• 17:09 Uhr: IOC-Präsident appelliert an den Frieden - und dankt "gütigen" Chinesen
  • 13:11 Uhr: China-Expertin sicher: Boykott der Winterspiele würde nichts verändern
  • 12:39 Uhr: Hongkonger Aktivist kurz vor Olympia-Protest festgenommen
  • 10:22 Uhr: Horror-Verletzung überschattet Olympia-Auftakt
  • 07:09 Uhr: Skeletonfahrerin Meylemans schildert ihre Corona-Hölle

Mehr News zu Olympia finden Sie hier

IOC-Präsident appelliert an den Frieden - und dankt "gütigen" Chinesen

IOC-Präsident Thomas Bach hat in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking noch einmal an die politischen Führer der Welt appelliert, während der zweiwöchigen sportlichen Wettbewerbe auf kriegerische Handlungen zu verzichten. "Beachten Sie Ihre Verpflichtung für diesen olympischen Waffenstillstand. Geben Sie dem Frieden eine Chance", sagte er.

Darüber hinaus verbeugte sich Bach erneut vor den Gastgebern der Winterspiele, deren Ehrgeiz eine "neue Ära für den globalen Wintersport" ermögliche. "Wir können dieses neue Kapitel der Sportgeschichte nur dank unserer gütigen Gastgeber schreiben, der Menschen in China, denen wir von ganzem Herzen dafür danken, dass sie uns alle so herzlich empfangen haben", sagte er.

Bach dankte den Chinesen auch für ihren Einsatz in Zeiten der Pandemie, die "leider" immer noch "Realität" sei. "Vielen Dank, dass Sie diese Olympischen Winterspiele ermöglicht haben – und zwar auf sichere Weise für alle." Gleichzeitig betonte er, "unser Herz ist bei allen Athleten, die aufgrund der Pandemie ihren olympischen Traum nicht verwirklichen können."

Erneut präsentierte Bach die olympischen Bühne als leuchtendes Beispiel für "eine zerbrechliche Welt, in der Spaltung, Konflikte und Misstrauen zunehmen". Durch faires und respektvolles Miteinander zeigten vor allem Athletinnen und Athleten der Welt: "Ja, es ist möglich, erbitterte Rivalen zu sein und gleichzeitig friedlich zusammenzuleben."

Dies, betonte Bach, sei "die Mission" der Olympischen Spiele: "Uns im friedlichen Wettbewerb zusammenzubringen; immer Brücken bauen, nie Mauern errichten. Die Menschheit in all ihrer Vielfalt zu vereinen."

Alle weiteren News zu Olympia 2022 in Peking

Verband: Italiens Ski-Ass Goggia nach Verletzung vor Olympia-Comeback

17:36 Uhr: Die verletzte Top-Abfahrerin Sofia Goggia will nach italienischen Verbandsangaben ihr Comeback bei Olympia in Peking geben. Die Gold-Favoritin hatte sich zuletzt am Knie verletzt, wodurch ihre Teilnahme an den Winterspielen arg in Gefahr geriet.

"Ich habe ein privates Video von Sofia Goggia bekommen: Sie ist bereit, sie kommt zurück", sagte Giovanni Malagò, Chef des nationalen olympischen Komitees (Coni), am Freitag nach der Eröffnungsfeier.

Die Goldmedaillengewinnerin von 2018 in Pyeongchang hatte beim Super-G vor knapp zwei Wochen in Cortina d'Ampezzo eine schwere Verletzung im Knie erlitten, unter anderem wurden das Kreuzband und das Wadenbein lädiert. Sie verzichtete auf eine Operation und hofft stattdessen, mit Physiotherapie fit zu werden.

Ihre Anreise nach Peking verlegte sie nach hinten, weshalb sie die Eröffnungsfeier verpasste; statt Goggia brachte deren Freundin, die Snowboarderin Michela Moioli, die italienische Flagge in das Stadion in Peking.

"Ich bin sicher, dass sie herkommen kann und dann ihr Bestes gibt", sagte Moioli nach der Zeremonie. "Wir warten auf dich, Sofy!" Goggia ist die überragende Abfahrerin dieses Winters und hat vier der fünf Schussfahrten, in denen sie in der Saison am Start stand, gewonnen.

CT-Wert zu niedrig: Ski-Freestylerin Weiß bangt um Olympiateilnahme

17:00 Uhr: Die Spätfolgen einer Coronavirus-Infektion könnten Ski-Freestylerin Emma Weiß die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Peking kosten. Seit ihrer Erkrankung im November würden ihre PCR-Tests immer mal wieder positiv ausfallen, der sogenannte CT-Wert sei zu niedrig, sagte die 22-Jährige in einem am Freitag veröffentlichten Interview der ARD-Sportschau.

