• Hier finden Sie die wichtigsten News vom 12. Februar zum Nachlesen
  • 15:39 Uhr: Goldserie hält: Skeleton-Pilotin Neise Olympia-Siegerin
  • 14:00 Uhr: Skispringer Geiger gewinnt Olympia-Bronze
  • 12:50 Uhr: ➤ Schwerer Sturz überschattet Premiere der Snowboardcrosser
  • 09:26 Uhr: Deutsche Langlauf-Staffel holt überraschend Silber
  • 08:28 Uhr: IOC verurteilt Drohungen im Dopingfall Walijewa - Sprecher mit skurrilem Ratschlag
  • 06:32 Uhr: Schwere Vorwürfe gegen Trainer und Athlet des US-Snowboard-Teams

Tagebuch zu Olympia 2022 in Peking hier aktualisieren

➤ Schwerer Sturz überschattet Premiere der Snowboardcrosser

Die Olympia-Premiere des Mixed-Teamevents der Snowboardcrosser ist von einem schweren Sturz überschattet worden. Der Wettbewerb fand zeitweise bei dichtem Schneetreiben statt und musste unterbrochen werden, nachdem die Australierin Belle Brockhoff im Viertelfinale schwer gestürzt war.

Mit dem Rettungsschlitten wurde Brockhoff abtransportiert, anschließend wurde sie in eine Klinik gebracht. "Sie ging ziemlich hart zu Boden. Ich hoffe, es geht ihr gut", sagte Brockhoffs Teamkollege Cameron Bolton zu Channel 7.

Kurz darauf twitterte das australische Olympia-Team die erlösende Nachricht: CT und MRT ergaben nichts, die Athletin sei "aus der Halskrause raus" und kehre schon bald ins Dorf der Athleten zurück.

Unterdessen hatten sich Lindsey Jacobellis und Nick Baumgartner aus den USA die Gold-Medaille gesichert. Silber gewann Italien mit Michela Moioli/Omar Visintin, Bronze sicherten sich Meryeta Odine und Eliot Grondin aus Kanada.

Das deutsche Team ging leer aus: Martin Nörl und Jana Fischer wurden Fünfte. Als Dritte ihres Halbfinals hatten sie es nicht in das Finale der besten vier Teams geschafft. Im kleinen Finale fuhren sie dann aber die Bestzeit. "Ein kleiner Trost ist das auf jeden Fall", sagte die 22 Jahre alte Fischer. "Wir können mit einem besseren Gefühl nach Hause fahren als nach den Einzelrennen."

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Eistänzer Müller/Dieck verfehlen Kür-Finale um einen Platz

16:00 Uhr: Die Dortmunder Eistänzer Katharina Müller und Tim Dieck sind bei ihrem Olympia-Debüt in Peking knapp an der Qualifikation für das Kür-Finale gescheitert. Mit 65,47 Punkten in den Rhythmischen Tänzen verfehlten sie am Samstag mit dem 21. Platz den Endkampf der 20 besten Paare. Die zweimaligen deutschen Meister hatten das Pech, bei der Auslosung die undankbare Startnummer eins zu bekommen und zuerst auf das Eis zu müssen.

Hinzu kam das Handicap, dass Tim Dieck nach der Ankunft in China als Corona-Kontaktperson in der Wettkampf-Vorbereitung Einschränkungen hinnehmen musste. "Das ganze hat mich ins Negative gedrückt. Ich habe aber versucht, es in positive Energie umzuwandeln", sagte er.

Die viermaligen Weltmeister und fünfmaligen Europameister Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron machten den ersten Schritt zum angestrebten Olympiasieg. Mit 90,83 Punkten übernahmen die Franzosen die Führung. Als Zweite gehen die Europameister Wiktoria Sinizina/Nikita Kazalapow aus Russland mit 88,85 Punkten in die Kür am Montag. Dritte wurden die amerikanischen Eistänzer Madison Hubbell/Zachary Donohue mit 87,13 Punkten.

Goldserie hält: Skeleton-Pilotin Neise Olympia-Siegerin

15:39 Uhr: Die deutsche Goldserie im olympischen Eiskanal von Yanqing hält an. Hannah Neise wurde am Samstag bei den Winterspielen in China als erste deutsche Skeleton-Pilotin Olympiasiegerin. Die 21-Jährige aus Winterberg gewann nach vier Läufen mit 0,62 Sekunden Vorsprung vor der Australierin Jaclyn Narracott. Bronze sicherte sich die Niederländerin Kimberly Bos vor Tina Hermann vom WSV Königssee. Zuvor hatten die deutschen Athleten alle vier Rodel-Wettbewerbe und Weltmeister Christopher Grotheer als erster Deutscher Skeleton-Gold gewonnen.

