Polit-Talk: "Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner"

"Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner": An vier Tagen die Woche senden ARD und ZDF politische Talkshows. In unserer Rubrik finden Sie Nachberichte und Kritiken zu ausgewählten Sendungen und Themen. Aktuell: "Maischberger"-Eklat: Wolfgang Bosbach zofft sich mit Jutta Ditfurth wegen G20-Randale - und verlässt TV-Talk. Hier geht es zur Stellungnahme von Sandra Maischberger nach TV-Eklat.

"Maybritt Illner" will unter dem Eindruck der Anschläge von Paris und des Terror-Alarms von Hannover Vorschläge für die Bekämpfung des IS erörtern. Es gelingt der Runde in bemerkenswerter Eintracht. Die Verteidigungsministerin nennt ungewohnt konkret eine erste Maßnahme der Bundeswehr. 

Am Dienstag wurde das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft abgesagt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière wollte die konkreten Gründen nicht nennen, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. Wie groß aber ist die Terror-Gefahr in Deutschland? Das wollte Anne Will von ihren Gästen wissen. 

Maischberger-Gäste warnen vor "Hysterisierung" und Kriegstreiberei.

Frank Plasberg fragt bei "Hart aber fair", wie die Gesellschaft nach den Attentaten von Paris ihre Werte verteidigen kann. Mit seinen Gästen diskutiert er über strenge Grenzkontrollen und darüber, ob ein Krieg gegen den IS notwendig ist. Ein mögliches Burka-Verbot macht er zum "Kriegsnebenschauplatz".

Frankreich steht nach den Terroranschlägen unter Schock. Die westliche Welt hat ihre Solidarität ausgesprochen, doch was bedeutet das? Diese und andere Fragen diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.

Offenbar hat Angela Merkel kaum noch einen Überblick über Entscheidungen in der Flüchtlingsfrage. Wolfgang Schäuble und Thomas de Maizère begehren vermeintlich auf. Maybritt Illner will deshalb in ihrer Sendung beantworten, ob der Kanzlerin die Kontrolle über die Regierung entgleitet - mit einem unbefriedigenden Ergebnis.   

Sie haben jeden Tag mit den Flüchtlingen zu tun, und doch kommen sie in der öffentlichen Debatte viel zu wenig zu Wort: Die vielen Helfer in Deutschland, die sich beruflich oder ehrenamtlich um die Ankommenden kümmern. Bei "Hart aber fair" sprechen sie über ihre Erlebnisse, zeigen die Probleme auf und widerlegen viele Vorurteile.

Guido Westerwelle ist in der Öffentlichkeit zurück. Nach seiner Leukämie-Diagnose war der ehemalige FDP-Politiker gestern Abend Gast bei "Günther Jauch". Es war ein gleichermaßen lehrreiches wie emotionales Gespräch, das den ehemaligen Außenminister in bisher unbekannter Demut zeigte.

Bei Anne Will vergleichen Hans-Peter Friedrich und Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Zäune an den EU-Binnengrenzen mit denen, die der deutsche Häuslebauer um sein Anwesen stellt.

In der "ARD" Talk-Show "Menschen bei Maischberger" attackiert der slowakische Spitzenpolitiker Richard Sulik Angela Merkel. Was hinter seinen aggressiven Aussagen steckt.

Es heißt, die Große Koalition sei in der Flüchtlingskrise gemeinsam auf Kurs. Die Gäste bei "ARD"-Moderatorin Sandra Maischberger beweisen das Gegenteil. Die Positionen zwischen SPD und Union liegen entgegen aller Beschwichtigungen weit auseinander.

Am Freitag soll die Sterbehilfe im Bundestag neu geregelt werden. Je nach Umfrage ist die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zum Teil deutlich für die Erlaubnis der Sterbehilfe. Doch Sterbehilfe ist nicht gleich Sterbehilfe. Darüber diskutierte am Montagabend Frank Plasberg unter dem Titel "Sterbehilfe - von den Bürgern gewollt, vom Staat verboten."

Entscheidung vertagt. Es sollte die große Aussprache in der Flüchtlingspolitik zwischen Merkel, Gabriel und Seehofer werden, doch die Koalition hat sich auf Donnerstag vertagt. Pech für Günther Jauch, denn mangels Diskussionsgrundlage war die Erkenntnis der gestrigen Talk-Runde entsprechend gering.