In China will die Sportlerin vom Freestyle Club Zollernalb in der Disziplin Aerials an den Start gehen. Die Qualifikation dazu findet am 13. Februar statt.

Der CT-Wert eines PCR-Tests gibt Aufschluss darüber, ob ein mit dem Virus infizierter Mensch ansteckend ist. Je niedriger der CT-Wert, desto höher die Infektionsgefahr.

Während der Winterspiele gilt ein Test als positiv, wenn der CT-Wert unter 35 liegt. "Es gibt natürlich noch Hoffnung", sagte Weiß. Sie hoffe, dass weitere PCR-Tests nicht anschlagen würden und sie doch noch nach Peking fliegen könne.

Olympisches Feuer der 24. Winterspiele entzündet

15:43 Uhr: Wenige Minuten nach der Eröffnung der 24. Olympischen Winterspiele durch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping brennt in Peking nun auch das olympische Feuer. Die Langläuferin Dinigeer Yilamujiang und der Nordische Kombinierer Zhao Jiawen entzündeten am Freitagabend um 22:16 Uhr Ortszeit im Vogelnest-Stadion die Flamme, die erst bei der Schlussfeier am 20. Februar wieder erlöschen wird.

Xi hatte zuvor um 21:51 Ortszeit (14:51 Uhr MEZ) die Spiele offiziell für eröffnet erklärt. Nach der Ausrichtung der Sommerspiele 2008 ist Peking damit nun der erste Ort, der auch Winterspiele veranstaltet.

Knapp 2.900 Sportlerinnen und Sportler aus 91 Nationen treten in insgesamt 109 Entscheidungen an und haben sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie wie auch alle übrigen Teilnehmer in eine streng abgeschirmte Blase begeben.

Olympia-Macher: Gesundheit der Teilnehmer "steht an erster Stelle"

15:26 Uhr: In der Corona-Pandemie steht die Gesundheit aller Teilnehmer an den Olympischen Winterspielen nach Angaben des Vorsitzenden des Organisationskomitees, Cai Qi, "an erster Stelle". Alle sollten sich in Solidarität, gemeinsamem Verständnis und gegenseitiger Unterstützung zusammenschließen, um "schlichte, sichere und großartige Spiele" auszutragen, sagte Cai Qi am Freitag in seiner Rede bei der Olympia-Eröffnungsfeier in Peking.

In der olympische Bewegung gehe es nicht nur um "schneller, höher und stärker", sondern auch darum, zusammenzustehen, Differenzen zu überwinden, Inklusivität zu üben und Verständnis zu haben. Die Winterspiele 2022 in Peking sollten der Welt zeigen, "wie die Menschen mutig Herausforderungen überwinden und ihren Weg in die Zukunft machen", sagte der Organisationschef.

"Fuchst mich unglaublich": Gold-Kandidat Geiger hadert mit der Schanze

14:59 Uhr: Den Glauben an Karl Geiger hat Markus Eisenbichler auch nach den olympischen Startproblemen seines Skisprung-Kumpels nicht verloren. "Des is a Zauberer, der schafft des scho", sagte Eisenbichler optimistisch und in gewohnt breitem bayerischen Dialekt.

Mitfavorit Geiger selbst wirkte mit Blick auf seine nun schon sechs misslungenen Trainingssprünge auf der gigantischen Schanzenanlage dagegen recht ratlos. "Das fuchst mich unglaublich", sagte der 28-Jährige, während der Wind bei zweistelligen Minusgraden unbarmherzig durch den Auslauf fegte.

In der Eiseskälte von Zhangjiakou peilt Geiger eigentlich den nächsten großen Coup an: olympisches Einzelgold. Als Gesamtweltcupführender ist er automatisch einer der größten Favoriten und Haupt-Hoffnungsträger der deutschen Flugkünstler. An diesem Sonntag könnte er in die Olympia-Fußstapfen der Gold-Gewinner Andreas Wellinger und Jens Weißflog treten. Damit dieser Traum Wirklichkeit werden kann, muss sich bei Geiger aber schnell etwas ändern.

Karl Geiger, Skispringen, Training, China, Olympia, Zhangjiakou, Peking, 2022
In insgesamt sechs Trainingssprüngen hat sich Gold-Mitfavorit Karl Geiger mit der Olympia-Schanze in Zhangjiakou noch nicht anfreunden können.

"Die wirkliche Lösung oder den Zugang für die Schanze habe ich noch nicht gefunden", erklärte er am Freitag. "Aber: Wir haben morgen noch eine Quali und dann geht erst der erste Wettkampf los."

Am zweiten Trainingstag auf der Normalschanze belegte der Führende im Gesamtweltcup mit Sprüngen auf 88, 76,5 und 95 Meter nur die Ränge 28, 42 und zwölf.