Skispringer Geiger gewinnt Olympia-Bronze

14:00 Uhr: Karl Geiger hat die olympische Bronzemedaille im Skispringen gewonnen. Der 29-Jährige musste sich am Samstag im Wettbewerb von der Großschanze nur dem Norweger Marius Lindvik und dem Japaner Ryoyu Kobayashi geschlagen geben. Auf der gigantischen Anlage im chinesischen Zhangjiakou sprang Geiger zweimal 138 Meter weit. Mit seinem dritten Platz sicherte er dem Männer-Team von Bundestrainer Stefan Horngacher die erste Medaille bei diesen Winterspielen. Im Einzel von der Normalschanze hatte die Mannschaft enttäuscht, im Mixed-Wettbewerb war Deutschland nach der Disqualifikation von Katharina Althaus ausgeschieden.

Langlauf-Olympiasiegerin Nystad: "Freue mich von Herzen für Mädels"

13:15 Uhr: Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin Claudia Nystad hat das Staffel-Silber von Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sofie Krehl bei den Olympischen Winterspielen in Peking als großen Erfolg bezeichnet. "Ich freue mich von Herzen für die Mädels. Als Außenstehende habe ich eine ähnliche Gruppendynamik ausgemacht, wie wir sie damals bei unserem Olympiasieg 2002 in Salt Lake City hatten. Es ist ein junges, dynamisches Team", sagte die mit sechs Olympia-Medaillen sowie fünf WM-Plaketten dekorierte erfolgreichste deutsche Langläuferin der Deutschen Presse-Agentur. Und ergänzte: "Ich hoffe, dass der Langlauf nun wieder in der Öffentlichkeit präsenter wird."

Die mittlerweile im österreichischen Ramsau lebende Nystad gehörte unter ihrem Mädchennamen Claudia Künzel sowohl zur Goldstaffel in Salt Lake City mit Manuela Henkel, Viola Bauer und Evi Sachenbacher-Stehle als auch zum Bronze-Quartett von Sotschi 2014 mit Nicole Fessel, Steffi Böhler und Denise Herrmann. Diese Medaille war bis zum Samstag die bislang letzte für DSV-Langläufer bei Großereignissen gewesen.

Deutschem Eishockey-Team gelingt erster Sieg - Nur 3:2 gegen China

12:00 Uhr: Nach der Lektion gegen Kanada hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ihren ersten Sieg bei den Olympischen Winterspielen von Peking gefeiert. Die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm besiegte am Samstag den als Außenseiter gehandelten Gastgeber China 3:2 (2:0, 1:1, 0:1) und wahrte damit die theoretische Chance auf den Gruppensieg. Im abschließenden Spiel der Vorrunde trifft Deutschland am Sonntag auf die nach zwei Partien noch ungeschlagenen USA.

Die deutsche Führung durch Daniel Pietta (10. Minute) wurde nach Videobeweis noch aberkannt. Doch dann sorgten Marcel Brandt (14.), Korbinian Holzer (17.) und Dominik Kahun (25.) mit ihren Treffern für eine kleine Wiedergutmachung des ernüchternden 1:5 gegen Kanada zum Auftakt. Für China schoss Parker Foo (40.) das erste Tor in der olympischen Geschichte, Taylor Wong (49.) verkürzte in Überzahl gar auf einen Treffer. Sein erstes Gruppenspiel hatte China noch 0:8 gegen die USA verloren.

Keine Medaillen für deutsche Biathleten im Sprint - Bö siegt

11:40 Uhr: Die deutschen Biathlon-Herren müssen weiter auf eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen in China warten. Im Sprint war Benedikt Doll am Samstag mit Platz acht erneut der beste deutsche Starter. Der Ex-Weltmeister hatte nach einem Schießfehler 1:05,0 Minuten Rückstand auf Olympiasieger Johannes Thingnes Bö aus Norwegen. Im Einzel hatte Doll zuvor Rang sechs in Zhangjiakou belegt.