In der Politik ist ja gerne einmal von Verantwortung die Rede, wenn eigentlich Macht gemeint ist. Bei Maybrit Illner ging es aber gestern Abend tatsächlich um politische Verantwortung und verantwortungsvoll besonnen lief auch die Diskussion. Nur einmal platzte Ursula von der Leyen der Kragen. So einfach ist es mit der Verantwortung nämlich nicht.

"Kennen Sie den Knopf, den man drücken kann?": Einmal mehr hat die Diskussionsrunde bei Frank Plasberg am Montagabend gezeigt, wie ratlos das Land vor der aktuellen  Flüchtlingssituation steht.

Große Not bei den Flüchtlingen, Überforderung in Europa: Die angespannte Situation lässt derzeit die Emotionen hochkochen, das zeigt sich auch bei der Debatte von "Günther Jauch". Doch hinter den Gefühlen verbirgt sich vor allem eins: Ratlosigkeit.

Darf man einen Rechtspopulisten wie AfD-Politiker Björn Höcke in eine Talkshow einladen? Und wie kann ein Moderator auf dessen Provokationen reagieren? Der Populismus-Experte Marcel Lewandowsky findet: Günther Jauch hat eine schwierige Situation richtig gemeistert.

Bei "Günther Jauch" am Sonntagabend wurde das Thema "Pöbeln, hetzen, drohen - wird der Hass gesellschaftsfähig?" diskutiert. Die Jauch-Redaktion von RTL hatte dazu unter anderem AfD-Politiker Björn Höcke eingeladen.

Die Zeiten, in denen gegen Fremde nur anonym im Internet gepöbelt wurde, sind vorbei. Als Angst getarnte Fremdenfeindlichkeit, Gewaltaufrufe und blanker Hass werden inzwischen ganz offen ausgesprochen. Was und wer steckt dahinter? Darüber diskutierte Günther Jauch mit seinen Gästen. Besonders deutlich wurde dabei Justizminister Heiko Maas.

Polit-Talkshow "Anne Will": Der Islamistische Terrorismus will Angst und Schrecken verbreiten. Wie kann eine Demokratie darauf reagieren? Darf ein Rechtsstaat Grundrechte verletzen, um seine Bürger zu schützen?

Der Umgang mit der Flüchtlingssituation ist eine Bewährungsprobe für die Bundesregierung. Vor allem aus Bayern kommt immer wieder Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrer "Wir schaffen das!"-Politik. Bei "Anne Will" zeigt sich Angela Merkel genauso realistisch wie optimistisch. Und vor allem kämpferisch.

Heute geht es um Betten, morgen um Integration: Was kann die Gesellschaft von den Flüchtlingen fordern, was muss sie selbst leisten? Bei Sandra Maischberger geht es passend zur "Heimat"-Themenwoche um die Frage: "Wie verändern Flüchtlinge unser Land?" Während sich die meisten Gäste in Binsenweisheiten verlieren, macht ausgerechnet ein CDU-Bürgermeister vor, wie Integration funktionieren kann.

Steht Deutschland vor dem Burnout in Sachen Flüchtlinge? So sehen es zumindest einige Politiker, darunter Bundespräsident Joachim Gauck. "Wo liegen unsere Grenzen?", fragt deswegen Günther Jauch am Sonntagabend seine Gäste. Ein zorniger Herbert Grönemeyer und ein enthusiastischer Ranga Yogeshwar stellen klar: Die Gesellschaft ist jetzt gefragt.

Abgewatscht von der CSU, abgestürzt in den Umfragewerten – Angela Merkel bekommt für ihre Haltung in der Flüchtlingskrise viel Gegenwind. Bei "Anne Will" zeigt sich, wie groß die Kluft zwischen CSU und Merkel geworden ist und wie die Angst vor einem Stimmungsumschwung die Politik unter Druck setzt.

Die Frage nach dem Verhältnis von Islam und Deutschland ist vor einigen Jahren im Zuge der Leitkultur-Debatte eigentlich nie wirklich beantwortet worden. Nun wird man angesichts der Flüchtlingswelle von der Aktualität überrannt und die Frage ist drängender denn je. Frank Plasberg wagte bei "Hart aber fair" einen neuen Versuch und fragte: "Merkel bejubeln, an Mohammed glauben: Wie viel Islam gehört zu Deutschland?"

