• 14:52 Uhr: ➤ Skeletonpilot protestiert bei Olympia: "Kein Krieg in der Ukraine"
  • 12:49 Uhr: Jamaika legt die "Cool Runnings"-Geschichte mit einem Ski-Pionier neu auf
  • 10:52 Uhr: Chinesisches Olympia-OK kann Wintersportbegeisterung statistisch messen
  • 09:18 Uhr: Snowboard-Ikone Shaun White kann nach seinem letzten Lauf die Tränen nicht zurückhalten
  • 08:22 Uhr: Mikaela Shiffrin berichtet nach ihren olympischen Aussetzern von einem Albtraum

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➤ Skeletonpilot protestiert bei Olympia: "Kein Krieg in der Ukraine"

Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewitsch hat bei den Winterspielen in China eine politische Botschaft gegen einen möglichen Krieg in seiner Heimat gesendet.

Nach dem dritten Lauf am Freitag zeigte der 23-Jährige im Zielbereich des Eiskanals von Yanqing einen selbst gebastelten Zettel in den Landesfarben der Ukraine mit der Aufschrift "No war in Ukraine" ("Kein Krieg in der Ukraine") in die Kameras. Politische Botschaften sind Sportlern bei olympischen Wettkämpfen untersagt.

In der Ukraine wächst seit Wochen die Sorge um einen Einmarsch Russlands. Dessen Präsident Wladimir Putin hatte mehr als 100.000 Soldaten an der russischen Grenze zur Ukraine aufmarschieren lassen.

Moskau bestreitet jegliche Absicht einer Invasion bisher. Für möglich wird auch gehalten, dass die russische Seite Ängste schüren will, um die Nato zu Zugeständnissen bei Forderungen nach Sicherheitsgarantien zu bewegen.

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US-Eishockey-Frauen nur mit Mühe im Halbfinale - Kanada siegt 11:0

17:12 Uhr: Nur nach viel Mühe spielen die Eishockey-Frauen der USA auch bei den Olympischen Winterspielen in Peking wieder um die Medaillen. Beim 4:1 (0:0, 1:1, 3:0) gegen Tschechien hatte der Olympiasieger von 2018 am Freitag im Viertelfinale trotz drückender Überlegenheit erhebliche Probleme.

"Das Spiel war extrem ernüchternd", sagte die erste amerikanische Torschützin Hilary Knight. "Am Ende ging es darum, einfach im Turnier zu überleben, und das haben wir geschafft."

Immer wieder scheiterte der große Favorit an der tschechischen Torhüterin Klara Peslarova und kam lange Zeit nur durch Knight (26. Minute) und Lee Stecklein (47.) zu Treffern. Erst Savannah Harmon (57.) in Überzahl und Schofield Coyne (60.) machten in den letzten Minuten des Spiels alles klar. Vor dem vierten Tor hatten die Tschechinnen Plesarova zugunsten einer weiteren Angreiferin vom Eis genommen.

Der Außenseiter war durch Michaela Pejzlova (25.) gar in Führung gegangen. Die USA machte es sich zudem immer wieder durch unnötige Strafzeiten schwer.

Die Amerikanerinnen stehen durch den knappen Sieg als erstes Team im Olympia-Halbfinale, das am Montag ausgetragen wird. Seitdem Frauen-Eishockey 1998 olympisch wurde, gab es bislang noch nie einen anderen Olympiasieger als Kanada oder die USA.

Die Kanadierinnen spielten am Abend deutlich ambitionierter und fertigten Schweden 11:0 (4:0, 5:0, 2:0) ab. Sarah Fillier schoss dabei drei Treffer. Schwedens Torhüterin Emma Söderberg blieb nach neun Gegentoren in der zweiten Drittelpause draußen. Ihre Vertreterin Ida Bomann kassierte im Schlussdrittel nur noch zwei Gegentore.

Historischer Doppelsieg! Deutschland holt Gold und Silber im Skeleton

15:45 Uhr: Christopher Grotheer ist der erste deutsche Olympiasieger im Skeleton. Der Oberhofer raste bei den Winterspielen in Peking am Freitag nach vier Läufen vor dem Oberbärenburger Axel Jungk und dem Chinesen Yan Wengang zur Goldmedaille.