Schon am Vortag war der 28-Jährige nicht zufrieden gewesen. Beim ersten Training der Winterspiele war Geiger 95, 96 und 96 Meter weit gesprungen. Das bedeutete die Plätze 20, 21 und 22.

Grünen-Chef Nouripour zu Olympia: "Feigenblatt für Autokraten"

14:12 Uhr: Zum Auftakt der Olympischen Winterspiele hat der designierte Grünen-Chef Omid Nouripour die Menschenrechtssituation in China harsch kritisiert. "Wenn wir uns die politische Gästeliste der heutigen Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking anschauen, dann sieht man, dass sie zu einem riesigen Feigenblatt für Autokraten verkommen", sagte Nouripour am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Anwesenheit der Staatschefs etwa von Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Ägypten und dem Kronprinz von Saudi-Arabien zeigt, wie richtig es ist, dass keine politischen Repräsentanten aus Deutschland anreisen."

Die Führung in Peking steht etwa wegen ihres Umgangs mit den muslimischen Uiguren in der Provinz Xinjiang und den Tibetern in der Kritik, aber auch wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong.

Bei allem Daumendrücken für die deutschen Athletinnen und Athleten dürfe man nicht außer Acht lassen, dass die Menschenrechtsverletzungen in China und den genannten Ländern der olympischen Idee und jeder Idee von Fair Play widersprächen, sagte Nouripour. "Zudem stehen das Säbelrasseln Chinas in der Straße von Taiwan und Russlands in der Ukraine im Gegensatz zur Idee des Friedens auf Erden."

Bundestag

Olympia 2022: Bundeskanzler Olaf Scholz plant keine Reise zu Winterspielen nach Peking

Viele Staats- und Regierungschefs haben ihren Besuch bereits angekündigt. Kanzler Scholz sagt, er habe keine Reisepläne. Vorschaubild: dpa

Für die Kinder: Deutsche Sport-Asse versteigern Olympia-Ausrüstung

13:41 Uhr: Zur Förderung junger Sportler in Zeiten der Corona-Pandemie versteigern Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler und Top-Sprinterin Alexandra Burghardt Teile ihrer Olympia-Ausrüstung. Damit setzen sich die beiden deutschen Top-Athleten dafür ein, dass der Sport wieder mehr Bedeutung im Alltag von Kindern und Jugendlichen bekommt. Bei der gemeinsamen Aktion von Team D und der Stiftung "Laureus Sport for Good" stellt Röhler signierte T-Shirts zur Verfügung, Burghardt Teile ihres Outfits der Sommerspiele in Rio de Janeiro (2016) und Tokio (2021).

"Als Topathlet und sportliches Vorbild ist es mir wichtig, den Sport in Gänze zu sehen. Durch die Materialspende freut es mich, dass Topathleten, ohne viel zeitlichen Aufwand tatkräftig mithelfen können die Basis des Sports, den Nachwuchs, nachhaltig zu stärken", sagte Rio-Olympiasieger Röhler laut Laureus-Mitteilung vom Freitag.

Auch für Burghardt ist das Anliegen sehr wichtig. "Ich trainiere auch eine Kindergruppe beim SV Wacker Burghausen, sofern ich zuhause bin und es mir möglich ist. Da haben wir natürlich schon gemerkt, dass es nicht nur große Einschränkungen gibt, sondern auch, dass Leute pandemiebedingt den Verein verlassen", sagte Deutschlands schnellste Sprinterin, die bei den Olympischen Winterspielen in Peking als Anschieberin im Zweierbob startet.

Bisher haben sich neun Athletinnen und Athleten an der Spendenaktion beteiligt. Erstmals wurde den deutschen Olympioniken vom DOSB eigens dafür die Erlaubnis erteilt, ihre Ausrüstung zu versteigern.

China-Expertin sicher: Boykott der Winterspiele würde nichts verändern

13:11 Uhr: Der politische Boykott der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele durch die USA und einige andere Länder wird nach Einschätzung einer China-Expertin zwar in Peking für Verärgerung sorgen, aber sonst wenig bewirken. "Also, es wird schon jemanden jucken", sagte Katja Drinhausen vom Berliner China-Institut Merics der Deutschen Presse-Agentur. "Allerdings ist trotzdem nicht zu erwarten, dass es da zu Verhaltensänderungen kommt."

Das Gegenteil sei der Fall. "Was man jetzt schon sieht, ist, dass China ganz bewusst versucht, sich hier als Opfer darzustellen und nicht als Täter", sagte die bekannte China-Expertin. "Und das wird sicher zu einem gewissen Grad auch in der Bevölkerung verfangen und als die primäre Sicht auf die Dinge übernommen werden."

Wegen der Spannungen mit China und der Menschenrechtsverletzungen im Gastgeberland boykottieren Länder wie die USA, Großbritannien, Kanada und Australien die Eröffnungsfeier am Freitag, indem sie keine Regierungsvertreter entsenden. Auch Deutschland ist nicht vertreten, spricht allerdings wie Japan nicht von Boykott.

Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele läuft

13:00 Uhr: In Peking hat die Eröffnungsfeier für die 24. Olympischen Winterspiele begonnen. Die chinesische Hauptstadt hatte 2008 bereits die Sommerspiele ausgerichtet und ist damit als erster Ort Gastgeber auch für Winterspiele. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping soll die Spiele am Freitag im Vogelnest-Stadion gegen 14:18 Uhr mitteleuropäischer Zeit offiziell für eröffnet erklären, danach ist noch das Entzünden des olympischen Feuers vorgesehen.

Trotz der Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie nehmen bis zum 20. Februar knapp 29.00 Sportlerinnen und Sportler aus 91 Nationen an den Spielen teil und unterwerfen sich dafür wie alle Teilnehmer strengen Regeln, um die Verbreitung des Virus möglichst zu verhindern.

Beim traditionellen Einzug der Nationen zur Eröffnung sollte das deutsche Team an 85. Stelle ins Stadion kommen. Die Fahne tragen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein bei ihrer achten Olympia-Teilnahme und Bob-Pilot Francesco Friedrich.

Als höchster ausländischer Staatsgast wurde der russische Präsident Wladimir Putin erwartet. Die meisten westlichen Länder haben darauf verzichtet, Spitzenpolitiker zur Eröffnungszeremonie zu entsenden. Die USA, Kanada, Großbritannien, Australien und andere Länder hatten sogar einen diplomatischen Boykott verkündet. Deutschland hatte sich diesem Schritt offiziell nicht angeschlossen, weder Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) noch die für den Sport zuständige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sind aber nach Peking gereist.

Lesen Sie auch: Verfolgen Sie hier die offizielle Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Peking im LiveTicker

Nordkoreas Machthaber gratuliert Xi Jinping zu Olympischen Spielen

12:43 Uhr: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Ausrichtung der Olympische Winterspiele in Peking gratuliert. Angesichts der weltweiten Gesundheitskrise und unvorhergesehener schwieriger Begleitumstände sei die Eröffnung der Spiele ein "weiterer großer Sieg des sozialistischen Chinas", wurde Kim von den nordkoreanischen Staatsmedien am Freitag zitiert. Die Eröffnungsfeier sollte am Abend (Ortszeit) stattfinden.

Nordkorea selbst ist zur Teilnahme an der Großveranstaltung nicht berechtigt. Das Internationale Olympische Komitee hatte das weithin abgeschottete Land bis Ende 2022 aus der olympischen Gemeinschaft ausgeschlossen, nachdem es keine Athleten zu den Sommerspielen in Tokio im vergangenen Jahr entsandt hatte. Im Januar hatte Nordkorea erklärt, sein Fernbleiben bei den Winterspielen sei auf "Machenschaften feindseliger Kräfte und die weltweite Pandemie" zurückzuführen.

Er wolle zusammen mit Xi Jinping die "unüberwindlichen strategischen Beziehungen" zwischen beiden Länden auf eine "neue, höhere Stufe" führen, schrieb Kim in seinem Grußschreiben an den chinesischen Präsidenten. China ist der engste Verbündete Nordkoreas.

Zuletzt hatte Nordkorea mit einer Reihe von neuen Raketentests für Unruhe in der Region gesorgt. Am Freitag wollte sich in New York der UN-Sicherheitsrat mit Nordkorea befassen. Am Montag hatte das Land den ersten Test einer atomwaffenfähigen Mittelstreckenrakete seit 2017 bestätigt. Eine solche Rakete könnte auch die US-Pazifikinsel Guam treffen.

Hongkonger Aktivist kurz vor Olympia-Protest festgenommen

12:39 Uhr: Kurz vor einem geplanten Protest anlässlich die Winterspiele in Peking ist in Hongkong ein bekannter Aktivist festgenommen worden. Wie lokale Medien berichteten, wurde der Bürgerrechtler Koo Sze-yiu am Freitag wegen unterstellter Verstöße gegen das nationale Sicherheitsgesetz in Gewahrsam genommen.

Laut der Berichte hatte Koo zuvor eine Ankündigung verschickt, wonach er am Freitagmorgen vor dem Verbindungsbüro der chinesischen Regierung einen Protest anlässlich der Winterspiele in Peking abhalten wollte. Koo wollte demnach auf die Unterdrückung von Menschenrechten durch die chinesische Regierung aufmerksam machen.

Im Sommer 2020 hatte Peking ein drakonisches nationales Sicherheitsgesetz für seine Sonderverwaltungsregion Hongkong erlassen, welches die politischen Rechte der Bevölkerung stark beschneidet. Viele Anhänger der Opposition wurden seither entweder verhaftet, haben sich aus der Politik zurückgezogen oder sind ins Ausland geflohen.