Bö gewann nach zehn Kilometern in 24:00,4 Minuten, Silber sicherte sich Einzel-Olympiasieger Quentin Fillon Maillet aus Frankreich 25,5 Sekunden dahinter. Bronze ging an Bös Bruder Tarjei mit 38,9 Sekunden Rückstand. Roman Rees lag auf Rang 17 1:23,9 Minuten zurück, obwohl er fehlerfrei schoss. Auch Philipp Nawrath und Johannes Kühn kamen als 22. und 33. nicht in die Nähe der Top-Ränge, qualifizierten sich aber für das Verfolgungsrennen der ersten 60 an diesem Sonntag.

Walijewas Trainerin ist von Unschuld überzeugt und vermutet "ausgeklügelten Plan"

11:17 Uhr: Im Dopingfall um die 15 Jahre alte russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat Trainerin Eteri Tutberidse ihre Athletin in Schutz genommen. "Ich möchte sagen, dass ich absolut sicher bin, dass Kamila unschuldig und sauber ist", sagte Tutberidse am Samstag im russischen Staatsfernsehen. Es gebe viele Fragen und wenige Antworten. "Wir hoffen wirklich, dass die Gerechtigkeit siegen wird", erklärte die Trainerin.

Auch Russlands Sportminister Oleg Matyzin zeigte sich überzeugt davon, dass die junge Sportlerin "absolut unschuldig" sei. Er habe selbst zwei Mal mit Walijewa telefoniert, sagte Matyzin der Agentur Interfax zufolge. "In ihrer Stimme liegt Optimismus und Energie."

Das Eiskunstlauf-Ausnahmetalent Walijewa war bei den russischen Meisterschaften im Dezember positiv auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin getestet worden. Der Fall wurde aber erst nach dem Triumph der russischen Mannschaft bei den Winterspielen bekannt.

Der Internationale Sportgerichtshof Cas soll nun in Peking in einem Eilverfahren über die Aufhebung der vorläufigen Sperre von Walijewa durch die russische Anti-Doping-Agentur entscheiden. Dabei geht es auch um das Startrecht für die Topfavoritin im olympischen Damen-Einzel, das am 15. Februar beginnt. "Nach unseren Informationen wird sich das CAS-Gremium morgen mit dem Fall der Eiskunstläuferin Walijewa befassen", sagte Russlands Sportminister Matyzin am Samstag.

Es sei "sehr merkwürdig", dass Walijewas Fall erst während der Olympischen Spiele zur Sprache gekommen sei, kritisierte ihre Trainerin Tutberidse. "Entweder ist dies ein fataler Zufall oder ein gut ausgeklügelter Plan."

Uigurischer Fackelläufer für Sommerspiele 2008 sitzt im Gefängnis

10:53 Uhr: Ein uigurischer Fackelläufer, der das olympische Feuer 2008 für die Sommerspiele in Peking getragen hatte, sitzt einem Medienbericht zufolge eine 14-jährige Haftstrafe ab. Wie der US-Sender Radio Free Asia (RFA) am Samstag unter Berufung auf lokale Polizeiangaben berichtete, wird Adil Abdurehim vorgeworfen, "konterrevolutionäre Videos" geschaut zu haben.

Das einst treue Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas sitze demnach bereits seit fünf Jahren in Haft. Als Mitarbeiter des Kultur- und Sportamtes des Bezirks Saybagh in Ürümqi, der Hauptstadt der Region Xinjiang, habe Adil das olympische Feuer 2008 durch seinen Stadtteil getragen, berichtete RFA.

Die Nachricht folgt auf den Auftritt der uigurischen Skilangläuferin Dinigeer Yilamujiang bei der Eröffnung der Winterspiele in Peking, wo sie mit dem Nordischen Kombinierer Zhao Jiawen die olympische Flamme entzündet hatte. Ihr Einsatz wurde als "politische Show" der chinesischen Führung kritisiert, um internationale Vorwürfe über eine Unterdrückung der muslimischen Minderheit zurückzuweisen.

Hunderttausende muslimische Uiguren sind Menschenrechtlern zufolge in Xinjiang in Umerziehungslager gesteckt worden. Es gibt Berichte über Folter, Misshandlungen und ideologische Indoktrinierung.

