• 21:06 Uhr: Sachsen beschließt Lockdown bis 7. Februar
  • 17:53 Uhr: Moderna-Impfstoff soll am Dienstag ausgeliefert worden
  • 15:59 Uhr: Londons Bürgermeister ruft Großlage aus
  • 15:31 Uhr: Brandenburg schränkt Bewegungsradius in extremen Corona-Hotspots ein
  • 15:13 Uhr: NRW weicht bei Corona-Beschlüssen in einigen Punkten ab

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Top-News: Sachsen beschließt Lockdown bis 7. Februar

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Sachsen auf einen Lockdown bis zum 7. Februar und geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar die Rede. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Das beschloss das Kabinett am Freitag in Dresden. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von weiterhin "besorgniserregenden Zahlen" im Freistaat. Die neue Verordnung gilt ab dem 11. Januar.

Die weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Londons Bürgermeister ruft Großlage aus

17:53 Uhr: Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat angesichts beispiellos hoher Infektionszahlen in der britischen Hauptstadt eine Großlage (major incident) ausgerufen.

Die Bedrohung, die das Coronavirus für die Stadt darstelle, sei an einem kritischen Punkt. "Wenn wir nicht unverzüglich handeln, könnte unser NHS (Gesundheitsdienst, Anm. d. Red.) überwältigt werden und mehr Menschen werden sterben", sagte Khan einer Mitteilung zufolge.

Großbritannien verzeichnete in den vergangenen Tagen sehr hohe Infektionszahlen. London ist besonders stark betroffen. Die Krankenhäuser sind bereits weitgehend ausgelastet. Verantwortlich machen die Regierung und Experten dafür auch eine neue, womöglich ansteckendere Virus-Variante.

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in der britischen Hauptstadt liegt inzwischen bei mehr als 1.000. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gemeint.

Die Zahl der im Krankenhaus behandelten COVID-19-Patienten in London sei allein in der ersten Januarwoche um knapp ein Drittel, die Zahl der Intensivpatienten um mehr als 40 Prozent gestiegen, hieß es in der Mitteilung des Bürgermeisters.

Moderna-Impfstoff soll am Dienstag ausgeliefert worden

17:53 Uhr: Die Corona-Impfungen mit dem zweiten in Europa zugelassenen Impfstoff, dem des US-Herstellers Moderna, können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin mit.

Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. An diesem Freitag wurden laut dem Sprecher wie geplant weitere rund 668.000 Dosen des Mittels der deutschen Firma Biontech und deren US-Partners Pfizer ausgeliefert.

Von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen soll Deutschland über 50 Millionen erhalten. Im ersten Quartal sollen wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland kommen. Die gesamten 160 Millionen Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

Insgesamt soll Deutschland nach bisherigem Stand 140 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna bekommen. Aus den EU-Verträgen sollen rund 60 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer nach Deutschland gehen, aus bilateralen Vereinbarungen noch einmal 30 Millionen. Die rund 140 Millionen Dosen reichen laut Bundesgesundheitsministerium, um eine Herdenimmunität in Deutschland zu schaffen.

Gastronom am Tegernsee will trotz Lockdowns öffnen

17:35 Uhr: Aus Protest gegen den Corona-Lockdown will ein Gastronom ab Montag sein Bistro in Gmund am Tegernsee wieder öffnen. "Ich möchte einfach ein Zeichen setzen, dass die Maßnahmen der Politik nicht verhältnismäßig sind. Sie zerstören die Gastronomie", erklärte Betreiber Hans Becker am Freitag.

Zuerst hatte die "Tegernseer Zeitung" über die geplante Öffnung von "Das Becker's" berichtet.

Die Polizei und das Landratsamt suchen schon vorab das Gespräch mit dem Betreiber, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. "Es ist nicht zulässig, dass gastronomische Betriebe öffnen. Wir hoffen, dass die Einsicht siegt."

Die Beamten und zwei Vertreter des Landratsamtes werden das Bistro ansonsten am Montag kontrollieren, kündigte eine Sprecherin des Landratsamtes an. "Sollten dabei Verstöße festgestellt werden, werden diese konsequent geahndet."

Laut Bußgeldkatalog droht dem Gastronom eine Strafe von 5.000 Euro. "Natürlich zahle ich nicht. Im Zweifel ziehe ich bis zum Europäischen Gerichtshof", sagte Becker, der sich ausdrücklich von der rechten Szene distanziert.

Er leugne nicht die Existenz des Virus und wolle sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten, um seine Gäste nicht zu gefährden. Zwei Besucher hätten trotz drohender Geldstrafe von 250 Euro schon für Montag reserviert.