Es waren die ersten Medaillen für die deutschen Skeleton-Männer auf der olympischen Bühne. Der dritte deutsche Starter Alexander Gassner belegte Platz acht.

Mehr dazu lesen Sie hier: Deutschland holt Gold und Silber im Skeleton

Skisprung-Teammanager Hüttel: Mixed-Affäre wird Konsequenzen haben

15:16 Uhr: Die von zahlreichen Disqualifikationen überschattete olympische Mixed-Premiere im Skispringen wird nach Meinung des deutschen Teammanagers Horst Hüttel zu Konsequenzen führen. Er habe mit Sandro Pertile, dem Skisprung-Renndirektor des Weltverbandes Fis, gesprochen.

"Ich bin da sicher, dass es da ein paar Umstellungen geben wird", sagte er am Freitag in der ARD am Rande des Qualifikationsspringens zur Entscheidung von der Großschanze in Zhangjiakou.

Beim Mixed-Wettbewerb waren am Montag fünf Springerinnen wegen nicht regelkonformer Anzüge von den Kontrolleuren disqualifiziert worden. Darunter war auch Katharina Althaus.

Das deutsche Team verpasste den zweiten Durchgang und die erhoffte Medaille. In die Kritik gerieten neben dem Weltverband auch die Materialkontrolleure Mika Jukkara aus Finnland und Agnieszka Baczkowska aus Polen.

Hüttel regte eine Reform der Kontrollen an. Er könne sich vorstellen, dass das "Prozedere nach oben verlagert wird".

Wer dann grünes Licht für den Sprung habe, "der ist auch saved". Danach könne keine Disqualifikation mehr stattfinden. "Ich denke, das ist für die Zuschauer und die Athleten interessanter anzuschauen."

Das deutsche Männer-Quartett will sich jetzt erst einmal ganz auf die Einzel-Entscheidung von der Großschanze am Samstag (12:00 Uhr/ZDF und Eurosport) und auf den Mannschafts-Wettbewerb am Montag (12:00 Uhr/ARD und Eurosport) fokussieren und nicht mehr über die Umstände beim Mixed-Springen nachdenken. "Da macht es wenig Sinn, da noch weiter nachzuhaken", meinte Hüttel.

Eiskunstläufer Seegert aus Corona-Quarantäne entlassen

14:48 Uhr: Eiskunstläufer Nolan Seegert hat bei den Winterspielen in China nach über einer Woche die Corona-Quarantäne verlassen. Wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mitteilte, zog der Berliner am Freitag ins Olympische Dorf.

Dort wird er nun als Kontaktperson behandelt, bleibt vom Team weiterhin separiert. Allerdings darf Seegert mit seiner Partnerin Minerva Haase trainieren und am Wettkampf teilnehmen. Die Entscheidung im Paarlauf fällt am 18. und 19. Februar.

Seegert war bei der Einreise nach China positiv auf das Coronavirus getestet worden und befand sich seit dem 2. Februar in Quarantäne. Dadurch war das deutsche Eiskunstlauf-Team ohne Paar bei der ersten Entscheidung der Spiele gestartet und hatte von zehn Mannschaften den neunten Platz belegt.

Schulting erneut Olympiasiegerin über 1.000 Meter

14:16 Uhr: Die niederländische Shorttrackerin Suzanne Schulting hat wie vor vier Jahren in Pyeongchang Olympia-Gold über 1.000 Meter geholt. In Peking setzte sich die achtmalige Weltmeisterin vor der Südkoreanerin Choi Minjeong und Hanne Desmet aus Belgien durch.

Favoritin Schulting hatte am Montag bereits Silber über 500 Meter gewonnen. Beim Triumph über die doppelte Distanz feierte die 24-Jährige ihren insgesamt vierten Medaillengewinn bei Winterspielen. 2018 war Schulting mit der Oranje-Staffel zu Bronze gelaufen.

Eine deutsche Starterin war über 1.000 Meter nicht dabei. Anna Seidel (Dresden) ist in Peking die einzige DESG-Teilnehmerin, sie plant einen Start über 1.500 Meter am Mittwoch.

Skeleton-Weltmeister Grotheer vor historischem Sieg

13:51 Uhr: Skeleton-Weltmeister Christopher Grotheer steht vor einem historischen Sieg. Der 29-Jährige könnte der erste deutsche Olympiasieger in dieser Sportart werden.

