• Mit 26 Spielern im Kader darf Joachim Löw die EM bestreiten. Am 1. Juni muss er der UEFA sein endgültiges Aufgebot nennen.
  • Mit dabei im vorläufigen Kader sind die Rückkehrer Thomas Müller, Mats Hummels und Kevin Volland.
  • Für den Bundestrainer ist es das siebte und letzte Turnier. Unabhängig von dessen Ausgang hat er bereits seinen Rücktritt erklärt.

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14:09 Uhr: Die letzte Frage ist gestellt, die letzte Antwort gegeben (zum Verzicht auf die Dortmunder Nico Schulz und Julian Brandt seitens des Sport1-Chefreporters Patrick Berger), die laut Löw einfach zu selten gespielt und ihr Potenzial abgerufen hätten. Danke für Ihre Geduld und Ihr Interesse. Auf ein interessantes Bundesliga-Finale und eine spannende EM. Auf bald! Bleiben Sie uns gewogen!

14:07 Uhr: "Manchmal weiß ich gar nicht, welcher Spieler bei den Turnieren welche Rückennummer hat", erwidert Löw auf Günter Kleins Frage nach den Rückennummern von Müller und Hummels. Deren Nummern (13 und 5) seien ja inzwischen schon mehr oder minder fest in anderen Händen. Für Löw spiele es aber "keine Rolle", wer welche Nummer trage. "Damit beschäftige ich mich nicht."

14:02 Uhr: Laut Löw hätte er Reus nominiert, wenn es körperlich für den BVB-Kapitän gepasst hätte. Er habe aber "im Flow, im Gleichgewicht" sein müssen, um voll leistungsfähig zu sein. Er dürfe keine körperlichen Probleme mit sich herumschleppen. Nach dieser kraftraubenden Saison habe er aber auch nach eigener Einschätzung "nicht der Energiegeber sein können, den wir uns alle wünschen".

14:00 Uhr: Aufgrund seiner Corona-Infektion steht noch ein Fragezeichen hinter der Fitness von Toni Kroos: "Wir gehen davon aus, dass es der Toni schafft. Es sind ja noch ein paar Wochen. Aber es gibt einen Plan B", so Löw. Der Bundestrainer sei auf einen möglichen Ausfall vorbereitet.

13:58 Uhr: Für die Berufung von Jamal Musiala spreche im Vergleich mit dem anderen Youngster Florian Wirtz die größere internationale Erfahrung. "Jamal hat viele sehr gute Spiele bei den Bayern gemacht, ist torgefährlich und stark im Eins-gegen-Eins. Es ist keine Entscheidung gegen Florian Wirtz. Er wird seinen Weg machen. Er ist in seinem Jahrgang außergewöhnlich gut."

13:56 Uhr: Was bedeutet die Rückholung Müllers und Hummels für die Hierarchie? "Im März während des Lehrgangs habe ich mit dem einen oder anderen Spieler über deren Rückkehr gesprochen." Löw betont, dass sich eine Hierarchie auch während eines Turniers entwickle und herauskristallisiere. Löw erwähnt Goretzka, Gündogan und Kimmich, auch Neuer und Kroos. Es sei nicht gut, wenn sich die Verantwortung nur auf zwei oder drei Spieler verteile. Lahm, Schweinsteiger, Klose, Mertesacker und Khedira seien auch erst über Jahre in diese Rollen hineingewachsen. Dafür müsse der Spieler kein Lautsprecher sein. Es käme auf Einfluss, Respekt und Anerkennung bei den Kollegen an. "Die Verantwortungen werden verteilt. Das ist gut für unsere Mannschaft. Es soll niemanden in seiner Entwicklung und in seinem Wachsen hemmen."

13:52 Uhr: "Auch bei Julian Draxler war die Enttäuschung groß", führt Löw aus. "Er war seit der WM 2014 bei jedem Turnier dabei. Ich hatte mit ihm immer ein gutes Verhältnis. Julian hat extrem gute Fähigkeiten. Er hat aber in den letzten zwei, drei Jahren relativ wenig regelmäßig gespielt. Das war eine schwierige Entscheidung. Er hat aber nicht immer sein Potenzial gezeigt. Er muss in Paris dauerhaft eine andere Rolle finden. Er war völlig zu Recht enttäuscht. Wir kennen und schätzen ihn von dem, was er kann."

