Thomas Kemmerich

Thomas Kemmerich ‐ Steckbrief

Name Thomas Kemmerich
Bürgerlicher Name Thomas Karl Leonard Kemmerich
Beruf Politiker
Geburtstag
Sternzeichen Fische
Geburtsort Aachen
Staatsangehörigkeit Bundesrepublik Deutschland
Familienstand verheiratet
Geschlecht männlich
Links Webseite von Thomas Kemmerich

Thomas Kemmerich ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Der gebürtige Aachener Thomas Kemmerich ist seit dem 5. Februar 2020 bundesweit bekannt. Der FDP-Politiker sorgte für Furore, als er mithilfe der Stimmen von AfD-Politikern zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt wurde, die Wahl annahm und wenig später seinen Rücktritt bekannt gab.

Thomas Karl Leonard Kemmerich kam am 20. Februar 1965 in der westdeutschen Stadt Aachen zur Welt. Nach seinem Abitur begann er 1984 eine kaufmännische Ausbildung im Groß- und Einzelhandel. Gleichzeitig schrieb er sich für ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität in Bonn ein, das er parallel zu seiner Ausbildung 1989 mit dem Ersten Staatsexamen abschloss.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands arbeitete Kemmerich gemeinsam mit einem Studienfreund in Erfurt als selbständiger Unternehmensberater. Ab 1991 wandelte er ein ehemaliges DDR-Dienstleistungskombinat und die Produktionsgenossenschaft (PGH) eines ostdeutschen Friseurhandwerks in eine GmbH um. Nach der Jahrtausendwende erfolgte eine erneute Umwandlung des Unternehmens in eine AG, Kemmerich wurde ihr Vorsitzender.

Seine politische Karriere nahm an Fahrt auf, als Thomas Kemmerich im Jahr 2006 den Landesvorsitz der FDP-nahen Vereinigung Liberaler Mittelstand übernahm. Ein Jahr später wurde er Kreisvorsitzender der FDP in Erfurt und stieg später zum Fraktionsvorsitzenden im Erfurter Stadtrat auf. 2009 zog er in den Thüringer Landtag ein, 2015 wurde er Landesvorsitzender seiner Partei.

Der Politiker zog 2017 in den deutschen Bundestag ein und diente dort in mehreren Ausschüssen. 2018 stellte ihn die FDP Thüringen als Spitzenkandidat für die Landtagswahl ein Jahr später auf. Die Partei schaffte die Fünf-Prozent-Hürde und Kemmerich legte sein Bundestagsmandat nieder. Er wurde Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag.

Am 5. Februar 2020 kandidierte Thomas Kemmerich ab dem dritten Wahlgang, in dem keine absolute Mehrheit mehr nötig ist, für das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten. In den ersten zwei Wahlgängen wurde keine absolute Mehrheit erzielt. Im dritten Wahlgang vereinte der FDP-Politiker schlussendlich eine relative Mehrheit auf sich – auch mithilfe von Stimmen aus der Fraktion der umstrittenen rechtspopulistischen AfD.

Obwohl der gebürtige Aachener nach seiner Wahl ausschloss, mit der AfD zusammenzuarbeiten, sorgte seine Annahme der Wahl bundesweit für großes Aufsehen und ein politisches Beben. Zum ersten Mal seit der Zeit der Weimarer Republik hatte eine bürgerliche Partei indirekt mit einer rechtspopulistischen Partei kooperiert. Journalisten bezeichneten den Vorgang unter anderem als "Dammbruch".

Nach öffentlichen Protesten und überwiegend negativen Reaktionen auf Kemmerichs Wahl, kündigte der Politiker nach nur 25 Stunden seinen Rücktritt an. Er unterstützte zudem eine Auflösung des Thüringer Landtags und kündigte an, im Falle eines Scheiterns der Auflösung die Vertrauensfrage zu stellen.

Seit 1995 ist Thomas Kemmerich mit einer aus Erfurt stammenden Bankangestellten verheiratet. Das Paar hat insgesamt sechs Kinder und lebt in Erfurt und Weimar.

Thomas Kemmerich ‐ alle News

Die Wahl von FDP-Politiker Thomas Kemmerich durch die Stimmen der AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten feierte die Partei als großen Coup. Doch konnten die Rechtspopulisten von den anschließenden bundesweiten Diskussionen profitieren? 

Bodo Ramelow ist nun wieder Ministerpräsident in Thüringen. In der CDU dürfte die Diskussion um den Umgang mit der Linken trotzdem nicht vorbei sein – und Thüringer Verhältnisse könnten auch in anderen Ländern drohen.

Duell Ramelow gegen Höcke: Nach drei Wahlgängen war es so weit - der Linke-Politiker Ramelow sprach zum zweiten Mal in seinem Leben den Amtseid als Thüringer Ministerpräsident. Dafür hat der 64-Jährige politisch hoch gepokert - gegen Höckes AfD.

Nach einer 24-stündigen Zitterpartie verpasst die FDP ganz knapp den Wiedereinzug in die Hamburgische Bürgerschaft. Aber ihre Spitzenkandidatin erringt ein Mandat in ihrem Wahlkreis. Die AfD muss nicht mehr bangen.

