Das Coronavirus hat Deutschland, Europa und die Welt fest im Griff. Alle Entwicklungen zum Coronavirus im News-Blog.

Coronavirus: Die Entwicklungen vom Sonntag, 1. März

Weiteres Serie-A-Spiel fällt aus

22:50 Uhr: In der italienischen Fußball-Liga Serie A ist wegen des Ausbruchs des neuen Coronavirus eine weitere Partie abgesagt worden. Die Begegnung zwischen Sampdoria Genua und Hellas Verona findet nach Angaben der Liga nicht an diesem Montag statt und soll am 13. Mai ausgetragen werden. Bereits am Wochenende waren fünf Partien des 26. Spieltages der Serie A verlegt worden, darunter das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Juventus Turin und Verfolger Inter Mailand.

MotoGP-Rennen in Katar abgesagt

20:56 Uhr: Das erste MotoGP-Rennen der Motorrad-WM fällt aus. Die Veranstalter haben am Sonntag den für die kommende Woche geplanten Grand Prix von Katar in Losail abgesagt. Als Grund wurden Reisebestimmungen für Flüge aus Italien genannt, die wegen des neuen Coronavirus gelten. Stattfinden sollen die Moto2- und Moto3-Rennen, da Teams und Fahrer dieser Klassen wegen der Testfahrten bereits vor Ort seien.

Louvre wegen Coronavirus geschlossen

19:43 Uhr: Der Pariser Louvre ist am Sonntag geschlossen geblieben, weil die Mitarbeiter aus Sorge um die Coronavirus-Epidemie ihre Arbeit niedergelegt haben. Trotz der Gespräche mit den Beschäftigten über die vom Louvre angeordneten Präventionsmaßnahmen habe das Museum nicht öffnen können, teilte die Pressestelle mit. An diesem Montag soll es weitere Gespräche geben. Das Kunstmuseum wurde im Jahr 2019 von 9,6 Millionen Menschen besucht.

Satellitenbilder zeigen Auswirkungen

17:48 Uhr: Der Ausbruch des Coronavirus hat erhebliche Auswirkungen auf die Industrie. Wie enorm diese in China sein könnten, zeigen jetzt Satellitenbilder der Nasa und Esa: Wo in der Region Wuhan am 25. Februar 2019 noch eine extrem hohe Belastung mit Stickstoffdioxid oder kurz NO2 (dargestellt in dunkelrot) nachgewiesen wurde, ist die Konzentration des giftigen Gases in der Luft ein Jahr später nur noch sehr gering (hellblau).

Von Wuhan habe sich der Rückgang des Stickstoffdioxid-Ausstoßes über China ausgebreitet. Ein geringer Rückgang ist im Zeitraum rund um das chinesische Neujahrsfest Ende Januar oder Anfang Februar immer zu beobachten - der jetzt beobachtete halte jedoch deutlich länger an.

Die Forscher äußern die Vermutung, dass der starke Rückgang mit dem Ausbruch des Coronavirus zu tun haben könnte. "Es gibt Hinweise darauf, dass die Änderung zumindest teilweise mit der wirtschaftlichen Abkühlung nach dem Ausbruch des Coronavirus zusammenhängt." NO2 ist in Abgasen von Kraftwerken, Fabriken, Heizungen und Fahrzeugen enthalten.

"Dies ist das erste Mal, dass ich für ein bestimmtes Ereignis einen so dramatischen Rückgang über ein so weites Gebiet sehe", sagt Nasa-Forscherin Fei Liu. Zuvor sei unter anderem während der Wirtschaftskrise 2008 ein gradueller Rückgang zu beobachten gewesen, außerdem - allerdings vorübergehend und lokal - während der Olympiade in Peking 2008.

Zwei Beamtinnen der Polizei in Viersen infiziert

17:07 Uhr: Von den Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen sind auch zwei Beamtinnen der Polizei betroffen. Wie die Kreispolizeibehörde Viersen am Sonntag mitteilte, wurden die beiden am Samstag positiv auf das Virus getestet. Demnach zeigen die Beamtinnen, die zwar bei der Kreispolizei arbeiten, aber nicht im Kreis Viersen wohnen, derzeit keine Krankheitssymptome und befinden sich in häuslicher Isolation.

"Wir nehmen die Lage ernst, aber es besteht derzeit kein Grund zur Besorgnis", erklärte der Abteilungsleiter der Polizei, Manfred Krüchten. Alle notwendigen Vorsorgemaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus würden verstärkt. "Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Viersen ist nach wie vor gewährleistet", fügte Landrat Andreas Coenen als Behördenleiter der Kreispolizei hinzu.

Jetzt ist auch Tschechien betroffen

16:35 Uhr: In Tschechien sind die ersten drei bestätigten Coronavirus-Infektionen aufgetreten. Bei keinem der Patienten nehme die Erkrankung einen schweren Verlauf, teilte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Sonntag im tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT mit. Es handele sich um zwei Tschechen, die in Italien gewesen seien, und eine US-Amerikanerin, die dort studiere.

Die Patienten befinden sich demnach aktuell auf Isolierstationen in Krankenhäusern in Prag sowie in Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) nahe der deutschen Grenze. Die Proben, die im nationalen Referenzlabor in Prag untersucht wurden, werden nun für eine zusätzliche Überprüfung an ein Labor in Berlin entsandt.

Iran-Urlauber aus Deutschland hat sich infiziert

16:01 Uhr: Erstmals gibt es in Nordrhein-Westfalen eine nachgewiesene Infektion mit dem neuartigen Coronavirus, bei der es keinen Bezug zum Kreis Heinsberg gibt. Nach einem zweiwöchigen Urlaub im Iran zeigte ein 51-Jähriger Mann aus Münster Symptome der Erkrankung und meldete sich bei der Uniklinik Münster, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Seit Samstagabend liegt das positive Testergebnis vor.

Laut Mitteilung der Stadt wird der Münsteraner stationär und isoliert von anderen Patienten in der Uniklinik behandelt. Die Ehefrau habe sich freiwillig in Quarantäne begeben. Nach Angaben der Klinik zeigt der Mann "leichte Symptome und ist in einem guten Zustand." Die Stadt hat den Regeln entsprechend einen Krisenstab eingerichtet. Der Mann war von Teheran nach Frankfurt geflogen und von dort mit der Bahn und dem Auto über Köln nach Münster gefahren.

Sicherheitspersonal bei RB Leipzig zieht Gummihandschuhe über

14:59 Uhr: Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Fußball-Bundesligist RB Leipzig die Vorsichtsmaßnahmen erhöht. Vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen trug am Sonntag zahlreiches Personal an den Einlässen sowie im Stadion Gummihandschuhe. Zudem stellte der Club im Stadionbereich Desinfektionsmittelspender auf. Unter der Woche hatte RB bereits alle Reisen für Angestellte storniert, auf Händeschütteln wird größtenteils verzichtet.

Neuer Infektionsfall in abgeriegeltem Hotel auf Teneriffa

13:10 Uhr: In dem seit Dienstag auf Teneriffa unter Quarantäne gestellten Hotel ist bei einem weiteren Gast eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Damit sei die Zahl der Infizierten auf der spanischen Urlaubsinsel auf fünf gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden der Kanaren am Samstagabend mit.

Bei dem Patienten handele es sich - wie bereits bei den zuvor bestätigten vier Fällen - um einen Italiener aus derselben Reisegruppe.

In Spanien insgesamt ist die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Menschen bis Sonntagmittag auf über 70 gestiegen, teilte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, mit.

Frau aus Heinsberg kritisiert Ausbleiben eines Tests

14:27 Uhr: Eine von der Quarantäne betroffene Frau im Kreis Heinsberg hat Zweifel geäußert, ob als Vorsorge gegen eine Sars-CoV-2-Ausbreitung genügend Tests vorgenommen werden. "Mein Mann und ich, wir arbeiten beide in sensiblen Bereichen. Wir gehen morgen wieder zur Arbeit ohne sicher zu sein, dass wir nicht infiziert sind." Sie habe beruflich viel Kontakt zu Jugendlichen und Familien. Ihr Mann sei Pfleger. "Man hat bei uns keinen Abstrich genommen. Bei Leuten, die in sensiblen Bereichen arbeiten, sollten aber standardmäßig Tests durchgeführt werden." Mit 65 Infektionen bis Sonntagmittag ist der Kreis stark betroffen.

Sie habe mit ihren Kindern die Karnevalssitzung in Gangelt Mitte Februar besucht, die als Ausgangspunkt für die Infektion in NRW gilt. "Wir hatten da auch direkten Kontakt zu dem Ehepaar, das jetzt schwer erkrankt ist." Ein 47-Jähriger - er wird als erster Infizierter in NRW eingestuft - und seine um ein Jahr jüngere Frau werden derzeit im Düsseldorfer Uniklinikum behandelt. "Ich hätte am liebsten eine schriftliche Bestätigung dafür, dass ich ohne Bedenken wieder arbeiten kann und niemanden anstecke", schilderte die Frau.

Italiens Regierung muss Wirtschaft mit Milliarden-Paket auffangen

12:53 Uhr: Die italienische Regierung plant ein Hilfspaket für die durch den Coronavirus-Ausbruch zusätzlich angeschlagene Wirtschaft in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri am Sonntag in einem Interview der "La Repubblica". Ministerpräsident Giuseppe Conte sprach in der Zeitung "Il Fatto Quotidiano" den Wunsch Roms an, dass das hoch verschuldete Land die Defizitquote für den Staatshaushalt erhöhen wolle. Das werde mit der Europäischen Union abgestimmt, wurde er in Agenturen zitiert.

Deutsche Touristen in Österreich positiv getestet

12:07 Uhr: In Wien sind vier weitere Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Bei den Betroffenen handelt es sich um eine Wienerin, die kürzlich aus Mailand zurückgekehrt war, einen Wiener sowie zwei deutsche deutsche Touristen. Damit steigt die Zahl von Infizierten in Österreich auf 14.

Alle Betroffenen seien in einem guten Zustand, sagte ein Sprecher des Wiener Gesundheitsministers am Sonntag.

Das deutsche Touristenpaar war zuvor auf einer Karnevalsveranstaltung in Deutschland und hatte dort Kontakt mit einem Infizierten. Es wurde in einem Wiener Krankenhaus behandelt, durfte dann aber wieder ins Hotel. Dort sei es abgeschottet, um andere Gäste nicht zu gefährden.

Skisaison steht vor vorzeitigem Abbruch

12:06 Uhr: In der Regel ist mangelnder Schnee das größte Problem des Wintersports. In dieser Saison aber mischt sich das Coronavirus ein. Dem Ski-Weltcup droht das vorzeitige Aus.

Fest steht, dass das Weltcup-Finale in in Cortina d'Ampezzo vor leeren Rängen stattfinden soll. Der Olympia-Austragungsort von 1956 liegt in der vom Ausbruch der Epidemie betroffenen Region Venetien. "Da macht es für mich keinen Sinn hinzufahren, weil die Gefahr zu groß ist", sagte ARD-Experte Felix Neureuther.

Dass der Herren-Tross wie geplant am Wochenende nach Kvitfjell in Norwegen fliegt, ist auch nicht gesichert. Um die Verbreitung des Virus zu verhindern, raten Behörden in manchen Ländern von solchen Reisen ab. Bis zum Abflug am Dienstag muss eine Entscheidung her.

Viele Ski-Teams hoffen auf ein Machtwort des Weltverbandes FIS. Sollte dieser die Verantwortung für die Austragung der Rennen in Norwegen und in Cortina nicht übernehmen, dürfte die Saison vorzeitig beendet werden. "Wir müssen die Situation beobachten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die nationalen und lokalen Behörden werden uns dabei beraten und informieren", sagte der Damen-Rennchef Peter Gerdol am Sonntag in La Thuile, wo die Alpine Kombination der Damen wegen zu viel Neuschnees abgesagt wurde.

Robert-Koch-Institut: 117 Infektionen in Deutschland

11:40 Uhr: Bis Sonntagvormittag sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 117 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. Noch am Freitag waren es erst 53 Nachweise. Allein in Nordrhein-Westfalen sind es nach der aktuellen Liste mittlerweile 66 Fälle, in Bayern 19 und in Baden-Württemberg 15.

Die tatsächliche Zahl der Fälle dürfte etwas darüber liegen, weil neue Nachweise hinzukommen. So sind es nach einer dpa-Auswertung in Rheinland-Pfalz mittlerweile drei Fälle statt wie vom RKI gemeldet zwei. Im Saarland, und den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin sind bisher keine Fälle von Infektionen mit dem Sars-CoV-2 bekannt geworden. Weltweit gibt es laut RKI 85.207 Fälle, der Großteil davon in China. Die meisten Fälle außerhalb Chinas gibt es mit 2.931 nachgewiesenen Infektionen in Südkorea.

Corona bei Hunden: Tierarzt warnt vor Panik

11:14 Uhr: In Hongkong wurde ein Hund laut der örtlichen Gesundheitsbehörde "schwach positiv" auf das neuartige Coronavirus getestet. Der Erreger war an Nase und Schnauze des Tieres gefunden worden. Damit steigt auch die Verunsicherung bei Haustierbesitzern. Die Sorge scheint jedoch unbegründet zu sein: "Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass das Virus Covid-19 auf Hunde übertragbar ist", sagt Patrick Kircher, ärztlicher Direktor des Tierspitals Zürich, gegenüber "20min.ch".

Es könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus in Zukunft mutieren und auch Hunde anstecken könnte, sagt Patrick Kircher. Dies sei zum jetzigen Zeitpunkt aber nach Lage der Dinge nicht der Fall.

Japans Sumo-Elite ringt ohne Publikum

10:29 Uhr: Im Gastgeberland der kommenden Olympischen Spiele beeinflusst die Coronavirus-Epidemie weiter die sportlichen Großereignisse. Das Sumo-Frühlingsturnier in Osaka, einer der populärsten Wettkämpfe in Japan, wird vom 8. bis 22. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Dies gab der japanischen Sumo-Verband am Sonntag bekannt.

"Wir haben diese Entscheidung getroffen, um mitzuhelfen, dass die Ausbreitung der Infektion gestoppt wird", hieß es in einer Verbands-Mitteilung. Das Turnier war mit rund 7.000 Zuschauern pro Tag ausverkauft.

In Japan, dessen Hauptstadt Tokio vom 24. Juli bis 9. August Olympia-Schauplatz sein soll, sind mindestens 230 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert worden, fünf Todesfälle soll das Virus verursacht haben. Deswegen wird die Davis-Cup-Partie zwischen Japan und Ecuador ohne Zuschauer ausgetragen, alle Spiele der höchsten Fußball-Liga wurden bis zum 15. März abgesagt.

Luxemburg meldet ersten Corona-Kranken

10:19 Uhr: Das Coronavirus hat jetzt auch das Großherzogtum Luxemburg erreicht. Das Virus Sars-CoV-2 wurde bei einem 40 Jahre alten Mann bestätigt, teilte Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Samstagabend in Luxemburg mit. Der Mann hatte sich in Italien aufgehalten und war Anfang der Woche per Flugzeug über Charleroi aus Belgien nach Luxemburg zurückgekehrt. Es gehe ihm gut. "Wir sind jetzt dabei, zu untersuchen, mit wem die Person in Kontakt war", sagte Lenert. Der Mann habe sich nach dem Auftreten von Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet und befinde sich jetzt in einer Luxemburger Klinik. Zu Panik gebe es keinen Anlass, sagte Lenert.

Vier Neu-Infektionen in Hessen

9:30 Uhr: Das neuartige Coronavirus hat Frankfurt am Main erreicht. In Hessen wurden am späten Samstagabend vier weitere Infektionen bestätigt, wie das Sozialministerium in Wiesbaden auf seiner Internetseite mitteilte. Betroffen seien drei Männer aus der Mainmetropole und eine Frau aus dem Landkreis Groß-Gerau. Damit steigt die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Fälle in Hessen auf acht.

DFB-Präsident: Spielabsagen liegen nicht in unserer Hand

8:25 Uhr: DFB-Präsident Fritz Keller hält die weiteren Folgen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für den Sport für schwer abschätzbar und will sich bei möglichen Konsequenzen im Fußball auf das Urteil von Experten verlassen. "Letztendlich müssen das die Behörden entscheiden, ob ein Spiel stattfindet oder nicht. Das steht nicht in unserer Macht", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Er könne nicht vorhersagen, ob Bundesliga-Spiele oder die EM betroffen sein könnten.