Thomas Müller, Nations League, Deutschland, Niederlande, Gelsenkirchen, 2018/19
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EM 2021: So sieht der deutsche Kader aus

26 Spieler durfte Bundestrainer Joachim Löw für sein EM-Aufgebot nominieren. Wir zeigen, wer es ins Aufgebot geschafft hat.

13:50 Uhr: Löw geht auf die Inhalte des Trainingslagers ein: "Die Intensität wird in der Vorbereitung hochgefahren. Inhaltliche Themen sind die defensive Ordnung und die offensiven Möglichkeiten. Und, bei einem Turnier viel stärker als bei Länderspielen, sind Standardsituationen ein Schwerpunkt." Zu Müller und Hummels sagt Löw nochmals: "Sie sind sehr integrativ in ihrer Persönlichkeit, kennen die meisten Spieler in- und auswendig. Wir kennen uns viele Jahre, die ganze Bandbreite der Emotionen. Da gibt es keine Berührungsängste. Unser Verhältnis war nach der Ausbootung nicht gestört. Beide Spieler bedeuten mir viel. Wir erwarten von den beiden Führung und die Übernahme von Verantwortung. Dieser Prozess wird in den kommenden Wochen durch bestimmte Maßnahmen vorangetrieben - um loszulegen und durchzuhalten bis zum Ende."

13:45 Uhr: Die Linkslastigkeit des deutschen Aufgebots in der Abwehr erklärt Löw mit "unterschiedlichen Spielertypen. Der Linksfuß war uns für unsere Varianten im Spiel wichtig. Wenn wir Druck machen und Flanken hereinbringen müssen."

13:42 Uhr: Löw geht auf eine "Stammplatzgarantie" für Hummels und Müller ein. "Klar, dass ich von ihnen gewisse Dinge erwarte. Wir sind überzeugt, dass beide der Mannschaft helfen können. Sie haben Selbstbewusstsein getankt in diesem Jahr und bringen es mit, zudem bringen sie ihre Erfahrung mit. Sie spielen in unseren Gedanken eine wesentliche Rolle."

13:41 Uhr: 100 Medienkollegen seien akkreditiert.

13:40 Uhr: Die Presserunde beginnt.

13:38 Uhr: Löw schildert "Freud und Leid" im Rahmen der Nominierung. Freude und Erleichterung seien bei den Spielern zu spüren, die Löw am Telefon über ihre Berufung hat informieren dürfen. "Es gibt aber auch Absagen. Wenn man dann zum Hörer greift, dann kann man sich vorstellen, dass bei manchen Spielern eine Welt zusammenfällt und eine große Enttäuschung vorherrscht. Manchmal ist es schwierig als Trainer, plausible Erklärungen abzugeben. Das tut weh. Da spürt man Emotionen und Enttäuschung. Ich weiß, wie weh man den Spielern in diesem Moment tut. Sie sind zwei Jahre dabei, fokussiert auf ein Turnier. Da kann ich mich in den Spieler hineinversetzen."

13:33 Uhr: Hofmann ist dankbar für "kreative Fragen" aus der bunten Runde, vor allem von Kindern. Herkömmliche Interviews seien oft "steif".

13:29 Uhr: Die Frage nach der Vorbereitung auf die EM kommt. Hofmann: "Wir sind heiß auf das Turnier, heiß darauf, es weit zu bringen. Aber jeder Verein will das Spiel, das wir noch vor der Brust haben (in der Bundesliga, Anm.d.Red.) erst noch erfolgreich bestreiten. Wir spielen gleich gegen eine große Mannschaft, die große Qualität hat", verweist Hofmann auf den EM-Auftaktgegner Frankreich. Da müssten die deutschen Spieler sofort da sein.