Olympia-Arzt Wolfarth nach Corona-Fällen: "Sicheres Umfeld" in Peking

12:14 Uhr: Trotz der Corona-Fälle im deutschen Team bei den Winterspielen in Peking attestiert Olympia-Arzt Bernd Wolfarth den Gastgebern, Athleten und Betreuern ein "sicheres Umfeld" zu bieten. "Das Konzept wird sehr gut durchgeführt. Es wird ein hohes Maß an Sicherheit geboten. Wir haben ein gutes Gefühl", sagte er am Freitag, nachdem zwei der sechs am Donnerstag bekanntgewordenen Corona-Fälle durch Nachtests bestätigt worden waren.

Die Nordischen Kombinierer Eric Frenzel und Terence Weber mussten vorerst in die Corona-Quarantäne. Dagegen ergaben Nachtests bei vier weiteren zunächst positiv getesteten deutschen Athleten einen negativen Befund, wie der Deutsche Olympische Sportbund mitteilte. Zuvor war der Eiskunstläufer Nolan Seegert corona-positiv getestet und ebenfalls isoliert worden.

"Den beiden Athleten geht es den Umständen gut", berichtete Wolfarth. Sie müssten weiter regelmäßige PCR-Tests machen. "Wir kümmern uns um die Athleten und versuchen, sie bestmöglich zu versorgen."

Ob Frenzel und Weber möglicherweise doch noch an den Start gehen könnten, hänge vom klinischen Verlauf der Infektion ab. "Das Playbook sieht eine Rückkehr ins Team zurück vor", erklärte er. "Ob sie in den Sport zurückkehren können, muss man abwarten. Am Ende gilt da auch: Safety first."

Auch Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig hält das Hygienekonzept und das Vorgehen bei positiven Corona-Tests für effektiv. "Wir sind 14 Tage hier. Es zeigt sich, dass die Gegenmaßnahmen gegen das Coronavirus im Closed-Loop konsequent und erfolgreich sind", sagte er.

"Wenn es uns gelingt, die Athleten gesund in diesen Closed-Loop zu bringen, haben wir große Chancen, dass es bei dem Status bleibt." Fast alle Infektionen seien von außen bei der Einreise nach China hineingetragen worden.

Eishockey-Training ohne vier Spieler - Aber Corona-Entwarnung

11:52 Uhr: Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat ohne vier Spieler am Freitag erstmals in Peking trainiert. Bei der ersten Einheit nach der Ankunft in der Olympia-Stadt am Donnerstag fehlten die Abwehrspieler Marcel Brandt und Korbinian Holzer, sowie die Stürmer Stefan Loibl und Daniel Pietta.

Bei drei Spielern hatte es am Donnerstag nach der Anreise in China einen positiven Corona-Test gegeben. Die Nachtests fielen dann am Freitag indes negativ aus.

Ein Spieler aus dem 25-köpfigen Eishockey-Kader war zudem noch nicht mit nach Peking geflogen, da er nach einer Corona-Infektion in Deutschland noch nicht genügend negative Tests vorweisen konnte. Er soll am Samstag in Peking eintreffen.

"Wir freuen uns, dass wir grünes Licht haben und loslegen können. Wir gehen davon aus, dass wir dann ab Samstag unseren Kader komplett hier haben", sagte Sportdirektor Christian Künast. Am Donnerstag startet Deutschland gegen Rekord-Olympiasieger Kanada ins Turnier.

Kombinierer Frenzel und Weber bei Olympia in Corona-Quarantäne

11:02 Uhr: Die Nordischen Kombinierer Eric Frenzel und Terence Weber müssen bei den Olympischen Winterspielen in Peking vorerst in die Corona-Quarantäne. Dagegen ergaben Nachtests bei vier weiteren zunächst positiv getesteten deutschen Athleten einen negativen Befund, wie der Deutsche Olympische Sportbund am Freitag mitteilte.

Mehr dazu lesen Sie hier: Nächster Corona-Schock für Deutschland: Zwei Medaillenhoffnungen in Quarantäne

Horror-Verletzung überschattet Olympia-Auftakt

10:22 Uhr: Die USA sind gegen Finnland mit einem 5:2 (2:0, 2:0, 1:2) ins Eishockeyturnier der Frauen bei den Olympischen Winterspielen in Peking gestartet. Die Amerikaner mussten aber gleich im ersten Drittel die schwere Verletzung von Brianna Decker verkraften, die per Liege vom Eis gebracht wurde. USA Hockey bestätigte laut ESPN, dass die Winterspiele für die 30-Jährige beendet sind.

Vorausgegangen war der schlimmen Verletzung ein Zweikampf der Amerikanerin mit Ronja Savolainen, bei dem sich im Sturz die Beine der Athletinnen verhedderten. Deckers linker Fuß wurde unter dem Körper ihrer Gegenspielerin begraben und verdreht. Ihre Schreie waren in der nahezu leeren Halle nicht zu überhören.

