Bei einem Flugzeugabsturz in Frankreich sind vermutlich 150 Menschen ums Leben gekommen. Bei der Unglücksmaschine handelt sich um eine Germanwings-Maschine der Marke Airbus A320, die auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf war. Unter den Opfern sind viele Deutsche.

Die Fakten:

+++ Flugzeug von Germanwings vom Typ A320 in Frankreich abgestürzt +++

+++ Kontakt brach 10:53 Uhr ab +++

Entwicklungen von Tag zwei des Germanwings-Unglücks zum Nachlesen.

+++ 150 Menschen an Bord von Flug 4U9525 +++

+++ Absturzstelle ist bei Prads-Haute-Bléone +++

+++ Flugzeug ging für mehrere Minuten in einen Sinkflug +++

+++ es gibt nach offiziellen Angaben keine Überlebenden +++

+++ 67 Deutsche unter den Opfern +++

+++ 16 Schüler und zwei Lehrer aus Haltern waren an Bord +++

+++ ein Flugschreiber wurde geborgen +++

Das ist unklar:

+++ Absturzursache +++

+++ Die Nationalitäten und Namen der Passagiere +++

Hilfe für Angehörige:

+++ Hotline vom Auswärtigen Amt: 030/ 50 00 30 00 +++

+++ Hotline in Düsseldorf: 0800/ 7 76 63 50 +++

+++ Hotline von Germanwings: 01806/32 03 20 +++

Liveticker

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Der Ticker verabschiedet sich damit für heute. Sobald es wieder Neuigkeiten zu dem Absturz gibt, erfahren Sie es bei uns.

23:04 Uhr: Nun bestätigt auch Germanwings, dass Besatzungsmitglieder ihren Dienst wegen des Absturzes nicht angetreten haben. "Wir haben heute tatsächlich einige Flugstreichungen in Düsseldorf und Stuttgart gehabt, weil sich Crewmitglieder unfit to fly, also nicht flugtauglich erklärt haben", so Airline-Geschäftsführer Thomas Winkelmann im "heute Journal" des ZDF. "Dafür haben wir selbstverständlich Verständnis, dass sie an einem Tag wie heute nicht geglaubt haben, einen Flug sicher durchführen zu können." Wie viele Beschäftigte nicht zum Dienst erschienen, blieb unklar.

23:00 Uhr: Nach Ansicht des Flugexperten Niki Lauda waren die Piloten der abgestürzten Maschine möglicherweise handlungsunfähig. "Acht Minuten sind in so einem Zustand irrsinnig lang. Deswegen wundert es mich, dass keiner der Piloten mit der Flugkontrolle geredet hat", erklärt der ehemalige Airline-Chef in der ORF-Nachrichtensendung "Zib2". "Das ist die große Frage: Warum die Piloten nicht mehr in der Lage waren, sich zu melden?", meint Lauda, der selber erfahrener Pilot ist. Die beiden Piloten seien offenkundig von einem Problem überrascht worden, das sie handlungsunfähig gemacht habe.

22:40 Uhr: In den ARD-"Tagesthemen" spricht Lufthansa-Chef Carsten Spohr vom schwärzesten Tag in der Geschichte des Unternehmens.

22:21 Uhr: Regen, vielleicht sogar Schnee: Schlechtes Wetter könnte die Bergungsarbeiten an der schwer zugänglichen Absturzstelle des Airbus A320 in den französischen Alpen zusätzlich erschweren. Der Wetterdienst Météo France rechnet für die Nacht mit gelegentlichem Regen und einer Temperatur um die 4 Grad Celsius im nahe gelegenen Ort Prads-Haute-Bléone. Der Dienst La Chaine Météo erwartet sogar etwas Schnee. Auch morgen solle es hin und wieder regnen.

21:53 Uhr: Papst Franziskus spricht den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Er bete für die Opfer und drücke seine "tiefe Solidarität für alle Menschen aus, die diese Tragödie getroffen hat", heißt es laut Radio Vatikan in einem Telegramm im Namen des Pontifexes an den Bischof der französischen Gemeinde Digne.

21:05 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr will um 22:15 Uhr am Frankfurter Flughafen ein weiteres Statement zu dem Absturz der Germanwings-Maschine abgeben. Er war zuvor an der Seite von Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Unglücksort. Worüber er reden will, steht noch nicht fest.

20:43 Uhr: Aktuell werden mehrere Germanwings-Flüge annulliert. In Düsseldorf betrifft das Verbindungen nach Paris, Hamburg, London, Madrid und Stockholm. Auch in Köln fallen Verbindungen aus. Hier wurden laut Flughafen Verbindungen nach London, Mailand und Zürich annulliert. In Düsseldorf bilden sich zur Stunde lange Schlangen vor den Schaltern von Germanwings und Lufthansa.

Auch am Flughafen in Stuttgart sind drei Starts der Airline Germanwings annulliert worden. Ob das Unglück dafür verantwortlich war, dass die drei Starts abgesagt und die Flüge nach Hamburg, Leipzig-Halle und Dresden annulliert wurden, ist zunächst unbekannt. Ein Sprecher vom Flughafen Stuttgart sagt den "Stuttgarter Nachrichten": "Es stimmt, dass die Flüge annulliert worden sind. Warum, wissen wir aber nicht. Das ist eine Sache von Germanwings."

Am Flughafen Tegel (Berlin) fallen etwa Abflüge nach Nürnberg, Köln/Bonn, London, Düsseldorf, Kopenhagen und Stuttgart aus - sowie Flüge aus Köln/Bonn und Düsseldorf. Von Germanwings gibt es dazu noch keine offizielle Stellungnahme.