13:26 Uhr: Jonas Hofmann, aus Mönchengladbach zugeschaltet, betont die "Wertschätzung", die er spüre, obwohl er der Nationalelf noch nicht so lange angehöre. Der Mittelfeldspieler, der auch schon für Dortmund, Hoffenheim und Mainz kickte, gehörte nicht unbedingt zu den erwarteten Spielern im EM-Kader.

13:25 Uhr: "Der Marco und ich hatten ein ganz offenes Gespräch", so Löw. Er betont die Energieleistungen und Kraftanstrengungen, mit denen sich der Dortmunder in den vergangenen Jahren immer wieder aufgrund zahlreicher schwerer Verletzungen zurückgekämpft hat. "Er ist ein bisschen müde nach der Energieleistung in dieser Saison. Eine Pause wäre für seinen Körper gut." Bei der EM aber seien "viel Energie und eine hohe Intensität" gefragt. "Ich bedanke mich bei Marco für seine Offenheit und seine offenen Worte. Wir hätten ihn gerne dabei gehabt. Er ist ein großartiger Fußballer. Aber wir respektieren Marcos Entscheidung, aufgrund der Geschichte, die Marco hat."

13:21 Uhr: Neuer bedauert Reus' freiwillige Absage: "Für die Mannschaft ist es schade. Aber die intensiveren Gründe kennt der Trainer aus den Gesprächen mit Marco."

13:21 Uhr: Neuer antwortet auf die Frage, was er hätte werden wollen, wäre er nicht Profifußballer. "Ich hätte vielleicht die medizinische Richtung eingeschlagen oder nach meinem Abitur Sport studiert in Köln."

13:19 Uhr: Die Fragerunde läuft prima. Die Menschen, vor allem auch die jungen, genießen es, endlich einmal so direkt mit Löw und Neuer verbunden zu sein und fragen zu dürfen, was sie schon immer mal fragen wollten.

13:15 Uhr: Neuer wird nach seinem schönsten Moment auf dem Fußballplatz gefragt. "Was die Nationalmannschaft betrifft, ist es die WM 2014 in Brasilien. Das war ein einmaliges Erlebnis. Es war eine Truppe mit einem tollen Staff. Das war ein Erlebnis, das uns das ganze Leben lang prägen wird."

13:14 Uhr: Löw verweist auf die immer erreichten ersten Plätze in Qualifikationen. "Das Ziel für die Mannschaft, den Trainer und den DFB ist immer, dass wir wieder den ersten Platz in der Qualifikation einnehmen." Eine Qualifikation sei aber immer schwerer zu händeln als ein Turnier. "Das hilft, was das Einspielen und den Teamgeist betrifft."

13:13 Uhr: Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums in Rheinbach fragen sich, warum Löw einmal mit der Nationalmannschaft große Erfolge hat, und dann wieder nicht.

13:09 Uhr: Der engagierte Fragesteller aus Frankfurt an der Oder ist großartig. Er sorgt sich um Neuers Mittelfuß. Der versichert, ohne medikamentöse Einnahme spielen zu können.

13:08 Uhr: Manuel Neuer wird aus dem Trainingslager in Grassau zugeschaltet.

13:07 Uhr: Bei der EM brauche es jeweils auch Spielglück, betont Löw, und Spieler, die jeweils auf Top-Level agierten. Wehmut oder Abschiedsschmerz spüre er angesichts seines bevorstehenden Rücktritts nach dem Turnier nicht.

13:03 Uhr: Über Jerome Boateng sei gesprochen worden. Die Trainer hätten sich über den Weltmeister Gedanken gemacht. "Doch wir haben uns dafür entschieden, nur Mats Hummels zu holen, weil wir auch andere Spieler haben. Jerome aber ist eine großartige Persönlichkeit und über Jahre ein großartiger Spieler", formuliert Löw seinen Respekt vor dem Bayern-Verteidiger.

