Polit-Talk: "Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner"

"Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner": An vier Tagen die Woche senden ARD und ZDF politische Talkshows. In unserer Rubrik finden Sie Nachberichte und Kritiken zu ausgewählten Sendungen und Themen. Aktuell: "Maischberger"-Eklat: Wolfgang Bosbach zofft sich mit Jutta Ditfurth wegen G20-Randale - und verlässt TV-Talk. Hier geht es zur Stellungnahme von Sandra Maischberger nach TV-Eklat.

"Rechter Haken für Merkel: Kann sie ihre Politik noch durchsetzen?", fragt Sandra Maischberger in ihrer Talkshow. Eingeladen hat sie zwei alte Politik-Recken und zwei journalistische Streithähne. Und eine AfD-Frau, die bei einem Gast in der Runde Erinnerungen an die alte FDP weckt.

Die Landtagswahlen überlagern politisch alles. Und die Frage, ob CDU und SPD die politische Mitte zugunsten der AfD einbüßen. Die Verlierer der Wahlen geben sich uneinsichtig. AfD-Spitzenkandidat Meuthen macht eine besorgniserregende Aussage.

Am Super-Sonntag wurde in drei Bundesländern gewählt: Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. Die AfD schaffte es auf Anhieb aus dem Stand in alle drei Landtage. Bei Anne Will wurde am Sonntag Abend diskutiert, was sonst noch als Botschaft in den Ergebnissen der Wahlen liegt und ob die Wahlsieger auch tatsächlich die Gewinner der Wahl sind.

Drei Landtagswahlen und ein Thema: In einer Spezialsendung widmet sich Maybrit Illner der Flüchtlingskrise. Und es kracht gewaltig zwischen Frauke Petry (AfD) und Katja Kipping (Die Linke).

Die Landtagswahlen stehen bevor und damit der erste Stimmungstest nach der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Die Sendung zeigt, wer anstelle von Angela Merkel vom Wähler wohl abgestraft werden wird.

Geht die EU an der Flüchtlingskrise zugrunde? Diese Frage stand Montagabend bei der Puls4 Talk-Sendung "Pro und Contra" im Raum. Und hätte man die dort vorherrschende Diskussionskultur als Spiegelbild des Zustandes der innereuropäischen Zusammenarbeit betrachtet, so müsste die Antwort ein klares "Ja" sein.

Frank Plasberg lädt zur Debatte vor den Landtagswahlen am Sonntag. Dass die AfD aus diesen als Gewinnern hervorgehen wird und warum das so ist, wird aber viel zu wenig thematisiert. Die Sendung zeigt, wie schwer sich die etablierten Parteien mit der eigenen Verantwortung abfinden wollen.

Schon die Gästeauswahl verspricht eine polarisierende Debatte bei Anne Will. In dieser sparen die Politiker nicht mit Konfrontation. Der österreichische Außenminister wettert gegen die Deutschen. Die Deutschen wettern zurück. Ein slowakischer Talk-Show-Stammgast schießt völlig über das Ziel hinaus.

Maybrit Illner will in ihrer Sendung diskutieren, ob das deutsche Sozialsystem die vielen Flüchtlinge verkraftet oder der soziale Frieden in Gefahr ist. Am Ende geht es um mehr Flexibilität.

"Trump for President? Wer versteht die Amerikaner?", fragte Sandra Maischberger in der gestrigen Ausgabe ihrer Sendung. Ihre Gäste sind alle ziemlich überrascht - bis auf eine Trump-Befürworterin, die die Geschichte seines Aufstiegs noch einmal ganz anders deutet.

Merkels weitere Kanzlerschaft hängt wohl von der Bewältigung der Flüchtlingskrise ab. Via Fernsehen versucht sie, Millionen Menschen ihre Politik zu erklären - die vielen Angst macht. In zwei Wochen sind wichtigen Wahlen.

Zum zweiten Mal binnen fünf Monaten stellt sich Angela Merkel kritischen Fragen von Anne Will. Die Bundeskanzlerin gibt einen Antworten-Mix auf das Wie in der Flüchtlingskrise – und strahlt dabei viel Souveränität aus.