Erster Corona-Todesfall im kleinen Königreich Bhutan gemeldet

17:11 Uhr: Im Himalaya-Königreich Bhutan ist erstmals ein Corona-Todesfall bekannt geworden - zehn Monate nach dem ersten nachgewiesenen Fall in den kleinen Land. Es handele sich um einen 34-Jährigen mit chronischer Lebererkrankung und Nierenversagen, teilte das bhutanische Gesundheitsministerium mit.

Die rund 730.000 Einwohner des Landes zwischen Indien und China gelten als eines der glücklichsten Völker der Welt. Ihr König hatte vor Jahrzehnten erklärt, Wohlbefinden sei wichtiger als Wirtschaftswachstum. Das Wohlbefinden wird mit einem Bruttoglücksprodukt erfasst.

Bislang gab es in dem kleinen Land zwei Lockdowns. Der erste Corona-Patient des Landes war ein Tourist aus den USA. Insgesamt gibt es in Bhutan nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 767 bekannte Corona-Fälle.

Quarantäne umgangen: Polizei hält Skitourengeher aus Österreich auf

16:47 Uhr: Rund 50 Skitourengeher aus Österreich hat die Polizei in den Weihnachtsferien aufgehalten, weil sie in Deutschland unterwegs waren, ohne sich vorher in Quarantäne zu begeben.

"Der deutsche Tourengeher muss in Deutschland bleiben, der österreichische in Österreich", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Wer die Grenze überschreite, müsse die Quarantäne-Regeln bei der Einreise beachten. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtet.

Die Skitourengeher aus Österreich müssen demnach mit einem Bußgeld von bis zu 2.000 Euro rechnen. Die Polizei hatte die Freizeitsportler eigenen Angaben zufolge nach Hinweisen von Anwohnern auf deutscher und österreichischer Seite nahe der Grenze kontrolliert.

Brandenburg schränkt Bewegungsradius in extremen Corona-Hotspots ein

15:31 Uhr: Nach mehreren anderen Bundesländern schränkt auch Brandenburg die Bewegungsfreiheit der Bürger in extremen Corona-Hotspots deutlich ein.

Für Bewohner von Landkreisen und kreisfreien Städten mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche seien touristische Reisen und Sport außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um die Kommune künftig untersagt, erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach der Kabinettssitzung in Potsdam. Betroffen wären derzeit zehn Landkreise und drei Städte.

"Dabei geht es insbesondere darum, Wintersportausflüge, wie wir sie in den vergangenen Tagen erlebt haben, zu vermeiden", betonte Woidke. Diese Beschränkung gelte, wenn die hohe 7-Tage-Inzidenz fünf Tage lang bestehe. Einkäufe und Arztbesuche bleiben auch außerhalb dieses Radius weiter erlaubt.

NRW weicht bei Corona-Beschlüssen in einigen Punkten ab

15:13 Uhr: Nordrhein-Westfalen weicht bei den verschärften Corona-Schutzmaßnahmen in einigen Punkten von den Vereinbarungen mit dem Bund und den anderen Ländern ab. Die neue ab Montag geltende Verordnung für das rund 18 Millionen Einwohner zählende Bundesland enthält keine Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer für Einwohner in extremen Corona-Hotspots.

Bei den Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt und eine weitere Person werden zu betreuende Kinder in NRW nicht mitgezählt. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Coronaschutzverordnung hervor.

Kreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner über der Marke 200 liegt, könnten im Einvernehmen mit dem Landesgesundheitsministerium zusätzliche Schutzmaßnahmen anordnen.

Konkrete Maßnahmen werden dabei nicht benannt. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers kann dazu auch die 15-Kilometer-Regel gehören, die betroffene Kreise und kreisfreie Städte dann in eigenen Verfügungen regeln müssten.

Infektionsrekord auf den Balearen - Mallorca schließt Restaurants

14:58 Uhr: Die Urlaubsinsel Mallorca, die Region Madrid und weitere Teile Spaniens haben wegen anziehender Infektionszahlen eine erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen.

Nach einem regionalen Infektionsrekord auf den Balearen müssen auf Mallorca ab Dienstag alle Restaurants, Bars und Cafés sowie auch alle Kaufhäuser, Einkaufs- und Fitnesszentren für zwei Wochen geschlossen bleiben, wie die balearische Regierungssprecherin Pilar Costa am Freitag in Palma mitteilte.

Im Einzelhandel sind alle Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 700 Quadratmetern betroffen. Erlaubt bleibt der Verkauf von Lebensmitteln, Medikamenten und allen Produkten des Grundbedarfs.

Mit 529 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen sind die Balearen nach Extremadura an der Grenze zu Portugal (716) die derzeit von Corona am schwersten getroffene Region Spaniens.