13:02 Uhr: Die Spieler, so spürt es Löw, hätten "Bock" auf die Nationalmannschaft, freuten sich, an einem Turnier wie der EM teilzunehmen. "Wir zählen nicht zu den absoluten Favoriten. Das sind Frankreich oder andere Nationen. Diese Ausgangsposition aber belastet uns nicht. Jedes Spiel ist ein K.-o.-Spiel. Deshalb ist es unglaublich wichtig, die Gruppenphase zu überstehen." Es dürfe nicht der Fehler gemacht werden, "an den zweiten oder den dritten Schritt zu denken. Wir müssen jedes Spiel so angehen, als sei es das wichtigste Spiel. Dann können wir in einen Flow kommen, und dann ist alles möglich."

12:59 Uhr: "Wir wollen eine Mannschaft, die vor Ehrgeiz und Energie sprüht", wünscht sich Löw eine Mannschaft, die "alles investiert, Werte verkörpert und sich mit den Fans identifiziert." Diese Fans haben doch in den vergangenen Jahren der DFB-Elf in Teilen deutlich den Rücken gekehrt.

EM 2021: Der Kader von Deutschland

Tor:

  • Manuel Neuer (1986), FC Bayern München
  • Bernd Leno (1992), FC Arsenal
  • Kevin Trapp (1990), Eintracht Frankfurt

Abwehr:

  • Matthias Ginter (1994), Borussia Mönchengladbach
  • Niklas Süle (1995), FC Bayern München
  • Antonio Rüdiger (1993), FC Chelsea
  • Mats Hummels (1988), Borussia Dortmund
  • Robin Gosens (1994), Atalanta Bergamo
  • Robin Koch (1996), Leeds United
  • Lukas Klostermann (1996), RB Leipzig
  • Marcel Halstenberg (1991), RB Leipzig
  • Christian Günter (1993), SC Freiburg

Mittelfeld/Angriff:

  • Emre Can (1994), Borussia Dortmund
  • Toni Kroos (1990), Real Madrid
  • Joshua Kimmich (1995), FC Bayern München
  • Leon Goretzka (1995), FC Bayern München
  • İlkay Gündoğan (1990), Manchester City
  • Jamal Musiala (2003), FC Bayern München
  • Florian Neuhaus (1997), Borussia Mönchengladbach
  • Thomas Müller (1989), FC Bayern München
  • Kai Havertz (1999), FC Chelsea
  • Jonas Hofmann (1992), Borussia Mönchengladbach
  • Serge Gnabry (1995), FC Bayern München
  • Leroy Sané (1996), FC Bayern München
  • Timo Werner (1996), FC Chelsea
  • Kevin Volland (1992), AS Monaco

Trainer:

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Der Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft für die EM 2021 (die. siehe Grafik, eigentlich schon 2020 hatte stattfinden sollen. Dies verhinderte die Corona-Pandemie).

12:54 Uhr: Kevin Vollands Rückkehr beruhe auf den vielen Toren für den AS Monaco und auf der "Physis und dem Durchsetzungsvermögen. Er kann unser Aufgebot mit seiner Torgefahr bereichern."

12:53 Uhr: Mittelfeld und Angriff mit Havertz, Gündogan, Goretzka, Can, Kimmich, Kroos, Volland, Werner, Hofmann, Gnabry, Müller, Sane, Musiala und Neuhaus.

12:52 Uhr: Der Freiburger Christian Günter ist eine der Überraschungen, noch eher als Hummels.

12:50 Uhr: Abwehr: Süle, Günter, Klostermann, Hummels, Rüdiger, Gosens, Ginter, Halstenberg, Koch.

12:49 Uhr: Löw bedauert den Ausfall ter Stegens. "Er hat bei Barcelona großartige Leistungen gezeigt." Doch die Patellasehne des früheren Gladbachers muss operativ behandelt werden.

12:48 Uhr: Der Kader: Im Tor Neuer, Leno und Trapp.

12:47 Uhr: Alle Spieler aber müssten hinsichtlich der Motivation und des Teamgeists bei Laune gehalten werden.