Hamburg hat am Sonntag eine neue Bürgerschaft gewählt: Wahlsieger sind SPD und Grüne. Die CDU muss ein historisch schlechtes Ergebnis verarbeiten. Die AfD schafft es am Ende doch knapp über die Fünf-Prozent-Hürde, an der die FDP bis zum Ende zu scheitern droht. Das Ergebnis und alle Reaktionen im Ticker nachlesen!

Während SPD und Grüne in Hamburg jubeln, müssen sich CDU und FDP grundsätzliche Fragen stellen. Beide Parteien müssen herbe Stimmverluste hinnehmen, beide führen das auf das Chaos in Thüringen zurück. Aber welche Schlüsse ziehen sie nun daraus?

Erstmals möchte die CDU eine Minderheitsregierung unterstützen, an deren Spitze ein Linker steht. Allerdings auch nur für eine begrenzte Zeit.

Linke, SPD und Grüne einigten sich mit der CDU auf eine Ministerpräsidentenwahl am 4. März, wie der frühere Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) am Freitagabend in Erfurt bekannt gab. Die vier Parteien verständigten sich auch auf eine Neuwahl des Parlaments am 25. April 2021.

In Thüringen regiert seit mehr als zwei Wochen ein geschäftsführender Ministerpräsident - ohne Minister und ohne Stellvertreter. Über eine Lösung der Regierungskrise verhandeln am Freitag Linke, SPD und Grüne mit der CDU. Die bisherigen Vorschläge liegen weit auseinander.

Thüringen steckt nach der umstrittenen Ministerpräsidentenwahl weiter in einer politischen Krise. Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow hat nun einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht – der auch für die eigenen Reihen nicht ohne Risiko ist.

In ihrer Talkrunde sucht Anne Will nach Personen und Programmen, die das politisch polarisierte Land wieder zusammenführen können. Klar wird: Markus Söder würde sich diese Aufgabe bestimmt zutrauen – und alles andere eigentlich auch.

Vertreter von Linken, SPD und Grünen erörtern mit der CDU einen Ausweg aus der Regierungskrise. Verhilft die CDU dem Linken Bodo Ramelow doch noch ins Amt? Fast zur selben Zeit wird Thüringens AfD-Chef Höcke auf einer ganz anderen Bühne erwartet.

Thüringen steckt in einer schweren Regierungskrise. Wie lange sie dauert, könnte von einem Treffen von vier Parteien am Montag in Erfurt abhängen. Ex-Ministerpräsident Ramelow hat hohe Erwartungen daran.

Wie sortieren sich die Parteien im Bund nach Thüringen? Grünen-Chef Robert Habeck hatte sich zu einer weiteren Zusammenarbeit mit der Union bekannt - und bekommt dafür nun scharfe Kritik. Der Wahl-Eklat sei von den Grünen nur "mit sehr kleiner Münze" beantwortet worden.

Die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen hat die deutsche Politik erschüttert. Steht unsere Demokratie wirklich auf dem Spiel, wie viele befürchten? Ein Politikwissenschaftler gibt Entwarnung.

Er sei "beschämt", sagt der FDP-Chef. Aus den Reihen der AfD und des "Liberal-konservativen Kreises", dem auch FDP-Abgeordnete angehören, hagelt es Kritik.

Die Medienprofis waren sich über die großen Linien der Politik einig, während sich die Politiker über die Konsequenzen ihrer Fehler gestritten und dabei das Zuhören vergessen haben. Dabei war die Moderatorin Teil des Problems.

Man könne Kemmerich nicht nur einfach Naivität unterstellen, sagte Hennig-Wellsow am Mittwoch in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Auf die Frage, warum er ihrer Meinung nach die Wahl annahm, sagte Hennig-Wellsow: "Ich glaube, es war reine Machtgeilheit."

Tage nach der umstrittenen Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten ist noch immer nicht klar, wie es in Thüringen weitergeht. Sollte es zu baldigen Neuwahlen kommen, hat die Linke von Ex-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow laut einer Umfrage nichts zu befürchten. Die CDU hingegen schon.

Der Richtungsstreit in der CDU geht nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer und dem Thüringer Wahl-Beben weiter. Als Keil, der die Spaltung zu vertiefen droht, machen mehrere CDU-Spitzenpolitiker die Werteunion aus. Darunter der saarländische Ministerpräsident.

Folgt auf die Regierungskrise in Thüringen eine Koalitionskrise in Berlin nach dem angekündigten Rückzug der CDU-Chefin? Nein, sagt Kramp-Karrenbauer, auch die SPD sieht das so. Doch die CDU muss noch viele Fragen beantworten, personell wie inhaltlich.

Das Chaos in Thüringen färbt auf "Anne Will" ab: CDU, FDP und SPD schieben sich die Schuld zu, und AfD-Frau Alice Weidel lacht sich eins.

Kann sich so etwas wie bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen wiederholen? Oder wird die AfD demnächst sogar direkt an Regierungen beteiligt? Letzteres halten viele Deutsche für alles andere als abwegig.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit der Ankündigung, sich als Parteichefin zurückzuziehen und nicht als Kanzlerin zu kandidieren, für ein Beben in der CDU gesorgt. Ihr Parteivorsitz endet damit früh, absehbar war der Führungsverlust aber schon 2018. Eine Chronik.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will nicht Kanzlerkandidatin der Union werden und den CDU-Vorsitz in absehbarer Zeit abgeben. Das soll sie laut Parteikreisen in einer CDU-Präsidiumssitzung mitgeteilt haben.