Mit 707 Infektionen binnen 24 Stunden hätten die Inseln den höchsten Wert seit Ausbruch der Pandemie registriert, sagte die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez. Besonders schlimm ist die Lage auf Mallorca, wo es innerhalb eines Tages 485 Neuinfektionen gab. Die sogenannte 14-Tage-Inzidenz liegt auf der Insel bei 608.

Die Lage wird in Spanien seit Ende Dezember immer schlechter. Seit Ausbruch der Pandemie wurden über zwei Millionen Ansteckungen mit dem Virus SARS-CoV-2 gemeldet. In dem Land mit rund 47 Millionen Einwohnern starben mehr als 51.000 Menschen mit COVID-19.

Neuer Corona-Lockdown in der Ukraine

14:12 Uhr: Die Ukraine will mit einem neuen Lockdown die Corona-Pandemie in den Griff bekommen. Seit Freitag sind in dem osteuropäischen Land Restaurants, Bars, Kinos, Theater, Fitnessclubs und Schwimmhallen für zunächst gut zwei Wochen geschlossen.

Lediglich Supermärkte, Apotheken und Kindergärten bleiben laut einem Regierungsbeschluss geöffnet. In den Einrichtungen seien bislang nur wenige Kinder erkrankt, so dass geöffnete Kitas mehr Probleme lösten, als dass sie neue schafften, sagte Regierungschef Denis Schmygal.

Schüler und Studenten müssen aber zu Hause lernen. "Die Quarantäne ist nicht so hart wie die im Frühjahr", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Am Freitag wurden mehr als 5.600 neue Fälle registriert. 83 Menschen starben innerhalb eines einzigen Tages mit COVID-19. Seit dem Frühjahr verzeichnet die Ex-Sowjetrepublik mehr als 1,1 Millionen Infektionen und 19.600 Tote.

In Auslandseinsätzen 16 Soldaten mit Corona infiziert

13:43 Uhr: Bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr sind über den Jahreswechsel insgesamt 16 Soldaten positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Die Kontaktpersonen wurden identifiziert und entsprechende Isolationsmaßnahmen getroffen", teilte das Einsatzführungskommando am Freitag weiter mit.

Die größte Zahl an Infektionen gab es im deutschen Kontingent des UN-Einsatzes in Mali (Minusma), wo zehn Fälle nachgewiesen wurden, sowie beim EU-Einsatz EUTM in dem westafrikanischen Land (3 Fälle).

Die Infizierten sollten zeitnah zur weiteren Behandlung ausgeflogen werden oder hatten das Einsatzgebiet bereits auf diesem Weg verlassen. Zwei Soldaten blieben in Quarantäne in Einsatzgebieten.

Wegen der Corona-Pandemie sind die Einsätze weitgehend heruntergefahren worden und mit zusätzlichen Regeln belegt. Kontakte sind aber zu Verbündeten sowie zu zivilen Mitarbeitern nötig.

Bundesregierung fordert konsequente Umsetzung der Corona-Beschlüsse

13:14 Uhr: Die Bundesregierung hat dazu aufgerufen, die mit den Bundesländern gemeinsam getroffenen Corona-Beschlüsse zur Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns auch umzusetzen.

"In der derzeitigen Situation ist aus unserer Sicht eine konsequente Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse auch mit Blick auf die noch ansteckendere Virusvariante (...) unerlässlich und das gilt auch für die Beschlüsse zu den Schulen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

Seibert antwortete auf Nachfragen zum Vorgehen in den Ländern bei den Schulen. So hatte etwa der Berliner Senat beschlossen, ab 11. Januar schrittweise wieder Wechselunterricht an Schulen anzubieten, also eine Kombination aus Lernen zu Hause und in den Schulen in kleinen Gruppen.

"Es sollte nach Ansicht der Bundesregierung jetzt eben nicht um eine möglichst weite, extensive Auslegung der Beschlüsse gehen, sondern darum, dass wir alles tun, um diese Beschlüsse durchzuhalten und ihren Zweck damit zu erreichen", sagte Seibert.

Bund und Länder hatten vereinbart, die in den Ländern im Dezember getroffenen Maßnahmen mit der Aussetzung der Präsenzpflicht an den Schulen bis Ende Januar zu verlängern. Der Bund-Länder-Beschluss ermöglicht aber auch Ausnahmen für Abschlussklassen. Für die Schulen sind die Länder selbst zuständig.

Corona-Reisewarnung für portugiesische Urlaubsinsel Madeira

12:43 Uhr: Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung nun auch die portugiesische Urlaubsinsel Madeira ab Samstag als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen dann auch wieder die französische Insel Korsika und die nordfranzösische Region Bretagne. Damit gilt wieder für den gesamten europäischen Teil Frankreichs eine Reisewarnung, nur einige Überseegebiete sind noch davon ausgenommen, wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte.