Nach dem dritten Lauf hat der Oberhofer 0,85 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Axel Jungk. Der Weltcup-Gesamtzweite vom BSC Sachsen Oberbärenburg fuhr am Freitag einen soliden dritten Lauf und hat 23 Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem russischen Sotschi-Olympiasieger Alexander Tretjakow, der sich von Rang fünf auf drei verbesserte.

Der Chinese Yan Wengang fiel auf Platz vier zurück. Der Winterberger Alexander Gassner, der im Oktober den vor-olympischen Test im Sliding Centre Yanging gewann, liegt vor dem abschließenden Finallauf auf Rang neun.

Lindvik gewinnt Skisprung-Quali bei Olympia - Geiger wird Zwölfter

13:45 Uhr: Karl Geiger hat sich ohne große Schwierigkeiten für den zweiten Olympia-Einzelwettkampf der Skispringer qualifiziert, sucht in China aber weiter nach seiner Topform. Der Oberstdorfer sprang in der Qualifikation von der großen Schanze am Freitag 128 Meter weit. An seinem 29. Geburtstag reichte das mit 120 Punkten zu Rang zwölf.

"Die Sprungidee habe ich jetzt mal. An der muss ich feilen, ein Gefühl kriegen und speziell wieder Selbstvertrauen kriegen", sagte Geiger. Es seien bisher für ihn "sehr, sehr zähe Spiele".

Er habe das ganze Jahr nie solche Probleme gehabt. "Da muss man wieder von vorne und von ziemlich weit unten anfangen", ergänzte der Führende in der Weltcup-Gesamtwertung.

Auch die anderen deutschen Springer sind bei der Entscheidung an diesem Samstag (12:00 Uhr/ZDF und Eurosport) dabei. Markus Eisenbichler belegte in der Qualifikation als Bester des Quartetts nach einem Sprung auf 129 Meter mit 123,3 Punkten den sechsten Platz.

"Ich bin ganz zufrieden mit der Quali und dem Training. Ich komme Schritt für Schritt immer besser in Form hier auf der Schanze", meinte er.

Sein Teamkollege Constantin Schmid wurde 19., Pius Paschke landete auf Rang 30. "Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht. Es ist noch nicht optimal, aber es ist ansehnlich ganz gut", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher über die Leistung seiner vier Springer.

Den Sieg sicherte sich der Norweger Marius Lindvik, der bei 135 Metern landete. Zweiter wurde sein Landsmann Halvor Egner Granerud (133,5 Meter), Dritter der Slowene Peter Prevc (131 Meter).

Im ersten Einzel bei den Winterspielen von der Normalschanze war Schmid als bester Deutscher Elfter geworden, Geiger hatte es nur auf Platz 15 geschafft. An der Qualifikation von der Großschanze nahmen 56 Springer teil. Nur sechs schieden aus.

Jamaika schreibt mit Alexander Olympia-Geschichte wie mit dem Bob

12:49 Uhr: Seine "Goldmedaille" hat Benjamin Alexander schon bei der Eröffnungsfeier gewonnen. Dass er im "Vogelnest" von Peking die jamaikanische Fahne tragen durfte, sei sein ganz persönlicher Olympiasieg, sagt der erste Skirennläufer von der Karibikinsel, der bei den Spielen startet. Denn dass er es so weit brachte, ist kaum zu glauben.

Alexander war ein international gefragter DJ und schon 32 Jahre alt, als er 2015 zum ersten Mal mit Schnee in Berührung kam. Er sollte für ein paar Bekannte in Kanada beim weihnachtlichen Heli-Skifahren auflegen. Als er dann die anderen auf der Piste erlebte, fing er Feuer. "Das war das Coolste, was ich je gesehen hatte."

Einige Monate später stand der in London geborene Arbeitersohn im einstigen Olympia-Ort Whistler erstmals selbst auf Skiern. Ein Naturtalent ist er nicht: Allein beim ersten "Lauf" stürzte er 27-mal. Doch als er 2018 die Spiele in Südkorea erlebte, stand sein Beschluss fest: Er würde zu Olympia fahren.

Was ihm half: Tipps von Dudley Stokes, dem Piloten des legendären jamaikanischen "Cool Runnings"-Bobs. Stokes imponierte die Ernsthaftigkeit, mit der Alexander dieser fixen Idee nachjagte. "Der Kerl wollte nicht nur in Urlaub fahren", sagt er anerkennend.