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat seit einigen Tagen auch immer mehr Auswirkungen auf den Sport. Für ganz Deutschland zählte das Robert-Koch-Institut bis Samstagvormittag 66 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2, weltweit sind mehr als 85.000 Menschen infiziert. "Wir haben mit einer Geschichte zu tun, an die wir nüchtern rangehen müssen", sagte Keller, der gleichzeitig forderte: "Wir müssen das sehr ernst nehmen."

Griechenland meldet siebte infizierte Person

8:20 Uhr: Die griechischen Gesundheitsbehörden haben am Sonntag drei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Griechenland auf sieben. Keiner der Erkrankten sei in Lebensgefahr, berichtete der Staatsrundfunk unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Athen.

300 Menschen im Kreis Heinsberg nicht mehr in Quarantäne

8:15 Uhr: Für mehrere hundert Bewohner im Kreis Heinsberg ist am Sonntag die häusliche Quarantäne wegen des Coronavirus zu Ende gegangen. Rund 300 Karnevalisten, die eine Sitzung am 15. Februar in Gangelt besucht hatten, und ihre Familien waren zu der vorsorglichen Maßnahmen aufgerufen worden. Seit Sonntag dürfen Betroffene, die keine Krankheitssymptome zeigen, sich wieder ohne Einschränkungen bewegen, sagte ein Kreissprecher am Morgen. Der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiterhin in ernstem Gesundheitszustand ist, hatte an der Karnevalssitzung teilgenommen. Die geschätzt 600 bis 700 Bewohner könnten nun wieder normal am öffentlichen Leben teilnehmen, schilderte der Sprecher.

Wer allerdings Symptome zeige, solle weiter daheim bleiben und telefonisch den Hausarzt kontaktieren - gemäß den erteilten Anweisungen.

Etwa 1.000 Personen waren insgesamt im dem Kreis nahe der niederländischen Grenze in häusliche Isolierung gegangen. Rund ein Drittel von ihnen wird sich dem Sprecher zufolge noch bis Ende der kommenden Woche gedulden müssen. Es handele sich dabei vor allem um Kinder - mitsamt ihren Familien - aus der Kita, in der die ebenfalls infizierte Ehefrau des Ersterkrankten Erzieherin ist.

Horst Seehofer: "Impfstoff kommt wohl erst zum Jahreswechsel"

8:00 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer geht nicht von einem schnellen Ende des Kampfes gegen das neuartige Coronavirus aus. "Ich rechne damit, dass wir zum Jahreswechsel einen entsprechenden Impfstoff zur Verfügung haben", sagte er der "Bild am Sonntag". Bis dahin müsse man das Virus "mit den klassischen Mitteln des Seuchenschutzes bekämpfen. Wir müssen die Infektionsketten konsequent unterbrechen."

Auch die Absperrung von Regionen oder Städten schloss Seehofer nicht völlig aus. "Dieses Szenario wäre das letzte Mittel", sagte der CSU-Politiker. Seehofer selbst gibt als Schutzmaßnahme nach eigener Aussage anderen Menschen derzeit nicht mehr die Hand. "Ich sage aber jedes Mal, dass das nichts mit Unhöflichkeit zu tun hat."

Australien meldet ersten Toten durch das Coronavirus

7:14 Uhr: Nach den USA hat auch Australien seinen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Ein 78-jähriger Mann, der Passagier des in Japan unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" gewesen sei, sei am Sonntag in einem Krankenhaus in Perth gestorben, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Western Australia.

Auch seine 79-jährige Frau habe sich während der Kreuzfahrt mit dem Virus angesteckt, hieß es. Sie werde weiter in einem Krankenhaus in Perth behandelt.

Höchste Alarmstufe in Südkorea

5:40 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie hat Südkorea die höchste Krisenalarm-Stufe ausgerufen. Dies teilte Präsident Moon Jae In am Sonntag mit. Die Regierung werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um die Epidemie einzudämmen. "Wir werden den Covid-19-Ausbruch überstehen und unsere schrumpfende Wirtschaft wieder beleben."

Auch am Sonntag vermeldeten die südkoreanischen Behörden wieder hunderte neue Infektionen. Es seien 376 Neuinfektionen registriert worden, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Damit haben sich insgesamt schon mehr als 3.500 Menschen mit dem neuartigen Virus in Südkorea angesteckt.

Coronavirus: Die Entwicklungen vom Samstag, 29. Februar

Vier italienische Kicker infiziert

21:29 Uhr: In Italien ist der vierte Drittliga-Fußballer positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Spieler befinde sich in häuslicher Quarantäne und unter Beobachtung der Behörden, teilte der betroffene Club US Pianese am Samstag mit. Zuvor hatten sich bereits drei weitere Spieler und ein Club-Mitarbeiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Zuerst hatte ein 22 Jahre alter Profi vor dem Spiel gegen das U23-Team von Rekordmeister Juventus Turin am vergangenen Sonntag Grippesymptome gezeigt und wurde am Donnerstag in einem Krankenhaus in Siena auf eine Isolierstation gebracht.

Alle 15 Spieler des Clubs sowie die Betreuer und Verantwortlichen, die bei der Auswärtsfahrt des Teams am vergangenen Wochenende dabei waren, befinden sich nach Club-Angaben derzeit noch für zwei Wochen in Quarantäne. Das Training des Vereins wurde seitdem ausgesetzt. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. In Italien infizierten sich bislang mehr als 1100 Menschen.

Mönchengladbach meldet infizierte Lehrkraft

20:46 Uhr: Eine Lehrkraft aus einer Grundschule in Mönchengladbach hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt am späten Samstagabend mit und kündigte die Schließung der Grundschule mitsamt eines dazugehörenden Teilstandorts bis zum 15. März an. Die Lehrkraft befinde sich seit Donnerstag in häuslicher Quarantäne und habe zuvor an einem Unterrichtstag Kontakt zu Schülern der dritten Klassen sowie zum Lehrerkollegium gehabt. Daher sollen die rund 70 Schüler der dritten Klassen, alle 30 Lehrer und das übrige Schulpersonal in häuslicher Quarantäne bleiben.

Geschwisterkinder der betroffenen Schüler können weiterhin andere Schulen oder Kindergärten besuchen. Die Eltern der unter Quarantäne stehenden Jungen und Mädchen müssten ebenfalls nicht daheim isoliert bleiben. Insgesamt besuchen laut Stadt 375 Kinder in 15 Klassen die Grundschule.

Vereinigte Staaten reagieren mit Reisewarnung

20:13 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschärfen die USA ihre Reisehinweise für betroffene Regionen in Italien und in Südkorea auf die höchste Stufe. US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Samstag im Weißen Haus in Washington, für diese Gebiete werde die Stufe vier gelten. Damit wird von Reisen abgeraten.

Erster Todesfall in den Vereinigten Staaten

19:18 Uhr: In den USA ist erstmals eine mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Person gestorben. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington bestätigte den Todesfall am Samstag. US-Präsident Donald Trump wollte sich am Mittag (Ortszeit) im Weißen Haus zu den jüngsten Entwicklungen rund um das Virus in den USA äußern, wie er auf Twitter mitteilte.

In den USA waren bis Freitag nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bei 15 Menschen Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Weitere 47 Fälle gab es bei US-Staatsbürgern, die aus Japan oder China zurück in die Vereinigten Staaten gebracht wurden.

Trump bemühte sich bislang, das Thema herunterzuspielen. Am Freitag sagte er, von den 15 in den USA erkrankten Personen gehe es vielen "sehr viel besser". Nur eine Frau sei "sehr krank". Er hoffe, dass sich auch ihr Zustand bessere. Unklar war zunächst, ob es sich bei dem ersten Todesopfer um diese Frau handelte.

Trump hat wiederholt betont, die USA seien auf das Virus vorbereitet. Am Freitag sagte er: "Wir sind sehr gut organisiert. Wir haben große Talente, großartige Ärzte, großartige Leute." Am Mittwoch hatte er Vizepräsident Mike Pence damit beauftragt, den Kampf gegen das Virus zu leiten.

Virus aus dem Iran nach Bremen geholt

18:56 Uhr: Auch in Bremen gibt es den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Es handele sich um eine Frau, die sich noch bis Donnerstag im Iran aufgehalten habe, teilte der Senat der Hansestadt am Samstagabend mit. Das Land am Persischen Golf ist im internationalen Vergleich relativ stark betroffen. Die 1962 geborene Patientin werde derzeit in einer Klinik behandelt, sie zeige nur leichte Symptome. Das Gesundheitsamt sei in direktem Kontakt mit ihr. Ziel sei es, Kontaktpersonen zu ermitteln und erforderliche Maßnahmen einzuleiten.

Iran dementiert Bericht über zahlreiche Coronavirus-Tote

18:01 Uhr: Der Iran hat einen Medienbericht über mehr als 200 Coronavirus-Tote in dem Land als "Gerücht" zurückgewiesen. Im Iran seien bislang 43 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben - 593 Menschen seien mittlerweile infiziert, sagte ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums am Samstag.

Er warf ausländischen Medien vor, Falschinformationen zu verbreiten, und verwies in diesem Zusammenhang auf einen Bericht der BBC, wonach mindestens 210 Menschen im Iran durch die Coronavirus-Epidemie gestorben seien.

"Das, was wir als endgültige Statistiken veröffentlichen, beruht auf den neuesten endgültigen Ergebnissen von Laboruntersuchungen", sagte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur. Der iranische Sprecher prangerte "Gerüchte" sowie "falsche und widersprüchliche Inhalte" von Medien an, die "dem iranischen Volk nicht positiv" gegenüber stünden.

Die Japaner lassen ihre Kirschblütenfeste ausfallen

16:20 Uhr: Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Japan mehrere seiner berühmten Kirschblüten-Feste abgesagt. Die traditionellen Frühlingsfeiern in den Städten Tokio und Osaka, die jährlich Millionen von Menschen anlocken, werden nicht wie geplant im April stattfinden, wie die Organisatoren am Freitag mitteilten. Weitere Absagen von werden nach Berichten der örtlichen Medien voraussichtlich folgen.

Nur vereinzelte Hamsterkäufe in Deutschland

16:02 Uhr: Die Lebensmittelhändler in Bayern verzeichnen eine gestiegene Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Getränken. Die Lieferanten hätten ihre Lagerbestände deswegen bereits erhöht, teilte ein Sprecher des Handelsverbands Bayern am Samstag mit. "Auf eine erhöhte Nachfrage sind wir vorbereitet", so der Sprecher. In der Fläche sei bislang keine Zunahme an Hamsterkäufen aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus wahrzunehmen, hieß es weiter. In Einzelfällen könne er dies aber nicht ausschließen. Ein Blick in mehrere Lebensmittelgeschäfte in der Landeshauptstadt München bestätigt das.

Die Games-Developer-Konferenz wird verschoben

15:59 Uhr: Als nächstes großes Event der Technologie-Branche wird die Spieleentwickler-Konferenz GDC in San Francisco wegen der Coronavirus-Gefahr nicht wie geplant stattfinden. Sie werde von Mitte März auf den Sommer verlegt, teilten die Veranstalter am Wochenende mit. Einen konkreten neuen Termin nannten sie zunächst nicht. Zuvor hatten bereits Schwergewichte wie Sony, Microsoft und Electronic Arts die Teilnahme an der Konferenz abgesagt. Zur Games Developer Conference versammeln sich Insider aus der Spielebranche und Journalisten. Im vergangenen Jahr kamen 29.000 Teilnehmer.

Frankreich verbietet Großveranstaltungen

15:54 Uhr: Wegen des neuartigen Coronavirus hat Frankreich alle Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen untersagt. Diese Entscheidung sei vom Verteidigungs- und Ministerrat getroffen worden, teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Samstag mit. Als direkte Folge sagten die Organisatoren des Halbmarathons in Paris das Rennen am Samstag rund 24 Stunden vor dem geplanten Start ab.

Vierter Infektionsfall in den USA

15:26 Uhr: Die USA haben einen vierten Coronavirus-Fall ungeklärten Ursprungs gemeldet. Beim jüngsten Fall handelt es sich um einen minderjährigen Jungen im Bundesstaat Washington, der "vermutlich positiv" getestet wurde, wie die örtlichen Behörden am Freitag mitteilten, ohne weitere Angaben über den Patienten zu machen. Er befindet sich demnach in der Region Snohomish County in häuslicher Isolation. Seine Schule bleibt laut dem Gesundheitsministerium des Bundesstaates Washington bis kommenden Dienstag geschlossen und wird gründlich gereinigt.

Im benachbarten Bundesstaat Oregon teilten die Behörden mit, ein Erwachsener, der Kontakt zu Menschen an einer Grundschule hatte, sei ins Krankenhaus eingeliefert und ebenfalls "vermutlich positiv" getestet worden.

UN-Konferenzen drohen Absagen

14:41 Uhr: Wegen des neuartigen Coronavirus sollen alle internationalen Treffen und Konferenzen bei den Vereinten Nationen in New York einzeln überprüft werden. Dabei würden die Details des jeweiligen Treffens und die Entwicklung der Lage in Betracht gezogen, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric in der Nacht zum Samstag in New York. Die endgültige Entscheidung liege bei den Mitgliedsstaaten, die dazu am Montag noch einmal beraten wollten.

Ein geplantes großangelegtes Treffen der UN-Kommission zur Rechtsstellung der Frau (CSW) vom 9. bis 20. März in New York solle in kleinerer Form stattfinden, riet UN-Generalsekretär António Guterres den Veranstaltern. Nur die sowieso schon in New York ansässigen Vertreter sollten teilnehmen.

Zuvor hatte Guterres gesagt, dass die Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 seiner Einschätzung nach einen kritischen Punkt erreicht habe. "Wir wissen, dass eine Eindämmung möglich ist, aber das Zeitfenster schließt sich." Es sei für alle Regierungen die Zeit gekommen, den Erreger mit allen Mitteln zu bekämpfen - "und dies ohne Stigmatisierung und unter Achtung der Menschenrechte". Es gelte, bestmöglich vorbereitet zu sein.

Handelsverband: Sind auf Hamstereinkäufe vorbereitet

14:49 Uhr: Dem deutschen Einzelhandel bereiten erste Hamstereinkäufe wegen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland bislang keine Sorgen. Die Lieferstrukturen im Handel seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschland, Kai Falk am Samstag.

Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel seien bislang nicht festzustellen, sagte Falk weiter. Wie die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung und das Kaufverhalten beeinflusst, bleibe abzuwarten. Die Unternehmen seien mit den Behörden in Kontakt, um auf weitere Entwicklungen und Empfehlungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter angemessen reagieren zu können. Ob es sinnvoll ist, jetzt Vorräte anzulegen, erfahren Sie hier.

Chinas Wirtschaft bricht ein

13:32 Uhr: Infolge der Coronavirus-Epidemie ist die Produktion in China im Februar auf einen historischen Tiefstand gesunken. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex (PMI), ein zentraler Index für die Produktion in chinesischen Werken, sank diesen Monat auf 37,5 Punkte, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Im Januar hatte er noch 50 Punkte betragen. Ein Wert von über 50 Punkten zeigt eine Steigerung der Produktion an, Werte darunter ein Schrumpfen. So niedrig wie im Februar war der Wert seit Einführung des Index 2005 noch nie. Laut chinesischer Statistikbehörde sind die Autoindustrie und der Maschinenbau besonders stark von dem Einbruch betroffen. Noch stärker leiden aber nicht-produzierende Branchen wie Verkehr, Gastronomie und Tourismus unter den Auswirkungen der Epidemie. Im Dienstleistungsbereich sank der Index von 54,1 Punkten im Januar auf 29,6 Punkte im Februar.

Vier Kleinkinder aus Kita im Kreis Heinsberg infiziert

13:17 Uhr: Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Sie gehen in die Kita im Kreis Heinsberg, in der eine an Covid-19 erkrankte Frau als Erzieherin arbeitet. Das teilte der Kreis Heinsberg am Samstag mit. Allen vier Betroffenen gehe es gut. Sie zeigten "allenfalls leichte Erkältungssymptome", sagte eine Sprecherin. Insgesamt besuchen 114 Kinder die Kita. Rund 100 Jungen und Mädchen machten den Test, bei vieren war der Befund positiv. Die anderen rund 14 Kinder seien zu dem freiwilligen Test nach bisherigen Erkenntnissen nicht erschienen. Insgesamt sei die Zahl der Personen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 im Kreis Heinsberg nachweislich infizierten, nun auf 60 gestiegen.