Madeira ist eins der letzten Winter-Reiseziele im Süden Europas, für das bisher noch keine Corona-Reisewarnung galt. Jetzt bleiben nur noch einige griechischen Inseln übrig. Die Kanaren hatte die Bundesregierung bereits eine Woche vor Weihnachten zum Risikogebiet erklärt und die Reisewarnung damit auf ganz Spanien erweitert.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben.

Urlauber können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen bis zu zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.

Bund und Länder hatten am Dienstag beschlossen, dass die Einreiseregeln noch verschärft werden sollen, das genaue Datum steht aber noch nicht fest. Künftig soll ein Corona-Test 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise zur Pflicht werden.

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Die Vorbereitung zählt: So meistern Sie eine mögliche Quarantäne

Die Corona-Pandemie dauert weiter an, die Fallzahlen stiegen zuletzt stetig. Dabei ist längst klar: Es kann jeden treffen - ob nun als Erkrankten oder als Kontaktperson. Was folgt, ist die Isolation oder häusliche Quarantäne. Mit diesen Tipps wird die Zeit so angenehm wie möglich.

Nach neuem Virus-Ausbruch in China: Millionenstädte abgeriegelt

12:10 Uhr: Nach dem größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten in China ergreifen die Behörden strikte Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

In der betroffenen Provinz Hebei direkt vor den Toren der chinesischen Hauptstadt Peking wurde am Freitag außer der elf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Shijiazhuang auch die Sieben-Millionen-Metropole Xingtai abgeriegelt. Die Bewohner dürfen die beiden Städte ohne besondere Erlaubnis nicht mehr verlassen. Auch wurden Wohngebiete abgesperrt.

Die Pekinger Stadtregierung untersagte alle größeren Versammlungen zum chinesischen Neujahrsfest, das am 12. Februar gefeiert wird. Die Zentralregierung und örtliche Behörden in dem bevölkerungsreichsten Land raten dem Milliardenvolk, zu dem wichtigsten Familienfest nicht wie sonst üblich in ihre Heimatdörfer zu reisen.

Normalerweise reisen einige hundert Millionen Chinesen zu ihren Verwandten. Die Bahn kündigte an, dass Zugtickets erstattet werden können.

Die Zahl der Infektionen in Hebei stieg auf rund 300, wie die örtliche Gesundheitskommission berichtete. Mehrere Millionen Menschen wurden bereits getestet. Allein am Freitag wurden 33 neue Infektionen und 39 asymptomatische Fälle gemeldet, während die Tests laufen.

Die Behörden hatten "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus ausgerufen. Der Ursprung des neuen Ausbruchs ist noch ungeklärt.

Coronakrise: Niedersachsen rät derzeit von Hochzeiten ab

12:04 Uhr: Die niedersächsische Landesregierung rät angesichts der verschärften Corona-Infektionslage derzeit von Hochzeiten ab. "Wir bitten alle darum, wenn irgendwie möglich, in den nächsten Wochen von einer Hochzeit abzusehen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover.

Standesamtliche und kirchliche Trauungen seien aber weiterhin möglich, allerdings unter strikter Beachtung der Kontaktbeschränkungen. Eine Feier mit vielen Gästen sei allerdings nicht möglich.

Die neue niedersächsische Corona-Verordnung erlaubt für Beerdigungen indes weiterhin die Teilnahme von Trauergästen, wobei die strikten Kontaktregeln nicht gelten.

Neue Impfdosen werden an Bundesländer geliefert

11:18 Uhr: Die Corona-Massenimpfung geht in Deutschland an diesem Freitag mit der Lieferung neuer Impfdosen in sechsstelliger Größenordnung weiter. Vom bisher einzigen in Europa verfügbaren Corona-Impfstoff des Herstellers Biontech sollen die Länder am Freitag insgesamt 667.875 Dosen erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Lieferung erfolge über Biontech direkt an die 27 Anlieferzentren der Länder. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen, den kleinsten Bremen mit 4.875 Dosen. Das am Vortag zugelassene Serum des US-Herstellers Moderna soll kommende Woche erstmals in begrenztem Umfang geliefert werden.

Zudem haben der Pharmakonzern Bayer und das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac eine Kooperation geschlossen, so dass der Curevac-Impfstoff möglichst ab dem dritten Quartal eingesetzt werden kann. Curevac ist seit längerem mit der Entwicklung eines Impfstoffes befasst. Bayer soll die für die Zulassung nötige Studie unterstützen und die Lieferketten im Blick haben.