Alexanders Rennanzug, mit dem er am Samstag als "Konkurrent" von Alexander Schmid in den Riesenslalom geht, ist dem der Bobfahrer von 1988 nachempfunden. Was er sich erhofft? "Für mich ist dabei sein wirklich noch alles", sagt er, "ich gebe mich nicht der Illusion hin, auch nur in die Nähe der Top 50 zu kommen."
Aber seine "Goldmedaille" kann ihm trotzdem keiner mehr nehmen.

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Jazmine Fenlator-Victorian, links vorne, und Benjamin Alexander, rechts, führen die übersichtliche Delegation Jamaikas anlässlich der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele ins sogenannte "Vogelnest" in Peking.

Kreml spricht Olympiasiegerin Walijewa im Dopingfall Mut zu

11:41 Uhr: Der Kreml in Moskau hat Eiskunstlauf-Wunderkind Kamila Walijewa im Doping-Wirbel bei Olympia Mut und Unterstützung zugesprochen. Der Kreml unterstütze die Eiskunstläuferin ohne Wenn und Aber und wolle ihr sagen: "Kamila, versteck nicht dein Gesicht, geh überall von Stolz erfüllt", sagte Sprecher Dmitri Peskow am Freitag russischen Agenturen zufolge.

Womöglich gebe es bei den Doping-Vorwürfen ein "Missverständnis". Das müsse aufgeklärt werden.

Russland habe volles Vertrauen in die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) und das Internationale Olympische Komitee (IOC) und erwarte eine Klärung des Sachverhalts. Im Fall der 15-Jährigen sollen jetzt die Sportrichter bei Olympia in einem Eilverfahren entscheiden.

Walijewa hatte Gold mit dem Team geholt. Das IOC will aber nicht akzeptieren, dass eine vorläufige Sperre der Athletin durch Russlands Anti-Doping-Agentur aufgehoben wurde. Im Auftrag des IOC legte die Internationale Testing-Agentur (Ita) Berufung in der Sache ein.

Der Präsident des Russischen Olympischen Komitees (ROC), Stanislaw Posdnjakow, sagte, dass das Vorgehen in Peking "ernste Fragen" aufwerfe. Zwischen der Entnahme der Probe bei Walijewa am 25. Dezember in St. Petersburg und dem 8. Februar, als sie im Ausland ausgewertet worden sei, liege mehr als ein Monat.

"Nach den internationalen Standards für die Wada-Labors gilt vom Moment der Entnahme eine Frist von 20 Tagen bis zur Auswertung", sagte Posdnjakow der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. "Es ist seltsam, dass die Probe von St. Petersburg nach Stockholm praktisch einen Monat brauchte.

Das ruft ernste Fragen hervor. Es sieht so aus, als hätte jemand die Probe zurückgehalten bis zum Ende des Mannschaftswettbewerbs im Eiskunstlaufen", sagte er.

Russlands Sportminister Oleg Matyzin betonte, dass in dem Fall wie sonst auch die Unschuldsvermutung und das Recht der Athletin auf ein faires Verfahren zu gelten hätten. Russland stehe zu den Prinzipien einer Null-Toleranz gegenüber Doping.

Angeblich "beteiligen" sich mehr als 300 Millionen Chinesinnen und Chinesen am Wintersport

10:52 Uhr: Was auch immer "beteiligt" in diesem Fall heißen mag, eine beeindruckende Zahl ist es schon, die Chinas Olympia-Macher da präsentierten.

346 Millionen Chinesen hätten sich schon vor den Olympischen Spielen an Wintersportarten "beteiligt", berichtete Liu Yumin vom Organisationskomitee unter Hinweis auf Zahlen des chinesischen Statistikamtes, die sich bereits auf Oktober 2021 beziehen.

Bei der Bewerbung um die Spiele war es das erklärte Ziel der chinesischen Organisatoren, mehr Chinesen für Wintersportarten begeistern zu können. So wurde das Ziel ausgegeben, die Zahl der Wintersportler in China auf mehr als 300 Millionen zu steigern.