Germanwings-Crews wollten nicht fliegen

20:40 Uhr: "Spiegel Online" hatte berichtet, dass sich heute mehrere Germanwings-Crews geweigert hätten, geplante Flüge anzutreten - möglicherweise wegen Sicherheitsbedenken. Lufthansa bestätigte der dpa das. Die Crews hätten aber ausschließlich persönliche Gründe genannt, so eine Lufthansa-Sprecherin. Die Sorge, dass etwas nicht in Ordnung sei, habe niemand genannt.

20:31 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat nach dem Flugzeugabsturz den Opfern und deren Familien sein Beileid ausgesprochen. Er habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy telefoniert, sagte Obama am Dienstag in Washington. "Ihr unverbrüchlicher Freund und Verbündeter Amerika steht ihnen in diesem Moment der Trauer zur Seite." Er bezeichnete das Unglück als "besonders tragisch, da es den Tod so vieler Kinder mit sich brachte". Am Mittwoch um 14:00 Uhr wird Merkel mit dem dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande und Rajoy an der Unglücksstelle erwartet.

20:14 Uhr: Wie gerade im ZDF-Spezial zum Flugzeugunglück in Frankreich berichtet wurde, sind die Bergungsarbeiten in den französischen Alpen wegen der Dunkelheit bis zum Mittwochvormittag eingestellt worden. Demnach bleiben die Helikopter am Boden.

In diesem Video erklärt ein Experte, wie die Suche nach der Unglücksursache in den kommenden Tagen und Wochen abläuft.

19:49 Uhr: Spanien trauert nach dem Unglück drei Tage. Dies gab Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung des Krisenstabs der Madrider Regierung bekannt. Die Trauer solle in der Nacht beginnen. Sáenz de Santamaría teilte ferner mit, dass Spanien sich an den Ermittlungen zur Klärung der Unglücksursache beteiligen werde. Die genaue Zahl der spanischen Opfer der Katastrophe stehe noch nicht fest. Bisher sei nur bekannt, dass auf der Passagierliste 45 Fluggäste mit spanischen Nachnamen stünden.

19:47 Uhr: Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine auf der Route Barcelona-Düsseldorf hat die Fluggesellschaft einen Flug von Madrid nach Düsseldorf kurzfristig abgesagt. Wie die staatliche spanische Nachrichtenagentur Efe am Dienstag berichtete, wurden an den Abfertigungsschaltern des Madrider Flughafens "operative Gründe" für die Streichung genannt. Der Flug solle möglichst bald nachgeholt werden, hieß es. Passagiere seien aufgefordert worden, sich nach Unterkünften umzuschauen.

19:40 Uhr: Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist über den Unglücksort geflogen und hat sich entsetzt gezeigt: "Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens." Weiter sagte er: "Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich. Wir müssen Ihnen jetzt gemeinsam beistehen. Wir sind alle in großer Trauer vereint." Steinmeier wurde am Unglücksort von französischen Sicherheitskräften gebrieft.

Hatte Unglücksflieger am Montag einen technischen Defekt?

19:25 Uhr: "Spiegel Online" berichtet, dass sich Germanwings-Crews in Düsseldorf und Stuttgart offenbar geweigert haben ihre geplanten Flüge mit einem Airbus A320 anzutreten. Es gebe "in der Tat Germanwings-Crews, die heute ihren Dienst aus persönlichen Gründen nicht antreten konnten", zitiert das Online-Nachrichtenportal einen Sprecher der Lufthansa. Zudem meldet "Spiegel Online", dass der Unglücksflieger am Montag den ganzen Tag wegen technischer Probleme in Düsseldorf am Boden war - wegen eines Problems an der "Nose Landing Door". Das ist die Klappe für das Bugrad. "Dieses Problem war aber vollständig behoben worden, so dass das Flugzeug seit 10 Uhr gestern Vormittag wieder im regulären Flugdienst unterwegs war", zitiert "Spiegel Online" einen Lufthansa-Sprecher.

19:17 Uhr: Laut dem französischen Innenminister könnte der bereits gefundene Flugschreiber der Unglücksmaschine noch heute Nacht ausgewertet werden. Das schreibt die Tagesschau auf Twitter.

19:14 Uhr: Weiterhin gibt es keine Neuigkeiten zu einer möglichen Absturzursache. Bis diese endgültig geklärt ist, dürfte es sogar noch einige Wochen dauern: "Ich denke, dass es einen Monat dauert, bis wir Genaueres über die Unfallursache wissen", sagte Luftfahrt-Analyst Thomas Saquer von der Unternehmensberatung Frost & Sullivan der dpa. Wartungsmängel bei der Maschine hält er für unwahrscheinlich: "Da macht die Lufthansa keinen Unterschied zwischen den Fliegern der Mutter und denen der Tochtergesellschaft." Für Europas größte Fluggesellschaft sei der Absturz wahrscheinlich der schwerste Unfall ihrer Geschichte.

19:00 Uhr: "Tagesschau.de" hat nun ebenfalls ein Video von der Absturzstelle veröffentlicht. Dort sieht man auch, dass bereits Bergungskräfte vor Ort sind.

18:50 Uhr: Die zweite Germanwings-Pressekonferenz dauerte nur wenige Minuten, die Journalisten vor Ort konnten keine Fragen stellen. Winkelmann kündigte aber an, am Mittwochmorgen erneut vor die Presse zu treten.