Lehrer aus Lüdenscheid nach Karnevalsparty erkrankt

13:16 Uhr: Im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid ist bei einem Lehrer das Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Sprecher des Märkischen Kreises sagte am Samstag auf dpa-Anfrage, es seien 36 Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt worden. Man habe von allen Abstriche genommen, die nun ins Labor geschickt würden. Die Förderschule des Kreises mit 95 Schülern und 20 Lehrern bleibe bis Ende der kommenden Woche geschlossen. Der Lehrer habe in dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg an der Karnevalssitzung teilgenommen, die für NRW bisher als Ausgangspunkt gilt. Unter den Betroffenen der häuslichen Quarantäne sind vier weitere Lehrkräfte der Förderschule. Der an Covid-19 erkrankten Pädagoge habe nur leichte grippeähnliche Symptome, sagte der Sprecher.

Michelin verleiht wegen des Coronavirus keine Restaurant-Sterne

13:10 Uhr: Der Restaurantführer Guide Michelin hat die für Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Als Grund nannte Michelin Europe North am Samstag in einer Mitteilung die gesundheitlichen Risiken für die Teilnehmer. Die Auszeichnung der Restaurants erfolge in einer "digitalen Pressekommunikation".

Spitzenspiel der Serie A verlegt: Juventus gegen Inter erst im Mai

13:00 Uhr: In der italienischen Serie A fallen fünf Partien des 26. Spieltags der Verbreitung des Coronavirus zum Opfer. Sie hatten ursprünglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollen. Darunter ist auch das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer und Titelverteidiger Juventus Turin und dem Dritten Inter Mailand. Als Nachholtermin legte die Liga den 13. Mai 2020 fest. Das an diesem Tag eigentlich vorgesehene Pokalendspiel werde deswegen erst am 20. Mai 2020 ausgetragen.

Vier Verdachtsfälle in Duisburg

12:49 Uhr: Vier Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Coronavirus gibt es Duisburg, wie die dortigen Behörden am Samstag mitteilten. Drei der Betroffenen seien in häuslicher Quarantäne, ein Patient werde in einer Klinik behandelt. Drei der Verdachtsfälle hatten sich demnach zuvor in einem der besonders betroffenen Gebiete in Italien aufgehalten, einer hatte Kontakt zu einem Infizierten im Zusammenhang mit den Fällen im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg. Mit Testergebnissen werde im Laufe des späten Nachmittags gerechnet, erklärte die nordrhein-westfälische Stadt Duisburg.

Neun Erkrankungen in Österreich

12:34 Uhr: In Österreich sind inzwischen neun Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus bestätigt. Ein Ehepaar aus der Nähe von Wien sei positiv getestet worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Samstag. Damit wurde das Virus Sars-CoV-2 in vier von neun Bundesländern nachgewiesen. In Österreich wurden auf der Suche nach dem Erreger bisher 1.650 Tests gemacht.

US-Bürger kaufen deutlich weniger Corona-Bier

12:31 Uhr: Der US-Eigentümer von Corona-Bier hat Berichte zurückgewiesen, wonach 38 Prozent der US-Bürger wegen des neuartigen Coronavirus aus China vor einem Kauf der Marke zurückschrecken. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen, die von dem schrecklichen Virus betroffen sind", doch das Geschäft mit dem Corona-Bier sei davon nicht betroffen, erklärte der Chef von Constellation Brands, Bill Newlands. In einer Erhebung der PR-Agentur 5W hatten zuvor 38 Prozent von 737 Befragten ihren Verzicht auf das Bier erklärt. Bei 16 Prozent herrschte demnach Verwirrung, ob es eine Verbindung zwischen Corona-Bier und dem Coronavirus gab. Laut dem Marktanalyse-Unternehmen YouGov fiel die Beliebtheit des Biers von 75 Prozent Anfang Januar auf 51 Prozent Ende Februar.

Japan schließt Schulen: Shinzo Abe sagt Eltern Unterstützung zu

12:28 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe, dessen Zustimmungswerte zuletzt deutlich gesunken sind, bat die Bevölkerung um Verständnis für seinen abrupten Aufruf, alle Schulen im Land ab Montag für einen Monat bis zu den Frühjahrsferien geschlossen zu lassen. Dies hatte Kritik und deutlichen Unmut im Volk ausgelöst. Unter anderem arbeitstätige Eltern beklagten, dies treffe sie unvorbereitet. Die nächsten zwei Wochen seien "kritisch", um eine weitere Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu verhindern, sagte Abe. Bislang zählt Japan mehr als 900 Infektionsfälle, wobei die meisten davon Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" sind. Seine Regierung plane nun finanzielle Hilfe für jene, die wegen der Schulschließungen nicht zur Arbeit können, weil sie sich zu Hause um ihre Kinder kümmern. Der Staat rief die Bürger zudem auf, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten.

Donald Trump verschiebt US-Besuch von Sebastian Kurz

12:12 Uhr: Wegen des neuartigen Coronavirus ist der Besuch von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz bei US-Präsident Donald Trump kurzfristig verschoben worden. Der Besuch sei "aufgrund der allgemeinen Coronavirus-Situation vom Weißen Haus verschoben" worden, teilte das Bundeskanzleramt in Wien am Samstag nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Aus Kurz' Umfeld hieß es laut APA, die österreichische Seite sei "nicht ganz unglücklich" über die Verschiebung, da "die Tage auch in Österreich wegen des Coronavirus gerade sehr intensiv" seien. Kurz wollte ursprünglich am Sonntag in die USA reisen und am Dienstag Trump im Weißen Haus in Washington treffen.

Drei Infizierte im Kreis Aachen

12:05 Uhr: In Aachen und im nahe gelegenen Würselen ist bei drei Personen das Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Es handele sich in Aachen um eine Frau aus Gangelt im Kreis Heinsberg, die aus anderen Gründen in einer Aachener Klinik behandelt wurde, wie ein Sprecher der Stadt am Samstag mitteilte. Sie sei nun isoliert, alle Kontaktpersonen würden ermittelt. Auch wenn sie aus dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg stamme, gehöre sie nicht zu den bisher vom Kreis Heinsberg gemeldeten Fällen. In Würselen wurden eine Frau und ihr Sohn positiv getestet. Bei dem Sohn handele es sich um einen Heranwachsenden oder jungen Erwachsenen.

Spezielle Notrufnummer in Bonn benutzen

11:56 Uhr: Carsten Schneider, Abteilungsleiter der städtischen Feuerwehr in Bonn, wies darauf hin, die Notruf-Hotline 0228/7175 zu benutzen. Wenn möglich, sollten Polizei und Feuerwehr nicht über die herkömmlichen Notrufnummern 110 und 112 mit Anrufen behelligt werden.

Das Brot in der Büchse feiert wegen des Coronavirus ein Comeback

11:52 Uhr: Trotz erster Hamstereinkäufe wegen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland sieht die Handelsbranche zurzeit keine Lieferengpässe bei Lebensmitteln oder Hygieneartikeln. "Wir sind in der Lage nachzuliefern", sagte der Vize-Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Günter Päts, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. In den Supermärkten in Berlin und Brandenburg sei der Umsatz in dieser Woche 30 bis 40 Prozent gestiegen. "Den Handel freut's", sagte Päts. Aufgrund der begonennen Fastenzeit habe die Branche nicht mit so einer großen Nachfrage gerechnet. Vor allem Seifen und Desinfektionsmittel seien verstärkt verkauft worden, schilderte Päts. In den Supermärkten seien haltbare Lebensmittel besonders gefragt. Besonders ein Produkt erlebt laut Päts dank Corona ein Comeback: Das Büchsenbrot. "Lange Jahre war das Brot weniger oder gar nicht gefragt", sagte Päts.

Zwei weitere Verdachtsfälle in der Stadt Bonn

11:49 Uhr: Dr. Inge Heyer informiert über zwei weitere Verdachtsfälle in der Stadt Bonn. Sie hätten aber mit dem infizierten 23-Jährigen nichts zu tun. "Sie wurden uns von der Uni-Klinik in Düsseldorf gemeldet." Es gehe um eine Karnevalsparty in Bonn. Dort sei eine erkrankte Person aus Lüdenscheid zu Gast gewesen.

Testergebnisse der Bonner Schülerinnen und Schüler stehen noch aus

11:45 Uhr: Der Bonner Stadtdirektor Wolfgang Fuchs verweist für weitere Erkenntnisse in dem aktuellen Fall auf den Abend und den morgigen Tag. Dann sei auch mit ersten Test-Ergebnissen bezüglich der Kontaktpersonen zu rechnen.

OGS-Schüler aus Bonn mit Symptomen müssen zum Test

11:41 Uhr: Die Stadt Bonn, bietet den Eltern der Kinder, die mit dem Erkrankten Kontakt hatten, aber symptomfrei sind, einen Abstrich-Test "als Option" an. Dies sagte Dr. Inge Heyer, die Leiterin des Gesundheitsamts. Kinder mit Symptomen seien aus Heyers Sicht zum Test verpflichtet. 185 Kinder besuchen die Clemens-August-Schule.

Entwarnung bei Radrennen in Vereinigten Arabischen Emiraten

11:32 Uhr: Für die Radprofis und Teammitglieder bei der abgebrochenen UAE Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es eine erste Entwarnung. Alle bisher 167 durchgeführten Tests auf das neuartige Coronavirus fielen negativ aus. Das teilten die Veranstalter und das Gesundheitsministerium von Abu Dhabi am Samstagvormittag mit. Im Laufe des Tages sollen die übrigen Tests ausgewertet sein. Die siebentägige Rundfahrt am Persischen Golf war nach fünf Etappen in der Nacht zum Freitag abgebrochen worden, weil zwei italienische Mitglieder eines Teams laut Veranstalterangaben positiv getestet wurden. Daraufhin wurden alle in dem Hotel der beiden Italiener wohnenden Beteiligten an der Rundfahrt unter Quarantäne gestellt und auf das Virus getestet.

Derzeit 309 Influenza-Fälle in Bonn

11:27 Uhr: In der Stadt Bonn gebe es derzeit 309 Influenza-Fälle. Der Erkrankte habe bei sich am Donnerstag leichte Erkältungs-Symptome festgestellt. Am Freitagnachmittag habe er sich deshalb im Uni-Klinikum vorgestellt, um einen Abstrich machen zu lassen. Am Mittwoch sei er für etwa eindreiviertel Stunden in der OGS gewesen, um die Schülerinnen und Schüler bei den Hausaufgaben zu betreuen.

Erkrankter benutzte in Bonn den Bus

11:24 Uhr: Der betroffene Patient habe gestern für eine kurze Zeit einen Bus benutzt, von Poppelsdorf zum Uni-Klinikum Bonn und zurück. Diese Zeit und die auf dieser Strecke vorhandenen Kontakte reichten für eine Gefährdung eventueller Mitfahrer nicht aus. Sie gelten nicht als so genannte Kontaktpersonen ersten Grades. Dazu hätten sie mit dem Betroffenen mindestens 15 Minuten lang direkten Kontakt haben müssen. Das gilt für die von ihm betreuten Schülerinnen und Schüler.

Bonn schließt die Clemens-August-Schule für zwei Wochen

11:22 Uhr: Die in Bonn betroffene Clemens-August-Schule werde für die kommenden beiden Wochen ebenso geschlossen wie die OGS, die Offene Ganztagsbetreuung. Die Schule liegt im Stadtteil Poppelsdorf.

Spahn hat sich mit seinen Kollegen aus den Bundestagsfraktionen beraten

11:17 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Samstag mit den Gesundheitspolitikern aller Bundestagsfraktionen über die Lage angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus beraten. Er habe sie in einer Telefonkonferenz "über die dynamischen Entwicklungen der letzten drei Tage informiert", teilte der CDU-Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Wir werden am Montag in einer Sondersitzung des Ausschusses für Gesundheit erneut zusammenkommen. Es ist mir wichtig, in dieser Situation parteiübergreifend zu informieren." Für kommenden Freitag ist zudem ein Sondertreffen der europäischen Gesundheitsminister in Brüssel geplant.

In Bonn sind Infektionstester in Schutzkleidung unterwegs

11:12 Uhr: Im Bonner Stadtgebiet, so informiert die städtische Feuerwehr, seien Infektionsteams unterwegs. Sie seien an ihrer Schutzkleidung zu erkennen. Das Auftreten der Einsatzkräfte in Schutzkleidung sei aber kein Hinweis auf unmittelbare Gefahr für Personen in den entsprechenden Gebieten. Die Schutzkleidung diene alleine dem Schutz der Einsatzkräfte.

Bonner Student feierte in Gangelt Karneval und infizierte sich dort

11:07 Uhr: Ein Student aus Bonn hat in Gangelt Karneval gefeiert und kehrte am Mittwoch per Zug nach Hause zurück nach Bonn. Er betreute Kinder bei den Hausaufgaben. Der Patient stehe unter häuslicher Quarantäne und weise bislang nur leichte Symptome auf. Er versorgte das Gesundheitsamt persönlich noch in der Nacht nach Feststellung der Infektion bei ihm mit den Adressen der Schüler, zu denen er Kontakt hatte.

Dritter bestätigter Fall in Dänemark

11:04 Uhr: Dänemark hat einen dritten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Ein Mitarbeiter des Universitätskrankenhauses in Aarhus habe sich wahrscheinlich während eines Besuches in Deutschland angesteckt, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Auf einer Konferenz in München habe er in engem Kontakt mit einem infizierten Italiener gestanden, hieß es weiter. Der Mann halte sich nun isoliert in seiner Wohnung auf. Skandinavien blieb bisher weitgehend verschont von dem neuartigen Virus Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. In Schweden stieg die Zahl der bestätigten Infektionen bis Freitagabend auf elf, darunter war eine Frau, die kürzlich den vom neuartigen Virus stark betroffenen Iran besucht hatte. Norwegen registrierte bis Samstagvormittag sieben Fälle. Finnland bestätigte bislang drei Fälle, darunter eine Frau, die sich zuvor in Norditalien aufgehalten hatte.

Treffen von Journalisten abgesagt

10:56 Uhr: Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus ist das Internationale Journalismus-Festival in Perugia in Norditalien abgesagt worden. Man sei sich der damit verbundenen Unannehmlichkeiten und möglichen finanziellen Einbußen bewusst, aber eine andere Entscheidung sei angesichts der gegenwärtigen Lage unverantwortlich, teilte der Veranstalter am Samstag mit. "Die Gesundheit und Sicherheit der Redner, Gäste, Helfer, Mitarbeiter, Zulieferer sowie der Bürger von Perugia ist und müssen oberste Priorität bleiben." Die Veranstaltung, hätte vom 1. bis zum 5. April stattfinden sollen. Das nächste Treffen ist nun für April 2021 geplant.

Bundesregierung verschärft Coronavirus-Maßnahmen

10:36 Uhr: Laut Beschluss des neu eingesetzten Krisenstabes der Bundesregierung muss ab sofort auch bei allen Flug- und Schiffspassagieren aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran vor der Einreise der Gesundheitsstatus gemeldet werden muss. Diese Regel galt bisher nur für China. In allen Zügen im Regional- und Grenzverkehr in Deutschland müssen Passagiere zudem künftig Aussteigekarten ausfüllen, wenn Coronavirus-Verdachtsfälle festgestellt wurden. Die Bahnunternehmen sind zudem verpflichtet, Passagiere mit Symptomen einer Coronavirus-Infektion zu melden. Zudem wird die Bundespolizei ihre Kontrollen im 30-Kilometer-Grenzraum verstärken.

"Diamond Princess": Quarantäne war der falsche Weg

10:12 Uhr: Japans umstrittene Quarantäneanordnung an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" hat nach Erkenntnis von Forschern zu vermeidbar vielen Infektionen mit dem neuen Coronavirus geführt. "Die Infektionsrate an Bord des Schiffes war rund vier Mal höher als was wir an Land in den am schlimmsten infizierten Gebieten Chinas sehen können", erklärte Joacim Rocklöv, Professor für Epidemiologie an der schwedischen Umeå Universität. Hätte Japan die anfangs 3.700 Passagiere und Crewmitglieder sofort nach Ankunft von Bord gelassen, wären nicht so viele Menschen mit dem Erreger infiziert worden. Zu diesem Schluss kamen Rocklöv und seine Kollegen in einer im "Journal of Travel Medicine" veröffentlichten Studie. Japans Regierung hatte das Schiff zwei Wochen bis zum 19. Februar im Hafen der Tokioter Nachbarstadt Yokohama unter Quarantäne gestellt.