Möglicherweise übernimmt Bayer mit einem weiteren Vertrag auch Teile der Produktion. Ein Bayer-Sprecher betonte, dass so eine Produktion "ein hochkomplexer Prozess" wäre. Bisher stellt der Konzern keine Impfstoffe her.

Nun werde gründlich geprüft, ob man in die Herstellung des mRNA-Impfstoffes von Curevac einsteige - Ende des ersten Quartals soll hierzu eine Entscheidung gefällt werden. Für den Fall einer Zulassung hat sich die EU-Kommission für die EU-Staaten 405 Millionen Dosen gesichert.

Analyse: Biontech-Impfstoff wirkt wohl gegen neue Corona-Varianten

10:24 Uhr: Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wirkt laut einer ersten Analyse auch gegen zwei neue Varianten des Coronavirus, die zuerst in Großbritannien und Südafrika nachgewiesen wurden.

Dies geht aus einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Texas und dem US-Pharmaunternehmen Pfizer hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Untersucht wurden die Antikörper im Blut von 20 geimpften Menschen.

Demnach erreicht der Impfstoff im Einsatz gegen die neuen Varianten wahrscheinlich ebenfalls eine Wirksamkeit von 95 Prozent. Die Studie wurde vorab veröffentlicht, sie wurde noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht und von unabhängigen Experten geprüft.

Bei Viren gibt es stetig zufällige Veränderungen im Erbgut, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Im Dezember wurden eine Variante des Coronavirus (B.1.1.7) in Großbritannien sowie eine ähnliche (501Y.V2) in Südafrika nachgewiesen, die ersten Analysen zufolge ansteckender sein könnten als die bisher kursierenden.

Boris Johnson setzt auf Arthritismittel im Kampf gegen Corona

In Großbritannien sollen künftig bei schweren COVID-19-Verläufen die Medikamente Tocilizumab (Actemra) and Sarilumab (Kevzara) eingesetzt werden. Das kündigte Premierminister Boris Johnson an. Die Mittel werden eigentlich bei rheumatischer Arthritis eingesetzt. Bei Corona-Patienten sollen sie eine Überreaktion des Immunsystems verhindern.

Die EU sichert sich Millionen weiterer Corona-Impfdosen

10:12 Uhr: Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

Der neue Vertrag folgt auf Klagen über Knappheit von Impfstoff in Deutschland und anderen EU-Staaten. Sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als auch die EU-Kommission standen in der Kritik.

Die EU-Kommission hatte sich stets gegen die Kritik an einem Impfstoffmangel gewehrt. Die Zahl der bestellten Impfstoffe reiche aus, die Mittel müssten jedoch erst produziert werden, betonte ein Sprecher. Die Impfkampagne habe gerade erst begonnen.

In Deutschland wird derzeit an einem neuen Produktionsstandort von Biontech in Marburg gearbeitet. Wenn dieser wie geplant im Februar in Betrieb gehe, dann könne das Unternehmen die Impfstoffproduktion massiv ausbauen, sagte Spahn jüngst. "Das führt zu früheren Lieferungen bestellter Dosen."

Neben Biontech/Pfizer gibt es bereits Rahmenverträge mit fünf weiteren Herstellern. Inklusive des neuen Vertrags mit Biontech/Pfizer kann die EU nun insgesamt mehr als zwei Milliarden Dosen beziehen. Von Moderna hat die EU-Kommission bis zu 160 Millionen Dosen gesichert.

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

WHO: Ärmste Länder der Welt erhalten erste Corona-Impfdosen in kommenden Wochen

09:33 Uhr: Die ärmsten Länder der Welt sollen zwischen Ende Januar und Mitte Februar die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs erhalten. Die im Rahmen der Covax-Initiative beschafften Impfdosen sollen in den kommenden Wochen verteilt werden, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag ankündigte. Insgesamt habe Covax Zugang zu zwei Milliarden Dosen Impfstoff.

Das internationale Covax-Programm, das von der WHO mit Unterstützung des Impfbündnisses Gavi ins Leben gerufen wurde, soll dabei helfen, einen gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen zu gewährleisten.

Covax hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahres genügend Dosen bereitzustellen, um 20 Prozent der Bevölkerung in den an der Initiative teilnehmenden Ländern zu impfen. Die Finanzierung ist für die 92 ärmsten Staaten der Welt gesichert.

Export arbeitet sich weiter aus Corona-Tief

08:54 Uhr: Trotz schrittweiser Erholung zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der deutschen Exporte im Corona-Jahr 2020 ab. Zwar stiegen die Ausfuhren im November im Vergleich zum Oktober um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Mit einem Volumen von 111,7 Milliarden Euro lagen sie aber 1,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres sanken die Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent auf 1103,9 Milliarden Euro.