18:46 Uhr: Winkelmann erklärt zudem, dass neben französischen Experten auch Techniker von Airbus, der Lufthansa und der Germanwings am Unglücksort seien, um die Ursache des Absturzes schnellstmöglich zu klären. Laut einem Reporter des Senders N24 gestalte sich die Bergung wegen der einbrechenden Dunkelheit und leichtem Schneefall allerdings schwierig. Die Bergung dürfte wohl mehrere Wochen dauern.

18:44 Uhr: Gerade eben hat die zweite Pressekonferenz von Germanwings begonnen. Der Chef der Airline, Thomas Winkelmann, erklärt, dass er weiterhin keine Liste mit den Namen der Passagiere herausgeben kann. Das liege vor allem daran, dass noch immer nicht alle Kontakdaten der Passagiere an Bord vorlägen und damit auch noch nicht alle Angehörigen informiert werden konnten. Er bestätigte aber, dass an Bord der Unglücksmaschine 144 Passagiere waren. Darunter sei eine Schulklasse aus Haltern mit 16 Schülern und zwei Lehrern.

18:40 Uhr: Mehrere Sender berichten heute Abend in Sondersendung über den tragischen Absturz der Germanwings-Maschine. ProSieben reagiert mit der Absage einer Sendung. Aufgrund des schlimmen Unfalls lässt der Sender die für den Abend geplante Ausgabe von "TV total" ausfallen. Das berichtet der Branchendienst dwdl.de. "Es gibt leider Tage, an denen es nichts zu lachen gibt", erklärte Raab die Entscheidung. Das ZDF teilte mit, dass die Kabarett-Sendung "Die Anstalt" aufgrund der aktuellen Ereignisse entfällt.

18:31 Uhr: Die zweite Pressekonferenz von Germanwings startet in wenigen Minuten. Wahrscheinlich wird über die aktuelle Situation bei der Bergung gesprochen.

18:27 Uhr: Laut Medienberichten sollen unter den Passagieren 39 Menschen mit türkischen Namen sein.

18:21 Uhr: Die französische Zeitung "Le Figaro" hat das erste Video von der Absturzstelle veröffentlicht.

18:04 Uhr: Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel will auch der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy am Mittwoch zur Absturzstelle der Germanwings-Maschine in Südfrankreich reisen. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf Madrider Regierungskreise. Ein großer Teil der Passagiere an Bord der Maschine, die auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt war, stammte aus Spanien. Nach Angaben der Madrider Regierung stehen auf der Passagierliste 45 spanische Nachnamen.

17:42 Uhr: Die Fluggesellschaft Germanwings gibt um 18:30 Uhr im Leonardo Hotel Köln/Bonn Airport ein weiteres Pressestatement ab.

Zahlreiche Sondersendungen geplant

17:39 Uhr: Die Fernsehsender haben mit zahlreichen Sondersendungen auf den Absturz einer deutschen Passagiermaschine in Frankreich reagiert. Die ARD plant für 20:15 Uhr einen "Brennpunkt" zur Katastrophe. Die ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger" änderte für Dienstagabend das Thema und behandelt nun den Absturz. Als Gäste werden unter anderem Luftfahrtunternehmer Niki Lauda sowie Jörg Handwerg, Pressesprecher der Pilotenorganisation Cockpit, erwartet. Das ZDF ergänzte sein Programm mit einer Sondersendung um 19:20 Uhr im Anschluss an die "heute"-Sendung.

17:29 Uhr: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat vor vorschnellen Spekulationen zur Ursache gewarnt. Die Öffentlichkeit solle sich zurückhalten, weil Mutmaßungen besonders schmerzhaft für die Hinterbliebenen seien. Einer objektiven Unfalluntersuchung seien sie nicht dienlich, erklärt VC-Sprecher Jörg Handwerg, der selbst Kapitän auf einer A320 ist. "Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt allen Angehörigen, Freunden und Bekannten der Passagiere und der Besatzung", teilt die VC zudem mit. Man biete aktive Hilfe bei der Unfalluntersuchung an.

17:26 Uhr: Nach Angaben des französischen Innenministers sind zur Stunde 300 Feuerwehrleute, 300 Soldaten der Nationalen Gendarmerie und zehn Hubschrauber und Kampfflugzeuge im Einsatz.

17:19 Uhr: Die französische Polizei hat eine "No-fly-zone" über dem Absturzgebiet eingerichtet. Der Überflug im Bereich der Unglücksstelle an einem Bergmassiv sei per Anordnung des Präfekten verboten, teilt die Gendarmerie bei Twitter mit. Die Fläche erstrecke sich über mehrere Hektar. Man solle sich der Zone nicht nähern und die Straßen nicht verstopfen, heißt es außerdem in einem weiteren Tweet.

17:13 Uhr: Die Zeitung "Le Dauphine" veröffentlicht ein neues Bild von der Absturzstelle. Noch immer steigt weißer Rauch auf.

17:12 Uhr: Die deutsche Luftverkehrsbranche hat bestürzt auf den Absturz der Germanwings-Maschine reagiert. "Die schlimmen Nachrichten, die uns heute aus Südfrankreich erreicht haben, erschüttern uns tief", teilen die Präsidenten der Verbände der Luftverkehrswirtschaft (BDL), Flughäfen (ADV) und Fluggesellschaften (BDF), Klaus-Peter Siegloch, Michael Kerkloh und Ralf Teckentrup mit. "Noch wissen wir nicht, was passiert ist. Die Familien und Freunde der Passagiere und Besatzungsmitglieder des Fluges 4U9525 sollen aber wissen, dass wir in diesen schweren Stunden mit unseren Gedanken bei ihnen sind", heißt es in einer Erklärung.