Verwirrung um Aufstellung: Eishockey-Team wieder mit Niederberger

09:44 Uhr: Vor dem zweiten Olympia-Vorrundenspiel der deutschen Eishockey-Auswahl gegen China hat es Verwirrung um die Aufstellung gegeben. Bundestrainer Toni Söderholm vertraute erneut auf Mathias Niederberger im Tor. Das twitterte der Deutsche Eishockey-Bund am Samstag vor dem Spiel und korrigierte damit die offizielle Aufstellung der Veranstalter, die zunächst im National Indoor Stadium in Peking verteilt worden war. Demnach hätte überraschend Danny aus den Birken spielen sollen. Tatsächlich sitzt der Torhüter des EHC Red Bull München drei Tage vor seinem 37. Geburtstag aber auf der Bank.

Ein Torhüterwechsel wäre durchaus denkbar gewesen, da Niederberger vom deutschen Meister Eisbären Berlin zum Auftakt beim 1:5 gegen Kanada am Donnerstag nicht gut ausgesehen hatte. So änderte Söderholm sein Team notgedrungen aber nur auf einer Position: Für den verletzten Abwehrspieler Marco Nowak rutscht Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg ins Line-Up.

Nowak war gegen Kanada nach einem Check gegen seinen Kopf früh ausgeschieden. Beim 31 Jahre alten Verteidiger der Düsseldorfer EG muss offenbar zunächst eine Gehirnerschütterung ausgeschlossen werden, ehe er wieder spielen kann.

Deutsche Langlauf-Staffel holt überraschend Silber

09:26 Uhr: Die deutschen Skilangläuferinnen haben bei den Olympischen Winterspielen überraschend die Silbermedaille mit der Staffel gewonnen. Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sofie Krehl mussten sich am Samstag im chinesischen Zhangjiakou nur der russischen Staffel geschlagen geben. Das Quartett von Teamchef Peter Schlickenrieder bescherte den deutschen Langläuferinnen und Langläufern die erste Medaille bei Winterspielen seit 2014. Damals hatte die Frauen-Staffel mit Stefanie Böhler, Denise Herrmann, Nicole Fessel und Claudia Nystad Bronze gewonnen. Diesmal wurden die Schwedinnen Dritte.

IOC verurteilt Drohungen im Dopingfall Walijewa - Sprecher mit skurrilem Ratschlag

08:28 Uhr: Nach angeblichen Drohungen gegen britische Journalisten wegen ihrer Berichterstattung im Dopingfall der Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat das IOC zur Mäßigung aufgerufen. "Wir sollten alle eine Beruhigungspille nehmen, wie man sagte, als ich jünger war", sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, am Samstag bei den Winterspielen in Peking. Zuvor hatten mehrere britische Reporter berichtet, sie seien wegen ihrer Veröffentlichungen zum positiven Dopingtest bei der russischen Team-Olympiasiegerin Walijewa massiv im Internet bedroht und teils auch von Medienvertretern aus Russland attackiert worden.

Da in Walijewa eine 15-Jährige im Zentrum des Falles stehe, gebe es "alle möglichen Streitpunkte", gab Adams zu bedenken. "Es ist nicht hinnehmbar, dass das in Drohungen und Gewalt umschlägt, wenn es denn so war", sagte der IOC-Sprecher. Man bitte alle, die Ruhe zu bewahren. "Auch untereinander ist es wichtig, dass wir die olympischen Werte des Respekts beachten", sagte Adams.

Eiskunstlauf-Wunderkind Walijewa war bei den russischen Meisterschaften im Dezember positiv auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin getestet worden. Der Fall wurde aber erst nach dem Triumph der russischen Mannschaft bei den Winterspielen bekannt.

Der Internationale Sportgerichtshof Cas soll nun in Peking in einem Eilverfahren über die Aufhebung der vorläufigen Sperre von Walijewa durch die russische Anti-Doping-Agentur entscheiden. Dabei geht es auch um das Startrecht für die Topfavoritin im olympischen Damen-Einzel, das am 15. Februar beginnt.

Junges US-Eishockeyteam gewinnt bei Olympia auch gegen Kanada

07:29 Uhr: Die USA haben in der deutschen Olympia-Vorrundengruppe überraschend auch das Eishockey-Prestigeduell gegen Kanada gewonnen. Am Samstag besiegten die US-Talente in Peking die Kanadier 4:2 (2:1, 1:1, 1:0). Damit genügt den USA am Sonntag (14.10 Uhr/ARD und Eurosport) gegen Deutschland ein Punkt, um die Gruppe zu gewinnen und sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Die Amerikaner sind bei den Winterspielen wegen des coronabedingten Olympia-Verzichts der NHL zum Großteil mit Collegespielern angetreten.