Der Branchenverband BGA rechnete zuletzt mit einem Exportrückgang von mindestens zwölf Prozent im Gesamtjahr. Im Jahr 2019 hatte Europas größte Volkswirtschaft noch Waren im Wert von mehr als 1,3 Billionen Euro exportiert..

Unbekannte randalieren am Impfzentrum Rostock - Täter flüchtig

08:07 Uhr: Unbekannte haben am Impfzentrum in Rostock randaliert und Schäden in noch unbekannter Höhe angerichtet. Wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte, wurden nach einer ersten Übersicht unter anderem mehrere mobile Heizgeräte umgeworfen.

Da diese wohl nicht mit Kraftstoff befüllt waren, sei zum Glück kein Feuer ausgebrochen. Die Geräte standen in einem Zelt, was vor den festen Räumen des Impfzentrums in den Messeräumen aufgebaut ist. Der Fall sei einer Polizeistreife kurz nach Mitternacht aufgefallen.

Fachkräfte-Zuwanderung wegen Corona deutlich gebremst

07:23 Uhr: Die dringend benötigte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Nicht-EU-Ausland ist wegen der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) deutlich gebremst worden.

"Wir sehen nicht die Entwicklung, die wir uns gewünscht haben, aber auch keine komplette Abebbung – nach einem Einbruch im Frühjahr zeigt die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte, dass die Prozesse laufen", sagte die beim Bundesamt zuständige Abteilungsleiterin, Corinna Wicher.

Es gebe Ausreisesperren in einigen Ländern, häufig seien Botschaften nur eingeschränkt arbeitsfähig, teilweise sogar geschlossen. "Zum Teil sind die Länder auch darauf erpicht, ihr Personal im Land zu behalten", sagte Patrick Schmidtke vom Bundesamt. Das gelte unter anderem für Bedienstete aus dem Gesundheits- und Pflegebereich.

Es gebe trotzdem Einreisen gerade von Krankenschwestern oder Pflegekräften nach Deutschland. Von Januar bis September 2020 wurden ca. 4.500 Visa in diesem Bereich erteilt. "Davon, dass wir sagen könnten, das beschleunigte Fachkräfteverfahren findet seine volle Entfaltung, davon sind wir in der Tat aber noch weit entfernt", sagte Schmidtke.

Das Interesse bei Arbeitgebern in Deutschland sei nach wie vor da. Die Zahl der Zugriffe auf eine Hotline des Bamf sei gerade explodiert. Auf der anderen Seite habe die Bundesregierung ihre für das Frühjahr geplante Kampagne zur Anwerbung von Personal im Ausland zunächst zurückstellen müssen.

Corona-Impfungen in Deutschland: Das ist die Impf-Reihenfolge

Das Bundesgesundheitsministerium hat bekannt gegeben, wer zuerst eine Corona-Impfung erhalten soll. Dabei wird in drei Prioritäten unterteilt.

Höchstwert: 1.188 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

06:40 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.188 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht.

Außerdem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand von 1.129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Bei der Interpretation der Fallzahlen sei weiter zu beachten, dass in den Wochen um Weihnachten und den Jahreswechsel vermutlich weniger Menschen einen Arzt aufsuchten, weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt wurden, hieß es vom RKI.

Auch die Angaben für die 7-Tage-Inzidenz sind mit Vorsicht zu bewerten - so lange, bis belastbare Zahlen sieben einzelner Tage vorliegen. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, wie es auf Anfrage hieß. Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 17. Januar zu gewinnen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100,000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen bei 136,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 297,6 und Thüringen mit 256,9. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 73,5.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.866.887 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 38.795. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.494.100 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,92 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

Erstmals über 4.000 Corona-Tote an einem Tag in den USA gemeldet

06:20 Uhr: In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle erstmals über die Marke von 4.000 gestiegen. Dies geht aus Daten des COVID Tracking Projects hervor. Demnach starben am Donnerstag 4.033 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Zudem wurden 266.197 Neuinfektionen verzeichnet.

Das COVID Tracking Project wurde im vergangenen Frühjahr beim Magazin "The Atlantic" begonnen und sammelt Daten zur Corona-Pandemie in den USA. Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore für den Donnerstag lagen am Freitagmorgen (MEZ) zunächst noch nicht vor. Für Mittwoch hatte die JHU 3.865 Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet, der bis dahin höchste Wert innerhalb von 24 Stunden.

Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen war laut JHU am Samstag mit 297.491 binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 365.000 Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet liegt rund ein Dutzend Länder höher als die USA.

100 Jahre alter Rosinenbomber-Pilot nach Corona "fast wieder normal"

05:05 Uhr: Der 100 Jahre alte Rosinenbomber-Pilot Gail Halvorsen hat sich nach Angaben seiner Tochter Denise Williams von einer Corona-Infektion weitgehend erholt.