Dicke Luft bei VW: Der Skandal um manipulierte Abgaswerte erschütterte in der vergangenen Woche den Autokonzern. Die Diskussion bei "Günther Jauch" zum Thema  blieb dennoch zu brav - auch weil die wichtigsten Gäste kniffen. Für Spannung sorgten vor allem die Andeutungen von einem der Aufdecker des Skandals.

Volkswagen vor dem Abgrund? Die Autobauer aus Wolfsburg stehen wegen der Abgasmanipulationen vor einem Scherbenhaufen. Über den Schaden für den Konzern, die Branche und die deutsche Industrie diskutierte Anne Will mit ihren Gästen. Ein bisweilen lebhafter Schlagabtausch mit Stimmen aus der Vergangenheit.

Mein Leben, ein Scherbenhaufen: In der Sendung "Menschen bei Maischberger" gewähren die Gäste einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben in der Insolvenz, darunter auch drei Prominente. Der finanzielle Ruin bedeutet für sie Existenzangst, soziale Not und Scham. Ihren Mut haben sie aber trotzdem nicht verloren.

Frank Plasberg und die Angst, Teil 2: Nachdem die Angst angesichts der Flüchtlingslage bereits in der vergangenen Woche Thema bei "Hart aber fair" war, folgte gestern Abend nun der Angst-Bürgercheck. Was nach Sammeln von Tresen-Thesen klingt, entpuppte sich aber als wirklich interessante Sendung, die mit einigen Vorurteilen aufräumte.

Erst Willkommenskultur, dann wieder Grenzkontrolle: Frank Plasberg diskutierte mit seinen Gästen bei "Hart, aber fair" über die Wende der Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik.

Im Talk bei Maischberger spaltet die Flüchtlingskrise die Gemüter.

Auge in Auge mit Angela: Im Juli durfte YouTube-Star "LeFloid" ein Interview mit der Bundeskanzlerin führen. Bei "Markus Lanz" erzählt er, wie und warum es zu dem Interview kam, den eisigen Charme der Kanzlerin - und warum ihn die Medienschelte an seiner Interviewführung wenig interessiert.

Nach dem überraschend deutlichen "Nein" der Griechen zum Sparkurs der Euroländer stehen über den nächsten Tagen viele Fragezeichen. Öffnen am Montag wieder die Banken in Griechenland? Kommt jetzt der Grexit? Und welche Folgen hat das alles? So entscheidend die Fragen für die Zukunft Griechenlands und Europas sind, so emotional ist auch die Diskussion beim Talk von Günther Jauch.

Es sollte gestern der Tag der Entscheidung werden. Diesmal wirklich. Ganz ehrlich. Grexit oder Rettung. Und die Entscheidung wurde tatsächlich – wieder verschoben. Pech für Plasberg, denn er wäre der erste Post-Grexit-Talker gewesen. Das Pech für den Zuschauer war aber noch viel größer.

Der Sturm zieht auf. Heute treffen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs zum vermeintlichen Finale im griechischen Schuldendrama in Brüssel. Wenn dort aber so gestritten wird, wie gestern bei "Günther Jauch", scheint eine Lösung in weiter Ferne.  

Der Fifa-Skandal beherrschte die vergangene Woche, natürlich ist er auch Thema bei "Günther Jauch". Warum Präsident Sepp Blatter noch im Amt ist, kann selbst Talk-Gast Alexander Koch, Fifa-Sprecher, nicht überzeugend begründen. Die Diskussion gibt wenig Hoffnung, dass sich beim Fußball-Weltverband etwas ändert. Das liegt aber nicht nur an der Fifa.

Geschätzte 250 Milliarden Euro werden jedes Jahr in Deutschland vererbt. Und wann immer es um viel Geld geht, wird auch viel gestritten - so wie bei "Günther Jauch": Beim Thema Erbschaftssteuer fliegen zwischen einem Unternehmer und einem Armutsforscher die Fetzen.

Das griechische Drama nimmt kein Ende: Das Land steht einmal mehr vor dem Bankrott. Die Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras verhandelt mit der EU Reformen und neue Gelder. So zäh wie die Verhandlungen ist auch die Sendung von "Hart aber fair" am Montagabend. Für Abwechslung sorgt nur die Ruck-Rede eines Deutsch-Griechen.