Wohl eine Blackbox gefunden

17:08 Uhr: Französischen Medienberichten zufolge ist eine Blackbox der abgestürzten Maschine gefunden worden:

17:02 Uhr: In in der spanischen Kleinstadt Llinars del Vallés herrscht tiefe Trauer. Die Gemeinde in der Nähe von Barcelona hatte 16 deutsche Austauschschüler aus Haltern in Westfalen aufgenommen, die in der Unglücksmaschine nach Deutschland hatten zurückkehren wollen. "Die Familien der spanischen Schüler hatten ihre deutschen Gäste am Morgen zum Bahnhof gebracht", sagt der Sprecher der Stadtverwaltung, Josep Aixandri. "Von dort fuhren sie mit der Bahn zum Flughafen von Barcelona."

"Die spanischen Schüler stehen wie unter einem Schock. Wir haben versucht, ihnen Trost zu spenden", sagt Aixandri. Die 16 Schüler und zwei Lehrer aus Haltern hatten nach Angaben des Sprechers eine Woche in der katalanischen Kleinstadt mit knapp 10.000 Einwohnern verbracht. Die Austauschschüler waren bei Familien einheimischer Schüler untergebracht. Der Schüleraustausch mit dem Gymnasium in Haltern werde seit langer Zeit praktiziert, berichtet der Sprecher.

16:59 Uhr: Die Wucht des Aufpralls der Germanwings-Maschine macht nach Ansicht des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve wenig Hoffnung auf Überlebende unter den 150 Insassen. Nach seinen Angaben sind Hunderte von Soldaten der Gendarmerie sowie etwa ebenso viele Feuerwehrleute, zehn Helikopter und ein Militärflugzeug rund um den Absturzort in den südostfranzösischen Alpen im Einsatz.

16:55 Uhr: Die Germanwings-Maschine liegt nach Angaben eines französischen Abgeordneten komplett in Trümmern. "Das Flugzeug ist total zerstört", schreibt Christophe Castaner, Abgeordneter der Region Alpes-de-Haute-Provence bei Twitter. Er habe die Unfallstelle gemeinsam mit Innenminister Bernard Cazeneuve überflogen. "Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern."

16:50 Uhr: Die Absturzstelle der A320 liegt bei dem kleinen Ort Prads-Haute-Bléone in den französischen Alpen. Das teilte der Flugzeugbauer Airbus mit. Prads-Haute-Bléone ist etwa zehn Kilometer nordöstlich von Digne-les-Bains entfernt. In der Nähe ist auch der Ort Le Vernet im Blanche-Tal gelegen, der als erstes als nicht weit vom Absturzort entfernt genannt worden war.

Weißes Haus: "Kein Terroranschlag"

16:47 Uhr: Dementi aus dem Weißen Haus: Es gibt keine Erkenntnisse, dass ein Terroranschlag zu dem Absturz der A320 geführt hat, sagt ein Sprecher.

16:44 Uhr: In Gedenken an die Opfer wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch im Länderspiel gegen Australien mit Trauerflor spielen und eine Schweigeminute abhalten. "Das sind wir den Opfern und deren Familien schuldig, dass wir als Fußballfamilie Anteil nehmen", sagt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Rande des UEFA-Kongresses in Wien und ergänzt sichtlich betroffen: "Das nimmt einem jeden klaren Gedanken, das überschattet alles."

16:35 Uhr: Inzwischen tauchen erste Bilder von der Absturzstelle auf.

Reaktionen zum Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine. Der Flieger war in Frankreich auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf verunglückt.

16:32 Uhr: Das Weiße Haus in Washington geht nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. "Es gibt derzeit keine Anzeichen für einen Zusammenhang mit Terrorismus", sagt die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Bernadette Meehan, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Die Anti-Terror-Beraterin Lisa Monaco habe US-Präsident Barack Obama über den Absturz informiert. "Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Opfern und ihren Familien", sagt Meehan.

16:29 Uhr: Außenminister Steinmeier und Verkehrsminister Dobrindt sind bereits auf dem Weg zum Unglücksort.

Gibt es einen Überlebenden?

16:02 Uhr: Möglicherweise gibt es einen Überlebenden. David Galtier sagte dem Sender Frande Info: "Am dringendsten ist es, die möglichen Überlebenden zu bergen. Wir haben möglicherweise einen Körper gesehen, der sich bewegt."

16:06 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin Kanzlerin hat Angela Merkel sowie den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Das teilt der Kreml in Moskau mit. Putin drückt auch dem spanischen König Felipe VI. seine Anteilnahme aus. "Russland teilt die Trauer jener, die bei dieser Tragödie ihre Angehörigen verloren haben", wird Putin zitiert.

16:01 Uhr: Nun ist es traurige Gewissheit: "Wir wissen, dass die Schülergruppe an Bord der Maschine gegangen ist", sagt Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) dem WDR.

15:57 Uhr: Unter den Todesopfern der abgestürzten Germanwings-Maschine waren nach ersten Erkenntnissen wahrscheinlich auch Rheinland-Pfälzer. Das teilt das rheinland-pfälzische Innenministerium in Mainz auf Anfrage mit. Weitere Details würden noch geprüft.

15:55 Uhr: Die Stadt Haltern hat noch nicht offiziell bestätigt, dass zwei Lehrer und 16 Schüler unter den Opfern sind. Allerdings ist das Joseph-König-Gymnasiums geschlossen und in der Schule ein Krisenstab gebildet worden. Polizei und Feuerwehr sind vor Ort, Notfallseelsorger im Einsatz. Schüler legen Blumen nieder. Im Internet schreibt die Schule, dass bis zu diesem Dienstag ein einwöchiger Gegenbesuch beim Institut Giola in Llinars del Vallès in der Nähe von Barcelona geplant gewesen sei. Im Dezember hatte es einen Besuch von zwölf Austauschschülern aus Spanien an der Schule gegeben.