Für Brianna Decker sind die Winterspiele, ehe diese überhaupt offiziell eröffnet worden sind, wieder vorbei.

"Es war schrecklich", wird US-Kapitänin Coyne Schofield zitiert: "Es war schwer mitanzusehen. Sie ist eine der härtesten, stärksten Spielerinnen der Welt - und wenn du sie so reagieren hörst, war es natürlich vernichtend und nervenaufreibend für uns." Immerhin: Decker kehrte auf Krücken und mit Stützschuh noch während der Partie zurück in die Halle.

Rekord-Olympiasieger Kanada startete indes mit einem Kantersieg ins Turnier. Die Weltmeisterinnen aus dem Eishockey-Mutterland deklassierten die Schweiz, den Olympiadritten von 2014, zum Vorrundenauftakt in der Gruppe A mit 12:1 (3:0, 5:0, 4:1).

Blayre Turnbull (3), Sarah Fillier (2), Natalie Spooner (2), Laura Stacey (2), Rebecca Johnston, Ashton Bell und Erin Ambrose erzielten im Nationalen Hallenstadion die Tore für Team Canada, das 2018 nach vier Olympiasiegen in Folge den USA den Vortritt hatte lassen müssen. Für die Schweizerinnen traf nur Lara Stalder.

Skiverband benennt Olympia-Starter für Skiathlon

10:19 Uhr: Die deutschen Skilangläufer Lucas Bögl, Jonas Dobler, Friedrich Moch und Florian Notz bestreiten den Skiathlon bei den Olympischen Winterspielen in China. Das geht aus dem Aufgebot hervor, das der Deutsche Skiverband (DSV) am Freitag bekannt gab.

Zu den Favoriten zählen die Deutschen in dem Rennen über 2 x 15 Kilometer in Zhangjiakou am Sonntag ab 08:00 Uhr (ZDF und Eurosport) nicht. Beim Skiathlon wird die Hälfte der Strecke im freien Stil und die andere Hälfte in der Skating-Technik absolviert.

Deutsches Team läuft bei Eröffnungsfeier als 85. Mannschaft ein

09:02 Uhr: Die deutsche Mannschaft muss bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Peking lange auf ihren Auftritt warten. Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Bobfahrer Francesco Friedrich als Fahnenträger führen das deutsche Team am Freitagabend (20:00 Uhr Ortszeit/13:00 Uhr LIVE bei uns im Ticker) erst als 85. von 91 Nationen ins Nationalstadion.

Das geht aus der von den Organisatoren veröffentlichten Liste hervor. Bei der Reihenfolge geht es nach der Anzahl der Striche im ersten Zeichen des Ländernamens auf Chinesisch. Deutschland "De" hat mit 15 Strichen relativ viele.

Beim Einmarsch ins Vogelnest-Stadion werden rund 75 Mitglieder des Teams dabei sein, darunter etwa 20 Athletinnen und Athleten, wie der Deutsche Olympische Sportbund mitteilte. Insgesamt sind 149 Sportlerinnen und Sportler für die Peking-Spiele nominiert worden. Viele von ihnen verzichteten wegen der Corona-Ansteckungsgefahr auf eine Teilnahme an der Eröffnungsfeier.

Traditionell als erste Mannschaft läuft Griechenland als Veranstalter der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 ein. Den Abschluss der Nationen-Parade bildet China als aktueller Gastgeber. Während wie die deutsche Mannschaft zahlreiche Teams jeweils einen Mann und eine Frau als Fahnenträger benannt haben, werden die Flaggen von Nigeria, Liechtenstein und den Virgin Islands den Angaben zufolge von Olympia-Freiwilligen getragen.

Eröffnungsfeiern mit Pannen - und mit einem Hingucker aus Tonga

Eröffnungsfeiern bei Olympischen Spielen werden stets mit besonderer Spannung und Vorfreude erwartet. Was wird geboten, wieviel Aufwand ist betrieben worden, welche Botschaft wird vermittelt? Das ist in Peking 2022 nicht anders. Zuletzt aber klappte nicht alles reibungslos. Dafür entschädigen dann Exoten wie Pita Taufatofua. (Teaserbild: AFP/Jonathan Nackstrand) © Eurosport

Skeletonfahrerin Meylemans: "Durch die Hölle und zurück und dann zurück in die Hölle"

07:09 Uhr: Die belgische Skeletonfahrerin Kim Meylemans hat sich nach ihrer Corona-Odyssee erneut mit einem emotionalen Auftritt zu Wort gemeldet und viel Unterstützung aus ihrem Heimatland erfahren. Sie sei "durch die Hölle und zurück und dann zurück in die Hölle" gegangen, sagte die 25 Jahre alte Athletin in einem Beitrag auf Instagram. Bei ihrer Ankunft vor Olympia in China war Meylemans positiv auf Corona getestet worden und nach einem aufwühlenden Tag schließlich ins olympische Dorf nach Yanqing gebracht worden.