Russlands Eishockey-Frauen im Olympia-Viertelfinale ausgeschieden

07:23 Uhr: Das corona-gebeutelte Frauen-Eishockeyteam Russlands hat bei den Olympischen Winterspielen in Peking das Halbfinale verpasst. Am Samstag verloren die ohne fünf Spielerinnen angetretenen Russinnen 2:4 (0:0, 1:1, 1:3) gegen die Schweiz, die 2014 in Sotschi Bronze gewonnen hatte. Alina Müller schoss kurz vor dem Ende die entscheidenden beiden Tore für die Schweizerinnen, die im Gegensatz zu Kanada und Finnland zuvor als Gegnerinnen Russlands nicht mit Schutzmasken spielten. Der vierte Schweizer Treffer fiel ins leere Tor, als die Russinen ihre Torhüterin Waleria Merkuschewa zugunsten einer weiteren Spielerin vom Eis genommen hatten.

In den vergangenen Tagen hatte es im russischen Team zahlreiche Corona-Fälle gegeben. Weil bei der Vorrundenpartie gegen Kanada zudem die Corona-Tests nicht rechtzeitig vorgelegen hatten, hatten die Spielerinnen beider Teams mit Masken gespielt. Aus Furcht vor einer Infektion hatten auch die Finninen später Masken getragen.

Reimer warnt angesichts Eishockey-Aufschwungs: "Luft wird dünner"

06:38 Uhr: Olympia-Silbermedaillengewinner Patrick Reimer hat vor der Fallhöhe im deutschen Eishockey angesichts der Aufschwungs in den vergangenen Jahren gewarnt. "Die Luft wird immer dünner, umso weiter man nach oben kommt. Wir stehen jetzt auf einem sehr, sehr, sehr guten fünften Platz in der Weltrangliste. Wobei es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen kann", sagte der 39 Jahre alte Rekordscorer der Deutschen Eishockey Liga in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Reimer war vor vier Jahren als Stürmer in Pyeongchang mit dabei, als Deutschland mit dem Gewinn der olympischen Silbermedaille der bisher größte Erfolg in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bundes gelungen war. Im vergangenen Jahr war Deutschland zudem zum ersten Mal seit elf Jahren wieder in ein WM-Halbfinale eingezogen. "Wenn wir uns in den höheren Regionen etablieren wollen, darf sich niemand auf dem aktuellen Erfolg ausruhen", sagte Reimer. "Es wird gute Nachwuchsarbeit geleistet, und es ist viel Selbstvertrauen bei den Talenten vorhanden. Doch wir müssen es hinbekommen, dass es insgesamt noch nachhaltiger wird."

Schwere Vorwürfe gegen Trainer und Athlet des US-Snowboard-Teams

06:32 Uhr: Der amerikanische Ski- und Snowboardverband untersucht Medienberichten zufolge das mögliche Fehlverhalten eines seiner Trainer und eines seiner Athleten. Beide gehören dem US-Snowboardcross-Team bei den aktuell laufenden Olympischen Winterspielen in China an. Dem Trainer werde langjähriges sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen, dem Athleten der Gebrauch rassistischer Sprache. Das berichtet unter anderen die US-Nachrichtenagentur AP.

Die frühere amerikanische Snowboardcrosserin Callan Chythlook-Sifsof schrieb auf Instagram, der Trainer habe unter anderem Nacktfotos von Sportlerinnen gemacht, und der Athlet sich mehrfach rassistisch geäußert. Sie könne keine weiteren Olympischen Spiele verfolgen, ohne das öffentlich zu machen, so die 32-Jährige.

Er sei "auf die jüngsten Vorwürfe aufmerksam gemacht worden", teilte der amerikanische Ski- und Snowboardverband auf dpa-Nachfrage mit. "Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst und die Vorwürfe werden untersucht", hieß es. Gegen wen sich die Untersuchungen richten und welchen Hintergrund sie genau haben, teilte der Verband nicht mit.

Dopingfall: IOC mahnt Ermittlungen im Umfeld von Walijewa an

05:19 Uhr: Im Dopingfall der Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat sich das Internationale Olympische Komitee für Ermittlungen auch im Umfeld der 15-Jährigen ausgesprochen. "Wir würden da eine harte Linie begrüßen. Auf die Entourage sollte in diesem und allen anderen Fällen geschaut werden", sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Samstag in Peking. Zum Umfeld von Sportlern seien zum Beispiel Trainer, Ärzte und Eltern zu zählen. "Das ist bei einigen früheren Fällen übersehen worden", sagte Adams. Die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur würden diesen Aspekt nun auch in den Fokus nehmen.