Fredi Bobic: "Panik ist nie gut"

9:53 Uhr: Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus in Bezug auf Sportveranstaltungen vor Überreaktionen gewarnt. "Man muss aufpassen, dass die Medien es nicht zu sehr überhöhen und die Politiker nicht zu schnell entscheiden und gut überlegen, was sie entscheiden", sagte er nach dem Europa-League-Spiel bei Red Bull Salzburg (2:2). Dank des Remis zog die Eintracht ins Achtelfinale ein.

"Ich denke, wir sind in Deutschland noch auf einem guten Weg, und hoffe, dass es nicht zu panisch wird", meinte Bobic. "Panik ist nie gut. Man spürt es an sich selbst: Mit Panik wird man nichts erreichen." In Italien und der Schweiz sind schon Sportveranstaltungen abgesagt worden oder müssen ohne Zuschauer stattfinden.

Jens Spahn fordert Europa zu gemeinsamem Kampf auf

9:35 Uhr: Mit Blick auf das erneute EU-Sondertreffen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu gemeinsamen Anstrengungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus in Europa aufgerufen. "Die Lage hat sich in vielen Ländern Europas in den letzten Tagen und Stunden deutlich verändert", erklärte Spahn am Samstag. Die Zahl der Infektionen steige, die Verfolgung aller Kontaktketten quer durch Europa werde immer schwieriger. "Wir stehen am Beginn einer Epidemie, in Deutschland und in Europa", fügte Spahn hinzu. "Das erfordert gemeinsames Handeln."

Betreuer aus einer Bonner Grundschule hat sich infiziert

8:32 Uhr: Der Mitarbeiter einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in einer Bonner Grundschule ist mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das meldete die Stadt Bonn am Samstag. In der Nacht habe man von dem Testergebnis erfahren und rufe jetzt alle Eltern an mit der Bitte, die Kinder zunächst zuhause zu lassen, sagte eine Stadtsprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann habe in Gangelt im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert. Bisher haben alle nun fast 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug zum Kreis Heinsberg, wo auch der 47-Jährige feierte, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

Inzwischen 38 Infizierte im Kreis Heinsberg

8:03 Uhr: Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten auf 38 gestiegen. Am späten Freitagabend sei eine weitere Person gemeldet worden, sagte eine Sprecherin des Kreises am Samstagmorgen. Der Krisenstab werde angesichts der raschen Ausbreitung des Erregers am Vormittag erneut zusammenkommen. Man warte weiter auf die Testergebnisse von Dutzenden Kindern aus der Kita, in der die erkrankte und in der Düsseldorfer Uniklinik behandelte Erzieherin arbeitet. "Dazu liegen uns noch keine Ergebnisse vor". Patienten waren am Freitag auch aus Düsseldorf und Bergheim gemeldet worden. Alle Infizierten haben laut NRW-Gesundheitsministerium Bezüge zu Infizierten im Kreis Heinsberg.

In Südkorea explodiert die Zahl der Infizierten

4:00 Uhr: Die Zahl der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus in Südkorea ist binnen 24 Stunden um fast 600 gestiegen. Die Gesundheitsbehörden meldeten im Verlauf des Samstags 813 neue Infektionen. Damit steckten sich bisher 3.150 Menschen mit dem Erreger von Covid-19 an - so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas, wo der Ursprung der Lungenkrankheit vermutet wird. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf bisher 17.

Italiens Regierung beruhigt Schüler: Schuljahr wird gelten

1:15 Uhr: Die Regierung in Rom hat am Freitagabend ein Bündel von Nothilfen für Menschen in den vom Coronavirus stark betroffenen Gebieten angeschoben. So will das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte den Bürgern die Möglichkeit geben, Zahlungen an Versorgungsunternehmen und Versicherungen vorübergehend auszusetzen. Außerdem sollen Schüler, deren Schulen wegen des Ausbruchs der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus geschlossen sind, keine Angst haben vor der Aberkennung ihres Schuljahres. Die Mindestzahl der Tage für die Anwesenheit wird nach dem Willen der Regierung ausgesetzt. Bei dem Coronavirus-Ausbruch, der in der Lombardei vor rund einer Woche seinen Anfang nahm, stieg die Zahl der erfassten Infizierten in ganz Italien in Richtung 900. Davon starben 21 Menschen bis Freitagabend an der neuen Lungenkrankheit oder im Zusammenhang damit. Elf Gemeinden im Norden sind gesperrt, in weiten Teilen des Landes ist der Tourismus stark geschrumpft.

Coronavirus: Die Entwicklungen vom Freitag, 28. Februar

Heinsberg: Schulen und Kitas bis 6. März zu

22:27 Uhr: Im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg hat sich die Zahl der Coronavirusfälle auf 37 erhöht. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitagabend mit, ohne weitere Details zu den Infizierten zu nennen. Der Krisenstab habe beschlossen, dass im Kreis die Kindertagesstätten, Schulen und Kindertagespflegeeinrichtungen bis einschließlich 6. März geschlossen bleiben.

Merkel plädiert für "Maß und Mitte" beim Umgang mit Virus

21:57 Uhr: Beim Umgang mit dem Coronavirus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für "Maß und Mitte" plädiert. Es sollten nicht alle Veranstaltungen deshalb abgesagt werden, sagte sie am Freitagabend auf ihrem Jahresempfang in ihrem vorpommerschen Bundestagswahlkreis in Stralsund. Deutschland gehöre zu den Ländern, die die besten Voraussetzungen hätten, um mit dem Virus klarzukommen. Zudem könne jeder einzelne etwas dazu beitragen. Sie ging mit gutem Beispiel voran: "Ich gebe heute Abend niemandem die Hand", sagte Merkel.

Zweiter Fall in Hessen nachgewiesen

21:39 Uhr: In Hessen ist eine zweite Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einem 29-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Freitagabend mit. Der Fall stehe in Zusammenhang mit dem ersten hessischen Coronavirus-Infizierten aus dem Lahn-Dill-Kreis. Der 29-Jährige zeige milde Krankheitszeichen und sei häuslich isoliert.

19 neue Coronavirus-Fälle in Frankreich

20:41 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen auf 57 angestiegen. 19 neue Fälle seien am Freitag bestätigt worden, teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Freitag in Paris mit. Damit habe man eine neue Etappe der Epidemie überschritten, erklärte der Ressortchef.

In Frankreich waren bereits zwei mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Mitte Februar starb ein 80 Jahre alter chinesischer Tourist, am Mittwoch ein 60-jähriger Franzose, der erste Todesfall eines französischen Staatsbürgers in Frankreich.

Berliner Reisemesse ITB wegen Coronavirus abgesagt

19:39 Uhr: 10.000 Aussteller, 160.000 Besucher: Die weltgrößte Tourismusmesse ITB Berlin ist wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Die Messe sollte vom 4. bis 8. März in der Hauptstadt die Tore öffnen. In den Tagen und Wochen zuvor hatten sich immer mehr Aussteller abgemeldet, nicht nur aus China.

Nach Angaben der Messegesellschaft hat das zuständige Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf Auflagen stark erhöht. "Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben", teilte die Messe Berlin mit. "Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar."

Eine Woche nach Ausbruch in Italien: 888 Infizierte, 21 Tote

19:02 Uhr: Eine Woche nach ersten Berichten über einen Coronavirus-Ausbruch in der Lombardei ist die Zahl erfasster Infizierten in ganz Italien auf 888 gestiegen. Mittlerweile seien 21 Menschen davon an der neuen Lungenkrankheit oder im Zusammenhang damit gestorben, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Freitagabend in Rom. 46 Patienten seien wieder gesund. Mehr als 340 Menschen befänden sich mit Symptomen im Krankenhaus.

Am Vortag hatte die Zahl der Toten noch bei 17 gelegen. Die Zahl der Sars-CoV-2-Infizierten stieg ebenfalls nochmals deutlich. Die meisten Fälle gab es bisher stets in der nördlichen Lombardei, wo am 21. Februar der erste Krankheitsfall dieses Ausbruchs bekannt geworden war. Ein zweiter Herd liegt in Venetien.

WHO stuft Risiko weltweiter Ausbreitung hoch

17:29 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der wachsenden Zahl von Coronavirus-Fällen das Risiko einer weltweiten Verbreitung des Virus von "hoch" auf "sehr hoch" gesetzt.

Noch aber sei der Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus Sars-CoV-2 nicht verloren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Die Eindämmung beginnt mit jedem Einzelnen", sagte er. "Zusammen sind wir stark. Unser größter Feind ist nicht das Virus. Unsere größten Feinde sind Angst, Gerüchte und Stigma. Was wir brauchen, sind Fakten, Vernunft und Solidarität."

Die meisten Fälle seien bislang zu anderen Infizierten oder Regionen mit vielen Fällen zurückzuverfolgen. "Wir haben noch keine Hinweise, dass sich das Virus frei in der Bevölkerung überträgt", sagte er.

Experten: Coronavirus bleibt dauerhaft in Deutschland

17:08 Uhr: Das neue Coronavirus wird sich Experten zufolge dauerhaft in Deutschland einnisten. "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, der "Passauer Neuen Presse.

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sagte in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner": "Wir müssen uns fragen, in welcher Geschwindigkeit so 60 bis 70 Prozent der deutschen Bevölkerung mit diesem Virus jetzt Erfahrung machen wird." Wenn das in mehreren Wochen - statt über einen Zeitraum von zwei Jahren - geschehe, wäre es das Schlimmste, was passieren könnte.

"Wir werden in den nächsten Tagen sehen, dass neue Fälle und kleine Fallgruppen wie die Pilze aus dem Boden schießen werden", sagte Drosten. Deutschland werde in Europa eines der Länder mit den höchsten Fallzahlen sein, "weil unsere Bevölkerung sehr reisefreudig ist".

Inzwischen 35 Coronavirusfälle im Landkreis Heinsberg

16:35 Uhr: Im Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigen Coronavirusfälle auf 35 gestiegen. Das sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Freitag in Heinsberg. Bis auf ein Ehepaar, das stationär im Krankenhaus behandelt werde, seien die anderen Krankheitsverläufe mild. Die Infizierten stünden zu Hause unter Quarantäne.

Insgesamt befinden sich dem Landrat zufolge derzeit rund tausend Menschen im Landkreis in Quarantäne. Die sogenannte Person null, der Ursprung der Ansteckungsketten im Landkreis, sei nach wie vor nicht bekannt, sagte Pusch.

Besonders betroffen in dem Landkreis ist Gangelt, ein 12.500-Einwohner-Ort an der deutsch-niederländischen Grenze nördlich von Aachen. Das betreffende Ehepaar, das in einer Klinik liegt, stammt aus dem Ort. Unter den 35 Infizierten sind nach Kenntnis des Landrats bisher keine Kinder.

15:57 Uhr: Nachdem bei einem Mitarbeiter eines großen Beratungsunternehmens in Düsseldorf das Coronavirus nachgewiesen wurde, sollen 1500 Kolleginnen und Kollegen des Mannes erst einmal zuhause bleiben.

Die Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) berichtete am Freitag, sie sei am Donnerstagabend über die Erkrankung ihres Angestellten informiert worden und habe daraus Konsequenzen gezogen. "Wir haben alle Mitarbeiter der betreffenden Niederlassung darüber informiert und sie aufgefordert, bis auf weiteres zu Hause zu bleiben", erklärte ein Unternehmenssprecher.

Bundeswehr bereitet sich auf Kampf gegen Coronavirus vor

15:44 Uhr: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr bereitet zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus vor. Für eine isolierte Unterbringung von Soldaten, bei denen der Verdacht einer Infektion bestehe, stünden dann mehr als 1200 Plätze bereit, teilte der Sanitätsdienst am Freitag mit. Bisher sei ein Soldat infiziert.

Die fünf Bundeswehrkrankenhäuser seien darauf vorbereitet, mit Sars-CoV-2 infizierte Patienten nach gültigen Richtlinien in Einzelisolierung behandeln zu können. Zusätzlich stelle jedes der Bundeswehrkrankenhäuser Plätze für intensivpflichtige Covid-19-Erkrankte bereit, hieß es weiter.

Immer mehr europäische Länder melden Corona-Infizierte

14:55 Uhr: Das Coronavirus breitet sich weltweit und auch in Europa weiter aus: Neu hinzu kamen die Niederlande, Litauen, Belarus (Weißrussland) und Aserbaidschan.

Der niederländische Patient wurde nach Behördenangaben in einem Krankenhaus in Tilburg unter Quarantäne gestellt. Der Mann war zuvor in die italienische Region Lombardei gereist. In Litauen ist eine Frau erkrankt, die kürzlich in Norditalien war. In Weißrussland wurde ein iranischer Student positiv auf das Virus getestet. Und in Aserbaidschan ist nach Angaben der Regierung ein Russe erkrankt, der über den Iran in die Ex-Sowjetrepublik eingereist war.

Mehrere Länder verschärften wegen der Epidemie ihre Einreisebestimmungen: Russland vergibt vorerst keine Visa mehr an Iraner, auch Flugreisende aus Südkorea dürfen nicht mehr einreisen.

1.200 Untersuchungen auf Coronavirus pro Tag in Bayern

14:28 Uhr: Allein in Bayern werden nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit täglich 1200 Proben auf das neuartige Coronavirus untersucht. "Das wird schon noch mehr werden", sagte LGL-Leiter Andreas Zapf am Freitag in München nach einer Sitzung mit Mitgliedern des Kabinetts. Die aktuelle Zahl beruhige ihn aber schon mal. Seit Januar werde die Laborkapazität erhöht, noch seien nicht alle Einrichtungen in Bayern damit befasst.

13:05 Uhr: Im Zuge der Coronavirus-Epidemie sind in der Schweiz alle für dieses Wochenende angesetzten Spiele der 1. und 2. Liga abgesagt worden. Die Swiss Football League (SFL) reagierte damit auf eine Anordnung des Bundesrates, wonach in der Schweiz ab sofort alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 teilnehmenden Personen bis mindestens zum 15. März verboten werden (siehe 10:57 Uhr).

Über den weiteren Verlauf der Meisterschaft werde in "enger Absprache mit den Behörden und den Klubs in der kommenden Woche" informiert, teilte die SFL mit. Aufgrund des hohen Termindrucks und um die Meisterschaft "in einem regulären Rahmen weiterführen zu können", werden Geisterspiele nicht ausgeschlossen.

Japan ruft Notstand für Teile des Landes aus

12:43 Uhr: Die japanische Insel Hokkaido hat wegen der Coronavirus-Epidemie den Notstand ausgerufen. Die Behörden forderten am Freitag zudem alle Bewohner auf, am kommenden Wochenende zu Hause zu bleiben. Der Notstand soll bis zum 19. März gelten, wie Gouverneur Naomichi Suzuki mitteilte. Die Situation erfordere "beispiellose und drastische Maßnahmen".

Auf Hokkaido gibt es bislang 63 bestätigte Coronavirus-Fälle, zwei Erkrankte sind gestorben. Damit wurden auf der nordjapanischen Insel mehr als ein Viertel aller Infektionen in Japan registriert - abgesehen von den Fällen auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stand.

Die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe hat bereits ein Team von Gesundheitsexperten und Beamten nach Hokkaido geschickt, um die Epidemie einzudämmen. Suzuki bat am Freitag alle Einwohner um Mithilfe, um ihr Leben und ihre Gesundheit zu schützen und die "Situation" schnell zu beenden. "Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, nehmen Sie an diesem Wochenende bitte davon Abstand, nach draußen zu gehen."

12:31 Uhr: Bei dem ersten im Norden am Coronavirus erkrankten Mann handelt es sich um einen Arzt. Das sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Der Mann arbeitet in der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Nach Angaben der Senatorin wurden etwa 50 Kontaktpersonen des Erkrankten aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) identifiziert. Die Tests auf mögliche Infektionen unter diesen liefen jedoch noch.

12:11 Uhr: Einige der Gäste des unter Quarantäne gestellten Hotels auf Teneriffa haben das Gebäude am Freitag mit Erlaubnis der Gesundheitsbehörden verlassen.

In dem Hotel im Südwesten der spanischen Urlaubsinsel waren zu Wochenbeginn vier Italiener positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Dienstag wurde das Gebäude deshalb isoliert. Die Regierung der Kanarischen Inseln erklärte nun, 130 der festsitzenden Touristen dürften abreisen - aber nur, weil sie erst nach dem 24. Februar angekommen seien und keinen Kontakt zu den Infizierten haben konnten.