Angela Merkel ist in der ARD-Talkshow "Anne Will" zu Gast und rechtfertigt einmal mehr ihre Haltung in Bezug auf Flüchtlinge. Drastische Worte wählt sie zu den Vorfällen in Clausnitz, Bautzen und Köln.

74 Jahre ist Edmund Stoiber mittlerweile alt, aber von seiner Angriffslust hat der der frühere bayerische Ministerpräsident nichts eingebüßt. Das bewies der CSU-Politiker am Donnerstag in der Talkshow von Maybrit Illner mit seiner harten Kritik an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Seine wichtigsten Aussagen im Faktencheck.

Vor der Sendung von Maybrit Illner stellte sich die Frage, wie viele dieser Talkshows über Merkel und ihre Flüchtlingspolitik dieses Land noch braucht und ob es nicht vielleicht sogar bereits genug waren. Die illustre Runde mit einem äußerst emotionalen Edmund Stoiber und einem durchweg relaxten Sigmar Gabriel machte deutlich: Diese Sendung war sicherlich nicht überflüssig – ein Polit-Talk der Kategorien "wertvoll" und "unterhaltsam".

Nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Sachsen will Sandra Maischberger der Frage nachgehen, inwiefern die Bundeskanzlerin mit ihrer Flüchtlingspolitik das Land spalte. Herausgekommen sind hektisch und polemisch geführte Diskussionen.

Angela Merkel unter Zugzwang: Noch immer ringt die Bundeskanzlerin um eine Lösung der Flüchtlingssituation. Frank Plasberg zieht mit seinen Gästen Bilanz: Was hat Merkel erreicht? Und welche Möglichkeiten bleiben ihr noch?

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble denkt über eine Bargeldgrenze nach, um der organisierten Kriminalität das Handwerk zu legen. Ein Miteinander ohne Scheine und Münzen, bezahlen nur noch mit Karte? Anne Will möchte von ihrer Runde wissen, ob sich sowas tatsächlich durchsetzen lässt.

Angela Merkel will eine europäische Lösung für die Flüchtlingssituation. Nur: Europa will das nicht – so scheint es jedenfalls. Der Druck in der Politik ist groß. Das zeigt sich auch bei "Maybrit Illner", deren Gäste sich einen intensiven Schlagabtausch liefern.

Packt der deutsche Sozialstaat das? Sandra Maischberger macht in ihrer Sendung eine Frage zum Thema, die wohl viele Bürger in der Flüchtlingskrise umtreibt. Die Positionen ihrer Gäste liegen spektakulär weit auseinander.

Vor dem EU-Flüchtlingsgipfel will Frank Plasberg abklopfen, ob die Vorstellungen der Europäer, vor allem von Österreichern und Deutschen vereinbar sind. Das Ergebnis in seiner Runde lässt einen wenig harmonischen Gipfel am Donnerstag erwarten.

Bei Anne Will wurde Sonntagabend über den Krieg und das Leid in Syrien diskutiert. Man suchte in der Talkrunde Lösungsansätze, um den Frieden zu erreichen und räumte Russland eine bedeutende Stellung in dieser Sache ein. Es saßen sich Russland-Kritiker und Russland-Versteher gegenüber – eine Kombination, die viel Zündstoff versprach. Über die Frage, welche Rolle Russland im Konflikt tatsächlich spielt und welche Ziele Putin in Syrien wirklich verfolgt, herrschte Uneinigkeit.

Was tut Putin da? Und wo ist Obama? Mit vielversprechenden Gästen spricht Maybrit Illner über das "Schlachtfeld Syrien". Sie will wissen: "Wer stoppt Krieg und Flucht?". Wirkliche Antworten hat die Runde nicht.

Sandra Maischberger will Griechenland-Krise und Flüchtlingskrise in einen Zusammenhang bringen. Die Fragestellung ist berechtigt, doch ein griechischer Polit-Star macht ihr das Leben schwer.