Nach Meylemans' Ankunft und einem negativen Ergebnis war ein dritter Test wieder positiv, woraufhin sie in ein Quarantäne-Hotel kam. Nachdem sie am Mittwoch diese Unterbringung verlassen durfte, war sie zunächst an einen anderen Quarantäne-Ort gebracht worden. Inzwischen ist sie im olympischen Dorf in einem separaten Zimmer. Dort wird sie zweimal am Tag getestet und kann isoliert auf der Bahn trainieren. Bilder von ihrem Zimmer zeigte Meylemans in einem Video im Internet.

Sie dürfe ihr Zimmer nicht verlassen, alles sei abgeschlossen, erzählte sie. In dem Clip wurden auch Solidaritätsbekundungen von Sportlerinnen und Sportlern und anderer Prominenz aus Belgien gezeigt. Bereits ein erster Auftritt auf Instagram hatte für Aufsehen gesorgt, als Meylemans unter Tränen von ihren Erfahrungen berichtet und gesagt hatte: "Ich weiß nicht, ob ich es noch 14 Tage länger bei den Olympischen Spiele aushalten kann, wenn ich in Quarantäne bin."

Kuriosum bei olympischem Eishockey-Turnier

06:50 Uhr: Das Eishockey-Turnier der Frauen hat den Olympischen Winterspielen am ersten Vorrundentag eine kuriose Szene beschert. Am Ende der Partie zwischen Finnland und den USA hatten die Schiedsrichterinnen am Donnerstag in Peking einen korrekt erzielten Treffer der Finninnen nicht gegeben - und diesen Irrtum erst nach dem Studium der Videobilder nach der Partie erkannt. Als das Spiel bereits offiziell beendet war und die Mannschaften sich schon zum Handschlag auf dem Eis gegenüberstanden, entschieden die Unparteiischen, dass noch einmal zwei Minuten und 20 Sekunden nachgespielt werden müssten.

Die Finnin Susanna Tapani hatte 2:20 Minuten vor Schluss zum 2:5 getroffen, doch nach Meinung der Schiedsrichterinnen war der Puck nicht im Tor. Eine Fehlentscheidung, wie sich herausstellte. Eine Wende gelang Finnland in zwei Minuten nicht mehr, es blieb beim 2:5.

Dritter Wettkampftag in Peking: Die Highlights aus der Olympia-Nacht

Der Tag der offiziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele ist bereits der dritte Wettkampftag in Peking. Die Skispringerinnen haben genauso trainiert wie die Alpinen - und im Eiskunstlauf gibt es für Deutschland die erste Enttäuschung. (Teaserbild: AFP/Christof Stache) © Eurosport

Althaus untermauert Favoritenrolle

06:44 Uhr: Katharina Althaus hat ihre Position als Mitfavoritin auf den Olympiasieg eindrucksvoll untermauert. Die 25-Jährige sprang im zweiten Training auf der Normalschanze in Zhangjiakou am Freitag 104,5 Meter weit und gewann damit den ersten Übungsdurchgang. "Mein Sprung heute war richtig, richtig gut. Ich hatte ein megagutes Gefühl", sagte die Oberstdorferin bei strahlendem Sonnenschein und großer Kälte.

Althaus, die tags zuvor in drei Durchgängen auf die Plätze drei, fünf und fünf gesprungen war, ergänzte: "Ich habe einfach genau das umgesetzt, was ich wollte und was ich gestern noch nicht ganz geschafft habe. Daher bin ich sehr zufrieden mit dem heutigen Tag und bereit für morgen. Ich freue mich riesig!" Althaus entschied sich nach ihrem weiten Satz, auf weitere Trainingssprünge zu verzichten.

Auch weil die Führende im Gesamtweltcup, Marita Kramer aus Österreich, wegen einer Corona-Infektion nicht antreten kann, zählt sie zu den größten Favoritinnen auf Gold. Der Wettkampf findet an diesem Samstag ab 11.45 Uhr statt (ARD und Eurosport).

Eishockey-Spieler klagen über Trainingsbedingungen

06:25 Uhr: Deutschlands Eishockey-Spieler müssen sich bei den Olympischen Winterspielen noch an die Eisbedingungen in Peking gewöhnen. Kapitän Moritz Müller klagte am Freitag nach dem ersten Training über die Qualität des Eises in der Trainingshalle. "Die Eisbedingungen heute waren nicht gut. Es war sehr nass. Die Scheiben sind eigentlich nur nach links und rechts gesprungen", sagte der 35 Jahre alte Verteidiger der Kölner Haie. "Das sind die Bedingungen, mit denen alle zurecht kommen müssen. Aber ich sage nur, wie es ist."