Deutsche Bank: Coronavirus trifft Deutschland hart

11:53 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus könnte in Deutschland nach Einschätzung der Deutschen Bank zu einer Rezession führen. "Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wird durch die Unterbrechung von internationalen Lieferketten besonders schlimm getroffen", sagte Stefan Schneider, Chefvolkswirt für Deutschland, am Donnerstagabend in Frankfurt. Es sei daher wahrscheinlich, dass die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen des Jahres schrumpft.

Auch im Gesamtjahr dürfte das Wachstum "nicht viel" über der Nulllinie liegen, sollte das von der Bank erwartete Hauptszenario eintreten, sagte Schneider. Die bisherige offizielle Prognose eines Wirtschaftswachstums von 0,7 Prozent wäre dann nicht zu halten. In ihrem Hauptszenario erwartet die Deutsche Bank, dass die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen weltweit auf drei Millionen steigt und das 30.000 Menschen sterben. Dem bemisst Chefvolkswirt David Folkerts-Landau eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent bei.

"Ich empfehle der Notenbank gezielte Kreditprogramme für Unternehmen", sage Folkerts-Landau. Dies könnte beispielsweise der angeschlagenen Modeindustrie in Norditalien helfen. In erster Linie sei im Falle einer weiteren Verschärfung der Krise der Staat gefragt. Insbesondere in Deutschland böten sich Investitionen in die marode Infrastruktur und in neue Technologien an.

Ein weiteres Risiko sieht Folkerts-Landau bei den Verhandlungen mit der EU über ein Handelsabkommen mit Großbritannien. "Ich bin sehr pessimistisch, dass es zu einer Einigung kommt", so der Ökonom. In der britischen Regierung sei die Bereitschaft groß, ohne ein Abkommen den Binnenmarkt zu verlassen. In der neuen Regierung gebe es viele Befürworter eines harten Brexit. Dies werde in der EU unterschätzt.

Zahl der Coronavirus-Infizierten in Baden-Württemberg steigt auf zehn

11:25 Uhr: Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten in Baden-Württemberg ist auf zehn gestiegen. Wie das Sozialministerium in Stuttgart am Freitag mitteilte, wurden zwei Männer im Landkreis Ludwigsburg und im Rhein-Neckar-Kreis positiv auf den Erreger getestet. Derzeit steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland. Mehrere Bundesländer meldeten neue Fälle, die Gesamtzahl erhöhte sich bis Freitag auf mehr als 50.

Der Betroffene aus dem Rhein-Neckar-Kreis war bis vor wenigen Tagen im Skiurlaub im italienischen Südtirol und begab sich nach Angaben des Ministeriums am Donnerstag mit "leichten Symptomen" in die Universitätsklinik in Heidelberg. Dort wurde er getestet und kam in Quarantäne.

Der Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg wurde demnach durch die neu eingeführten Verdachtsuntersuchungen im Rahmen von Tests auf die normale Grippe erkannt. Derzeit werden die Proben von Patienten mit entsprechenden Symptomen, bei denen keine Influenza-Ansteckung nachweisbar ist, zusätzlich auf das Coronavirus untersucht. Weitere Informationen zu diesem Fall gab es zunächst nicht.

Robert-Koch-Institut sieht trotz steigender Coronavirusfälle weiterhin kein hohes Risiko

11:01 Uhr: Trotz der Zunahme der Coronavirusfälle in Deutschland sieht das Robert-Koch-Institut (RKI) nach wie vor kein erhöhtes Risiko. "Das Risiko ist als gering bis mäßig einzuschätzen", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag vor Journalisten in Berlin. Die bestehende Risikoeinschätzung, wonach mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland gerechnet werden müsse und auch weitere Übertragungen, Infektionsketten sowie örtliche Ausbrüche möglich seien, werde aufrecht erhalten.

Seit Donnerstag wurden in Deutschland 27 neue Coronavirusfälle gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl laut RKI bis Freitagvormittag auf insgesamt 53 Fälle. Diese beschränkten sich zumeist auf konkrete Ausbrüche, so dass es derzeit "kein breites Geschehen" zu geben scheine, sagte Schaade. Bislang sei nur in einem Fall ein schwerer Krankheitsverlauf bekannt.

Schweiz verbietet Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen

10:57 Uhr: Bis zum 15. März sollen auch alle Sport-Großveranstaltungen verboten worden. Spiele mit mehr als 1.000 Zuschauern dürfen auf Anweisung des Bundesrats in diesem Zeitraum nicht mehr stattfinden. Möglich bleiben demnach aber Geisterspiele ohne Fans oder Partien mit geringeren Zuschauerzahlen. Alternativ müssten die geplanten Spiele verschoben oder abgesagt werden.

Betroffen sind davon vor allem Fußballspiele und Partien der höchsten Eishockey-Ligen. Auch der nächste Auftritt des FC Basel in der Europa League könnte gefährdet sein, sofern der Club am 12. März ein Heimspiel im Achtelfinale zugelost bekäme. Im Eishockey stehen in der Schweizer National League vom 7. März an die Meisterschafts-Playoffs an. Im Mai findet in der Schweiz die Eishockey-WM statt.

10:34 Uhr: Wegen der steigenden Zahl von Coronavirus-Fällen hat die Schweiz bis auf Weiteres alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen abgesagt. Das teilte Innenminister Alain Berset am Freitag mit. "Wir wollen weitere Ansteckungen so gut es geht in Grenzen halten", sagte er.

Dazu gehören unter anderem der Genfer Autosalon, der am 5. März starten sollte und zu dem jedes Jahr mehr als 600.000 Besucher kommen. Ebenso trifft es die Basler Fasnacht, die an diesem Montag beginnen sollte. Zur Zeit tagt auch in Genf der UN-Menschenrechtsrat, an dem normalerweise im Zeitraum von vier Wochen 10.000 Menschen teilnehmen, darunter etwa 4.000 aus dem Ausland.

Im heutigen Treffen des Corona-Krisenstabs in Deutschland, wird es ebenfalls um das Thema Großveranstaltungen gehen. Das hatten Jens Spahn und Horst Seehofer auf einer Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgegeben.

10:30 Uhr: Die PK aus Hessen zusammengefasst: Der Patient ist 31 Jahre alt und hatte Urlaub in der Lombardei gemacht. Er habe sich selbst bei den Behörden gemeldet und sei positiv getestet worden. Man habe alle Schritte ergriffen um eine mögliche Verbreitung des Virus zu unterbinden.

Vettel sieht Thema Corona relativ entspannt: "Nicht alles lesen, nicht alles glauben"

10:23 Uhr: Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel sieht das Thema Coronavirus bisher relativ entspannt. "Man darf nicht jeden Artikel lesen und nicht jede Überschrift glauben", sagte der Ferrari-Pilot am Rande der Testfahrten in Barcelona: "Außerdem sollte man nicht zu viel Panik verbreiten, denn letztlich ist es doch unmöglich einzuschätzen, was da tatsächlich auf uns zukommt."

Der Absage des Formel-1-Rennens im Corona-Epizentrum China stimmt Vettel dennoch zu. "Das war sicher der richtige Schritt", sagte der 32-Jährige: "Zurzeit gibt es ja auch viele Diskussionen um Vietnam, aber wir müssen einfach noch ein paar Tage in Ruhe abwarten, dann wissen wir sicher mehr."

Der Saisonstart ist am 15. März in Australien geplant, danach stehen die Rennen in Bahrain (22. März) und das Debüt in Vietnam (5. April) auf dem Programm. "Ich gehe davon aus, dass wir auf jeden Fall in Melbourne fahren werden", meinte Vettel: "Unsere Tickets sind jedenfalls gebucht."

10:05 Uhr: Gleichzeitig hat auch das RKI über die aktuelle Lage in Deutschland informiert.

9:57 Uhr: In Kürze startet eine Pressekonferenz in Hessen. Dort war ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit.

Landratsamt befragt Teilnehmer der Bob-WM

9:29 Uhr: Vor der Bob-WM in Altenberg ergreift das Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Maßnahmen, um eine mögliche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu unterbinden. Neben einer aktiven Einlasskontrolle müssen Sportler, Betreuer, Funktionäre und Medien einen Fragebogen ausfüllen.

"Die Maßnahmen" erachtet das Landratsamt als erforderlich, um aufgrund der Internationalität der Wettkämpfe "die Wahrscheinlichkeit des Eintrags und der massiven Ausbreitung des Virus in der Region zu verringern", heißt es in einem amtlichen Begleitschreiben.

In dem auszufüllenden Fragebogen muss bestätigt werden, dass man sich in den letzten 14 Tagen nicht in den "Risikogebieten" in China, Iran, Italien und Südkorea aufgehalten habe. Zudem muss bestätigt werden, dass man nicht mit infizierten Personen in Kontakt getreten ist und auch keine Symptome wie Husten, Fieber, Atemnot aufweist.

Iran reagiert mit drastischen Maßnahmen auf Coronavirus

8:56 Uhr: Der schwer vom Coronavirus betroffene Iran reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Ausbreitung. Im mehreren Teilen des Landes sind die Freitagsgebete abgesagt worden. Nach Angaben iranischer Medien finden die für das islamische Land wichtigen Zeremonien in 22 der 31 Provinzen nicht statt.

Außer den Freitagsgebeten hat das Gesundheitsministerium von allen öffentlichen Veranstaltungen, wie etwa Hochzeitsfeiern oder Trauerzeremonien, abgeraten. Schulen und Universitäten bleiben vorläufig geschlossen und werden wohl bis zum Ende der persischen Neujahrsferien Anfang April auch nicht mehr geöffnet. Geschlossen sind weiterhin auch Kinos, Theater und Konzertsäle. Auch die Sportveranstaltungen, besonders die Fußballspiele der ersten und zweiten Liga, finden entweder gar nicht oder ohne Zuschauer statt.

Aus Angst vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, bleiben die meisten Iraner zuhause und meiden die Öffentlichkeit. Schlimm ist die Lage für Geschäfte und Restaurants, die vor und nach dem persischen Neujahr (20. März) auf hohe Umsätze gehofft hatten. Auch die meisten ausländischen Fluggesellschaften haben ihre Flüge in den Iran gestrichen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Covid-19-Toten im Iran bis Donnerstag auf 26 gestiegen. Insgesamt wurden 245 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Allerdings nehmen Experten eine viel höhere Zahl an Infizierten an. Es wird davon ausgegangen, dass Ausbrüche in mehreren anderen Staaten ihren Ursprung im Iran haben.

Unter den Infizierten im Iran sind auch einige Politiker wie Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar, Vizegesundheitsminister und Corona-Beauftragter Iradsch Harirtschi sowie der Abgeordnete Modschtaba Solnuri.

Erster Corona-Fall in Neuseeland gemeldet

8:40 Uhr: In Neuseeland hat sich ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt. Dabei handelt es um eine Person in den 60ern, die zuvor im Iran gewesen sei, wie das Gesundheitsministerium am Freitag erklärte. Sie werde in einem Krankenhaus in Auckland behandelt. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, war unklar.

Bei Ausfall wegen Coronavirus: Bundesagentur zahlt Kurzarbeitergeld

8:14 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit zahlt für Beschäftigte, deren Betriebe vom neuartigen Coronavirus betroffen sind, Kurzarbeitergeld. "Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss", teilte die Bundesagentur am Freitag mit.

Ein unabwendbares Ereignis liege auch dann vor, wenn etwa wegen staatlicher Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen würden. Wichtig sei aber, dass die Betriebe die Kurzarbeit vorab bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigten. Erste Anfragen seien bereits eingegangen, teilte die Bundesagentur mit.

Zahlreiche Betriebe in Deutschland sind bei ihrer Produktion etwa auf Lieferungen von Materialien und Komponenten aus China angewiesen. Volkswirte befürchten erhebliche Einbußen, sollte sich die Situation rund um das Virus nicht vergleichsweise rasch entspannen.

UN-Sicherheitsrat will wegen Coronavirus Sanktionen gegen Nordkorea lockern

8:03 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat will Ausnahmen von den gegen Nordkorea verhängten Wirtschaftssanktionen erlauben, um dem verarmten Land im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zu helfen. Der zuständige Sanktionsausschuss des Sicherheitsrats billigte am Donnerstag die Lieferung medizinischer Ausrüstung an das Land, wie der deutsche Botschafter Christoph Heusgen mitteilte. Angaben zur Art dieser Ausrüstung machte er nicht.

Nordkorea ist wegen seines Atom- und Raketenprogramms mit massiven internationalen Sanktionen belegt und verfügt nur über eine schwache Infrastruktur im Gesundheitswesen.

Heusgen bezeichnete es bei der angestrebten Hilfe für Nordkorea im Kampf gegen das Coronavirus allerdings als "Problem", dass der Staat als Schutzmaßnahme gegen die Epidemie seine Grenzen geschlossen hat. Nach Angaben des deutschen Diplomaten appellierte der Sicherheitsrat an die Führung in Pjöngjang, den Import des medizinischen Geräts dennoch zuzulassen.

Nordkorea hat bislang keinen einzigen Fall von Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgegeben. In Südkorea wurden inzwischen mehr als 2.000 Ansteckungsfälle bestätigt, auch gibt es dort 13 Todesfälle durch den Erreger. Von dem ebenfalls an Nordkorea angrenzenden China ging die Epidemie aus. Dort sind inzwischen laut Angaben der Regierung fast 79.000 Menschen an dem Virus erkrankt, die offizielle Zahl der Todesfälle in Festlandchina stieg bis Freitag auf 2.788.

Nordkorea hat wegen des Coronavirus seine ohnehin geringen Verbindungen zum Rest der Welt gekappt. So wurden sämtliche internationalen Zug- und Flugverbindungen ausgesetzt. Hunderte Ausländer wurden unter Quarantäne gestellt.

7:34 Uhr: Auch bei "maybrit illner" war das Coronavirus Thema. Die Gäste aus Politik, Medien, Wissenschaft und Medizin senden aber alles andere als beruhigende Signale. Vor allem der Satz des eingeladenen Virologen bleibt im Gedächtnis: "Es wird schlimm werden, und wir werden alle gemeinsam improvisieren müssen." Die Rezension zu Sendung lesen Sie hier.

7:03 Uhr: Die international gefeierte südkoreanische Boygroup BTS hat wegen des Ausbruchs der Infektionskrankheit Covid-19 in ihrem Heimatland ihre für April geplante Konzertreihe in Seoul abgesagt. Jetzt eine Voraussage zu machen, wie groß der Ausbruch während der Konzerttermine sein werde, sei unmöglich, teilte die Agentur der siebenköpfigen Gruppe, Big Hit Entertainment, am Freitag mit. Die vier geplanten Konzerte im Rahmen der "Map of the Soul Tour" zwischen dem 11. und 19. April in Seoul müssten daher gestrichen werden. Das Geld für die Tickets werde erstattet.

Die Konzerte in der südkoreanischen Hauptstadt sollten der Auftakt für eine Welttournee der Gruppe sein. Für den 25. April ist die erste von zahlreichen Shows der Boygroup in den USA vorgesehen. Bis September soll sie auch in einigen europäischen Ländern und in Japan gastieren. Für Juli sind zwei Konzerte im Berliner Olympiastadion geplant.

Coronavirus überspringt die Sahara - erster Fall in Nigeria

6:44 Uhr: Das Coronavirus hat nach Nordafrika nun auch die Region südlich der Sahara erfasst: Nigerias Gesundheitsbehörden bestätigten am frühen Freitagmorgen den ersten Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Bei dem Infizierten handele es sich um einen Italiener, der in Nigeria arbeite und aus Mailand in die Wirtschaftsmetropole Lagos zurückgekehrt sei, teilte Gesundheitsminister Osagie Ehanire mit. Der Fall sei am Donnerstag bestätigt worden. Der Patient sei stabil und habe keine schweren Symptome. Man sei dabei, alle Menschen, die denen der Mann seit seiner Ankunft in Nigeria in Kontakt gekommen war, zu identifizieren.

Nigeria ist damit das erste Land südlich der Sahara mit einem Fall der Sars-CoV-2-Infektion. Zuvor waren in Afrika Ansteckungen in Ägypten und Algerien gemeldet worden. Experten schätzen das Risiko einer Ausbreitung der Lungenkrankheit in Afrika als sehr hoch ein, da der Kontinent enge Verbindungen mit China hat und die Gesundheitssysteme in vielen afrikanischen Ländern schwach sind.