Team-Olympiasiegerin Walijewa war bei den russischen Meisterschaften im Dezember positiv auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin getestet worden. Der Fall wurde aber erst nach dem Triumph der russischen Mannschaft bei den Winterspielen bekannt. Da Walijewa noch minderjährig ist, sind auch Trainerin Eteri Tutberidse sowie die Betreuer und Mediziner der Athletin in den Blickpunkt geraten. Sollte einem Coach oder Betreuer nachgewiesen werden, dass sie einem Minderjährigen verbotene Substanzen verabreicht haben, sind mehrjährige Sperren möglich.

Der Internationale Sportgerichtshof Cas soll in Peking in einem Eilverfahren über die Aufhebung der vorläufigen Sperre von Walijewa durch die russische Anti-Doping-Agentur entscheiden. Dabei geht es auch um das Startrecht für die Topfavoritin im olympischen Damen-Einzel, das am 15. Februar beginnt. Ein Urteil werde rechtzeitig gefällt, versicherte IOC-Sprecher Adams. Den Termin der Verhandlung werde man aber nicht bekanntgeben. "Wir wollen, dass es so schnell wie möglich gelöst wird", sagte Adams.

Nowak nach Check gegen Kopf: Faire Geste von Gegenspieler O'Dell

05:16 Uhr: Eishockey-Nationalspieler Marco Nowak hofft nach seiner Verletzung gegen Kanada zum Auftakt der Olympischen Winterspiele, in Peking noch einmal spielen zu können. "Ich werde alles dafür tun, der Mannschaft auf dem Eis helfen zu können", schrieb der 31 Jahre alte Verteidiger der Düsseldorfer EG am Samstag bei Instagram. "Ob und wie ich mitwirken kann, das wird sich wohl alles sehr kurzfristig entscheiden."

Nowak war am Donnerstag beim 1:5 unmittelbar vor dem ersten Gegentor hart von Gegenspieler Eric O'Dell gecheckt und am Kopf getroffen worden. Der nicht unfaire Check war nicht geahndet worden, Nowak konnte indes mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung nicht weiterspielen. "Die Situation ist einfach verdammt unglücklich gelaufen", meinte Nowak zwei Tage später. "Man passt einen Bruchteil einer Sekunde nicht auf - und da ist es passiert."

Nowak machte O'Dell keinen Vorwurf und zeigte sich erfreut, dass der Kanadier sich nach dem Spiel bei ihm gemeldet und gute Besserung gewünscht habe. "Solch faire Gesten sind es, die unseren Sport ausmachen", meinte Nowak.

Platz fünf: Snowboardcrosser Nörl und Fischer verpassen Medaille

05:02 Uhr: Martin Nörl und Jana Fischer haben die ersehnte erste Medaille für das deutsche Snowboard-Team bei den Olympischen Winterspielen in China verpasst. Die beiden Snowboardcrosser wurden bei der Olympia-Premiere des Mixed-Teamevents im Schneetreiben von Zhangjiakou am Samstag Fünfte. Als Dritte ihres Halbfinals hatten sie es nicht in das Finale der besten vier Teams geschafft. Im kleinen Finale fuhren sie dann aber die Bestzeit. "Ein kleiner Trost ist das auf jeden Fall", sagte die 22 Jahre alte Fischer. "Wir können mit einem besseren Gefühl nach Hause fahren als nach den Einzelrennen."

Gold ging an die USA mit Lindsey Jacobellis und Nick Baumgartner. Die 36 Jahre alte Jacobellis war bereits im Einzel Olympiasiegerin geworden. Silber gewann Italien mit Michela Moioli/Omar Visintin, Bronze sicherten sich Meryeta Odine und Eliot Grondin aus Kanada.

Den deutschen Snowboardern drohen nach einigen Enttäuschungen in den vergangenen Tagen damit medaillenlose Spiele. "Insgesamt sind wir mit der Ausbeute nicht zufrieden und haben die Zielstellung nicht erreicht", sagte Sportdirektor Andreas Scheid. Für die Crosser sei der fünfte Platz aber "ein versöhnlicher Abschied von den Spielen".