Für europäische Verhältnisse war auch die Fläche auf dem Eis ungewohnt. "Es ist schon ziemlich klein. Man spürt den Unterschied", sagte Ex-NHL-Stürmer Dominik Kahun, der aus Nordamerika eigentlich kleinere Eisflächen als in Europa gewohnt ist. Auch bei den Winterspielen wird auf einer Fläche nach NHL-Standards gespielt. Die Trainingsfläche in Peking ist nach den Eindrücken der Spieler aber noch kleiner.

21 weitere Coronafälle vor den Olympischen Spielen

4:42 Uhr: Vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking sind weitere Beteiligte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Organisatoren am Freitag mitteilten, wurden unter 72 425 Corona-Tests am Vortag 21 Infizierte entdeckt. 14 der Infektionen wurden demnach bei Sportlern, Betreuern und anderen Olympia-Akkreditierten am Pekinger Flughafen bei der Anreise am gleichen Tag festgestellt.

Die übrigen sieben Infizierten sind Personen in der Olympia-Blase, die schon zuvor angereist waren. Darunter waren zwei Mitglieder von Mannschaften. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle ist seit dem 23. Januar auf insgesamt 308 gestiegen. Insgesamt sind den Angaben zufolge zwischen dem 23. Januar und dem 3. Februar 11 963 Personen zu den Spielen über den Flughafen Peking angereist.

Für die Olympischen Winterspiele in Peking gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten - von Athleten bis hin zu Journalisten - sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt. Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Nur nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig.

Olympia 2022: Die olympischen Sportstätten in Peking

14 Jahre nach der Austragung der Olympischen Sommerspiele erlebt Peking als erste Stadt in der Olympia-Geschichte auch die Winterspiele. Die Veranstalter haben teils vorhandene Sportstätten aus Platz- und Kostengründen umgebaut. Und mancherorts liegt jetzt Schnee, wo es zuvor keinen gab. (Teaserbild: action press/SIPA PRESS/Xinhua/Zhang Chenlin) © Eurosport

Deutsche Eiskunstlauf-Mannschaft sorgt für emotionalen Moment

04:29 Uhr: Mit einem selbst gebastelten Plakat für ihr im olympischen Teamwettbewerb von Peking fehlendes Paar hat die deutsche Eiskunstlauf-Mannschaft für einen emotionalen Moment gesorgt. Nach dem Kurzprogramm des Berliners Paul Fentz versammelte sich das ganze Team am Freitag vor der TV-Kamera, Einzelläuferin Nicole Schott hielt das Plakat mit Fotos des in Corona-Quarantäne befindlichen Nolan Seegert und dessen Partnerin Minerva Hase und der Aufschrift "We miss you" hoch. "Die Stimmung ist trotzdem gut. Es bringt ja nichts, wenn wir uns alle runterziehen. Wir sind als Team stark", sagte Fentz und verriet: "Das Plakat haben die Mädels gebastelt, die sind ein wenig kreativer als die Jungs."

Seegert war nach seiner Ankunft in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden und muss in Quarantäne bleiben, bis er zwei negative PCR-Tests binnen 24 Stunden vorweisen kann. Durch den Ausfall seines Paares ist das deutsche Team im ersten olympischen Wettbewerb chancenlos, da ohnehin nur fünf der zehn Mannschaften das Finale erreichen. Ziel der deutschen Eiskunstläufer ist deshalb Platz acht, um die Olympiaförderung für die kommenden vier Jahre zu sichern.

Am ersten von drei Wettkampftagen im Team-Vergleich hatten am Freitag zudem die Eistänzer Katharina Müller/Tim Dieck (Berlin/Dortmund) ihren Auftritt.

Der Start verlief nicht optimal. Fentz konnte sein Kurzprogramm nicht wie geplant umsetzen und wurde Letzter. "Beim Toeloop war ich viel zu schnell, zu energiegeladen. Da blieb mir nur die Doppelkombi übrig. So war das nicht geplant", sagte der deutsche Meister. Da der 29-Jährige nur für den Teamwettbewerb gemeldet wurde, sind die Winterspiele für ihn schon wieder beendet. "Die Eröffnungsfeier mache ich mit, am 7. Februar fliege ich wieder nach Hause."

Seegert und Hase haben noch die Chance auf ihren Wettbewerb. Im Paarlauf geht es für die EM-Achten erst am 18. und 19. Februar um die Medaillen. Genügend Zeit, um sich aus der Quarantäne freizutesten und vor dem Wettbewerb noch trainieren zu können.

Olympia-News vom 03. Februar lesen Sie hier.

Lesen Sie auch:

Mit Material von dpa und AFP.