jahren in ihrer schottischen Residenz Balmoral gestorben war, begann die Londoner Polizei eigenen Angaben zufolge, "gut erprobte" Pläne für die zehntägige Staatstrauer umzusetzen, die mit der Beerdigung endet. "Wir werden für die Sicherheit der Menschen mit gut sichtbaren Patrouillen in ganz London sorgen", teilte die Metropolitan Police mit.

"Die Öffentlichkeit wird sehen, dass zusätzliche Beamte vor wichtigen Orten postiert sind, einschließlich Verkehrsknotenpunkten, königlichen Parks und vor den königlichen Residenzen in London", hieß es weiter. Die Metropolitan Police koordiniert ihr Polizeikonzept mit der Verkehrspolizei und der City of London Police, die das Finanzviertel sichert. (afp)

Neuseeland: König der Maori reist zum Begräbnis der Queen

  • 07:51 Uhr

Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern wird mit einer sechsköpfigen Delegation von Würdenträgern zum Staatsbegräbnis der Queen nach London reisen. Neben Generalgouverneurin Cindy Kiro fährt auch der König der Maori, Tuheitia Paki, zum dem Staatsakt am kommenden Montag. Der 67-Jährige hatte nach dem Tod der Queen daran erinnert, dass diese in ihrer langen Amtszeit bei mehreren Anlässen die offizielle Residenz der Maori-Könige, Turangawaewae Marae, besucht hatte.

"Es ist ein Privileg, zusammen mit anderen Neuseeländern aus verschiedenen Lebensbereichen an der Beerdigung teilzunehmen, um im Namen aller Neuseeländer unseren Respekt zu erweisen", teilte Ardern am Dienstag mit. Die Queen sei in Neuseeland sehr geliebt und bewundert worden. Der Pazifikstaat ist Teil des Commonwealth. (dpa)

Viele Tränen: So emotional verabschieden sich die Schotten von der Queen

  • 06:56 Uhr:

Beim Abschied von Königin Elizabeth II. in Schottland haben sich emotionale Szenen abgespielt. Der geschlossene Sarg wurde am Montag in der St.-Giles-Kathedrale in Edinburgh aufgebahrt, damit die Bevölkerung der am vergangenen Donnerstag gestorbenen Monarchin ihre Ehre erweisen kann.

Viele Menschen seien in Tränen ausgebrochen, hätten sich vor dem Sarg verbeugt oder einen Knicks gemacht, berichteten britische Medien am Dienstag. Die Zeitung "The Sun" veröffentlichte Bilder von weinenden Trauernden, die sich in den Armen hielten.

Ein ehemaliger Soldat war der erste in der Menschenschlange, als diese am frühen Montagabend in die Kirche gelassen wurde. Er hatte seit dem frühen Morgen zehn Stunden lang an der Kathedrale ausgeharrt, um sich von der Queen zu verabschieden.

"Es war absolut erstaunlich. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können", sagte er dem Sender Sky News. "Ich bin froh, dass ich das gemacht habe, und ich würde es immer wieder tun. Es war ein ergreifender Tag, und ich werde ihn nie vergessen." (dpa)

Australiens Premier reist mit zehn Bürgern zum Begräbnis der Queen

  • 06:05 Uhr:

Der australische Premierminister Anthony Albanese hat angekündigt, dass zehn Bürgerinnen und Bürger mit ihm zum Staatsbegräbnis von Königin Elizabeth II. nach London reisen dürfen. Die Liste mit den Namen der auserwählten Australier, die eine exklusive Einladung zu dem Staatsakt erhalten haben, wurde am Dienstag veröffentlicht. Es handelt sich um verdiente Frauen und Männer aus allen Teilen des Landes. Er komme damit einem Wunsch des britischen Königshauses nach, twitterte Albanese.

Dabei ist unter anderen der renommierte Pferdetrainer Chris Waller, der eines der Pferde der Queen, den Wallach Chalk Stream, in seinem Stall hat. Elizabeth II. hatte eine Leidenschaft für Pferderennen. Zudem wurde Dylan Alcott ausgewählt, der sowohl im Rollstuhltennis als auch im Rollstuhlbasketball Paralympics-Sieger wurde. Eine weitere Einladung ging an Miriam-Rose Ungunmerr Baumann. Die Aborigine-Künstlerin und Aktivistin war die erste voll qualifizierte indigene Lehrerin des Northern Territory. Später wurde sie in den Nationalen Indigenenrat der Regierung berufen. Das Staatsbegräbnis findet am kommenden Montag statt. Australien ist Teil des Commonwealth. (dpa)

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Alle Nachrichten zum Tod der Queen vom 12. September 2022 zum Nachlesen.

Alle Nachrichten zum Tod der Queen vom 11. September 2022 zum Nachlesen.

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