Nörl war nach seinen drei Weltcup-Siegen im Januar als Führender der Gesamtwertung und einer der großen Gold-Favoriten nach China gereist, im Einzel dann aber früh gescheitert. Genau wie Fischer, die infolge einer im November erlittenen Schultereckgelenksprengung erst Ende Januar in den Weltcup zurückgekehrt war. Auch die mit Medaillenambitionen angetretenen Raceboarder Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister waren im Parallel-Riesenslalom früh ausgeschieden.

In den Freestyle-Disziplinen hat man sich laut Sportdirektor Scheid durch die achten Plätze von Annika Morgan im Slopestyle und André Höflich in der Halfpipe bislang "gut präsentiert". In den noch ausstehenden Big-Air-Events sind die Deutschen aber eher Außenseiter.

Quarantäne endet nicht: Kombinierer Frenzel und Weber warten weiter

04:29 Uhr: Die beiden Nordischen Kombinierer Eric Frenzel und Terence Weber müssen nach ihren positiven Corona-Tests weiterhin in Quarantäne bleiben und um ihren Einsatz bei den Olympischen Winterspielen bangen. "Es ist leider weiterhin so, dass sich die Werte sehr stabil halten in einem Rahmen, der hier in China eine Freigabe für den Sport noch nicht zulässt", sagte Mannschaftsarzt Stefan Pecher am Samstag in Zhangjiakou.

Körperlich gehe es beiden Sportlern "sehr gut", sagte er. "Die Quarantäne-Bedingungen sind annehmbar." Mental sei die Situation "natürlich schwieriger". Frenzel und Weber waren bei ihrer Einreise in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die beiden Leistungsträger hatten das Einzel von der Normalschanze, in dem Teamkollege Vinzenz Geiger die Goldmedaille gewann, bereits verpasst. Am Dienstag steht zunächst der Einzel-Wettkampf von der Großschanze an, am Donnerstag folgt zum Abschluss die Team-Entscheidung. "Wir sind weiterhin guter Hoffnung - natürlich sind Eric Frenzel und Terence Weber auch guter Hoffnung - noch teilnehmen zu können", sagte Pecher. Als Ersatzmann stünde Manuel Faißt bereit, der zu den Winterspielen nachgereist ist.

Dopingjäger Tygart: Fehler im Fall Walijewa "unentschuldbar"

03:17 Uhr: Im Fall der russischen Olympiasiegerin Kamila Walijewa sieht US-Dopingjäger Travis Tygart schwere Versäumnisse. Die Verzögerungen bei der Analyse des Dopingtests der Eiskunstläuferin vom Dezember "hätten nie passieren dürfen", sagte der Chef der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada bei "Yahoo Sports". Der positive Befund auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin war nach Angaben der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada erst am 7. Februar, also kurz nach dem olympischen Team-Wettbewerb, vom Stockholmer Testlabor übermittelt worden. Dies sei "unentschuldbar" und ein "katastrophaler Fehler des Systems", schimpfte Tygart.

Die Rusada hatte die aktuelle Corona-Situation und erkranktes Laborpersonal als Gründe für die Verzögerungen bei der Auswertung des Tests genannt. Das glaube er nicht für eine Sekunde, versicherte Tygart. "Schickt es doch an ein anderes Labor, wenn so etwas auftritt", fügte der Doping-Ermittler hinzu, der einst auch den Radstar Lance Armstrong überführt hatte.

Für gewöhnlich würden Anti-Doping-Behörden solche Testauswertungen vor großen Wettbewerben sogar beschleunigen, um Szenarien wie nun bei den Winterspielen zu verhindern. Wegen des Dopingfalls Walijewa ist offen, ob die russische Mannschaft das Team-Gold behalten darf und ob die Topfavoritin eine Starterlaubnis für das Damen-Einzel erhält.

Die Rusada hatte die am 8. Februar verhängte vorläufige Sperre gegen die 15 Jahre alte Eiskunstläuferin einen Tag später nach einem Einspruch Walijewas wieder aufgehoben. Dagegen legte die Internationale Test-Agentur im Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees Berufung ein. Auch die Welt-Anti-Doping-Agentur geht gegen die Rusada-Entscheidung vor. Der Internationale Sportgerichtshof Cas will nun in einem Eilverfahren ein Urteil fällen.

Dimitri Peskow, Kreml, Sprecher, Russland, Moskau, Pressekonferenz, 2022
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