Gauck bricht Südamerika-Reise ab

15:52 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck bricht seine Südamerika-Reise ab. Der ab Mittwoch im Rahmen der Reise geplante Staatsbesuch in Uruguay finde nicht statt, sagte eine Sprecherin des Präsidialamtes am Dienstag in Peru.

15:50 Uhr: Die Bergung des abgestürzten Germanwings-Fliegers wird mehrere Tage dauern, sagt ein Beamter, der vor Ort ist.

15:42 Uhr: Der Pilot und ehemalige Airline-Chef Niki Lauda sagt im ORF: "Der Flieger war im Steigflug auf 38.000 Fuß. (...) Und kaum war er oben, hat er schon wieder begonnen, einen descent (Sinkflug) einzuleiten. Da muss irgendwas schief gegangen sein da oben." Warum die Flughöhe gleich wieder verlassen wurde, könne man jetzt nicht sagen, meint Lauda.

15:40 Uhr: Die abgestürzte Maschine verlor schnell an Höhe. Das deute darauf hin, dass es "vielleicht" ein technisches Problem gegeben habe, sagt Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt dem Fernsehsender "n-tv". "Was das aber im Einzelnen ist, da gibt es überhaupt keinen Hinweis." Großbongardt fügt hinzu: "Es ist auffällig und ungewöhnlich, dass bei gutem Wetter ein Flugzeug wie diese A320 in der Reiseflugphase abstürzt."

15:36 Uhr: Die Unionsfraktion im Bundestag hat ihre Sitzung mit einer Schweigeminute für die Opfer des Flugzeugunglücks über Frankreich begonnen. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) verzichtet angesichts des Absturzes der Germanwings-Maschine auf eine für Journalisten geplante Information über Themen der CDU- und CSU-Abgeordneten. Er drückt den Angehörigen der Opfer das tiefe Mitgefühl der Union aus.

15:33 Uhr: Eine für Massenunfälle zuständige Abteilung der Staatsanwaltschaft in Marseille wird den Germanwings-Absturz in Südostfrankreich untersuchen. Das teilt das Justizministerium in Paris mit.

15:28 Uhr: Mit einer Schweigeminute hat die Nationalversammlung in Paris der Opfer des Flugzeugabsturzes im Südosten des Landes gedacht. Während der Sitzung des französischen Parlaments haben sich die Abgeordneten dafür von ihren Plätzen erhoben.

15:26 Uhr: Die französische Gendarmerie hat das Absturzgebiet der Germanwings-Maschine zwischen Digne und Barcelonnette für den Beginn der Untersuchungen abgeriegelt. Die Absturzstelle liegt auf etwa 1.500 Metern Höhe, einige Kilometer von Le Vernet im Blanche-Tal entfernt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die Gendarmerie habe bestätigt, dass alle Insassen des abgestürzten Airbus tot seien.

Germanwings gibt Pressekonferenz zum Flugzeugabsturz

15:24 Uhr: Der abgestürzte Airbus A320 ist 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden und hatte 58.300 Flugstunden bei rund 46.700 Flügen absolviert. Der Airbus A320 sei noch am Montag einem letzten Routinecheck unterzogen worden.

15:19 Uhr: Die reguläre Flughöhe wurde laut Germanwings genau ein Minute geflogen. "Es wurde keine Freigabe beantragt, um die Flughöhe zu verlassen."

15:16 Uhr: Über die Absturzursache wolle man nicht spekulieren, auch nicht darüber, warum der Pilot den Sinkflug eingeleitet hat. Germanwings will den Vorfall umgehend aufklären.

15:11 Uhr: "Wir gehen davon aus, dass 67 deutsche Staatsbürger an Bord waren", sagt Thomas Winkelmann, Geschäftsführer von Germanwings. Die Zahl könne sich noch ändern. Die Passagierlisten müssten noch abgeglichen werden.

15:10 Uhr: Warum die Maschine in den Sinkflug gegangen ist, darüber habe Germanwings keine Informationen. Es habe keine Auffälligkeit an der Maschine gegeben.

15:08 Uhr. Ein Team von Lufthansa und Germanwings ist auf dem Weg zur Absturzstelle.

15:07 Uhr: Im Sommer 2013 hatte der A320 seinen letzten große Check, so Germanwings. Der Flugkapitän sei seit zehn Jahren im Einsatz für das Unternehmen und habe 6.000 Flugstunden gehabt. Ein Team von Germanwings in Düsseldorf, um die Angehörigen zu informieren.

15:05 Uhr: Nach Informationen von Germanwings hat das Flugzeug am Morgen um 6.48 Uhr Düsseldorf verlassen und ist pünktlich um 8:27 Uhr gelandet. Es hat Barcelona um 10:01 Uhr verlassen. Germanwings bestätigt noch einmal die Passagierzahlen. Unter den Passagieren befanden sich auch zwei Babys. Der A320 hatte 38.000 Fuß um 10:35 Uhr erreicht und nach einer Minute in einen Sinkflug verlassen. Der Sinkflug hat insgesamt acht Minuten gedauert. Der Kontakt zum französischen Radar ist auf einer Höhe von 6.000 Fuß abgebrochen. Das Flugzeug ist dann verunglückt.