12:46 Uhr: Löw hält die Entscheidung für 26 Spieler für "vernünftig. Diese Regelung macht Sinn. Wir haben aber dieses Mal darauf verzichtet, noch mehr Spieler mitzunehmen. 26 Spieler reichen aus. Die Herausforderungen sind gegeben, dass es weiterhin nur 23 Spieler auf den Spielberichtsbogen schaffen. Drei Spieler werden bei den jeweiligen Spielen auf der Tribüne sitzen."

12:45 Uhr: Grittner erwähnt die neue Kaderstärke. Aus Rücksicht auf die Corona-Lage dürfen 26 Spieler im Kader stehen.

12:43 Uhr: Herausforderung sei gewesen, "mit dieser Pandemie umzugehen. Aufgrund der ganzen Situation sind die Dinge nicht alle so zum Abschluss gekommen, wie das vorgesehen war." Der eingeleitete Umbruch konnte so nicht vollständig zu Ende gebracht werden. "Manche Spieler hatten überhaupt keine Sommerpause. Im Winter ist auch durchgespielt worden." Stichwort: Belastungssteuerung. "Wir waren aber in der glücklichen Lage, unseren Beruf auszuführen."

12:41 Uhr: Wichtig sei, die Positionen doppelt zu besetzen, das Anforderungsprofil für jede Position zu formulieren, ausgerichtet an der Spielphilosophie. Und es geht auch um die Chemie in der Mannschaft, um die "Frusttoleranz" der Spieler. Dazu kämen die aktuelle Form und Verletzungen, um dann Entscheidungen "im Sinne des Erfolges" zu treffen.

12:40 Uhr: Löw berichtet davon, dass es natürlich durch Corona schwierig gewesen sei, Spiele im Ausland zu besuchen, um Spieler zu beobachten.

12:38 Uhr: Löw beschreibt eine "intensive Zeit". Eineinhalb Jahre lang habe das Trainerteam analysiert, Spiele beobachtet, die Vorbereitung logistisch und inhaltlich geplant. Alles sei nochmal auf den Kopf gestellt worden, jeder Stein umgedreht: "Um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen und alles dem Erfolg unterzuordnen."

12:37 Uhr: Ein eingespieltes Filmchen ("Durchs Schlüsselloch") zum Trainerteam soll dessen Brainstorming bezüglich des EM-Kaders zeigen.

12:36 Uhr: Grittner erinnert auch an die Benimm-Regeln im Rahmen des DFB-EM-Chats.

12:35 Uhr: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich in die Konferenz einschalten und über ein Modul Fragen stellen.

12:34 Uhr: Auch Bierhoff und Torwarttrainer Andreas Köpke sind anwesend.

12:34 Uhr: Ein "Hallo" von Löw.

12:33 Uhr: Heute werde, laut Grittner, nur über Fußball geredet, ausnahmsweise, was den DFB angeht.

12:33 Uhr: Er parliert zunächst über Videokonferenzen in Zeiten Coronas. Der DFB habe ein Experiment gestartet und begrüßt 6.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, virtuell.

12:32 Uhr: Pressesprecher Jens Grittner eröffnet die Veranstaltung. Auch Löw sitzt bereits auf dem Podium.

12:31 Uhr: Erster Gegner der deutschen Mannschaft ist im Übrigen der 2016er Finalverlierer Frankreich, Weltmeister seit 2018.

12:31 Uhr: Jeden Moment müsste es losgehen. Dann erfahren wir, wer Deutschlands Farben zwischen dem 11. Juni und dem 11. Juli vertritt.

12:29 Uhr: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der EM (erstes Turnier 1960) findet sie diesmal in ganz Europa statt. Eine prima Idee, deren logistischer Aufwand sich aber mit der Corona-Pandemie nicht verträgt. Deshalb erfolgte im vergangenen Sommer auch die Absage des Turniers. Und eine echte Atmosphäre kommt dich irgendwie nur auf, wenn ein Land das Turnier ausrichtet, oder? Von Zuschauerverboten wegen Ansteckungsgefahr mal ganz abgesehen.