Ein Cent Gewinn für ein Kilo Kartoffeln - Bauer "Willi" Schillings "hat die Schnauze voll" und schreibt einen Wutbrief an die deutschen Verbraucher. Günther Jauch nimmt das zum Anlass, um in seiner Sendung über Lebensmittelpreise zu diskutieren. Die Debatte zeigt: Landwirte und Handel liegen in ihren Vorstellungen weit auseinander.

"Werde ich gerecht bezahlt?" fragt sich wohl jeder Arbeitnehmer. Die Erzieher machen derzeit mit ihrer Forderung nach mehr Lohn auf sich aufmerksam. In der Grundsatzdebatte bei "Günther Jauch" bekommen vor allem allgemeine Parolen Applaus, eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema bleibt aus.

Leben, um davon zu erzählen: Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt spricht im ARD-Talk "Menschen bei Maischberger" über den Zustand der Welt, sein aktuelles Buch und wie alt er noch werden will.

70 Jahre nach Kriegsende wird einem Helfer des NS-Regimes der Prozess gemacht. Ergibt das Verfahren gegen den 93-jährigen Oskar Gröning überhaupt noch Sinn? Der Abend bei "Günther Jauch" zeigt, dass Auschwitz noch lange nicht abgehandelt ist. Besonders beeindruckt die unglaubliche Haltung einer Überlebenden.

Am Freitag treffen sich die Euro-Finanzminister im lettischen Riga und Thema wird Griechenland sein – mal wieder. Doch nach all dem zerschlagenen Porzellan der vergangenen Monate dürfte der Glaube an eine schnelle Einigung über den Weg aus der Krise gering sein.

Die Kleinen werden gehenkt, die Großen laufen gelassen – so lautet ein weit verbreitetes Urteil über das deutsche Rechtssystem. Die Vorwürfe werden besonders oft nach aufsehenerregenden Prozessen gegen bekannte Personen laut. Bei "Hart aber fair" geht Moderator Frank Plasberg mit seinen Gästen dem auf die Spur. Kommen Promis wirklich leichter vor Gericht davon?

Im Mittelmeer ist am Sonntag erneut ein Boot mit Flüchtlingen gesunken. Die Katastrophe mit 700 Toten wirft eine alte Frage neu auf: Welche Verantwortung hat dabei Europa? In der Sendung von Günther Jauch werden die üblichen Argumente ausgetauscht. Die Debatte bereichern vor allem der Groll eines Journalisten und die aufwühlende Geschichte einer Mutter, die aus Syrien geflohen ist.

Der Flugzeugabsturz des Germanwings-Fluges 4U9525 in Frankreich hat die vergangene Woche beherrscht. Die Katastrophe und der Umgang mit ihr ist am Sonntagabend auch Thema bei Günther Jauch. Spekulationen zu den Motiven des mutmaßlichen Täters gab es zum Glück nur am Rande. Stattdessen standen die Angehörigen der Opfer im Mittelpunkt der Sendung.

Weniger Geld für die gleiche Arbeit: Noch immer werden Frauen in der deutschen Arbeitswelt benachteiligt. In seiner ARD-Sendung am Sonntagabend sucht Günther Jauch mit seinen Gästen nach den Gründen für den Lohnunterschied. Dabei zeigt sich: Ein Gesetz allein löst das Problem nicht.

Boris Nemzow wurde auf offener Straße erschossen – nur wenige Meter vom Kreml entfernt. Der bekannte Oppositionelle hatte Wladimir Putin und die Ukraine-Politik der russischen Regierung immer wieder heftig kritisiert. Bei "Günther Jauch" kamen am Sonntagabend Freunde und Angehörige zu Wort. Sie erhoben schwere Vorwürfe gegen die Machthaber in Russland.

Das Thema Mindestlohn bietet Günther Jauchs Gästen noch immer Zündstoff.

Günther Jauch geht in seiner Talksendung den langen Wartezeiten für Patienten auf den Grund. Aus dem zuschauernahen Thema machen die Gäste allerdings ein dröges Fachgespräch über das deutsche Gesundheitssystem. Aussicht auf Besserung ist jedenfalls kaum in Sicht.