Shaun White kann die Tränen zum Abschied nicht zurückhalten

09:18 Uhr: Snowboard-Superstar Shaun White hat bei den Olympischen Winterspielen von Peking im letzten Wettkampf seiner ruhmreichen Karriere eine Medaille knapp verfehlt. Der 35 Jahre alte US-Amerikaner kam im Halfpipe-Finale am Freitag mit 85,00 Punkten auf den vierten Rang und blieb nach insgesamt dreimal Olympia-Gold ohne weiteres Edelmetall. White stürzte im dritten und letzten Lauf, ihm fehlten 2,25 Zähler auf den Schweizer Jan Scherrer auf dem Bronze-Rang. "Es war super emotional", sagte White. "Ich wollte eigentlich nicht weinen. Ich bin auch nicht traurig wegen des Resultats. So ist Snowboarden, das kann passieren."

Shaun White dankt unter Tränen seiner Sportart: "Snowboarden war mein Leben"

In einer Mischung aus sportlicher Enttäuschung, körperlichem Schmerz und ganz viel Stolz auf das Erreichte offenbart Snowboard-Gott Shaun White nach seinem letzten Auftritt, auch nur ein Mensch zu sein - nach so vielen unmenschlich erscheinenden Darbietungen in der Halfpipe. Ein letztes Podium bleibt dem 35-Jährigen versagt. © Eurosport

Der Japaner Ayumu Hirano (96,00 Punkte) folgte dank einer herausragenden Leistung mit höchster Schwierigkeit im letzten Lauf auf White als Olympiasieger. Silber gewann der Australier Scotty James mit 92,50 Punkten.

André Höflich (24) vom SC Kempten wurde mit 76,00 Punkten Achter und egalisierte damit das beste Olympia-Resultat eines männlichen deutschen Snowboarders in der Halfpipe. "Es ist für mich eine riesige Ehre, hier in seinem letzten Finale mit ihm dabei zu sein. Shaun war für mich schon immer ein Vorbild und Idol", sagte Höflich über White. Vor 16 Jahren hatte Christophe Schmidt bei den Spielen von Turin ebenfalls Platz acht belegt. Bei den Frauen hatte Nicola Thost 1998 in Nagano Gold gewonnen.

White hatte in der vergangenen Woche in Peking angekündigt, seine Erfolgskarriere nach diesen Spielen beenden zu wollen. "Das wird mein letzter Wettkampf sein", sagte der Kalifornier. Die Snowboard-Legende hat diesen Sport geprägt wie kein anderer. Bei den Spielen 2006, 2010 und 2018 holte White in der Halfpipe Gold, 2014 wurde er Vierter.

Shaun White vergießt zum Abschied Tränen

2006, 2010 und 2018 hieß der Olympiasieger in der Snowboard-Halfpipe Shaun White. 2022 in Peking, im Alter von 35 Jahren, war die Finalteilnahme für den 35-Jährigen nach einem verpatzten ersten Run bereits ein Erfolg. Letzten Endes landet des Idol vieler seiner jüngeren Gegner bei seinem letzten Auftritt unter den Ringen auf dem undankbaren vierten Platz. (Teaserbild: AFP/Marco Bertorello) © Eurosport

Mikaela Shiffrin quält seit verpatzten Olympia-Rennen ein Albtraum

08:22 Uhr: Selbst im Schlaf holen Ski-Superstar Mikaela Shiffrin die Enttäuschungen der ersten Olympia-Tage ein. "Ich hatte letzte Nacht einen Traum", begann die 26-Jährige am Freitag ihre Geschichte. "Der Traum hat sich immer wiederholt. Ich bin aufgewacht, eingeschlafen und habe dasselbe nochmal geträumt", berichtete die US-Amerikanerin, die in China zuvor im Slalom und Riesenslalom nach einem Fahrfehler ausgeschieden war.

"Ich habe geträumt, dass ich das fünfte Tor verpasse - Überraschung", sagte Shiffrin selbstironisch und sprach von einem "schrecklichen" Gefühl. Am Ende lief es im Super-G am Freitag nicht ganz so schlecht. Shiffrin belegte beim Sieg der Schweizerin Lara Gut-Behrami Rang neun

Titelverteidiger Russland gewinnt auch sein zweites Vorrundenspiel nur knapp

07:59 Uhr: Top-Favorit Russland hat auch sein zweites Eishockey-Spiel bei den Olympischen Winterspielen in Peking nur knapp gewonnen. Am Freitag besiegte der Olympiasieger von 2018 Olympia-Neuling Dänemark 2:0 (0:0, 1:0, 1:0). Pawel Karnauchow (29. Minute) und Kirill Semjonow sechs Sekunden vor dem Spielende ins leere dänische Netz waren die Torschützen für die Russen, die schon im ersten Spiel gegen die Schweiz (1:0) viel Mühe gehabt hatten. Dänemark hatte zum Auftakt überraschend Tschechien 2:1 geschlagen.