6:30 Uhr: Laut Aussage des Vorsitzenden des Weltärztebundes, müsse man aufhören, wegen des Coronavirus Panik zu machen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe Recht, wenn er sage, dass Deutschland an der Schwelle zur Epidemie sei, sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse". Forschungsergebnisse aus Hamburg deuteten aber darauf hin, dass sich das Virus gerade abschwäche. "Richtig ist jetzt, wo immer möglich, den Ausgangspunkt der Infektion zu finden und Quarantäne-Maßnahmen in begrenzten Bereichen durchzuführen. Isolationsstationen in den Kliniken müssen mit Hochdruck geschaffen werden", sagte Montgomery weiter. Abgeriegelte Ortschaften machten nur Sinn, "wenn in Dörfern oder Kleinstädten Verkehrsverbindungen leicht abgegrenzt werden können", sagte der Chef des Weltärztebundes.

Börsen in Asien geben nach, Sportler sollen keine Autogramme geben

4:15 Uhr: Der Sportmediziner Wilhelm Bloch rät Athleten wegen des Coronavirus dazu, direkt nach Wettkämpfen keine Autogramme oder Interviews zu geben. Zwar bestehe bei Spitzensportlern im Vergleich zur Normalbevölkerung grundsätzlich kein höheres Risiko einer Erkrankung am Coronavirus. Nach hohen Belastungen würde die Barriere für Erreger in den oberen Atemwegen jedoch etwas "löchriger" werden, weil sie dann mehr atmen, sagte der Professor von der Deutschen Sporthochschule in Köln am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Das gelte aber nur für einige Stunden und besonders bei ungünstigen klimatischen Bedingungen.

"Aber über das ganze Jahr betrachtet werden Hochleistungssportler eigentlich weniger krank als der Otto-Normalverbraucher", sagte der Leiter des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin. Denn ein Sportler sei "besser in der Lage, eine unspezifische Entzündungsreaktion auszubalancieren, weil er permanent lernt, durch Training mit Entzündungsreizen im Körper umzugehen." Umso besser der Athlet trainiert sei, desto stärker sei "die Bremse im Immunsystem".

Bloch empfiehlt zudem, Regionen mit hohem Gefährdungspotenzial wie etwa Norditalien zu meiden. "Das Risiko muss man nicht eingehen", sagte er. Sei es möglich, Sportveranstaltungen mal um zwei oder drei Wochen zu verschieben, würde er das auch tun.

3:32 Uhr: Die Angst vor den Folgen des grassierenden Coronavirus auf die Weltwirtschaft lässt die Aktienmärkte in Asien weiter absacken. Nachdem in New York der Dow Jones Industrial fast 1200 Punkte verloren hatte, stürzte auch der Nikkei-Index für 225 führende Werte an Asiens Leitbörse in Tokio am Freitag im frühen Geschäft in den Keller. Eine Stunde nach Handelsbeginn notierte das Börsenbarometer einen heftigen Abschlag von 695,88 Punkten oder 3,17 Prozent beim Zwischenstand von 22.252,35 Punkten. Auch die Märkte in China gaben weiter nach. Der Shanghai Composite Index startete mit einem Minus von 2,23 Prozent und notierte bei 2.924,64 Punkten. Der Shenzhen Component Index büßte zum Auftakt noch deutlicher um 3,32 Prozent ein und lag beim Zwischenstand von 11.150,66 Punkten.

Erster Fall in Hamburg, 14 neue Fälle in NRW

Das neuartige Coronavirus breitet sich nun auch in Deutschland immer stärker aus: Am späten Donnerstagabend wurden die ersten Fälle in Norddeutschland und in Hessen gemeldet. Insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Infektionen innerhalb eines Tages um mehr als das Dreifache auf über 30. Allein in Nordrhein-Westfalen sollen zudem geschätzt rund 1.000 Menschen in Quarantäne sein. Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die Fallzahl in Deutschland noch stark ansteigen wird. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet frühestens im Jahr 2021 mit einem Impfstoff - warnt aber vor Panik. An diesem Freitag berät der Krisenstab der Bundesregierung über weitere Vorkehrungen gegen das neue Virus Sars-CoV-2.

Allein in Nordrhein-Westfalen kamen am Donnerstag 14 neue Fälle dazu, außerdem wurden vier weitere Infektionen in Baden-Württemberg sowie jeweils ein neuer Fall in Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern gemeldet. Zudem infizierte sich ein Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Das teilten die Klinik und die Behörde für Gesundheit mit. Alle Kinder und Eltern, die engen Kontakt mit dem Mitarbeiter hatten, gehen demnach nun 14 Tage in Quarantäne. Auch andere Mitarbeiter gehen in eine häusliche Isolation. Es war die erste nachgewiesene Infektion mit Sars-CoV-2 in Hamburg.

Daneben waren vor mehreren Wochen bereits 16 weitere Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet worden - diese Menschen gelten inzwischen alle als virusfrei. Der Virologe Christian Drosten sagte am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner": "Wir werden in den nächsten Tagen sehen, dass neue Fälle und kleine Fallgruppen wie die Pilze aus dem Boden schießen werden." Deutschland werde in Europa eines der Länder mit den höchsten Fallzahlen sein, "weil unsere Bevölkerung sehr reisefreudig ist".

Impfstoff frühestens in einem Jahr verfügbar

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte der "Passauer Neuen Presse" (Freitag), die Technik der Impfstoff-Gewinnung und -Zulassung dauere mindestens ein Jahr. In ein paar Jahren werde man mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heiße und gegen die man impfen könne. "Vor allem müssen wir aber aufhören, Panik zu machen. Das Virus kann bei manchen Menschen zu schweren Erkrankungen führen. Bei über 80 Prozent führt es aber nur zu erkältungsähnlichen Symptomen. Dies ist aber nicht der Weltuntergang."

Der Krisenstab der Bundesregierung soll am Freitag nach Angaben von Gesundheits- und Innenministerium unter anderem über den Umgang mit Großveranstaltungen wie Messen beraten. So geht es um Auswirkungen auf die Internationale Tourismusbörse (ITB), die am 4. März in Berlin beginnen soll. Auch für andere Veranstaltungen könnten Kriterien entwickelt werden, nach denen Behörden vor Ort dann über mögliche Beschränkungen entscheiden können.

Fallzahlen weltweit steigen weiter - WHO warnt vor "pandemischem Potenzial"

In China stieg die Zahl der Todesopfer und Infizierten unterdessen weiter an. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, kamen landesweit 327 nachgewiesene Covid-19-Erkrankungen hinzu, womit die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle auf dem chinesischen Festland bei fast 79.000 liegt. Die Zahl der Toten kletterte um 44 Opfer auf 2.788. Mit 318 Infektionen und 41 Todesopfern kamen erneut die meisten Fälle aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war.

In Südkorea überschritt die Zahl der Infektionsfälle in dem Land 2.000. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Freitag 256 neue Fälle. Damit steckten sich bisher nachweislich 2.022 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an. Es wurden 13 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte am Donnerstag, der neue Erreger habe "pandemisches Potenzial" und könnte ohne die richtigen Maßnahmen "außer Kontrolle geraten". Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. Die meisten Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkrankten schwer, sagte der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie bekommen etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Nach bisherigen Zahlen sterben ein bis zwei Prozent der Sars-CoV-2-Infizierten, was höher als bei der Grippe ist.

Coronavirus - die Entwicklungen vom Donnerstag, 27. Februar: Neue Fälle in Hamburg und Hessen

23:52 Uhr: In Hamburg ist erstmals ein Patient nachweislich an dem Coronavirus erkrankt. Es handele sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, teilte die Klinik am Donnerstagabend mit.

Auch in Hessen ist ein erster Fall des nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Person im Lahn-Dill-Kreis, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit.

22:23 Uhr: In den Niederlanden ist der erste Fall einer Corona-Infektion festgestellt worden. Es gehe um einen Mann, der in einem Krankenhaus in der südöstlichen Stadt Tilburg liege, teilte Gesundheitsminister Bruno Bruins am Donnerstagabend im niederländischen TV mit. Der Mann sei erst kürzlich aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt. Der Mann liege auf der Isolationsstation. Über seinen Gesundheitszustand wurden vorerst keine weiteren Angaben gemacht.

Neuer Coronavirus-Fall in Bayern

21:34 Uhr: In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem infizierten Italiener hatte, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Donnerstagabend mit.

Kreis Heinsberg: Etwa 1000 Menschen in Quarantäne

20:38 Uhr: Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen geht von schätzungsweise 1000 Menschen in vorsorglicher häuslicher Quarantäne nach den ersten Infektionsfällen mit dem Coronavirus aus. "Das ist eine rein statistische Rechnung", sagte ein Sprecher des Kreises am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Bei der im Fokus stehenden Karnevalsveranstaltung "Kappensitzung" im Ortsteil Langbroich-Harzelt von Gangelt am 15. Februar könnte es etwa 400 Kontaktpersonen gegeben haben. Für deren Partner und gegebenenfalls Kinder könnte rein rechnerisch der Faktor 2,5 angesetzt werden, womit man auf die Zahl 1000 komme. Der WDR hatte unter Berufung auf den Landrat Stephan Pusch zuvor berichtet, dass im Kreis Heinsberg rund 1000 Menschen vorsorglich in häuslicher Quarantäne seien.

Vier neue Fälle in Baden-Württemberg

19:52 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich vier weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstagabend in Stuttgart mit. Damit ist die Zahl der bestätigten Infektionen in dem Bundesland auf acht gestiegen.

Bei drei der neuen Fälle handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beziehungsweise der Stadt Freiburg. Sie gehören laut Robert Koch-Institut zu 13 Kontaktpersonen eines italienischen Teilnehmers, der in Italien positiv getestet worden war. Die drei Patienten sind in einer Klinik.

Ein weiterer bestätigter Fall wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit einem 25 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich in Italien angesteckt hatte und dessen Fall am Dienstagabend bekanntgeworden war.

14 neue Infektionen in Nordrhein-Westfalen

19:25 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind 14 weitere Personen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten am Donnerstagabend mit, dass sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Heinsberg auf 20 erhöht habe.

19:10 Uhr: Das Coronavirus ist auch in Wien angekommen. Am Donnerstag wurden die ersten drei Erkrankungen in der österreichischen Hauptstadt bestätigt, zudem standen noch die Testergebnisse von zwei Kindern aus. Beim ersten bestätigten Covid-19-Patienten in Wien handelt es sich laut den Behörden um einen 72-Jährigen, der bereits seit zehn Tagen mit Grippesymptomen im Krankenhaus lag. Auf das neue Coronavirus wurde er laut Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) routinemäßig getestet. Er sei "schwer erkrankt" und werde künstlich beatmet, teilte der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) mit. Im Ausland sei der Mann nicht gewesen.

Zahl der Toten in Italien steigt auf 17

18:55 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Italien steigt trotz aller Eindämmungsmaßnahmen weiter. Mittlerweile seien 650 Menschen positiv getestet worden, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Donnerstag in Rom. Am Vorabend waren es rund 400 Infizierte. Die gute Nachricht sei aber, dass Dutzende wieder genesen seien.

Die Zahl der Toten liegt mittlerweile bei 17. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in der nördlichen Lombardei, gefolgt von Venetien und Emilia-Romagna.

18:41 Uhr: Die Deutsche Bahn erstattet Fahrgästen den Fahrpreis, wenn ihre Reise zu bestimmten Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus entfällt. Das gelte für den Fernverkehr beispielsweise, wenn eine Messe, ein Konzert oder ein Sportereignis wegen des Virus offiziell abgesagt werde, wie die Bahn am Donnerstag mitteilte. Diese Kulanz gilt auch, wenn ein gebuchtes Hotel am Zielort unter Quarantäne steht sowie für Reisen in die betroffenen Gebiete in Italien.

Coronavirus-Infizierter aus NRW hielt sich im Tropical Islands auf

18:31 Uhr: Einer der Coronavirus-Infizierten aus Nordrhein-Westfalen hat sich kürzlich im Brandenburger Erlebnisbad Tropical Islands aufgehalten. "Unsere bisherigen Prüfungen haben ergeben, dass kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestanden hat", teilte das zuständige Gesundheitsamt Dahme-Spreewald am Donnerstag mit. "Augenblicklich tendiert die Ansteckungsgefahr gegen Null." Der mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Mann war nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums vom 20. bis zum 23. Februar in dem Freizeit-Resort südlich von Berlin.

Wie Landesgesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte, hatte der Mann keine sehr engen Kontakte mit anderen Badegästen. Man habe von dem Patienten sehr genau erfahren, mit wem er in Kontakt war. Engeren Kontakt habe es nur zu Mitarbeitern gegeben, zum Beispiel bei der Essensausgabe. Eine Isolation dieser Menschen sei nicht nötig. Sie könnten sich aber freiwillig testen lassen. Mit den Tests soll nach Angaben von Nonnemacher am Freitag begonnen werden. Die 91 Mitarbeiter des Badeparks zeigten demnach keine Symptome.

17:41 Uhr: Deutschland stellt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 50 Millionen Euro für die Bekämpfung des Coronavirus zur Verfügung. Das erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin. Derzeit könne man sehen, "wie schnell sich ein solches Virus in einer vernetzten Welt verbreiten kann". Da liege es auch im deutschen Interesse, anderen Ländern bei der Eindämmung zu helfen, hob Spahn hervor.

Die WHO hatte einen kurzfristigen Bedarf von rund 670 Millionen Euro zur Stabilisierung der Lage in den weniger entwickelten Ländern angemeldet.

17:14 Uhr: Wegen des Coronavirus haben die griechischen Behörden alle für das Wochenende geplanten Karnevalsfeiern in dem Land abgesagt. "Auf der Grundlage einer Expertenempfehlung und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit haben wir beschlossen, die Karnevalsveranstaltungen in ganz Griechenland abzusagen, wie es auch andere europäische Länder getan haben", sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Donnerstag. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Griechenland stieg auf drei.

Zahl der Toten in Italien auf 14 gestiegen

16:24 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Epidemie in Italien ist auf 14 gestiegen. Seit Mittwoch seien zwei weitere Infizierte gestorben, teilte der italienische Zivilschutz am Donnerstag mit.

Die Zahl der Infektionen stieg unterdessen weiter stark an. Nach 400 Fällen am Mittwochabend gibt es nun 528 registrierte Fälle.

16:09 Uhr: Die deutsche Industrie sieht das Coronavirus als "Stresstest" für die Wirtschaft und fürchtet Folgen für die Konjunktur.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte die Bundesregierung zu einem koordinierten wirtschaftspolitischen Vorgehen auf. "Neben dem Gesundheitsschutz muss die Politik ab sofort auch das wirtschaftliche Krisenmanagement in den Fokus nehmen", sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Einige Lieferketten mit starkem China-Fokus würden den Stresstest derzeit nicht bestehen. Die mehr als 5.000 deutschen Firmen in China seien in Beschaffung, Produktion und Absatz stark eingeschränkt.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag warnte, in einer ohnehin geschwächten Wirtschaftslage in Deutschland drohe die Ausbreitung des Coronavirus zu einem "wahren Konjunkturhemmer" zu werden. Schon jetzt spüre die international stark vernetzte deutsche Exportwirtschaft, dass das Coronavirus den weltweiten Handel belaste und zahlreiche Unternehmen ihre Investitionen an vielen Standorten zurückhielten (siehe auch 15:00 Uhr).

15:41 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus für eine Absage der Internationalen Tourismusmesse (ITB) in Berlin ausgesprochen.

"Ich persönlich bin der Meinung, dass man sie nicht durchführen sollte", sagte Seehofer am Donnerstag der "Wirtschaftswoche". Das Risiko bei einer solch großen Tourismusmesse mit Vertretern auch aus betroffenen Regionen und mit erwarteten 150.000 Besuchern sei nicht kalkulierbar.

Eine feste Empfehlung werde allerdings am Freitag der neue Krisenstab der Bundesregierung zum Corona-Virus erarbeiten, kündigte Seehofer an. Die Absage einer solchen Großveranstaltung sei bedingt "durch höhere Gewalt. Das ist dann wie ein Orkan oder wie eine Krankheit", sagte Seehofer dem Blatt. Die endgültige Entscheidung liege beim Land Berlin.

Die ITB soll kommende Woche am Mittwoch beginnen und bis Sonntag dauern. Zahlreiche Aussteller hätten ihre Teilnahme abgesagt, berichtete das Portal "BizTravel".

Wirtschaftsminister Altmaier schließt Lieferengpässe nicht aus

15:00 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich auf einer Pressekonferenz zu den Auswirkungen des Coronavirus geäußert. Ihm zufolge gebe es in der deutschen Wirtschaft "noch keine umfassenden" Nachfrageeinbrüche oder Lieferengpässe - letztere seien aber "nicht auszuschließen".