Angela Merkel erlebt derzeit die schwerste Krise ihrer Kanzlerschaft. Wird ihr die Flüchtlingspolitik das Amt kosten? Oder kriegt sie noch einmal die Kurve? Bei "Anne Will" springt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen für Merkel in die Bresche. Doch die Debatte bleibt farblos - weil jemand fehlt.

Die Unsicherheit der Bürger ist nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Großstädten weiterhin groß. Weil viele den Schutz und die Sicherheit in ihrem Land nicht mehr gewährleistet sehen, befinden sich Bürger und Staat in einer gefährlichen Vertrauenskrise. Aber was ist Hysterie und was berechtigte Angst? Auch nach der Sendung wird der Zuschauer von Moderator Frank Plasberg und seinen Gästen mit dieser Frage allein zurückgelassen.

Sind Flüchtlinge nun gut oder böse oder doch einfach Menschen mit allen Facetten? Diese Frage scheint immer noch nicht genug abgearbeitet worden zu sein, findet offenbar Anne Will. Auf die Hysterie in der öffentlichen Debatte antworten ihre Gäste mit viel Nüchternheit.

Die AfD hat sich mit ihrer Stimmungsmache verzockt. Das zeigt die Sendung "Maybritt Illner". Selbst Grüne und CDU verbünden sich gegen den rechtspopulistischen Aufsteiger. Jetzt müssen sie nur noch die verunsicherten Wähler überzeugen.

Sandra Maischberger möchte von ihren Gästen wissen, ob man die AfD angesichts steigender Umfragewerte endlich ernst nehmen müsse. Doch die gehen nur aufeinander los. Die Attacken zeigen, wie viel Mitschuld die etablierten Parteien am Aufstieg der AfD haben.

Die Debatte zur Flüchtlingspolitik ist festgefahren. Das beweist die Runde bei Frank Plasberg. Es mangelt an politischen Alternativen, die Koalition bekriegt sich lieber gegenseitig, als konstruktiv voran zu arbeiten. Und die CSU dürfte schon bald ein Problem haben.

Österreich gibt sich selber eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen. Das sorgt für kontroverse Reaktionen in Deutschland – und in der Sendung von Anne Will. Eine AfD-Politikerin blamiert sich in dieser ordentlich.

Die CSU fordert in der Flüchtlingskrise strikt einen Kurswechsel der Kanzlerin und verweist vehement auf das Beispiel Österreich. Hat Angela Merkel nun gar keine andere Wahl mehr, als einzuknicken? Maybritt Illner geht dieser Frage mit ihren Gästen nach – und deckt auf, wie schlimm es um das Miteinander von CDU und CSU wirklich bestimmt ist.

Sandra Maischberger diskutiert mit ihren Gästen ein schwieriges Thema. Heraus kommt eine Diskussion, die fesselt – und deren Ergebnisse einen umso fassungsloser zurücklassen.

Schwere Zeiten für Zwischentöne: Köln hat das Vertrauen vieler Menschen in Politik und Medien erschüttert. Frank Plasberg entscheidet sich in seiner Sendung "Hart aber fair" für die Offensive und warnt vor "Parallel-Öffentlichkeiten".

Anne Will ist zurück. Nach vier Jahren übernimmt die Journalistin den Sonntagstalk von Günther Jauch. "Nach Köln – Höchste Zeit für eine neue Flüchtlingspolitik?", möchte Will wissen - und macht sich ihr sonntägliches Comeback damit unnötig schwer.

Wer übt Gewalt aus und warum? Und wie kann sich die Gesellschaft davor schützen? Diese Fragen sollten nach Köln und Istanbul im Vordergrund stehen. Die erstaunlich konstruktive Debatte bei "Maybrit Illner" zeigt: Statt Gespräche über angebliche Problemkulturen zu führen, sollten wir viel eher die Probleme mit unserer Gesprächskultur überdenken.