15:00 Uhr: Die Pressekonferenz von Germanwings hat begonnen.

14:56 Uhr: Die französische Fluglinie Air France hat nach dem Absturz des Germanwings-Airbus in Südfrankreich ihr Beileid bekundet. "Unsere Gedanken sind jetzt bei allen Passagieren des Fluges Germanwings 4U9525 und deren Familienangehörigen und Freunden", schreiben Konzernchef Alexandre de Juniac und Air-France-Chef Frédéric Gagey am Dienstag im Twitter-Account der Linie. "Wir möchten unsere Solidarität mit unseren deutschen Kollegen zum Ausdruck bringen."

14:50 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verkehrsminister Alexander Dobrindt reisen noch heute gemeinsam zum Unglücksort in Südfrankreich. Es gehe um eine enge Abstimmung mit den französischen Behörden, war aus dem Auswärtigen Amt zu hören. Man hoffe, dass es bald mehr Gewissheit über das Schicksal der Passagiere und die Umstände des Absturzes gebe.

14:49 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck reagiert tief betroffen. Während seines Staatsbesuchs in Peru sagt Gauck: "Mit großer Bestürzung habe ich von dem schweren Flugzeugunglück erfahren. Meine Gedanken sind bei den Familienangehörigen und Freunden der vielen Opfer." Gauck betont nach Angaben des Präsidialamtes, er danke allen, die an verschiedensten Stellen Hilfe leisteten und den Betroffenen zur Seite stünden.

14:43 Uhr: 15:00 Uhr wird Germanwings eine Pressekonferenz geben. Diese können Sie im Livestream auf unserem Portal verfolgen.

An Bord des abgestürzten Flugzeugs war wohl eine Schulklasse

14:39 Uhr: An Bord soll sich eine Schulklasse befunden haben. Nach Informationen der "Ruhrnachrichten" haben sich offenbar 16 Schüler und zwei Lehrer des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern unter den Passagieren befunden. Dem Bericht nach waren sie auf einem Schüleraustausch in Llinars Del Vallès in der Nähe von Barcelona. Sie sollten demnach heute zurückkommen.

14:37 Uhr: Inzwischen gibt es mehr Bilder von Hilfskräften, die sich auf den Weg zur Unfallstelle machen.

14:36 Uhr: Die Ursache für den Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich wird nach Ansicht eines Branchenexperten erst in einigen Wochen endgültig geklärt sein. "Ich denke, dass es einen Monat dauert, bis wir Genaueres über die Unfallursache wissen", sagt Luftfahrt-Analyst Thomas Saquer von der Unternehmensberatung Frost & Sullivan am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Vielleicht geht es etwas schneller, wenn man die Blackbox direkt findet."

Wartungsmängel bei der Maschine der Lufthansa-Tochter hält Saquer für unwahrscheinlich: "Da macht die Lufthansa keinen Unterschied zwischen den Fliegern der Mutter und denen der Tochtergesellschaft." Für Europas größte Fluggesellschaft sei der Absturz wahrscheinlich der schwerste Unfall ihrer Geschichte.

Kanzlerin Merkel drückt ihr Mitgefühl aus

14:30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht über den A320-Absturz. Merkel drückt den Angehörigen der Passagiere ihr Mitgefühl aus. Sie spricht den französischen Behörden volle Unterstützung zu. "Der Absturz der deutschen Maschine mit über 140 Menschen an Bord ist ein Schock, der uns in Deutschland - und der Franzosen und Spanier - in tiefe Trauer stürzt", sagt Merkel. Sie betont, es gebe noch nicht viele Informationen über die Ursache des Absturzes. "Jede Spekulation verbietet sich."

14:16 Uhr: Laut "CNN" bringen Helikopter erste Leichen zu einer Turnhalle in der Nähe des Absturzortes.

14:15 Uhr: Deutsche Behörden haben bisher keine Hinweise auf einen möglichen terroristischen Anschlag als Ursache für den Absturz des Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen

14:11 Uhr: In Barcelona wurde inzwischen die Landebahn untersucht. Es gibt keine Hinweise auf Fehler beim Start des Fluges 4U9525, meldet das ARD-Studio in Barcelona.

Wetter hat bei Flugzeugabsturz keine Rolle gespielt

14:03 Uhr: Die größten französischen Wetterdienste "Météo-France" und "La Chaine Météo" teilt mit, dass das Wetter bei dem Absturz keine Rolle gespielt haben dürfte. Die äußeren Bedingungen seien zu keiner Zeit problematisch gewesen. "Die Bedingungen waren sogar optimal mit trockenem Wetter und komplett freiem Himmel am ganzen Vormittag", hieß es am Dienstagnachmittag auf der Webseite von "La Chaîne Météo". Der Wind sei schwach gewesen und es habe keine gefährlichen Wolken gegeben.

13:54 Uhr: Erste Bilder der Rettungskräfte tauchen bei Twitter auf. Das Gebiet, in dem das Flugzeug abgestürzt ist, ist äußerst schwer zugänglich.

13:51 Uhr: "Es gibt keinen Überlebenden", zitiert die Zeitung "Le Figaro" den Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies. Es habe gegen 10:47 Uhr ein Notsignal gegeben. Das Signal habe gezeigt, dass das Flugzeug auf 5.000 Fuß war, in einer unnormalen Situation. Kurz darauf sei der Absturz passiert.

13:48 Uhr: Behörden hätten inzwischen bestätigt, dass die letzte Nachricht, die von dem abgestürzten Flugzeug empfangen wurde, die Worte "emergency, emergency" waren, twittert AirLive.net.