Altmaier gehe insgesamt nur von "begrenzten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft aus". Man müsse den weiteren Verlauf beobachten. "Es wäre falsch, Panik zu verbreiten", betonte Altmaier. Es gehe nun darum, "entschlossen, besonnen und ruhig das Richtige zu tun".

Zugleich kündigte Altmaier staatliche Hilfen für deutschen Unternehmen an, sollte sich die Ausbreitung der Corona-Epidemie weiter verschärfen. Konjunkturprogramme seien aber nicht vorgesehen, sagte der CDU-Politiker. Vielmehr gehe es darum, ohnehin geplante Maßnahmen vorzuziehen. Der Minister nannte als Beispiel die steuerliche Förderung bei der Anschaffung digitaler Wirtschaftsgüter oder die steuerliche Besserstellung von Personengesellschaften.

Schon jetzt habe man für betroffene Unternehmen eine spezielle "Corona-Hotline" eingerichtet. Sie sei von 09.00 bis 17.00 Uhr mit verschiedenen Experten besetzt, die etwa zu den Bereichen Tourismus oder Krediten Auskunft geben könnten. Bei Bedarf könne diese Hotline auch personell verstärkt werden.

14:53 Uhr: Die Behörden nehmen wegen des vermehrten Auftretens von Corona-Fällen verstärkt das Geschehen bei der Einreise nach Deutschland in den Blick: Menschen, die etwa mit dem Bus oder dem Zug nach Deutschland kämen, sollten besondere "Aussteigerkarten" ausfüllen müssen, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer von der CSU am Donnerstag in Berlin. Damit solle gewährleistet werden, dass die Eingereisten beim Auftreten eines Corona-Falls kontaktiert werden können.

14:48 Uhr: Im Fußballkreis Heinsberg wurden für das kommende Wochenende alle Spiele aufgrund der aufgetretenen Infektionen abgesagt. Bundesligist Borussia Mönchengladbach grenzt an das gesundheitliche Krisengebiet, bleibt aber gelassen. "Wir werden relativ normal damit umgehen, aber nicht in Hysterie verfallen und alles absagen, wo Menschen zusammenkommen", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Dies wird am Samstag um 15:30 Uhr angepfiffen.

13:24 Uhr: Italiens Außenminister Luigi Di Maio warnte davor, die Gefahren durch den Virusausbruch zu übertreiben. Nur etwa 0,1 Prozent der gut 7.900 Gemeinden in Italien seien wegen der Virus-Quarantäne gesperrt. Auf das Gebiet des Mittelmeerlandes bezogen seien 0,05 Prozent der Fläche betroffen - und zwar in den Regionen Lombardei und Venetien. Er hob hervor, dass der Tourismus bereits erheblich unter der Angst vor Ansteckung leide.

13:00 Uhr: Spahn bekräftigt seine Aussage von gestern: Deutschland stehe vor Ausbruch einer Corona-Epidemie. Ein Krisenstab des Gesundheits- und Innenministeriums sei eingerichtet worden.

12:54 Uhr: In Kürze wird Gesundheitsminister Jens Spahn über die neuesten Corona-Entwicklungen in Deutschland informieren.

Experte: Fußball-EM sollte abgesagt werden

12:42 Uhr: Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor einer rasanten Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. "Wir stehen vor einer Krise, die Epidemie kommt", sagte der Staatschef am Donnerstag bei einem Besuch in dem Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière. Dort war in der Nacht zum Mittwoch erstmals ein Franzose gestorben, der positiv auf das Virus getestet worden war. Bereits Mitte Februar war ein 80-jähriger Tourist aus China in einem Pariser Krankenhaus den Folgen der Viruserkrankung erlegen.

12:38 Uhr: Erstmals hat ein Experte aufgrund der Verbreitung des Coronavirus zur Absage der Fußball-Europameisterschaft geraten. Prof. Hans-Georg Predel sieht Gefahren für eine planmäßige Austragung der ersten paneuropäischen Endrunde - und genauso für die anschließenden Olympischen Sommerspiele in Tokio. "Es hängt ein großes Damokles-Schwert über der Fußball-EM und den Olympischen Spielen", sagte der Leiter des Sportmedizinischen Instituts der Sporthochschule Köln im Gespräch mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Die Fußball-EM (12. Juni bis 12. Juli) findet in zwölf Ländern statt, entsprechend hoch werde das Reiseaufkommen von Fans und Mannschaften sein. Predels Rat ist daher unmissverständlich: "Wenn die Situation so bleibt, wie sie jetzt ist, wenn weiterhin unkontrollierte virale Ausbrüche auftauchen, dann halte ich eine Absage für möglich und würde auch dazu raten."

Nicht wohl ist Predel beim Blick auf Olympia in Japan. Dort soll am 24. Juli die Eröffnungsfeier stattfinden. "Die Olympischen Spiele in Asien sind eine ganz haarige Angelegenheit", sagte er, "das ist eine internationale Begegnungsplattform mit vielfältigstem Austausch, sozusagen der Albtraum eines jeden Infektiologen. Da lässt sich im Augenblick noch nichts konkret absehen."

12:20 Uhr: Symptomatisch (hohes Fieber, Husten, allgemeines körperliches Unwohlsein) lässt sich eine herkömmliche Grippe nur sehr schwer von einer Infektion mit dem Coronavirus unterscheiden. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle aber handelt es sich derzeit in Deutschland noch immer um eine Grippe, wenn Menschen aus den genannten Gründen einen Arzt aufsuchen. Aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin geht hervor, dass die Zahl der nachweislich infizierten Menschen in der bisherigen Saison um knapp 18.000 in der vergangenen Woche auf nun rund 98.500 gestiegen ist. Die Zahl der Grippe-Toten erhöhte sich demnach auf 161. "85 Prozent der Todesfälle waren 60 Jahre oder älter". Einen Toten aufgrund der Infektion mit dem Coronavirus gab es in Deutschland bislang hingegen nicht. Gemeldet sind aktuell 26 Erkrankte.

12:11 Uhr: Den vier mit dem Coronavirus infizierten Patienten in Baden-Württemberg geht es nach Angaben des Landessozialministeriums weiter vergleichsweise gut. "Der Gesundheitszustand ist unverändert gut und stabil", sagte ein Sprecher am Donnerstagmorgen. Die Patienten in Göppingen, Tübingen und Rottweil blieben weiter isoliert und würden beobachtet. "Im Gegensatz zum Beispiel zu den Fällen in Nordrhein-Westfalen haben wir das Glück, die Kontakte der Erkrankten zu kennen und die Infektionsketten genau nachvollziehen zu können", sagte der Ministeriumssprecher.

11:52 Uhr: Japan will im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 alle Schulen schließen. Die Maßnahme trete am Montag in Kraft und umfasse alle Grundschulen, Mittelstufen und Gymnasien, sagte Premier Shinzo Abe am Donnerstag. Die Schließung soll demnach bis zum Beginn der zehntägigen Frühlingsferien Ende März gelten. Abe betonte, die kommenden beiden Wochen seien entscheidend für den Kampf gegen das Virus. Japan hat bisher acht Todesfälle gemeldet, die in Verbindung mit dem Virus stehen. Mehr als 900 Menschen infizierten sich.

UN fordert Länder auf gegen Diskriminierung von Chinesen vorzugehen

11:50 Uhr: Die Coronavirus-Krise hat nach dem Worten der höchsten UN-Menschenrechtsexpertin eine verstörende Welle von Vorurteilen gegen Menschen mit Wurzeln in China und Ostasien ausgelöst. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, rief bei der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf am Donnerstag alle Länder auf, gegen solche Formen von Diskriminierung zu kämpfen. Sie erinnerte Behörden daran, auch die Rechte von Menschen unter Quarantäne zu garantieren, darunter die Rechte auf ärztliche Betreuung, auf Informationen und auf freie Meinungsäußerung.

11:42 Uhr: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat vor massiven Belastungen für die Konjunktur wegen des Coronavirus gewarnt. "Die Ausbreitung des Coronavirus wird der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr erheblich zusetzen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier am Donnerstag in Berlin laut Mitteilung. "Produktionsausfälle bei chinesischen und deutschen Firmen in China, massive Reiseeinschränkungen und Handelseinbrüche zwischen China und asiatischen Nachbarländern sowie Nachfrageausfälle in Tourismus und Einzelhandel sind wahrscheinliche Szenarien, die auf die Wirtschaft auch in Deutschland und Europa zukommen können."

11:36 Uhr: Im Iran haben die Staatsmedien drei weitere Todesfälle vermeldet. Die Gesamtzahl der Toten durch eine Infektion mit dem Coronavirus stieg damit auf 22, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Donnerstag berichtete. Irna veröffentlichte eine Karte zur Ausbreitung der Covid-19-Epidemie im Iran, derzufolge mittlerweile 141 Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit infiziert sind.

"Asterix"-Comic sah Corona-Epidemie schon 2017 voraus

11:33 Uhr: Die länderübergreifende Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 hat einem "Asterix"-Comic aus dem Jahr 2017 neue Aufmerksamkeit beschert. Im französischen Original und in der englischsprachigen Fassung heißt der maskierte Bösewicht dort nämlich Coronavirus. In sozialen Medien bescheinigen manche User daher den Abenteuern des tapferen Galliers bereits ähnliche prophetische Qualitäten wie der US-Zeichentrickserie "Die Simpsons". Diese hatte schon im Jahr 2000 eine Präsidentschaft von Donald Trump in der Handlung platziert.

Dazu posten Nutzer Bilder aus dem Band "Asterix in Italien", in dem eine Menge bei einem Wagenrennen "Coronavirus" schreit. Gemeint waren diese Rufe damals aber eher als Anfeuern eines skrupellosen römischen Wagenlenkers dieses Namens, der Asterix und Obelix übel zu schaffen machte. Bemerkenswert ist, dass der Name Coronavirus in der gerade erst erschienenen deutschen Fassung des Bandes nicht auftaucht.

11:29 Uhr: Und noch eine sportliche Absage wegen des Coronavirus: Die deutschen U20-Fußballerinnen verzichten auf ihre für Anfang März geplante Länderspielreise nach Japan. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mitteilte, sei die Entscheidung zur Absage nach Gesprächen mit "den Gesundheitsbehörden, Experten in den Bereichen Hygiene und Epidemiologie sowie dem Auswärtigen Amt" und im Einvernehmen mit dem japanischen Verband JFA getroffen worden.

11:19 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus findet das Weltcup-Finale der alpinen Skirennfahrer in Cortina d'Ampezzo wohl ohne Zuschauer statt. Das sagte der Herren-Rennchef Markus Waldner dem schwedischen TV-Sender SVT: "Derzeit ist Cortina als Austragungsort ohne Zuschauer bestätigt." Der Weltverband FIS arbeite mit mehreren Szenarien. "Aber es gibt nur einen offiziellen Plan: Cortina", ergänzte Waldner. In dem Traditions-Skigebiet in den italienischen Dolomiten sind in der Woche vom 18. bis 22. März die letzten Weltcuprennen dieses Winters geplant. Sie sind gleichzeitig die Generalprobe für die WM im Februar 2021.

11:10 Uhr: In Großbritannien werden zwei weitere Coronavirus-Patienten in Krankenhäusern behandelt. Die beiden Patienten hatten sich auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa und in Italien mit dem Erreger angesteckt, wie die britischen Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Sie werden demnach in Infektionsstationen in Krankenhäusern in London und Liverpool behandelt. Mit den beiden neuen Fällen gibt es in Großbritannien nun 15 bestätigte Infektionen mit Covid-19.

Lothar H. Wieler: Coronavirus ist tödlicher als die Grippe

11:07 Uhr: Nach den bisher bekannten Zahlen ist das neuartige Coronavirus tödlicher als die Grippe. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Grippe zu sterben, liege bei 0,1 bis 0,2 Prozent, sagte RKI-Präsident Wieler. Nach den bisher bekannten Zahlen liegt die Rate beim Virus Sars-CoV-2 fast zehnmal so hoch - bei ein bis zwei Prozent. Wie viel höher die Sterberate ausfalle, werde man nach dem Ende der Epidemie sehen, fügte Wieler hinzu.

10:59 Uhr: Wieler betonte auf Nachfrage, es gebe "keine deutsche Strategie". Nur das Ursprungsland China bilde eine Ausnahme. Alleine in der ehemals von elf Millionen Menschen bewohnten Metropole Wuhan seien nach der kompletten Abriegelung der Stadt 1.200 Teams unterwegs, um die Ausbreitung des Coronavirus dort zu überwachen. "Dort ist der Ausbruch explosionsartig erfolgt. Der Rest der Welt wartet auf das Virus, um es zu identifizieren." Die Dimension in China sei mit der in Europa nicht vergleichbar. "Wir haben eine deutlich bessere Position." Die längste bisher bekannte Inkubationszeit bei Patienten mit einem Verdacht auf das Coronavirus betrage 14 Tage.

10:51 Uhr: Ein führender japanischer Infektions-Experte hat zum ersten Mal die Durchführung der Olympischen Sommerspiele in Tokio infrage gestellt. Norio Ohmagari, Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten im nationalen Gesundheitszentrum, sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Wir stehen am Scheidepunkt für eine Eindämmung des Coronavirus. Sollte die Zahl der Infizierten im Land in den nächsten drei Wochen nicht abnehmen, sollte man wirklich darüber nachdenken, die Olympischen Spiele auszutragen oder nicht. Das ist eine große Entscheidung."

10:50 Uhr: Nach verschiedenen Airlines geht nun auch der Frankfurter Flughafen wegen der Corona-Krise auf Sparkurs. Das Fracht- und Passagieraufkommen im China-Verkehr ist eingebrochen, sodass der Betreiber Fraport zu viel Personal an Bord hat. Konkret sollen Neueinstellungen nur noch im Ausnahmefall möglich sein. Dem Personal werden unbezahlter Urlaub und reduzierte Arbeitszeiten nahe gebracht. Dauer und der Umfang der Flugstreichungen könnten derzeit nicht verlässlich prognostiziert werden, teilte das Unternehmen weiter mit.

10:47 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erhöht der weltweit vernetzte Autozulieferer Continental seine Vorsichtsmaßnahmen. "Wir haben Geschäftsreisen von und nach China sowie Südkorea und in Teile Italiens eingeschränkt", hieß es vom Dax-Konzern in Hannover. Außerdem werde der Gesundheitsschutz für die Belegschaft verstärkt: Man unterstütze die einzelnen Standorte "mit der Lieferung von geeigneter persönlicher Schutzausrüstung für unsere Mitarbeiter".

10:42 Uhr: In Bayern sei es den Behörden nach dem Ausbruch der Erkrankungen mit dem Coronavirus vor allem dank der häuslichen Quarantäne von 241 Personen gelungen, das Erkrankungs-Geschehen einzudämmen. Deutschland aber befinde sich in einem "Kriminalfilm", betonte Wieler. Es kämen immer wieder "neue Indizien" hinzu. "Es kann an einen Punkt kommen, dass wir die Kontrolle irgendwann nicht mehr haben. Wir können irgendwann nicht mehr jeden einzelnen Fall nachvollziehen. Aber: Die Eindämmung wird kontinuierlich weiterlaufen. Wir werden immer wieder Fälle finden, die wir als Infektionsquelle ausschließen können."

10:35 Uhr: RKI-Präsident Lothar H. Wieler sagte, 15 von 100 Infizierten weltweit erkrankten schwer. Das sei viel. Nach bisherigen Zahlen stürben ein bis zwei Prozent der Coronavirus-Patienten. Auch da Therapeutika und ein Impfstoff fehlten, mache es Sinn, alle Möglichkeiten der Eindämmung auszuschöpfen. Hinsichtlich dessen sei das regelmäßige und gründliche Händewaschen am wirksamsten und für jeden Einzelnen durchführbar.

10:28 Uhr: Laut Informationen der "Kronen Zeitung" wurde erstmals ein Patient in Wien positiv auf das Coronavirus getestet. Der 72-jährige Mann befinde sich aber bereits in Quarantäne auf einer Isolierstation.

10:25 Uhr: Zum Fall der Doppelinfektion (10:02 Uhr) könne man derzeit keine Angaben machen.

10:21 Uhr: Was kann die Bevölkerung tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern? Das RKI wies nochmals auf die "Nies-Etikette" hin. Man solle nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge Husten oder Niesen. Häufigeres Händewaschen und Desinfektionsmittel sind zusätzlich zu empfehlen. Jeder könne einen Beitrag leisten, man sei der Infektion nicht hilflos ausgeliefert.