Wie schon vor vier Jahren sind auch in Peking erneut keine Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga NHL dabei. Russland verfügt aber über etliche internationale Top-Spieler, die in der heimischen KHL aktiv sind und früher in Nordamerika gespielt haben.

US-Eishockeyfrauen erreichen nach Rückstand mit viel Mühe das Halbfinale

07:57 Uhr: Titelverteidiger USA hat im Frauen-Eishockey bei den Olympischen Spielen in Peking mit mehr Mühe als erwartet das Halbfinale erreicht. Der zweimalige Olympiasieger bezwang Außenseiter Tschechien mit 4:1 (0:0, 1:1, 3:0), setzte sich dabei aber erst im Schlussdrittel entscheidend ab.

Der neunmalige Weltmeister geriet durch Michaela Pejzlova (25.) überraschend in Rückstand. Hilary Knight glich aber nur 48 Sekunden später aus (26.). Lee Stecklein (47.), Savannah Harmon (57.) und Kendall Coyne Schofield (60.) sorgten erst im letzten Durchgang für die Entscheidung.

Zweiter Doping-Fall der Spiele bestätigt - Witt nimmt minderjährige Walijewa in Schutz

06:37 Uhr: Die deutsche Eiskunstlauf-Legende Katarina Witt nimmt die unter Dopingverdacht stehende russische Olympiasiegerin Kamila Walijewa in Schutz und das Team der 15-Jährigen ins Visier. "Wenn überhaupt, gehören die verantwortlichen Erwachsenen für immer für den Sport gesperrt! Das was sie ihr vielleicht zugemutet haben, ist an Unmenschlichkeit nicht zu überbieten und lässt mein Sportlerherz weinen", schrieb Witt am Donnerstag bei Facebook.

"Als Athletin befolgt man den Rat seiner Vertrauten und in diesem Falle immer zuerst dem Trainer- und ärztlichem Team", sagte die Olympiasiegerin von 1984 und 1988: "Dieses junge Mädchen und Wunderkind, welches gerade die ganze Welt mit ihrer Sportlichkeit und Anmut verzaubert, ist mit ihren 15 Jahren minderjährig und sie trifft hier keine Schuld."

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Am Freitag gab die Internationale Testagentur ITA einen positiven Test Walijewas auf die verbotene Substanz Trimetazidin bekannt. Die A-Probe stammt vom 25. Dezember, dennoch hatte Walijewa am Teamwettbewerb teilgenommen und Gold mit der russischen Mannschaft gewonnen. Vor dem Sportgerichtshof CAS entscheidet sich, ob sie am Einzelwettbewerb in der kommenden Woche teilnehmen kann. Über die Medaillenvergabe in der Mannschaft entscheidet der CAS nicht.

Als erster des Dopings überführter Athlet bei den Olympischen Winterspielen in Peking hatte der Iraner Saveh Shemshaki am 9. Februar für Schlagzeilen gesorgt. Der 36-jährige alpine Skifahrer wurde von seiner dritten Olympia-Teilnahme nach einem positiven Test auf ein anaboles Steroid ausgeschlossen.

2014 in Sotschi hatte der Slalom- und Riesenslalom-Spezialist die iranische Flagge bei der Eröffnungsfeier getragen.

Olympionikin Katharina Althaus: Heimflug mit Hindernissen - sie hat wieder Probleme mit Kontrolleuren

Für Skispringerin Katharina Althaus lief die Heimreise von den Olympischen Winterspielen alles andere als optimal. Sie verpasste ihren Anschlussflug - wegen ausufernder Kontrollen, die auch ihre Medaille inspizierten. (Teaserbild: Getty Images)

Halbzeit im Skeleton: Zwei Deutsche rangieren auf dem Podest

05:41 Uhr: Die deutschen Skeleton-Pilotinnen haben einen vielversprechenden Auftakt in den Olympia-Wettkampf in China hingelegt. Juniorenweltmeisterin Hannah Neise aus Winterberg befindet sich als beste Deutsche zur Rennhalbzeit als Zweite überraschend auf Medaillenkurs, mit 0,21 Sekunden Rückstand auf die führende Australierin Jaclyn Narracott ist die Olympia-Debütantin im Rennen um Gold.