13:39 Uhr: Inzwischen hat sich Germanwings offiziell via Twitter geäußert und bestätigt, dass 144 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder an Bord des abgestürzten Airbus waren. Das Logo der Airline wird nur noch in schwarz und weiß dargestellt.

13:35 Uhr: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat "mit großer Bestürzung und tiefem Schmerz" auf den Absturz der Germanwings-Maschine über Frankreich reagiert. "Die unfassbare Tragödie lässt Worte versagen. Deshalb rufe ich zum Gebet für Opfer und Angehörige auf. Erbitten wir für sie Gottes Beistand und Trost", sagt er. "Wir gedenken der Opfer dieses Unglücks, das Menschen plötzlich und unerwartet mitten aus dem Leben gerissen hat."

13:34 Uhr: Die Fluggesellschaft Germanwings bestätigt, dass sich nach bisherigen Erkenntnissen mindestens 142 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord der in Südfrankreich abgestürzten Maschine befunden haben. Das sagt eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Germanwings-Geschäftsführer Oliver Wagner sprach dagegen von 144 Passagieren. Auch eine Lufthansa-Sprecherin nannte 144 Passagiere.

13:30 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich tief erschüttert geäußert. Merkel habe alle Termine abgesagt und halte sich über die Entwicklung auf dem Laufenden, teilt die Bundesregierung in Berlin mit. Merkel habe bereits mit Frankreichs Staatspräsident François Hollande und Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy telefoniert. Ferner stehe sie in engem Kontakt mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Die deutsche Botschafterin in Paris sei auf dem Weg zum Unglücksort in Südfrankreich.

13:28 Uhr: Germanwings hat eine Hotline für Angehörige von Passagieren eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 0 18 06/32 03 20 zu erreichen, wie eine Airline-Sprecherin am Dienstag mitteilte.

Germanwings werde alles tun, um das Unglück aufzuklären, teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.

13:23 Uhr: Unter den Opfern des Absturzes einer Germanwings-Maschine in Südfrankreich sind nach Angaben de Madrider Regierung auch viele Spanier. Auf der Passagierliste des Flugzeugs stünden 45 Reisende mit spanischen Nachnamen, teilt die spanische Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría mit. Die staatliche spanische Flughafengesellschaft Aena bestätigt, dass unter den Passagieren der Unglücksmaschine mehrere Spanier gewesen seien. Die Behörde nennt aber keine Zahl.

13:21 Uhr: Der französische Staatspräsident François Hollande hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Dies meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Élysée-Palast in Paris. Hollande habe Merkel seine Unterstützung versprochen.

13:14 Uhr: Zum Absturz eines Airbus A320 gibt es bisher keinen Hinweis auf die Ursache der Katastrophe. Das sagt Premierminister Manuel Valls in Paris in einer Mitteilung.

13:13 Uhr: Wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mitteilte, sind Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung bereits auf dem Weg zur Unglücksstelle. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant, sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage zu machen. Er steht mit seinem französischen Amtskollegen in engem Kontakt, wie ein Ministeriumssprecher in Berlin sagt.

13:08 Uhr: Das Luftfahrtbundesamt hat einen Krisenstab gebildet. Einzelheiten über möglichen Maßnahmen nannte ein Sprecher in Braunschweig zunächst nicht. Es gilt als wahrscheinlich, dass die ebenfalls in der niedersächsischen Stadt angesiedelte Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) eigene Experten an die Unglücksstelle in den französischen Alpen schickt. Das ist für besonders schwere Unfälle im entsprechenden Gesetz geregelt.

13:01 Uhr: Die Regionalregierung Kataloniens hat einen Krisenstab eingerichtet. Die Vizeregierungschefin der Region, Joana Ortega, werde zum Unglücksort reisen, teilt die Regierung in Barcelona mit. Das katalanische Innenministerium richtete auf dem Flughafen von Barcelona ein Zentrum ein, das Angehörige von Opfern der Katastrophe betreuen soll.

12:59 Uhr: Der Flughafen Düsseldorf hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Die Nummer lautet 0800/ 7 76 63 50, wie der Airport mitteilte.

12:55 Uhr: Spanischen Medienberichten zufolge sollen 43 Spanier an Bord gewesen sein.

12:51 Uhr: Der Kontakt zu dem abgestürzten Germanwings-Flugzeug soll um 9:41 Uhr am Dienstag abgerissen sein. Das berichtete der Online-Dienst Flightradar24 über den Kurznachrichtendienst Twitter. Der Airbus mit der Flugnummer 4U9525 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf hätte demnach um 10:55 Uhr landen sollen. Er sei nahe dem südfranzösischen Ort Digne im Département Alpes-de-Haute-Provence abgestürzt.

Zuletzt sei eine Höhe von 6.800 Fuß (ca. 2.072 Meter) registriert worden, meldete Flightradar24 - eine Website, die Flugzeug-Routen im Netz verfolgt und grafisch abbildet. Die Maschine sei mit einer Geschwindigkeit von 3.000 bis 4.000 Fuß - etwa 900 bis 1.200 Meter - pro Minute heruntergegangen. Das sei vergleichbar mit dem Standard bei Landeanflügen.

12:47 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf sind nach dem Flugzeugabsturz kaum wartende Angehörige vor dem Germanwings-Schalter zu sehen. Nach Angaben von Mitarbeitern waren sie bereits in einen von der Öffentlichkeit abgeschirmten Bereich geleitet worden. Notfallseelsorger standen bereit. An den Anzeigetafeln war der Germanwings-Flug mit der Nummer 4U9525 aus Barcelona noch ausgewiesen, jedoch ohne nähere Hinweise. In der Ankunftshalle herrschte ansonsten normaler Betrieb, viele Passagiere hätten von dem Absturz noch gar nichts mitbekommen, berichtete eine dpa-Reporterin. Fluggäste standen Schlange, um sich ein Auto zu mieten oder einen Kaffee zu holen.