"Er hat immer noch Husten, aber kommt wieder zu Kräften. Es geht ihm sehr gut und wir sind sehr dankbar", teilte Williams am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit. "Er scheint fast wieder sein normales 100-jähriges Selbst zu sein." Er wollte sich für die vielen Genesungswünsche, auch aus Deutschland, bedanken.

Zum Zeitvertreib würde er unter anderem die Glückwunschbriefe zu seinem runden Geburtstag lesen und die Nachrichten verfolgen. Die Ausschreitungen am Kapitol in Washington hätten ihn betroffen gemacht. Ihr Vater hoffe, dass es mit Einigkeit vorwärtsgehe, teilte Williams mit.

Der im US-Bundesstaat Utah lebende ehemalige US-Pilot, der unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, war im Oktober 100 Jahre alt geworden, Mitte Dezember erkrankte er an COVID-19. Er wurde von seiner Familie zu Hause gepflegt.

Halvorsen hatte zu den Piloten gehört, die wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg das von sowjetischen Truppen abgeriegelte West-Berlin über Monate aus der Luft unter anderem mit Lebensmitteln und Kohle versorgten.

Es war seine Idee, bei der Berliner Luftbrücke auch Süßigkeiten für die Kinder abzuwerfen. Als "Candy Bomber" wurde der junge Pilot, der inzwischen 24 Enkel und Dutzende Urenkel hat, zum Symbol für die Hilfsaktion.

SPD will als Lehre aus Coronakrise Soziales stärken

04:30 Uhr: Die SPD im Bundestag will Forderungen nach fairen Löhnen, mehr Innovationen und Realisierung der Ganztagsbetreuung für Kinder ins Zentrum ihrer Politik stellen.

Das geht aus einer Beschlussvorlage für den Abschluss einer zweitägigen Fraktionsklausur an diesem Freitag in Berlin hervor. In einer Vorlage, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt, stehen Vorhaben über den Wandel in der Arbeitswelt, Zukunftstechnologien und die Einbindung Deutschlands in Europa. Die Zukunft sieht die SPD-Fraktion außerdem in einem solidarischen und starken Europa. Dieser Zusammenhalt soll sich auch in den transatlantischen Beziehungen widerspiegeln.

Von der Wahl des gewählten US-Präsidenten Joe Biden erwartet die SPD einen Neustart. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will am Morgen mit Fraktionschef Rolf Mützenich sowie den Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans vor die Presse treten.

Studie: Geruchssinn häufiger bei mildem COVID-Verlauf eingeschränkt

03:59 Uhr: Ein gestörter Geruchssinn oder gar dessen vollständiger Verlust gehört zu den häufigsten Symptomen einer Infektion mit SARS-CoV-2. Besonders oft betroffen sind offenbar Patienten mit mildem Erkrankungsverlauf, so das Fazit einer europäischen, im Fachblatt "Journal of Internal Medicine" vorgestellten Studie.

Während die meisten Erkrankten nach durchschnittlich drei Wochen wieder riechen können, berichten einige noch Monate später von gestörten Sinneswahrnehmungen.

In die Untersuchung der Wissenschaftler um den Mediziner Jerome Lechien von der Universität Paris-Saclay gingen Daten von 2581 COVID-19-Patienten aus 18 europäischen Krankenhäusern ein, die von März bis Juni 2020 erhoben wurden.

Basierend auf einer Befragung kamen Riechstörungen in der Gruppe mit milden Verläufen bei 85,9 Prozent, bei den moderaten Fällen bei 4,5 Prozent und in der Gruppe mit ernsthaften bis kritischen Verläufen bei 6,9 Prozent vor.

Im Durchschnitt dauerte es nach Auskunft der Betroffenen gut drei Wochen, bis sie wieder normal riechen konnten. Fast ein Viertel der Erkrankten gab an, selbst nach 60 Tagen noch einen gestörten Geruchssinn gehabt zu haben.

"Die olfaktorische Dysfunktion ist bei leichten COVID-19-Formen häufiger als bei mittelschweren bis schweren Formen, und 95 Prozent der Patienten erlangen ihren Geruchssinn sechs Monate nach der Infektion wieder", so das Fazit der Forscher.

Sie vermuten, dass die Störung des Geruchssinns vor allem bei mild Erkrankten auf eine im Vergleich zu schwerer Erkrankten unterschiedliche Antwort des Immunsystems zurückzuführen sein könnte. Eine weitere Möglichkeit sei, so die Autoren, dass das Virus die Nervenzellen im Riechkolben schädige. Zur Klärung müssten weitere Analysen durchgeführt werden.

