Nächster Rückschlag für das gebeutelte DFB-Team: Durch das Remis zwischen Portugal und Polen in der Nations League ist der Weltmeister von 2014 in Lostopf zwei für die Qualifikation für die EM 2020 gerutscht. Das bedeutet: mindestens ein Team aus der A-Liga der Nations League wird Deutschland zugelost.

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Und wieder hat das Daumendrücken nichts genutzt. Die deutsche Nationalmannschaft hat zum Abschluss der Nations League auch von Europameister Portugal nicht die erhoffte Hilfe bekommen und muss in der Qualifikation für die EM 2020 möglicherweise gegen einen Hochkaräter des europäischen Fußballs antreten.

Durch das 1:1 der Portugiesen gegen Polen am Dienstagabend im Regen von Guimaraes fiel die DFB-Auswahl im UEFA-Ranking der zwölf Teams in der Liga A wieder hinter Polen auf den elften Rang zurück.

Hochkaräter wie Frankreich, Spanien oder England droht

Daher wird die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw am 2. Dezember in Dublin bei der Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen nur im schwächeren zweiten Topf eingeordnet.

Fest steht damit, dass dem DFB-Team ein Kontrahent aus der A-Liga der Nations League zugeordnet wird - möglich ist ein Hochkaräter wie Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien, England oder Italien. Deutschland ist nur in Topf 2 und kann entweder eine Fünfer- oder eine Sechsergruppe erwischen.

Reus: "Selber schuld am Schlamassel"

Bereits vergangenen Freitag hatte Deutschland vergeblich auf Hilfe der Franzosen im Abstiegskampf der Nations League gehofft. Die Équipe tricolore verlor aber 0:2 gegen die Niederlande, wodurch der deutsche Abstieg in die B-Liga schon vor dem 2:2 gegen Oranje am Montagabend in Gelsenkirchen besiegelt war.

"Wir sind selber schuld, dass wir in diesen Schlamassel reingeraten sind", sagte BVB-Profi Marco Reus zu der ungewohnten Situation, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Neben den Töpfen für die EM-Qualifikation stehen nach Abschluss der Nations League auch die möglichen deutschen Kontrahenten in der B-Liga für die nächste Auflage von September bis November 2020 fest. Dann wird Deutschland einer Dreiergruppe zugelost und würde als Gruppensieger in die A-Liga zurückkehren. Als Gruppenletzter müsste man sogar in die C-Liga absteigen.

Das sind die möglichen Kontrahenten:

Polen, Island, Kroatien, Tschechien, Russland, Österreich, Wales, Schottland, Finnland, Norwegen und Serbien.

Das Länderspiel-Jahr 2019 beginnt im März mit dem ersten Doppel-Spieltag in der EM-Qualifikation, die mit weiteren Terminen im Juni, September, Oktober und November fortgeführt wird.

Das sind die Töpfe für die Auslosung der EM-Qualifikation:

Topf 1 (gesetzt für eine Fünfer-Gruppe): England, Schweiz, Niederlande, Portugal

Topf 1 (weitere Teams): Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Kroatien, Polen

Topf 2: DEUTSCHLAND, Island, Bosnien-Herzegowina, Ukraine, Russland, Dänemark, Wales, Österreich, Schweden, Tschechien

Topf 3: Türkei, Irland, Slowakei, Nordirland, Serbien, Norwegen, Finnland, Schottland, Bulgarien, Israel

Topf 4: Ungarn, Rumänien, Albanien, Griechenland, Zypern, Montenegro, Estland, Slowenien, Litauen, Georgien

Topf 5: Kosovo, Weißrussland, Mazedonien, Luxemburg, Aserbaidschan, Armenien, Kasachstan, Moldau, Gibraltar, Färöer

Topf 6: (für die fünf Sechsergruppen): Lettland, Liechtenstein, Andorra, Malta, San Marino (szu/dpa)

Während sich die deutschen Nationalspieler nach der Partie gegen die Niederlande über vergebene Chancen und späte Gegentore ärgerten, erlebte Schiedsrichter Ovidiu Hategan ein ganz persönliches Drama.

Teaserbild: © dpa