12:53 Uhr: Die Lufthansa hat sich auf Twitter zu dem Unglück gemeldet "Wir wissen noch nicht genau, was mit Flug 4U 9525 geschehen ist. Mein tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden unserer Passagiere und Crews von 4U 9525. Wenn sich die Befürchtungen bestätigen sollten, ist dies ein schwarzer Tag für Lufthansa. Wir hoffen, Überlebende finden zu können", so Vorstandschef Carsten Spohr via Twitter.

12:45 Uhr: Frankreichs Transportminister hat nach Informationen von N24 mitgeteilt, dass es keine Überlebende gibt. Offenbar wurde auch ein erstes Wrackteil gefunden. "Es gibt keinen Überlebenden", zitierte die Zeitung "Le Figaro" den Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies.

12:44 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte am Dienstag in Berlin, das Auswärtige Amt stehe "in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. Er sagte: "Dazu kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts sagen." Steinmeier ergänzt: "In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei all denjenigen, die darum fürchten müssen, dass ihre Angehörigen unter den Passagieren oder Besatzungsmitgliedern sind."

12:41 Uhr: Die in den französischen Alpen abgestürzte Airbus-Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings war mehr als 24 Jahre alt. Nach Informationen der Website Airfleets.net war die Maschine vom Typ A320 am 6. Februar 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden. Zwischenzeitlich war der Jet mit 147 Sitzplätzen und der Kennung D-AIPX unter dem Städtenamen "Mannheim" unterwegs. Ihren Jungfernflug hatte sie am 29. November 1990.

12:40 Uhr: Das Auswärtige Amt hat nach dem Absturz der Germanwings-Maschine von Barcelona nach Düsseldorf einen Krisenstab eingerichtet. Angehörige könnten sich unter der Krisenhotline 030/ 50 00 30 00 informieren, teilte ein Sprecher am Dienstag in Berlin mit. Das Außenministerium stehe in engstem Kontakt mit den französischen Behörden.

12:28 Uhr: Die französische Gendarmerie warnt davor, zum Unglücksort zu fahren und die Straßen zu verstopfen.

12:27 Uhr: Das Wetter zum Unglückszeitpunkt war relativ gut.

12:25 Uhr: Die Maschine soll in einer Höhe von 11.500 Metern gewesen sein. Es wird gemutmaßt, dass es möglicherweise eine Katastrophe an Bord gegeben haben könnte.

12:22 Uhr: Die Rettungskräfte sollen noch nicht am Unglücksort sein.

12:21 Uhr: Über den Alpen hat der Pilot offenbar ein Notsignal abgesetzt. Die Maschine soll stark an Höhe verloren haben und in einem schwer zugänglichen Gebiet abgestürzt sein.

12:15 Uhr: Offenbar sollen viele Deutsche an Bord gewesen sein. Es sei "möglich, dass es viele deutsche Opfer gebe", zitiert die Zeitung "Le Figaro" den Präsidenten.

12:09 Uhr: Beim Absturz des Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings im Süden Frankreichs hat es nach Regierungsangaben vermutlich keine Überlebenden gegeben. Das sagte Präsident François Hollande am Dienstag in Paris.

11: 51 Uhr: Die Unglücksursache ist derzeit unklar. Luftfahrt-Experte Peter Gatz erklärt gegenüber N24, dass sich bei dem A320 um ein "sicheres Flugzeug" handelt. Dass Dämpfe zum Absturz geführt haben könnten, hält er für eher unwahrscheinlich.

11:45 Uhr: Bei dem in Frankreich abgestürzten Airbus A320 handelt es sich nach Angaben der Deutschen Flugsicherung um eine Germanwings-Maschine. Die Maschine sei auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf gewesen, teilte die Flugsicherung mit. 142 Passagiere waren demnach an Bord. Zur Absturzursache hätten die französischen Kollegen zunächst nichts mitgeteilt, sagte ein Sprecher. Zur Absturzursache hätten die französischen Kollegen zunächst nichts mitgeteilt, sagte ein Sprecher. Die Maschine vom Typ A320 hat in Basisausstattung 180 Sitze. Germanwings ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG. Gemeinsam mit der Flotte der Lufthansa-Tochter Eurowings soll sie künftig Direktverkehre in ganz Europa anbieten.

11:40 Uhr: An Bord sollen sich 148 Menschen befunden haben, davon 142 Passagiere, zwei Piloten und vier Crewmitglieder. Die Maschine soll in den südlichen Alpen abgestürzt sein. Absturzort sei in der Nähe Barcelonnette im Département Alpes-de-Haute-Provence, berichtete AFP. Die Gegend befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza. Es seien Trümmerteile gefunden worden.

11:39 Uhr: Das Flugzeug mit der Flugnummer 4U9525 war um 10 Uhr in Barcelona (Ortszeit) gestartet und hätte landen sollen um 11:55 Uhr in Düsseldorf. Um 11:20 Uhr verschwand sie vom Radar. Die Flugsicherheit habe den Absturz um 11:32 Uhr bestätigt. Offenbar gibt es keine Überlebende.

11:38 Uhr: Die französische Zeitung "La Provence" berichtet, dass ein A320 abgestürzt ist. (Mit Agenturmaterial von dpa/AFP)