12:26 Uhr: Um tolle Bilder bei Ihnen nochmal hochzuholen: 1972 gewann die deutsche Elf die EM im Brüsseler Endspiel gegen die damalige Sowjetunion, 1980 folgte der Triumph in Rom gegen Belgien, durch zwei Tore des heutigen HSV-Trainers Horst Hrubesch. Und 1996 in London vergaß sich Siegtorschütze Oliver Bierhoff, der nach der blamablen EM 2004 Manager der Nationalmannschaft wurde, als er sich im Jubelrausch seines Trikots entledigt. Das ist nunmehr 25 Jahre her!

12:21 Uhr: Das 1:2 zuletzt in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien hat das Vertrauen der Fans in die Leistungsfähigkeit der Nationalelf weiter erschüttert. Das Ansehen des Teams ist ungefähr so tief im Keller wie jenes (und das ist kein Wortspiel gewesen) des DFB-Präsidiums ... Die Vorfreude auf die EM kommt eher schleppend, und bei manchen Anhängern ist es wie bei einstigen Stammwählern: Sie haben immer Deutschland angefeuert, sind aber jetzt auf der Suche nach Turnieralternativen ...

12:16 Uhr: Es ist wie zu Weihnachten: Der abgeschickte Wunschzettel ist bekannt, was sich aber unter Schleife und Papier verbergen, nicht... Zumindest noch nicht alles.

12:11 Uhr: Wahrscheinlich wird sich Löw - anders als vor anderen Turnieren - Tränen der Spieler ersparen, die vor dem Trainingslager im Kader standen, um dann vor der Abreise ins Austragungsland heimgeschickt zu werden. Hieße, er nominiert heute tatsächlich die maximal von der UEFA zugelassene Zahl von 26 Akteuren. Wobei die Geschichten der jeweils in letzter Sekunde rasierten Spieler immer legendär sind ...

12:06 Uhr: Traditionell wird es einen starken Bayern-Block geben: von Manuel Neuer im Tor über Verteidiger Niklas Süle und Antreiber Joshua Kimmich bis hin zu Leon Goretzka, Talent Jamal Musiala und den Stürmern Thomas Müller, Serge Gnabry und Leroy Sané. Die Dominanz des deutschen Rekordmeisters war nie ausgeprägter als derzeit. Neun Meistertitel in Serie und 31 insgesamt sprechen für sich. Die Bayern sind Klub-Weltmeister, noch auch amtierender Sieger der Champions League. Nur der WM-Titel 1954 war nicht von Bayern-Spielern geprägt. Damals dominierte der heutige Drittligist 1. FC Kaiserslautern in der Nationalmannschaft.

11:59 Uhr: Unabhängig davon, wem Löw letztlich bei der EM sein Vertrauen schenkt, und auch unabhängig von den mageren Darbietungen der Mannschaft während und nach der WM 2018: Deutschland muss sich als dreimaliger Europameister und ob seiner Historie immer mit einem hohen Erwartungsdruck auseinandersetzen - auch aus den eigenen Reihen. Die Spieler wollen nichts anderes, als Löw mit dem Titel zu verabschieden. Weltmeister war er ja schon, 2014. Bei der EM aber fehlte 2008 (Finale), 2012 (Halbfinale) und 2016 (Halbfinale) aus deutscher Sicht immer ein Quäntchen.

11:50 Uhr: Da Marc-André ter Stegen sich im Sommer einem Eingriff am Knie unterzieht, muss Löw auch auf der Position hinter Stammtorwart Manuel Neuer umdisponieren. Doch wenn auf einer Position in Deutschland niemals Mangel an Weltklasseathleten herrschte, dann zwischen den Pfosten. Generationen erstklassiger Keeper beendeten ihre Karrieren ohne oder mit einer lächerlichen Zahl an Länderspieleinsätzen, da es solide und widerstandsfähige Stammtorhüter in der Nationalmannschaft gab.