Göring-Eckardt: Regierung muss mehr gegen Corona-Infektionen bei der Arbeit tun

03:15 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat an die Bundesregierung appelliert, mehr zur Verhinderung von Corona-Infektionen am Arbeitsplatz zu unternehmen. "Vor allem Großraumbüros sind Risikogebiete", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben).

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) müsse deshalb "ein deutliches Signal an uneinsichtige Arbeitgeber" senden, die ohne dringende Notwendigkeit das Arbeiten von Zuhause aus verweigerten.

Die bisherige "halbherzige Bitte" der Bundesregierung an die Arbeitgeber, Homeoffice zu ermöglichen, reiche nicht aus: "Es muss endlich klar gemacht werden, dass - wo immer es möglich ist - ein Recht auf Homeoffice gilt", betonte die Grünen-Politikerin.

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern das Arbeiten daheim ohne dringenden Grund verweigerten, verletzten die Fürsorgepflicht und den Arbeitsschutz und riskierten ein Bußgeld.

"Es ist brandgefährlich, dass die Bundesregierung sich nicht traut, mehr zur Verhinderung von Infektionen am Arbeitsplatz zu unternehmen", sagte Göring-Eckardt. Es dürfe nicht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern überlassen werden, sich das Recht auf die Arbeit von Zuhause aus "mühsam zu erkämpfen".

Großbritannien verlangt negativen Corona-Test vor Einreise

02:10 Uhr: Für Einreisen nach England ist von kommender Woche an ein negativer Corona-Test vorgeschrieben. Alle Reisenden, die mit dem Flug, Zug oder Schiff eintreffen, müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps in der Nacht zum Freitag mitteilte.

Mit der Maßnahme soll die Verbreitung neuer Corona-Varianten unterbunden werden.Wer keinen Test nachweisen kann, muss auf der Stelle 500 Pfund (gut 550 Euro) Strafe zahlen.

Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer, Kinder unter elf Jahren und Einreisen aus Irland. Die Ankündigung betrifft nur England, aber ähnliche Maßnahmen für die anderen Landesteile Wales, Schottland und Nordirland sollen folgen.

"Wir haben bereits bedeutende Maßnahmen getroffen, um importierte Fälle von COVID-19 zu verhindern, aber angesichts der internationalen Verbreitung neuer Virusstämme müssen wir weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen", sagte Shapps. Tests vor der Abreise seien eine weitere Abwehrmaßnahme, zusätzlich zur verpflichtenden Selbstisolation nach der Einreise aus einem anderen Land.

Wegen des Lockdowns in Großbritannien gibt es derzeit ohnehin nur wenig internationalen Reiseverkehr. Viele andere Länder verlangen bereits seit längerem einen negativen Corona-Test als Voraussetzung für eine Einreise.

Mehr als 200.000 Corona-Tote in Brasilien

01:18 Uhr: In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten die Marke von 200.000 überschritten. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Donnerstag (Ortszeit) hervor.

Im Vergleich zum Vortag wurden 1.524 neue Todesfälle registriert, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 200.498 stieg. Es kamen zudem 87.843 Neuinfektionen hinzu - seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich laut Ministerium damit 7.961.673 Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 an.
Nur in den USA wurden bislang mehr Tote als in Brasilien registriert, nach den USA und Indien verzeichnet das größte und bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika die meisten Infektionen.

Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist flächenmäßig 24 Mal so groß wie Deutschland. Die Zahlen der Todesfälle und der Neuinfektionen waren zwischenzeitlich zurückgegangen und Corona-Maßnahmen gelockert worden.
Nun könnte sich das Szenario aus dem Frühjahr wiederholen, als viele Krankenhäuser und Friedhöfe an ihre Grenzen gelangten. Zugleich steht Brasilien immer noch ohne Impfkampagne für die Bevölkerung da. Nachdem Präsident Jair Bolsonaro das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile auch eine Impfung in Zweifel.

Schärfere Corona-Regeln in Hamburg in Kraft getreten

00:01 Uhr: Als erstes Bundesland hat Hamburg um Mitternacht eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft gesetzt. Die Gesundheitsbehörde veröffentlichte die geänderten Regeln am Donnerstagabend im Internet.

Demnach müssen die Hamburger ab Freitag ihre Kontakte weiter einschränken. So dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt.

Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr. Im benachbarten Niedersachsen soll die Kontaktbeschränkung auf zwei Personen erst ab Sonntag, in Schleswig-Holstein ab Montag gelten.

Der verschärfte Lockdown ist bis Ende Januar befristet. Die Länder setzen mit den neuen Verordnungen die Beschlüsse der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Dienstag in Landesrecht um. Ziel ist es, die weiter hohen Infektionszahlen in den Griff zu bekommen.

Alle Corona-Meldungen vom 7. Januar zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.