10:09 Uhr: Auf die Frage, ob Deutschland nach dem Corona-Ausbruch nun auch italienische Verhältnisse drohen, antwortete der Chef des RKI, Lothar H. Wieler: Nein. Derzeit stünden Abriegelungen, wie sie derzeit in Italien stattfinden, nicht zur Debatte.

Japanerin zum zweiten Mal mit Coronavirus infiziert

10:02 Uhr: In Japan ist eine Frau zum zweiten Mal positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie das japanische Gesundheitsministerium auf seiner Webseite bekanntgab, handelt es sich um eine Frau in ihren 40ern aus der Präfektur Osaka. Sie sei am 29. Januar positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Daraufhin habe sich ihr Zustand verbessert, weswegen sie am 1. Februar aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Am 3. Februar sei sie bei einer erneuten Untersuchung negativ getestet worden. Später habe sie zu Hause jedoch Symptome wie Husten, Halsschmerzen und Schmerzen in der Brust gezeigt. Am 26. Februar sei sie dann bei einem erneuten Test wieder positiv getestet worden, hieß es.

Es handelt sich bei dem Fall laut japanischen Medien um den ersten in Japan, bei dem ein Patient nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus ein zweites Mal positiv auf Coronavirus getestet wurde. Der Fall ist ein Hinweis darauf, dass einmal infizierte Menschen danach nicht zwingend immun gegen eine erneute Erkrankung sind.

9:54 Uhr: Demnächst will das Robert-Koch-Institut (RKI) über die Neuinfektionen in Deutschland informieren.

9:28 Uhr: Die Furcht vor den Folgen des Coronavirus hat die Börsen weiter fest im Griff. Nach der Verschnaufpause vom Vortag büßte der Dax am Donnerstag im frühen Handel knapp zwei Prozent auf 12.533,56 Punkte ein - der niedrigste Stand seit Mitte Oktober. US-Präsident Donald Trump gelang es am Vorabend in einer Rede nach Einschätzung von Händlern nicht, die Märkte zu beruhigen. Die Verluste des Dax seit Donnerstag vergangener Woche summieren sich mittlerweile auf mehr als neun Prozent. Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte fiel um gut ein Prozent auf 26.833,53 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone rutschte um knapp zwei Prozent ab.

Trump gibt Journalisten Tipps gegen Coronavirus

8:51 Uhr: US-Präsident Donald Trump fühlt sich angesichts des neuartigen Coronavirus in seiner täglichen Hygiene-Routine bestätigt - und riet nun Journalisten dazu, sich genauso zu verhalten wie er selbst. Er wasche sich sowieso sehr häufig die Hände - "wie Sie wahrscheinlich gehört haben", sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Auch für den Umgang mit Kranken hatte der Präsident Tipps.

"Wenn jemand niest, versuche ich zu verschwinden", sagte Trump. Unlängst sei ihm ein Bekannter begegnet. "Er umarmt mich. Ich frage: 'Geht es dir gut?', er sagt: 'Nein, ich habe hohes Fieber und eine schlimme Grippe.' Und er umarmt und küsst mich", beschrieb Trump die Situation - und imitierte dabei seinen Bekannten. Angesichts der Ansteckungsgefahr habe er sich sofort verabschiedet, sagte Trump. "Ich habe gesagt: 'Entschuldige mich' und bin weggegangen, und habe begonnen, mir die Hände zu waschen."

Den Journalisten empfahl Trump, sich ebenfalls möglichst oft die Hände zu waschen. "Bleiben Sie sauber", sagte der US-Präsident. "Sie müssen nicht unbedingt jeden Handlauf anfassen, wenn es nicht nötig ist", fügte er hinzu.

Trump betonte in der Pressekonferenz zugleich, dass das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus für die Menschen in den USA sehr gering sei. Das Land sei "sehr, sehr" gut vorbereitet, erklärte er.

8:22 Uhr: Auch in Dänemark ist ein erster Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus entdeckt worden. Betroffen sei ein Mann, der am Montag mit seiner Frau und seinem Sohn aus den Skiferien im Norden Italiens zurückgekehrt sei, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Er leide unter Husten und Fieber und sei positiv auf den Erreger getestet worden.

Tests bei seiner Frau und seinem Sohn fielen demnach negativ aus. Dem Mann gehe es relativ gut, er befinde sich derzeit mit seiner Familie unter häuslicher Quarantäne, erklärten die Behörden.

Die dänischen Gesundheitsbehörden hatten am Dienstag erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit "gestiegen" sei, dass das Coronavirus nach Dänemark eingeschleppt werde. Das Risiko einer Ansteckung sei aber weiter "gering". Die große dänische Containerschiff-Reederei Maersk ordnete als Vorsichtsmaßnahme bereits an, dass Mitarbeiter, die aus China, Norditalien oder Südkorea zurückkehren, zwei Wochen lang von zu Hause arbeiten müssen.

Suche nach Infizierten in NRW geht weiter

7:49 Uhr: Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev rechnet wegen des Coronavirus mit einem Gewinneinbruch im ersten Quartal. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den ersten drei Monaten werde um rund zehn Prozent sinken, teilte der Brauer bekannter Marken wie Beck's, Budweiser, Corona und Stella Artois am Donnerstag in Leuven mit. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte AB Inbev operativ etwas mehr als fünf Milliarden Dollar verdient. AB Inbev bezifferte auch die bisherige Belastung durch den Ausbruch des neuartigen Coronavirus. In den ersten beiden Monaten drückten die Folgen des Virus demnach das Ergebnis um 170 Millionen Dollar.

6:57 Uhr: Nach den fünf bestätigten Coronavirus-Fällen in Nordrhein-Westfalen suchen die Behörden nun mit größeren Aktionen nach möglichen weiteren Infizierten. In Gangelt im Kreis Heinsberg sind die rund 300 Besucher einer Karnevalsveranstaltung aufgerufen, sich bei den Behörden zu melden. Alle Besucher und ihre Familien müssten für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium in der Nacht zum Donnerstag mit. In Mönchengladbach läuft am Krankenhaus Maria Hilf die Suche nach Menschen, die Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatten.

Alle bislang bekannten Infizierten hatten nach Erkenntnissen der Behörden Kontakt mit einem Ehepaar aus Gangelt, das im Moment an der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird. Es sei nun entscheidend, alle Kontaktpersonen der Infizierten ausfindig zu machen, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Donnerstagmorgen.

Im Laufe des Tages erwarten die Behörden zahlreiche weitere Testergebnisse von Kontaktpersonen, die sich möglicherweise bei dem Ehepaar angesteckt haben könnten. Dazu zählen etwa die Kinder des Paares, die rund 65 Kinder einer Kita und Dutzende Teilnehmer der Karnevalsveranstaltung. Je nach Ergebnis dieser Tests würden die Behörden entscheiden, ob für weitere Personenkreise häusliche Quarantäne angeordnet wird.

Mit den Maßnahmen wollen die Behörden erreichen, dass sich das neue Coronavirus nicht weiter ausbreitet. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte allerdings am Mittwoch bereits klargemacht: "Wir können nicht garantieren, dass wir die Infektionsketten gestoppt kriegen."

Experte sieht China noch mitten im Corona-Kampf - Entrüstung über Frau aus Wuhan

6:44 Uhr: Nach einem Sturm der Entrüstung untersucht Chinas Regierung nun den Fall einer infizierten Frau, die trotz Krankheitssymptomen mit dem Auto aus der abgeschotteten Metropole Wuhan nach Peking gebracht worden war. Ein derart ernster Verstoß gegen die Kontrollen in der Krisenregion "hätte niemals erlaubt werden dürfen", sagte der Parteichef der Provinz Hubei, Ying Yong, nach Angaben des Staatsfernsehens vom Donnerstag.

Familienmitglieder hatten die Frau nach Peking gefahren. Nach der Ankunft am Samstag kam sie am nächsten Tag wegen ihres Fiebers in ein Krankenhaus, wo die Infektion bestätigt wurde. Offenbar unter Hinweis auf Spekulationen, dass es sich um jemanden mit Geld und guten Beziehungen zu höheren Stellen handele, sagte der Parteichef: "Wir müssen das untersuchen - unabhängig davon, wer es ist."

Nach Medienberichten war die als älter beschriebene Frau zuvor allerdings aus einem Gefängnis entlassen worden, wo es in Hubei auch viele Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus gibt. Warum sie in Haft war, blieb offen. Unklar war auch, ob ihre Familienmitglieder besondere Genehmigungen hatten, um die vielen Kontrollen auf den Straßen passieren zu können.

In sozialen Medien zeigten sich viele Nutzer empört. "Ich würde nur gerne wissen, was für Leute in dem streng abgeriegelten Wuhan einfach kommen und gehen können!", schrieb einer.

6:07 Uhr: Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus in China wird nach Darstellung des Chefs der Expertenkommission der chinesischen Regierung, Zhong Nanshan, noch länger andauern. "Wir sind zuversichtlich, dass es Ende April im Wesentlichen unter Kontrolle sein wird", sagte der Professor am Donnerstag in der südchinesischen Stadt Guangzhou.

Mit Blick auf den Ausbruch der Lungenkrankheit in anderen Ländern überraschte Zhong Nanshan mit der These, dass die ersten Infektionen zwar in China berichtet worden seien, aber der Ursprung des Sars-CoV-2 nicht unbedingt in China gewesen sein müsse. Beweise dafür legte der Experte aber nicht vor.

Mehr Fälle in Südkorea, Saudi-Arabien schränkt Pilgerreisen ein

3:08 Uhr: Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea steigt die Zahl der Infektionsfälle in dem Land unvermindert an. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstag 334 neue Fälle. Die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, kletterte damit auf 1.595. Bisher wurden zwölf Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht. Die Mehrzahl der neuen Fälle konzentriert sich weiter auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region.

Allein 307 Neu-Infizierungen wurden in Daegu erfasst, wo es die größte Anhäufung von Fällen unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu gibt. Mehr als die Hälfte aller Fälle im Land entfällt auf Mitglieder der Organisation. Die Behörden untersuchen, ob die Infektionen unter den Anhängern möglicherweise von einem sogenannten Superverbreiter ausgingen. Die Regierung verfolgt Pläne, die geschätzten mehr als 200.000 Mitglieder der Sekte im Land auf das Virus testen zu lassen.

1:14 Uhr: Saudi-Arabien hat aus Sorge vor einer Verbreitung des Coronavirus seine Grenzen für Pilgerreisen von Ausländern in die beiden Städte Mekka und Medina geschlossen. Dabei handele es sich um eine vorübergehende Präventionsmaßnahme, teilte das Außenministerium in Riad mit, wie die die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am späten Mittwochabend meldete.

Vorerst ausgesetzt würden auch Einreisen mit Touristenvisa aus Ländern, in denen die Verbreitung des Virus einen Gefahr darstelle. Für welche Länder genau diese Regelung gilt, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Damit solle verhindert werden, dass das Coronavirus Saudi-Arabien erreiche, hieß es weiter. Das sunnitische Königreich hat bislang noch keine Fall des neuartigen Virus Sars-CoV-2 gemeldet.

Allerdings sind in den Nachbarländern zahlreiche Infizierungen aufgetreten. Im benachbarten Iran stieg die Zahl der Covid-19-Toten auf 19. Nach Angaben der Regierung in Teheran wurde das Virus bei insgesamt 135 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes bestätigt.

Spahn: "Befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet hierzulande mit einer Ausbreitung des Coronavirus. "Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Die Infektionsketten sind teilweise - und das ist eine neue Qualität - nicht nachzuvollziehen." Vor diesem Hintergrund sei es fraglich, ob die bisherige Strategie zum Eingrenzen des Virus und zum Beenden der Infektionsketten weiter aufgehe.

In Deutschland waren seit Dienstagabend bis zum Mittwochabend neun Infektionen bekannt geworden. Die Epidemie schlägt zunehmend auch auf die Wirtschaft durch. Sportevents wie das Formel-1-Rennen in Vietnam und die Olympischen Spiele in Tokio sind ungewiss.

Spahn sagte, noch sei Deutschland in der Phase, mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und Kontaktpersonen zu isolieren. Es könne aber die Phase eintreten, in der nicht alle Kontakte ermittelt werden könnten. Der Minister rief die Bevölkerung auf, nicht bei jedem Husten zum Arzt zu gehen. Aber die Bürger sollten ihren Hausarzt anrufen, wenn sie innerhalb von 14 Tagen nach einer Reise in ein Risikogebiet Fieber, Husten oder Atemnot hätten. Bei vorhandener Symptomatik und einem Verdacht solle besser einmal mehr auf das Virus getestet werden als einmal zu wenig.

Trump warnt vor Panik in den USA

Nach Warnungen der US-Gesundheitsbehörde CDC vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auch in den USA hat Präsident Donald Trump vor einer Panik gewarnt. Das Risiko für Amerikaner sei weiterhin "sehr gering", betonte Trump bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Er denke nicht, dass eine Ausbreitung in den USA unvermeidlich sei. Der Präsident betonte zugleich: "Was immer auch passiert, wir sind vollständig vorbereitet." Trump kündigte an, Vizepräsident Mike Pence werde in der US-Regierung den Kampf gegen das Virus leiten.

Trump schloss weitere Reiseeinschränkungen wegen des Virus nicht aus. Derzeit dürfen Ausländer, die in den vergangenen 14 Tagen in China waren, nicht in die USA einreisen. Trump sagte, solche Einschränkungen könnten auch gegen Reisende aus anderen Ländern verhängt werden, in denen sich das Virus ausbreitet. China ist bislang am stärksten von der Epidemie betroffen. Man hoffe aber stattdessen, die Restriktionen gegen China baldmöglichst aufheben zu können, sagte der Präsident.

Die Sorge vor einer Ausbreitung des Virus hatte die Aktienmärkte einbrechen lassen. Trump zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Märkte erholen würden. Zugleich räumte er ein, dass die Krise um das Virus negative Folgen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA haben werde. "Das würde sich auf das BIP auswirken."

Bislang 15 Corona-Fälle in den USA registriert

Gesundheitsminister Alex Azar sagte bei der Pressekonferenz im Weißen Haus, bislang gebe es 15 Fälle in den USA, bei denen der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden sei. Hinzu kämen 45 Fälle von Amerikanern, die aus China oder Japan ausgeflogen worden seien. "Unsere Eindämmungsstrategie hat funktioniert." Trump sagte, die meisten der 15 Betroffenen, die in den USA diagnostiziert worden seien, seien auf dem Weg der Besserung.

Das CDC teilte am Mittwochabend mit, unter den 15 in den USA diagnostizierten Fällen sei einer, der nach bisherigen Erkenntnissen weder in ein Gebiet mit Infektionen gereist sei noch Kontakt zu einem anderen Infizierten gehabt habe. Das wäre ein Novum in den USA.

CDC-Vizedirektorin Anne Schuchat sagte bei der Pressekonferenz, man erwarte weitere Fälle. "Die Entwicklung dessen, was wir in den kommenden Wochen und Monaten sehen werden, ist sehr ungewiss." Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, sagte, bis ein Impfstoff gegen das Virus einsetzbar sei, könnten ein bis eineinhalb Jahre vergehen.

Die Leiterin der CDC-Abteilung für Immunisierung und Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier, hatte am Dienstag gesagt, es sei weniger eine Frage, ob sich das Virus in den USA ausbreiten würde, sondern vielmehr, wann das geschehen werde.

Trump weist Kritik der Demokraten zurück

Trump wies Kritik der oppositionellen Demokraten an seiner Reaktion auf das Virus zurück. Trump hatte am Dienstag bei einem Besuch in Neu Delhi gesagt, das Virus sei in den USA "sehr unter Kontrolle". Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sagte dem Sender CNN dazu am Mittwoch: "Ich denke nicht, dass der Präsident weiß, wovon er spricht. Wieder einmal."

Trump nannte Pelosi am Mittwoch "inkompetent". Er fügte hinzu: "Sie sollte sagen, wir arbeiten zusammen, weil wir ein potenziell großes Problem haben. Und vielleicht wird es nur ein sehr kleines Problem sein." Pelosi versuche, Panik zu verbreiten. "Und es gibt keinen Grund, panisch zu sein."

Trumps Regierung hatte vom Kongress die Bewilligung von 2,5 Milliarden Dollar zum Kampf gegen das neuartige Coronavirus beantragt. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, nannte das "zu wenig und zu spät". Er schlug ein Budget von 8,5 Milliarden Dollar vor, um das Virus zu bekämpfen. Trump sagte, seine Regierung werde die Mittel annehmen.

Mit Material der dpa und der AFP