11:44 Uhr: Müllers Rückkehr gilt als sicher, auch Mats Hummels wird aller Voraussicht nach zur Stabilisierung der Abwehr sein Comeback geben. Bleibt abzuwarten, wer heute zu Löws unerwartetem Häschen aus dem Zylinder wird. Der Klassiker ist immer noch David Odonkor, der es in letzter Minute zur WM 2006 schaffte, um dann mit seiner entscheidenden Flanke auf Oliver Neuville im zweiten Gruppenspiel gegen Polen den Status der sportlichen Unsterblichkeit zu erreichen.

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11:40 Uhr: Welchen Weg Hans-Dieter Flick, der als sicherer Nachfolger seines ehemaligen Chefs Löw auf dem Posten des Bundestrainers gilt, einschlagen wird, bleibt abzuwarten. Und die künftige Strategie hinsichtlich der Besetzung des Nationalteams hängt auch vom Ausgang der EM aus deutscher Sicht ab.

11:38 Uhr: Noch bevor Müllers Rückkehr ins Nationaldress offiziell ist, läuft die Diskussion um seinen endgültigen Abschied. Im Alter von dann 33 Jahren ist auch Müllers Teilnahme an der umstrittenen WM in Katar vorstellbar - wenn denn Müller seine Leistung auf dem derzeitigen Niveau zu konservieren weiß.

10:51 Uhr: Thomas Müllers bevorstehende Rückkehr in die Nationalmannschaft ist eines der großen Tagesthemen. Der frühere Nationalspieler Mario Basler zweifelt an dieser Maßnahme: "Ich weiß nicht, ob es der richtige Schritt oder das richtige Zeichen ist für die jungen Spieler, wenn ich einen Spieler zurückhole, den ich die letzten Jahre nicht dabeihatte", sagte der Europameister von 1996 der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Basler fügte hinzu: "Ich würde es nicht machen." Müller habe zwar eine "tolle Saison" gespielt. Der 31-Jährige aber nehme "einem anderen Spieler den Platz", weg, "der vielleicht die letzten Jahre dabei war, der sich auch große Hoffnungen gemacht hat. Wir haben gute Nachwuchsspieler, wir haben gute junge Spieler. Ich glaube, dass wir trotz allem auch ohne Müller, ohne Hummels und ohne Boateng eine gute Nationalmannschaft hätten."

10:44 Uhr: Ein weiterer Comeback-Kandidat war Dortmunds Kapitän Marco Reus. Der oft von Verletzungen zurückgeworfene Fußballer des Jahres 2019 bestach auf der Zielgeraden der ablaufenden Saison mit konstant starken Leistungen. Zuletzt empfahl er sich mit zwei Torvorlagen im DFB-Pokalendspiel. Der BVB schlug RB Leipzig auch wegen Reus' Leistung deutlich mit 4:1.

Reus aber gab auf seinem Instagram-Account am Tag vor der Kadernominierung bekannt, von sich aus auf eine EM-Teilnahme zu verzichten. Die Saison habe viel Kraft gekostet, so Reus. Nachdem er mit dem BVB in einem "sehr intensiven Jahr" die Saisonziele erreicht habe, wolle er seinem "Körper Zeit zu geben, um sich zu erholen. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da ich immer voller Stolz bin, wenn ich für mein Land auflaufen darf."

In den letzten Tagen verdichteten sich die Anzeichen, dass Löw Bayern Münchens Thomas Müller und Borussia Dortmunds Mats Hummels quasi "begnadigt". Die beiden Weltmeister hatte Löw am Ende des blamabel verlaufenen WM-Jahres 2018 aussortiert und seitdem nicht mehr berufen.

Hier finden Sie den Spielplan der EM zum Herunterladen und Ausdrucken

EM-Kadernominierung im Live-Ticker: Endgültige Meldung am 1. Juni

Die endgültige Meldung des Aufgebots an die UEFA muss am 1. Juni erfolgen. Löw darf aufgrund der Corona-Pandemie 26 Spieler nominieren. Bisher waren lediglich 23 erlaubt.

Herzlich willkommen, liebe Fußballfans. Mit Spannung wird Joachim Löws Entscheidung erwartet: Der Bundestrainer gibt heute ab 12:30 Uhr bekannt, welche Spieler es in den vorläufigen Kader für die EM geschafft haben.