Nach zwei von vier Durchgängen haben auch die zwei weiteren deutschen Starterinnen das Podest im Visier: Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee liegt nur zwei Hundertstel hinter Neise auf Rang drei (+0,23 Sekunden). Jacqueline Lölling aus Winterberg, die Olympia-Zweite von Pyeongchang, folgt im bislang engen Rennen auf der fünften Position (+0,38 Sekunden).

"Ich bin wirklich sehr happy, ich hab erst gar nicht gecheckt, wie weit ich tatsächlich vorgefahren bin", sagte die 21-jährige Neise, die nach Durchgang eins noch den achten Platz belegt hatte. Die zwei entscheidenden Läufe am Samstag (ab 20:20 Uhr OZ/13:20 Uhr MEZ) geht sie möglichst "entspannt" an: "Ich will mich nicht verrückt machen." Hermann formulierte dagegen offensiv: "Morgen heißt es: volle Attacke."

Lara Gut-Behrami bricht den Bann und holt ihr erstes Olympia-Gold

05:25 Uhr: Lara Gut-Behrami stand vor der roten Wand, vor der sie als Führende warten musste, und ihr Grinsen wurde immer breiter. Sorgen waren unbegründet, denn keine der Läuferinnen, die nach ihr um die Medaillen im Super-G mitfahren wollten, kam auch nur annähernd an die Zeit der Schweizerin heran. Und so krönte die Doppelweltmeisterin ihre großartige Karriere nach Bronze im Riesenslalom am Montag endlich mit dem ersten Olympiagold ihrer Karriere - sogleich beglückwünscht von IOC-Präsident Thomas Bach.

Dimitri Peskow, Kreml, Sprecher, Russland, Moskau, Pressekonferenz, 2022
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Der Kreml kontert Bachs Kritik an Tutberidze: Olympia-Sprüche aus Peking

Die Tragödie um die russische Eislauf-Verheißung Kamila Walijewa beschäftigt Menschen weltweit. Jetzt meldet sich der Kreml zu Wort. Zuvor aber ist es weniger ernst - wenn Athletinnen und Athleten im Eifer des Gefechts Unzensiertes von sich geben. (Mit Material von dpa und afp)

Während Kira Weidle in ihrer schwächeren Disziplin wie erwartet als 15. keine Rolle spielte, fanden sich neben Gut-Behrami zwei Überraschungsgäste auf dem Podest ein: Mirjam Puchner (Österreich/+0,22 Sekunden) und Michelle Gisin (Schweiz/+0,30). Die mitfavorisierte Federica Brignone (Italien) kam nur auf Rang sieben, Mikaela Shiffrin (USA) nach ihren Ausfällen im Riesenslalom und Slalom auf Rang neun.

Snowboard-Königin Ester Ledecka, die vor vier Jahren in Pyeongchang sensationell auch zu Gold im Super-G gefahren war, belegte nach ihrem erneuten Olympiasieg auf einem Brett diesmal Rang fünf (+0,43).

Viererbob Gold
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Olympia 2022: Die deutschen Medaillengewinnerinnen und -gewinner von Peking

Das deutsche Team hat die Olympischen Winterspiele von Peking auf Platz zwei des Medaillenspiegels abgeschlossen. Mit zwölfmal Gold, zehnmal Silber und fünfmal Bronze lagen die Athletinnen und Athleten aus Deutschland nur hinter Norwegen (16/8/13).

Olympia-News vom 10. Februar lesen Sie hier

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Mit Material von dpa und AFP.
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Am 4. Februar 2022 wurde der olympische Kessel entzündet und damit der Start der Olympischen Winterspiele in Peking zelebriert. An diesen teilweise etwas befremdlich anmutenden Wettbewerbsstätten in Peking, Yanqing oder Zhangjiakou wird um die heiß begehrten Edelmetalle gekämpft.