Sandra Maischberger spricht zwei Wochen nach der Silvesternacht von Köln mit ihren Gästen über die "Angstrepublik Deutschland". Sie will wissen: Was ist berechtigte Sorge, was übertriebene Hysterie? Antworten darauf gibt es aber wenige.

Die "ARD"-Moderatorin Anne Will will sich eigentlich an Debatten über Obergrenzen und Kontingente vorbei zu hangeln. Es gelingt ihr nicht. Gleich vier Gäste vertreten drastische Meinungen. Heraus kommen plausible Antworten zum Thema der Sendung, aber eine noch viel entscheidendere Erkenntnis.

Sandra Maischberger blickt zurück und fragt: Welche Lehren müssen wir aus 2015 ziehen? Ein "Quartett der Querdenker" war angekündigt. Was der Titel versprach, konnte die Runde jedoch nicht einhalten.

Der Jahresrückblick bei "Hart aber fair" sollte eine Debatte über die großen Krisen von 2015 werden, um Flucht, Terror und die Skandale bei VW und beim DFB.  Doch natürlich ging es fast ausschließlich um Flüchtlinge. Bei Frank Plasberg polarisiert das Thema mal wieder – insbesondere zwischen zwei Urgesteinen der bayerischen Politik.

Die "ZDF"-Moderatorin wagt die x-te Sendung zur Flüchtlingskrise und daraus resultierenden Sicherheitsbedenken. Die wohl maßgebliche Antwort wird in der Debatte versteckt. Und bis auf einen Youtber, dessen Clips in die Höhe schießen dürften, profitiert niemand.

Mit vielen Worten nichts gesagt: Auch nach der Erklärung von Beate Zschäpe, der Hauptangeklagten im NSU-Prozess, bleiben viele Fragen offen. "Das Skript einer zweitklassigen Soap", nennt es ein Opferanwalt in der Talksendung von Anne Will. Das Leid der Angehörigen der Opfer hat Zschäpe damit nur vergrößert.

Merkel ein "Betriebsunfall", Merkel als "unpolitischer Mensch": Bei Sandra Maischberger diskutieren Politiker und Journalisten über die Frage: "Scheitert Merkel?"   

Der Moderator wird von einer forschen Kollegin zeitweise bloß gestellt, ein Bundesminister wirkt wenig souverän und ein Star-Koch wählt einen spektakulär lasziven Vergleich. Die Debatte bei Frank Plasberg rund ums Fleisch ist chaotisch und polarisierend zugleich.

Befürworter von Flüchtlingskontingenten fordern, dass eine festgelegte Anzahl an Flüchtlingen organisiert nach Deutschland geholt wird. Ist das die Lösung für einen gesteuerten, menschenwürdigen Zustrom?

Es soll der etwas andere Talk bei Sandra Maischberger werden, ohne große Politiker-Reden, mit viel Authentizität und Erfahrungsschatz. Es kommen interessante Geschichten dabei rüber, doch die Debatte wirkt reichlich ziellos.

Mit der Zahl der Flüchtlinge steigt auch die Zahl der rechtsradikalen Gewalttaten in Deutschland.  Frank Plasbergs Polit-Talk "Hart aber fair" wollte den Ursachen des rechten Hasses auf den Grund gehen, bot dann aber vor allem der Parteichefin der AfD eine Plattform.

Stiller Abgang: Günther Jauch verabschiedet sich von seinem Polit-Talk und er tut es in typischer Jauch-Manier: ohne Blaskapelle, große Gesten und Tamtam. Und leider auch ohne große Erinnerungsmomente. Nur Wolfgang Schäuble durfte als einziger Gast zum Abschied winken.

Mit Luftschlägen soll der IS besiegt werden. Doch reicht das? Nein, meint die Runde in der "ZDF"-Sendung und befürwortet ein unpopuläres Szenario.

Es sollte um die Bundeskanzlerin gehen und um die Frage, wie viel Macht sie im zehnten Jahr ihrer Kanzlerschaft noch hat. Diskutiert hat die Talkrunde bei Anne Will dann aber hauptsächlich über Asylpolitik.